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Auf Kathrins Blog findest Du viele praxisbezogene Gartentipps, interessante Buchvorstellungen, Koch- und Backrezepte, Reiseimpressionen sowie Vieles rund ums Thema Familie.

Montag, 3. September 2018

Zucchini-Kartoffel-Brei aus Das Baby Kochbuch!

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Zucchini-Kartoffel-Brei für Babys ab vier Monaten - Foodblog Topfgartenwelt

Heute gibt es einmal eine Buchvorstellung der etwas anderen Art. Wie Du ja weißt, kochen wir sehr gerne und so gibt es hier auch immer wieder das eine oder andere Koch- oder Backbuch, welches rezensiert wird. Aber das gab es noch nie! Seit Dezember 2017 sind wir ja zu dritt und nun ist aus unserem kleinen Schatz ein kleiner "Mitesser" geworden. Daher habe ich mich nun näher mit der Babyküche auseinander gesetzt. Wie sollte das besser gehen als mit Hilfe des Baby Kochbuchs von Annabel Karmel, erschienen im Bassermann-Verlag? Im Zuge der Buchvorstellung gibt es natürlich ein Rezept: Zucchinibrei von mir aufgemotzt zum Zucchini-Kartoffel-Brei, denn unser kleiner Mann benötigt schon eine etwas "deftigere" Küche.

Buchtipp: "Das Baby Kochbuch"


Hmm, wie sollte ich anfangen?! Was erwartet man sich von einem Baby Kochbuch? Ich erwarte mir von einem solchen Kochbuch in erster Linie Rezepte, die sich eignen Babys an normales Essen zu gewöhnen, ihnen verschiedene Geschmacksrichtungen näher bringen, ohne zu ausgefallene Rezepte nachkochen zu müssen. Zudem erwarte ich mir einen Input für eine abwechslungsreiche Küche, die sich für ein Baby ab vier Monaten eignet. Dies, sofern das Baby mit vier Monaten für Beikost bereit ist. Unser Sohn war es nicht und wir begannen mit dem Zufüttern erst zu Beginn des siebten Monats. Geschadet hat das bislang nicht.

Das Baby Kochbuch - die besten Rezepte für Ihr Kind von 4 bis 12 Monaten #babykochbuch #kochbuch #kochenfürbabys #buchvorschlagbaby #buchrezension - Foodblog Topfgartenwelt

Das Baby Kochbuch beginnt mit einer kurzen Einführung zum Thema Essen. Hierbei liegt das Augenmerk vor allem darin als allergen geltende Lebensmittel am Anfang zu meiden. So weit so gut, aber was bleibt dann noch übrig? Es gibt nämlich kein Lebensmittel, welches nicht eine negative Reaktion auslösen könnte. Hier muss wohl das Bauchgefühl entscheiden. Zudem gibt es eine Aufzählung, welche Lebensmittel in den ersten 12 Monaten absolut tabu sind: Honig, Zucker, Salz, Gewürze, Meeresfrüchte, Pasteten, Geräuchertes, Weich- und Schmimmelkäse. So weit, so gut, denn ab dem 9. Monat wird diese Regelung durch die Autorin ohne näher darauf einzugehen ein wenig aufgelockert.

Nicht ganz d'accord

Für den Beginn werden in puncto Gemüse Karotte, Kartoffel, Rübchen, Pastinake, Kürbis, Süßkartoffel und Zucchini empfohlen. Bei Obst legt die Autorin Apfel, Birne, Banane, Papaya und Avocado ans Herz. Zudem wird erwähnt, dass man sämtliche Breie mit Mutter- bzw. Folgemilch verdünnen kann. Also das machte ich mich doch ein wenig stutzig. Was macht Muttermilch in einem Zucchini- oder Karottenbrei? Ich persönlich kann mir das nicht wirklich vorstellen und möchte so auch nicht unbedingt kochen. Aber es steht jedem frei, es so zu halten wie er will. Als Alternative kann man natürlich auch Wasser verwenden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann dieses auch vorher abkochen.

Brei aus Kartoffeln und Zucchini gemischt mit Fleisch für Babys ab vier Monaten - Foodblog Topfgartenwelt

Etwas irritierend fand ich des Weiteren auch, dass zwar schon auf den ersten Seiten des Buches erwähnt wird keine Gewürze im ersten Lebensjahr zu verwenden, doch in zahlreichen (!) Rezepten Vanille zum Einsatz kommt. Glaubt man Wikipedia, so handelt es sich hierbei sogar um die Königin der Gewürze. Also was nun? Man darf zwar kein gängiges Küchengewürz in geringester Dosierung verwenden, aber Vanille schon? Ich persönlich bin der Überzeugung, dass nicht jedes Gericht mit einem süßlichen Geschmack verfeinert werden muss. Davon abgesehen kommen Basilikum, Lorbeerblätter, Thymian, Zimt, usw. zum Einsatz. In einem Rezept wird sogar Worcestersauce (!) verwendet. Für mich sind ja Gewürze grundsätzlich in Ordnung, warum auch nicht. Aber wieso wird am Anfang des Buches davon abgeraten diese zu verwenden, wenn sie dann doch zum Einsatz kommen?

Kochen für Babys ab dem vierten Monat - Foodblog Topfgartenwelt

Vielfach wird auch mit Dörrobst gekocht. Hierbei handelt es sich meist um stark blähende Lebensmittel, die in weiterer Folge zu starkem Bauchweh führen können. Das soll Anfangsnahrung für die ersten Monate sein? Ein Blick auf das schier unendliche Sortiment an Baby-Gläschen-Nahrung im Drogieremarkt zum Vergleich, gibt meinem Bauchgefühl Recht. Dörrobst findet sich eigentlich nicht in der Babyküche.

Das leidige Thema Salz

Das Thema Salz und Baby ist ein eigenes Kapitel. Das Baby Kochbuch liefert einerseits völlig salzlose Gerichte, sieht als Zutaten aber wiederum Edamer und Parmesan vor. Käse enthält eigentlich relativ viel (verstecktes) Salz. Dies passt ebenfalls nicht zum Eingangskapitel, in welchem beschrieben wird, das Salz für Kinder unter einem Jahr absolut tabu ist. 

Rezept: Zucchini-Kartoffel-Brei

2 mittelgroße Zucchini ca. 10 Minuten dämpfen und anschließend pürieren. Zucchini können mit Kartoffeln, Möhren oder Süßkartoffeln kombiniert werden. Ich verwende in diesem Fall ebenfalls 2-3 mittlere Kartoffeln.

einfache Gerichte wie Zucchini-Kartoffel-Brei für Babys ab dem vierten Monat - Foodblog Topfgartenwelt

Fazit

Die vorgestellten Babygerichte treffen leider weitgehend weder meinen Geschmack noch meine Erwartungen. Ich persönlich werde es daher wohl so halten, dass unser Sohn nach einer Übergangsphase einfach passende Speisen vom Familientisch mitessen darf - ohne viel Firlefanz und eine Religon daraus zu machen. Den vielen positiven Rezensionen kann ich mich dieses Mal leider nicht anschließen.

"Das Baby Kochbuch - Die besten Rezepte für Ihr Kind von 4 bis 12 Monaten", Annabel Karmel, Bassermann-Verlag, 94 Seiten, ISBN 978-3-8094-3307-1, € 9,99.

Vielen herzlichen Dank für die Überlassung eines kostenlosen Exemplars zur Rezension.

Zum Pinnen:

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Bis bald und baba,
Kathrin

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Kommentare:

  1. Ich musste beim lesen schmunzeln! Da widerspricht sich ja so einiges im Buch.
    Beim Salz war meine Info nicht mehr als 1g pro Tag im ersten Lebensjahr, wobei man da auch das "versteckte" Salz mitrechnen muss. Du erwähnst so schön den Parmesan. :-D
    Meine Tochter hat nie Brei gegessen, auch nie die Milchbreie. Sie hat viel am Tisch probiert, wirklich gegessen dann mit ca. 11 Monaten. Ich hab für mich immer gesagt, die einen laufen vor dem ersten Geburtstag, die anderen erst mit 18 Monaten. Warum soll das beim Essen anders sein? Nicht jedes Kind muss mit 6 Monaten essen.

    Du machst das richtig so =)
    Liebe Grüße,
    Sarah =)

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  2. Liebe Kathrin,
    so wie du es handhabst ist es bestens! - Meine Kinder assen sehr spät Brei und ich hörte oft: "Du musst Brei zufüttern". Naja, wenn sie kein Interesse zeigen. Nach der kurzen Breizeit assen bei uns beide am Familientisch mit und heute sind sie flotte Teenager.
    Liebe Grüsse nach Salzburg
    Eda

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  3. Liebe Kathrin,
    ich habe für meine Zwillinge auch selbst den Brei gekocht und mich im eigentlich auch nicht wirklich an Rezepte gehalten. Ich habe immer ein paar Kartoffeln mit Gemüse gekocht, ein Schuss Rapsöld dazu und Orangensaft. Auf Gewürze und Salz habe ich verzichtet und anschließend einfach alles püriert. Später habe ich dann den Brei auch mit Fleisch ergänzt. Das habe ich dann auch weich gekocht und mitpüriert. Den Jungs hat es geschmeckt und sind heute bestens entwickelt. Ich denke, du solltest da einfach auf dein Bauchgefühlt hören, du machst das schon richtig.
    LG MElanie

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  4. Liebe Kathrin,
    ads sit sicher ein tolles nd hilfreiches Buch, auch wenn jeder so seine eigenen Ansichten haben wird. Ich kann da leider nicht mitsprechen :O(....
    Hab noch einen schönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  5. Liebe Kathrin,
    "ohne viel Firlefanz und eine Religon daraus zu machen" ist sicher eine gute Einstellung. Kinder zeigen einem ja sowieso ganz gut, was sie gern mögen und was nicht so sehr. Und ich denke, wenn man nicht übertrieben würzt, schadet das den lieben Kleinen nicht. Kräuter sind ja sowieso gesund ud ein bisserl Salz braucht der Mensch auch :-)
    Herzliche Rostrosengrüße,
    Traude
    ♥∗✿≫✿≪✿∗♥
    https://rostrose.blogspot.com/2018/09/das-war-ein-maxisommer.html
    ♥∗✿≫✿≪✿∗♥

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