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Auf Kathrins Blog findest Du viele praxisbezogene Gartentipps, interessante Buchvorstellungen, Koch- und Backrezepte, Reiseimpressionen sowie Vieles rund ums Thema Familie.

Mittwoch, 19. Januar 2011

DIY: Bau einer Gemüse-"Grow-Box" - Teil 2!

By On 22:06
Es ist soweit die Gemüse-"Grow-Box" ist fertig, Jakob hat heute alles verkabelt. Dem ersten Einsatz steht nun nichts mehr im Wege.

So sah die Grow-Box noch vor einigen Tagen aus!


Für die bessere Handhabung bzw für die Vermeidung eines Kabelsalates installierte Jakob eine Installationsdose, in welcher die Kabel aller drei Leuchten zusammenlaufen.



Etwas genauer, die Kabel laufen in einer Lusterklemme zusammen. Man erkennt sie am nächsten Foto etwas besser.



Ein absolutes Muss - damit elektrische Installationen funktionieren, muss die Plastikummantelung gekappt werden.


Damit die Kabel auch an der richtigen Stelle bleiben, montiert Jakob auch noch einen Stopper, welchen er auf die benötigte Größe zuschneidet.


Neben der Installationsdose wird der Schalter angebracht, welcher es ermöglicht alle Lichter auf einmal ein- oder auszuschalten.


Erster Test - es funktioniert!


Schnell noch alles gut festschrauben!



...und damit es schöner aussieht, kommen noch ein paar Kabelbinder zum Einsatz!


Vielen Dank Jakob, die Gemüse-"Grow-Box" ist Dir echt gut gelungen!

Samstag, 15. Januar 2011

DIY: Bau einer Gemüse-"Grow-Box" - Teil 1!

By On 22:33
Nachdem ich in den letzten zwei Jahren immer wieder Probleme wegen des fehlenden Lichts bei der Anzucht meiner Gemüsesämereien hatte, baute mir Jakob heuer eine Gemüse-"Grow-Box". Aber was kann man eigentlich unter einer Gemüse-"Grow-Box" verstehen? Dabei handelt es sich gewissermaßen um eine rechteckige Schachtel (60cm breit, 80cm lang, 60 cm hoch), welche mit allen wichtigen Anzuchtfeatures ausgestattet wurde. Wie und was wir genau gemacht haben, möchte ich Euch anhand der Bilder zeigen.

Eine passende Bodenplatte hatte Jakob noch in seiner Bastelstube herumliegen, daher brauchte ich nur noch Holz für die Seitenwände besorgen. Ich entschied mich für geleimte Kiefernholzbretter. Sie stellten die kostengünstigste Lösung dar, ein Brett kam auf 3,29 Euro, insgesamt brauchten wir 8 Stück.


Als Erstes Schnitt Jakob die späteren Seitenwände auf die richtige Länge zu.


Danach wurde alles zusammengeschraubt und der Boden durch weitere Hölzchen verstärkt - die Box sollte am Ende ja stabil sein.



Hier sehen wir die Box bereits mit dem abnehmbaren Aufsatz. Damit man die zwei Rahmen gut ineinanderstecken kann und auch nichts verrutscht, brachte Jakob am oberen Teil vier senkrechte Holzstäbchen an.


Hier sehen wir bereits die ebenfalls an Holzlatten montierten Leuchtstoffröhren der Lichtfarbe kaltweiß zu je 18 Watt. Als Lampenhalterung fungiert jeweils ein Schraubenpaar. Solche Schraubenpaare hat Jakob in verschiedenen Höhen, passend zu den Topfgrößen in der Anzuchtphase, angebracht. Damit kann ich die Lampen auf unterschiedlichen Ebenen einhängen. Die Box wird insgesamt mit drei Leuchtstoffröhren ausgestattet.



Die Box wurde innen bereits einmal weiß ausgemalt.


Lange kann es nicht mehr dauern bis die Box fix und fertig ist, dann gibt es ein Update!

Montag, 10. Januar 2011

Tot ist die Kumquat - lang lebe die Pomeranze?

By On 21:05
Pünktlich nach Weihnachten ist es mal wieder passiert, meine Kumquat hat die Patschen gestreckt - genauer gesagt die Veredelung. Meine Vermutung ist, dass es ihr bei der Terrassentüre wegen der Zugluft zu kalt war. Trotz aller Abdichtungsversuche konnten wir dieses Problem nicht in den Griff kriegen. Auch die Teelichtheizung konnte bei der empfindlichen Kumquat das Schlimmste nicht verhindern. Nun treibt die Unterlage aus, ich denke es ist eine Pomeranze - was meint Ihr?


Wer hat eine Idee?

Sonntag, 9. Januar 2011

Erdbeeren in Töpfen überwintern? Ab damit in den Keller?

By On 17:56
Gartenblog Topfgartenwelt Erdbeeren - Überwinterung im Keller

Erdbeeren im Keller überwintern - eine gute Idee? Unter dem Dauerfrost im Jänner 2011 haben meine Erdbeerpflänzchen in den kleineren Schalen und Töpfen ziemlich gelitten. Obwohl ich im Herbst die Gefäße auf Styroporplatten gestellt hatte und sie so gut wie möglich mit mehreren Schichten Vlies abgedeckt hatte, waren die Pflanzen von der Kälte gezeichnet und einige sogar schon kaputt. Vielleicht waren einfach die Töpfchen zu klein um die Pflanzen über einen längeren Zeitraum mit Feuchtigkeit zu versorgen, vielleicht war die Erde in den Töpfchen zu schnell durchgefroren - Fragen über Fragen?


Jedenfalls hatte ich damals auf einen weiteren Totalausfall spätestens im Frühling keine Lust mehr (so billig sind Erdbeerpflänzchen ja auch nicht), daher verfrachtete ich sie den alten Kartoffelkeller mit Lehmboden, wo Temperaturen um die 8°C-11°C herrschten. Ja, so einen hatten wir im Grazer Haus! Es war ein Experiment. Ein wenig Sorgen machte ich mir nur über das fehlende Licht. Die Idee fand ich gar nicht schlecht. Aber ich sollte eines Besseren belehrt werden...

Lohnt es sich in Töpfe gepflanzte Erdbeeren im Keller zu überwintern?

Das Überwintern der Erdbeeren im Keller hat sich nicht wirklich ausgezahlt, denn die Erdbeerpflanzen waren vom durchgängig "warmen" Klima nicht sonderlich begeistert. Die bereits angeschlagenen Exemplare gaben erst recht w.o. und der Rest trat im Frühling eher kümmerlich wieder in Erscheinung, gespickt mit vielen hacksigen, hellgrünen Austrieben, die keine Sonne aushielten. Das fehlende Licht führte nämlich zu unzähligen Geiztrieben. Kurz gesagt, die Arbeit die Töpfe in den Keller oder die Wohnung zu schleppen lohnt sich überhaupt nicht. Erdbeeren sind winterharte Pflanzen, die das mitteleuropäische Klima und den damit verbundenen Frost gewohnt sind. Aber Erdbeeren sind Diven - keine Frage, aber frostharte!

Erdbeeren in der Garage überwintern

Immer wieder gibt es Suchanfragen an meinem Gartenblog, ob es denn nicht sinnvoll wäre Erdbeeren in der Garage zu überwintern anstatt im Keller oder im Freien. Diesbezüglich möchte ich bei meinen Ausführungen zur Überwinterung von Erdbeeren im Keller bleiben. Es bringt nichts. Erdbeeren sind Gartenpflanzen und sollten auch während der kalten Jahreszeit draußen bleiben. Eine Garage bietet ebenso wenig wie ein Keller optimale Überwinterungsbedingungen.

Erdbeeren am Besten im Garten eingepackt in Kokosmatten und Vlies überwintern - Gartenblog Topfgartenwelt

Wie sollte man Erdbeeren in Töpfen am Besten überwintern?

Natürlich stellt sich nun in weiterer Folge die Frage, wie man nun Erdbeeren in Töpfen am Besten überwintern sollte, wenn der Keller oder die Wohnung nicht gerade als Winterquartier optimal sind. Eigentlich habe ich die beste Erfahrung bei der Überwinterung von Erdbeeren gemacht, wenn sie einfach draußen im Garten oder Balkon an einer geschützten Stelle, eingepackt in Kokosmatten und ein wenig Vlies verblieben sind. Natürlich darf man bei Topfpflanzen nicht darauf vergessen, diese regelmäßig zu gießen, ansonsten vertrocknen sie relativ schnell. Was mich zum nächsten Punkt bringt:


Wie groß sollten Töpfe für Erdbeeren sein, damit eine Überwinterung gelingt?

Am Bild oben zu Beginn des Beitrags siehst Du relativ kleine Töpfe und schmale Blumenkästen. Beides eignet sich sich auf Dauer nicht für die Kultur von Erdbeeren. Diese leidige Erfahrung musste ich auch machen. Meines Erachtens liegt der Grund vor allem darin, dass das Substrat bzw. die Erde in kleinen Töpfen viel zu schnell austrocknet und der Frost zudem eine relativ große Angriffsfläche hat. Sprich, die Wurzelballen liegen oftmals direkt oder viel zu nahe an der Topfwand und damit fehlt jeglicher Puffer gegen klirrende Kälte. Die von mir damals verwendeten Schalen wurden sogar nach unten hin schmäler und verstärkten damit das Problem nochmals. Bei den Erdbeeren in günstigen Blumenkästen ohne guten Wasserablauf besteht hingegen die Gefahr, dass die Wurzeln der Pflanzen viel zu nass stehen und quasi bei Frost durchfrieren oder während einer Tauwetterphase vergammeln. Zurück bleiben zerstörte Haarwurzeln, die kein Wasser mehr aufnehmen können und eben dadurch die Pflanze vertrocknet. 

Aus meiner Sicht eigenen sich daher für eine dauerhafte Bepflanzung mit Erdbeeren Töpfe mit mindestens einem Durchmesser von 32 cm. Töpfe aus Ton regulieren den Wasserhaushalt im Substrat auf natürliche Weise, Töpfe aus Plastik müssen über einen guten Wasserabzug verfügen. Wenn man möchte kann man die Töpfe mit Erdbeeren auch als Erdbeerpyramide zusammenstellen.

Dickmaulrüssler - Gefahr für Erdbeeren nach dem Winter

Doch selbst wenn man es geschafft hat die Erdbeeren in Töpfen gut über den Winter zu bekommen und sie Ende März, Anfang April neue Austriebe zeigen, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Um diese Zeit werden auch die Larven des Dickmaulrüsslers wieder aktiv und deren erste Nahrungsquelle sind die feinen Wurzeln der Erdbeeren. Der Dickmaulrüssler liebt Erdbeeren! Leider. Mehr dazu findest Du unter meinem Beitrag: "Was tun gegen den gefurchten Dickmaulrüssler im Garten oder warum Erdbeerpflanzen im Frühling plötzlich eingehen?"

Zum Pinnen:

Das Anpflanzen von Erdbeeren im Garten oder am Balkon ist eine gute Idee. Aber im Topf haben es die Pflanzen schwer, insbesondere im Winter. Die richtige Pflege beim Überwintern ist wichtig. Der Keller eigent sich jedenfalls nicht gut als Winterquartier. #Erdbeeren #Überwintern #topfgartenwelt


Bis bald und baba,
Kathrin

Montag, 3. Januar 2011

Hilfe: weißes Pilzgeflecht an abgestorbenen Bananenblättern - was ist das? ... What's that?

By On 22:02
Liebe Blogleser/-innen vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen. Seit geraumer Zeit fällt mir dieses komische, weiße "Pilzgeflecht" an den abgestorbenen, braunen Blättern meiner Banane auf. Bei den noch lebenden, saftig grünen Wedeln ist es nie zu sehen. Da der "Watteknäuel"  im Laufe der Zeit immer größer und dichter wird, vermutete ich zuerst Wollläuse, allerdings stehen tote Blätter nicht gerade auf ihrem Speiseplan, womit sie als Täter wieder ausscheiden. Unter dem Mikroskop zeigte sich nun doch recht deutlich ein fadenartiges Gewebe. Im Internet konnte ich zu meinem Problem keine Informationen finden, wahrscheinlich verwende ich die falschen Suchkriterien.

Maybe someone of the readers of this blog can help me. On the following pictures you can see a white coloured netting, which is located on the dead, withered leaves of my banana. I have no idea what it could be...




Samstag, 1. Januar 2011

Gutes Neues Jahr und ein Besuch im Botanischen Garten Dahlem!

By On 22:43
Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein gutes Neues Jahr sowie Gesundheit und Erfolg!

Nach den Weihnachtsfeiertagen sind Jakob und ich für vier Tage nach Berlin geflogen. Einen ausführlichen Reisebericht mit Bildern gibt es hier. Für das Gartenblog ist der Besuch im Botanischen Garten Dahlem interessant. Dort steht nämlich einer der wichtigsten und sicherlich größten Botanischen Gärten in Europa. Wer vor hat Berlin zu suchen, sollte sich unbedingt genügend Zeit nehmen und sich auch dieses Highlight anschauen - vorallem, wenn man eine Vorliebe für Pflanzen hat.




ein müder Jakob



Ein Kurzurlaub in Berlin - das kannst Du in 3 Tagen machen!

By On 22:42
27.12.2010
Heute am Vormittag starteten wir mit der AirBerlin nach – ratet mal – Berlin. Es handelt sich dabei um unsere gemeinsame Sponsionsreise. Vor zwei Jahren hatte ich Jakob einen Gutschein zu seinem Studienabschluss für diese Fluglinie geschenkt und heuer habe ich als Ergänzung das Hotel aussuchen dürfen.
Unser Flug ging pünktlich um 10.45 Uhr von Graz nach Berlin. War das Wetter in Graz sonnig und wolkenlos, erwarteten uns in der Hauptstadt Deutschlands Schneefall und wesentlich eisigere Temperaturen als zu Hause. Nachdem wir endlich unser Gepäck am Flughafen Tegel in Empfang nehmen konnten, machten wir unser auf die Suche nach unserem Hotel. Eine Angestellte am Airport erklärte uns, dass wir mit der Buslinie 128 bis zur Station Osloer Straße fahren und von dort aus mit der U-Bahn 6 weiterfahren sollten bis zur Residenzstraße. Gesagt, getan.
Etwa eine Stunde später checkten wir im Ibis Hotel Airport Tegel ein. Wie immer bietet diese Hotelkette ein perfektes Quartier für eine Stadtbesichtigung – günstig, sauber und an einem zentralen Punkt gelegen.
Natürlich wollten wir unsere Berlin-Besichtigung nicht hungrig beginnen, doch wo sollten wir etwas Essen gehen? Zuerst fuhren wir mit der U-Bahn in die Innenstadt – Berlin Alexanderplatz – und entschieden uns kurzer Hand für einen McDonalds, wir hatten keine Lust viel herumzusuchen und auf die Schnelle konnten wir dort nichts Einladendes finden.

Die erste Station unserer Berlin-Tour war die Museumsinsel, auf welcher sich auch das bekannte Pergamon-Museum befindet. Dieses war als Fixpunkt schon lange eingeplant gewesen - der Grund: in den letzten zwei, drei Jahren waren wir doch einige Male in der Türkei unterwegs, heuer sogar in Syrien und Jordanien und in diesem Museum finden sich viele Ausstellungstücke – große und kleine – genau aus diesen Gebieten. Unter anderem kann man dort den Pergamon-Altar insbesondere das Fries besichtigen, seine Reste wurden in der Akropolis des heutigen Pergama abgetragen und kamen nach Deutschland. Teile einer Wüstenfestung (Mschatta-Fasade), ca. 20 km von Amman, Jordanien, entfernt, gehören ebenso zu den Highlights wie das Ischtartor aus dem antiken Babylon.

Gegen Nachmittag wurde der Schneefall wieder dichter. Berlin sah so verschneit richtig weihnachtlich aus. So ließen wir es uns nicht nehmen, nach dem Museumsbesuch noch einen kurzen Rundgang in der Innenstadt zu machen sowie einige „Nachtfotos“ aufzunehmen. Unsere Ziele waren der  Reichtstag und das Brandenburgertor.  Den Abend ließen wir schließlich in einem netten italienischen Lokal – Vapiano – ausklingen.

Start in Graz Thalerhof



Berlin Tegel



vereiste Spree



Unter den Linden


Brandenburger Tor


Reichstag 
wegen Terrorgefahr ist die Kuppel noch immer gesperrt



"unsere" U-Bahn-Station Residenzstraße


... antiquiertes Design



28.12.2010
Geschneit hat es heute nicht mehr, dafür fiel die Temperatur über Nacht weit unter null – es hatte um die minus 12°C  – kein Scherz.
Unsere erste Station war der Botanische Garten in Dahlem. Um dahin zu kommen mussten wir zuerst mit der U8 bis zum Bahnhof Gesundbrunnen fahren und von dort aus weiter mit der S1 bis zur Haltestelle Botanischer Garten, allein die Fahrt mit der U-Bahn dauerte eine dreiviertel Stunde. Solche Entfernungen innerhalb der Stadt zurückzulegen sind wir aus Graz überhaupt nicht gewohnt. Würde man zu Hause sich für dieselbe Zeit in den Zug setzen, wäre man schnell in einem ganz anderen Teil der Steiermark.
Der Botanische Garten ist ein echtes Juwel, er erstreckt sich über ein riesiges Areal und beherbergt neue und alte Gewächshäuser sowie ein botanisches Museum. Nun das Freigelände im Winter kann man sich das Freigelände ohnehin sparen, da es schlicht und einfach nichts zu sehen gibt, zudem lagen die Pflanzen unter einer dichten Schneedecke verborgen. Umso vielfältiger präsentierten sich dafür die Gewächshäuser. Das Glashaus in dem die mediterranen Pflanzen untergebracht sind, besichtigt man am Besten gleich als erstes, da es nicht in den Rundgang wie die übrigen Gewächshäuser integriert wurde. Allerdings blühte jetzt im Dezember dort eher wenig. Umso interessanter waren aber die einzelnen Tropenhäuser. Ein Haus ist ganz und gar den Camelien, Azaleen und Rhododendren gewidmet und ein echtes Muss für Liebhaber dieser Pflanzen. Ein anderes wiederum den Kakteen – großen, kleinen, dicken und dünnen. Es ist schier unglaublich welchen Artenreichtum die Natur hervorzubringen vermag.
Kurz gesagt der Botanische Garten ist wirklich sehenswert, allerdings sollte man genug Zeit einplanen. Wir waren dort bis zum frühen Nachmittag unterwegs.
Bei der Rückfahrt in die Stadt  hatten wir allerdings weniger Glück. Aufgrund des Schneechaos kam es zu zahlreichen Ausfällen bei den ohnehin nur noch im Notbetrieb verkehrenden S-Bahnen. So standen wir fast eine halbe Stunde in der Kälte (es hatte doch an die – 10 Grad Celsius) bis endlich ein Zug einrollte und uns bis zum Potsdamer Platz brachte.

Der Potsdamer Platz hat rein historisch viel zu bieten. Quer über diesen Platz verlief die ehemalige Grenze der DDR und somit die Mauer, deren Reste noch stellenweise zu finden sind und heute eine richtige Touristenattraktion darstellen – wir haben uns natürlich auch mit der Mauer im Hintergrund fotographiert. Doch bevor wir uns wieder ans Sightseeing machten, mussten wir uns bei heißem Kaffee und Tee aufwärmen. Wir hatten schon gestern die Kette „Dunkin’ Donut“ entdeckt, welche wir bereits aus Barcelona kannten und konnten auch dieses Mal nicht der großen Auswahl an verschiedenem Germgebäck wiederstehen, auch, wenn diese in Spanien noch etwas umfassender war. Nach der Stärkung nahmen wir das Sony-Center etwas genauer unter die Lupe, es befindet sich auf jenem Areal wo einmal das Grand Hotel Esplanade stand. Der Kaisersaal dieses Jugendstilbaues wurde teilweise in den neuen Gebäudekomplex integriert. Viel ist davon jedoch nicht mehr erhalten, die Bomben leisteten ganze Arbeit. Das heutige Luxushotel am Potsdamer Platz ist das Ritz Carlton – ein Megaschuppen!

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in den Potsdamer Arkaden einem der großen oder jedenfalls größeren Einkaufszentren der Stadt. Dort war es wenigstens warm, gefroren hatten wir schon genug. Am Abend trafen wir uns mit Kerstin, einer Bekannten aus Graz, die eigentlich eine waschechte Berlinerin ist, aber vier Jahre in der Steiermark lebte. Sie entführte uns in die Skybar Solaris, von welcher aus man über die gesamte Stadt blicken kann. Von ihr erfahren wir auch, warum der Schnee nur platt gewalzt wird und nicht mehr weggeschoben – in Berlin liegt schon seit vier Wochen Schnee und der Stadt sind die Mittel ausgegangen um mit dem Schnee noch zu Rande zu kommen. Interessant! Uns haben die verschneiten Straßen jedenfalls gut gefallen, nur blöd, wenn es doch zu tauen beginnt, dann gibt es Matsch ohne Ende.
Zum Essen fahren wir nach Kreuzberg. Es gibt Falafel in einem urtürkischen Tschecherl namens „1001 Falafel“. Abschließend ging es noch in eine namenlose aber dafür „kiezige“, tretenvolle Bar in der gleichen Straße.

Botanischer Garten Dahlem






Sony Center - Potsdamer Platz



Reste der Mauer am Potsdamer Platz







Reste des Kaisersaals 
befand sich im ehemaligen Hotel Esplanade


Potsdamer Arkaden



Weltzeituhr am Alexanderplatz


Blick über das nächtliche Berlin von der Skybar aus


in der "kiezigen" Bar in Kreuzberg... Afri Cola und...


...Tannenzäpfle Bier






29.12.2010
Ohne dicken Schal, Haube und Handschuhe brauchte man auch heute das Hotel gar nicht verlassen. Es war wieder einmal saukalt – etwa – 10°C. Unser heutiges Ziel war das Deutsche Technische Museum in Berlin. Es blieb auch unser einziges, denn es ist so umfassend, dass man darin locker den ganzen Tag verbringen kann ohne sich zu langweilen. Eine ganze Abteilung ist dem deutschen Eisenbanhwesen gewidmet – vom Anfang an bis zum heutigen Tage, auch eine alte Dampflock der Graz-Köflach-Bahn hat sich unter die Ausstellungsstücke geschlichen, sie versah bis in die 1960er Jahre hinein brav ihren Dienst. Ein besonderes Kleinod ist aber wohl der Reisewagon von Kaiser Wilhelm II., leider ist er noch nicht vollständig restauriert, aber die bisherige Arbeit lässt bereits die Pracht und den Luxus dieses einzigartigen Stücks erahnen.
Besonders erstaunt war ich darüber, wie früh bereits die Elektrifzierung der Bahn begonnen hat, dieser Umstand war mir noch nie so richtig bewusst. Die erste elektrische Lock wurde von Siemens Ende des 19. Jahrhundert gebaut. Bis der elektrische Antrieb zum Standard wurde dauerte es natürlich noch länger.
Die wohl größten Probleme lagen aber nicht darin, die Fortbewegung mit dem Zug schneller zu machen, die 200 km/h Marke war relativ bald geknackt, doch die Dampfrosse konnten nicht effizient bremsen, so kam es immer wieder zu schrecklichen Unfällen. Der Durchbruch gelang schließlich einem deutschen Erfinder und Ingenieur, welcher alte Ideen aufgriff und ausfeilte. Leider habe ich den Namen des guten Herrn vergessen und kann Euch daher nicht mehr erzählen.
Interessant waren jedoch auch die Sammlungen über die Fotographie und Videotechnik, sowie über die Luftfahrt - so haben wir gelernt, dass die erste Flugbegleitung in einem richtigen Verkehrsflugzeug schon 1927 eingesetzt wurde – sowie das Schiffswesen. Besonders beeindruckt haben mich die vielen detaillierten Schiffsmodelle aus den verschiedensten Epochen.
Natürlich macht so ein Tag im Museum hungrig – wie gut, dass es auch ein Restaurant dort gab. Der Verkaufschlager schien die Curry-Wurst mit Pommes Frites zu sein. Wir schlossen uns der Masse an und bestellten uns auch so eine Wurst. Wahrscheinlich war es nicht die beste Adresse um diese Berliner Delikatesse zu probieren, denn so richtig überzeugen konnte uns dieses Essen nicht.
Allerdings scheint es in Berlin überhaupt schwierig zu sein, gutes Essen zu finden. Kann man hier in Graz bzw überhaupt in Österreich zwischen einer Vielzahl von Beiseln mit „Hausmannskost“ auswählen, fehlt diese Komponente offenbar völlig in Berlin – Bratwurst kombiniert mir Grünkohl angeboten auf einem Weihnachtsmarkt, ist nämlich nicht gerade so der Renner. Berlin ist anders. Anders als zum Beispiel München dort kann man sich vor gutem Essen nicht retten und muss aufpassen, dass man sich nicht „überfrisst“. Nun ja, am Ende fanden wir eine wirklich tolle Slow-Food-Kette namens „Vapiano“ – „Geh langsam“, aus Ermangelung an anderen Lokalen aßen wir dreimal dort.

Am späteren Nachmittag fuhren wir weiter zum Kurfürstendamm. Eigentlich wollten wir ins KaDeWe (Kaufhaus des Westens), schlugen aber anfangs die falsche Richtung ein und liefen somit ein wenig länger in der beißenden Kälte herum.
Das KaDeWe ist wirklich ein Highlight in Berlin – man muss es gesehen haben. Gerade der Feinkostabteilung im 6. Stock sollte man einen Besuch abstatten. Dort gibt es alles was das Herz begehrt, angefangen bei den feinsten Garnelen und köstlichem Hummer, süßen Torten, Brötchen und und und. Eigentlich ist das ganze Stockwerk wie ein kleiner Supermarkt eingerichtet, unterteilt in verschiedene Themenecken – Marmeladen und Honig, eingelegtes Gemüse, Fisch, Fleisch, Milchprodukte und sogar Zeitungen.
Wir gönnten uns eine leckere Torte!

Curry Wurst im Technischen Museum


Schokoladekuchen und Topfentorte im KaDeWe


Bummel am Kurfürstendamm


Kaufhaus des Westens




Essen im Vapiano





30.12.2010
Unser letzter Tag in Berlin! Die letzten Tage waren doch recht anstrengend gewesen und wir waren mittlerweile schon etwas kulturmüde, nachdem wir uns jeden Tag ein Museum angeschaut haben. Zum Bummeln war es allerdings viel zu kalt und so beschlossen wir, noch das DDR-Museum zu besuchen. Jedoch einen Tag vor Silvester begann sich die Stadt zu füllen und dieser Umstand machte auch vor den Museen nicht halt.
Das DDR-Museum ist zweifelsfrei recht spannend und umfangreich gestaltet, wie versprochen ein Museum zum Anfassen. Trotzdem kann es auch nur eine bestimmte Menge an Leuten fassen, damit man auch wirklich etwas davon hat. Diese Menge war jedoch hoffnungslos überschritten, man wurde nur noch durchgeschoben und durchgewutzelt, man konnte sich nichts mehr in Ruhe ansehen.
Im Madame Tussauds verteilten sich die Leute etwas besser und so war es problemlos möglich Fotos mit Nicolas Sarkozy, dem Papst, Britney Spears und Lady Gaga zu machen. Bei letzteren beiden war ich total verwundert wie klein diese Frauen sind, selbst, wenn sie hohe Schuhe tragen und wie dünn sie sind!!! Jakob posierte gemeinsam mit Nicole Kidman und Shrek.

 Alexanderplatz


Fernsehturm


Rote Rathaus



Wasserpalast


Ampelmännchen


Dom


DDR-Museum


Mützenverkäufer vor dem Berliner Dom


hier stand einmal der Palast der Republik oder auch Erichs Lampenladen genannt


Fernsehturm verschwindet im Nebel


Jakob als Lady Gaga im Madame Tussauds




31.12.2010
Heimflug!





... in Graz war das Wetter nicht viel besser


Bis bald und baba,
Kathrin