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Auf Kathrins Blog findest Du viele praxisbezogene Gartentipps, interessante Buchvorstellungen, Koch- und Backrezepte, Reiseimpressionen sowie Vieles rund ums Thema Familie.

Montag, 18. Februar 2019

Original Chicken Tikka Masala aus Eat on the Street | Buch & Rezept!

By On 06:30
Rezept für Chicken Tikka Masala - Curry - Foodblog Topfgartenwelt

Wäre es manchmal nicht toll, sich die große, weite Welt in die eigene Küche zu holen und sich durch die hippsten und angesagtesten Gerichte essen zu können? Dies ohne eine große Reise zu unternehmen, die das Budget wesentlich mehr belasten würde als ein Einkauf im nächstgelegenen Supermarkt? Wie wäre es, sich durch das beste Streetfood von Europa bis Asien zu schlemmen ohne mit den meist unverschämt hohen Preisen auf einem Streetfood-Festival konfrontiert zu werden? Na, hast Du Lust bekommen? Dann komm mit mir auf eine kulinarische Reise quer durch die Weltgeschichte! Und lass uns in Lodon für ein köstliches Chicken Tikka Masala stoppen (Rezept am Ende des Blogbeitrags)! Möglich machen das Jutta Mennerich und Stefan Braun mit ihrem Buch "Eat on the Street - 80 Rezepte aus aller Welt", erschienen im ZS-Verlag!


Buchtipp: "Eat on the Street - 80 Rezepte aus aller Welt"

Der Titel "Eat on the Street" kommt etwas Ungewöhnlich daher. Ein schwarzes Hardcover mit schnörkelloser Schrift und ein Bildeinband lediglich für die untere Buchhälfte. So etwas fällt auf! So etwas muss man sich genauer anschauen! Stefan Braun ist passionierter Fotograf, Reisender und Feinschmecker. Er ist viel unterwegs und hat es auf seinen Reisen das Essen auf der Straße zu schätzen gelernt. Jutta Mennerich ist Foodstylistin und hat für den vorliegenden Titel sämtliche Rezepte ausgearbeitet. Entstanden ist bei der Zusammenarbeit dieser beiden mit "Eat on the Street" ein richtiges Meisterwerk zum Thema Streetfood. 

Buchvorstellung mit Rezept Eat on the Street erschienen im ZS-Verlag. - Foodblog Topfgartenwelt

Aus dem Inhalt

Das Buch "Eat on the Street" nimmt den interessierten Leser mit in die Streetfood-Metropolen:
  • New York
  • London
  • Istanbul 
  • Berlin, Hamburg, München & Co (Nürnberg, Strassburg, Salzburg)
  • Hanoi, Saigon, Bangkok & Co (Singapur, Seoul)
  • Porto
Ich selbst war total erstaunt, dass auch Salzburg in diesem Buch vorkommt. Welches Streetfood sollte hier bei uns heimisch sein? Tja, was soll ich sagen, man lernt nie aus. Das "Bosna" kommt aus Salzburg und Dank der Beschreibung im Buch konnten wir sogar das Standl in einer Seitengasse (eigentlich ein Durchhaus) der Getreidegasse finden, welches die Originale verkauft. Diese sind wirklich verdammt köstlich und können in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen erworben werden. Also wenn man einmal in Salzburg ist und nicht unbedingt die vegetarische Küche bevorzugt, sollte man dieses Streetfood unbedingt probieren. 

Chicken Tikka Masala authentisch gekocht - Foodblog Topfgartenwelt

Weniger überraschend war die Verbindung von "Flammkuchen" und Strassburg. Als wir letztes Jahr im Juli im Elsass waren, kam man um diese Leckerei nicht umhin. Sie ist dort allgegenwertig, ebenso wie verschiedene Varianten der "Quiche". Ebenso ist Berlin bekannt für die "Currywurst", aber eine wirklich gute zu bekommen, ist nicht unbedingt so einfach. Diese Erfahrung mussten wir machen, als wir vor einigen Jahren die deutsche Hauptstadt besuchten. Doch nun bietet sich die Möglichkeit diese einmal selbst nachzukochen - mit hochwertigen Zutaten. 

Verlassen wir das europäische Festland und werfen wir einen Blick nach London und New York. Beide Städte sind bekannt als Melting Pot. Dieser Umstand hat natürlich dazu geführt, dass viele Speisen von ehemaligen Einwanderern nun die Streetfoodkultur dieser Citys prägen. Ein typisches Beispiel z.B. für London ist "Chicken Tikka Masala". Ursprünglich stammt die Basis dieses Gerichts aus der indischen Küche (Kolonialzeit), wurde aber aufgrund der Vorliebe der Briten für Saucen, um eine Tomatensauce und natürlich Minze ergänzt. In New York gibt es hingegen auch sehr viele Einflüsse der jüdischen Kultur. So ist neben dem klassischen "Hot Dog" das "Pastrami-Sandwich" der Renner im Big Apple. 

Chicken Tikka Masala ein Gericht aus der britischen Kolonialzeit in Indien - Foodblog Topfgartenwelt


Asien ist ja bekannt für seine Straßenküchen. Mich würde es nicht wundern, wenn ausgehend von dort der Hype rund um das Streetfood von Touristen und Feinschmeckern zu uns gebracht wurde. Sind mir zwar die "Simit" (Sesamringerl) und "Sucuk Dürüm" aus Istanbul bekannt, so kenne ich die fernöstliche Straßenküche eigentlich gar nicht. Dennoch klingen die "Saté-Spieße" aus Singapur oder "Pho Bo" aus Vietnam sehr verlockend.

Aufbau der Rezepte

Jedes Rezept beginnt mit einer kurzen Einleitung. Hier erfährt man etwas über die Herkunft des Gerichts, Anektdoten, die sich darum ranken oder bekommt schlicht und einfach die Info, dass dieses Essen gerade im Trend liegt. Daneben finden sich Angaben hinsichtlich der Portionen sowie der Zubereitungs- und Garzeit. Je nach dem aus welcher Region der Welt das ausgewählte Streetfood kommt, sind mehr oder weniger ausgefallene Zutaten notwendig. Die Rezepte an sich sind gut verständlich aufgebaut und lassen sich gut nachkochen.

Grundsätzlich umfassen die Rezepte jeweils eine Doppelseite und sind mit einem oder mehreren Bildern versehen. 

Rezept Chicken Tikka Masala für zu Hause - Foodblog Topfgartenwelt


Fazit

"Eat on the Street" ist ein Must-Have-Kochbuch, wenn man sich näher mit der Straßenküche bzw. dem Streetfood beschäftigen möchte. Wer allerdings erwartet, dass sich im Buch nur Rezepte für eine schnelle Küche finden, wird enttäuscht sein. So manches Gericht ist doch aufwändiger als gedacht. Dafür wird man mit einem wirklich tollen Geschmackserlebnis belohnt. Soweit für mich nachvollziehbar, sind die Rezepte für mich auch sehr authentisch gehalten.

Rezept: Chicken Tikka Masala

Seitdem wir in unserem Griechenlandurlaub bei meiner Cousine das erste Mal ein wirklich köstliches Chicken Tikka Masala gegessen haben, war ich schlichtweg begeistert von diesem Gericht. Es musste einfach zu Hause nachgekocht werden. Wie gut, dass sich in "Eat on the Street" ein passendes Rezept fand. Inzwischen haben wir es sogar schon mehrfach gekocht, weil es uns so gut geschmeckt hat. Chicken Tikka Masala ist eigentlich ein Curry, dass wie bereits erwähnt eigntlich ein britisches Gericht mit indischen Wurzeln ist.

Zubereitung Chicken Tikka Masala:

Rezept Chicken Tikka Masala - Auszug aus Eat on the Street - ZS-Verlag - Foodblog Topfgartenwelt
*) Rezept abfotografiert mit freundlicher Genehmigung des Verlages!

Mein Tipp:

Im Rezept wird empfohlen, die in Joghurt eingelegten Hühnerstückchen von der Marinade zu reinigen bzw. sie abtropfen zu lassen. Wenn man das allerdings macht, dann nimmt man dem Curry viel von seinem Geschmack und seiner Konsistenz. Wir haben die Marinade daher mitverwendet und es hat super geschmeckt. Da uns zudem 200 g Schlagobers (Sahne) etwas viel vorkamen, haben wir dieses gegen 250 g Mascarpone ersetzt. Zum würzen eignet sich auch eine fertige Garam Masala Gewürzmischung, falls man die benötigten Gewürze wie Ingwer, Koriander, Kurkuma und Kreuzkümmel nicht ohnehin zu Hause hat.

Guten Appetit!

Vielen herzlichen Dank an den ZS-Verlag für ein kostenloses Buchexemplar zum Rezensieren!

"Eat on the Street -  80 Rezepte aus aller Welt", Jutta Mennerich und Stefan Braun, ZS-Verlag, ISBN 9-783898-835220, 169 Seiten, € 21,99.

Erwirbst Du das Buch "Eat on the Street" über den vorstehenden Amazon-Partnerlink um € 9,99, erhalte ich eine kleine Provision, für Dich ändert sich der Preis dadurch aber nicht.


Zum Pinnen:

Dieses Chicken Tikka Masala Rezept in Deutsch wird Dich begeistern. Serviert mit einem frischen Naan-Brot oder Reis kann dieses britisch-indische Gericht wirklich jeden überzeugen. Es ist einfach zu machen, man braucht lediglich für das Marinieren ein bisschen Zeit. #topfgartenwelt #chickentikkamasala #deutsch #rezept

Bis bald und baba,
Kathrin

Donnerstag, 14. Februar 2019

Buchtipp Bildbearbeitung: Wie mache ich das in Lightroom von Scott Kelby!

By On 06:30
Vielleicht ist Dir in den letzten Wochen schon aufgefallen, dass sich das Aussehen meiner Fotos am Blog ein wenig geändert hat. Es gibt keine Rahmen mehr und auch die gesamte Komposition sieht anders aus. Das liegt nicht etwa an einer neuen Kamera, nein, ich habe das Bildbearbeitungsprogramm gewechselt. Zu meinem Geburtstag ging ein großer Wunsch in Erfüllung und ich habe Photoshop Lightroom 6 bekommen. Hierbei handelt es sich um die letzte Version von Lightroom, welche noch als Vollversion, zu einem sehr vertretbaren Preis, erworben werden kann. Doch mit dem Programm alleine kommt man nicht weit. Zumindest ich nicht. Es ist zwar sehr übersichtlich gestaltet, aber nicht jede Funktion ist selbsterklärend. Ein gutes Handbuch ist daher für das erlernen von Photoshop Lightroom unabdingbar. Im dpunkt.verlag ist bereits die 3. Auflage von "Wie mache ich das in Lightroom? Scott Kelbys beste Rezepte für Lightroom 6 und Classic CC" erschienen. Der Autor Scott Kelby ist auf diesem Gebiet kein Unbekannter. Er hat bereits zahlreiche Bücher zum Thema Fotografie und Bildbearbeitung veröffentlicht.

Bildbearbeitung in Photoshop Lightroom ist nicht schwer sofern man weiß wie es geht. Wie mache ich das in Lightroom ist das perfekte Buch zum Einsteigen. - Blog Topfgartenwelt
 Himmel mit Farbverlauf intensiviert, automatische Tonwertkorrektur

Buchtipp: "Wie mache ich das in Lightroom?"

Gerade wenn es darum geht ein Nachschlagewerk für eine Software als Laie zu erwerben, steht man rasch vor dem Problem, dass sich ein Großteil der einschlägig, verfügbaren Literatur an Semiprofis, wenn nicht gerade Vollprofis richtet. Sie setzen für einen Einsteiger viel zu viel an Wissen voraus und verdrießen dadurch recht bald das Arbeiten mit Buch und Software. Ganz anders verhält es sich bei "Wie mache ich das in Lightroom?" von Scott Kelby. Auf 262 Seiten findet sich in diesem Buch geballtes Wissen über Photoshop Lightroom 6 und Classic CC, welches aber so vermittelt wird, dass man sich auch als unbedarfter Einsteiger sofort zurecht findet. Eine Kunst!

Wie mache ich das in Lightroom - Scott Kelbys beste Rezepte für Lightroom 6 und Classic CC - eine Buchrezension, Buchvorstellung - Blog Topfgartenwelt
*) Cover dpunkt.verlag

Aufbau des Buches "Wie mache ich das in Lightroom?"

Der Aufbau des Buches "Wie mache ich das in Lightroom?" erinnert stark an einen anderen Titel von Scott Kelby, nämlich an "Scott Kelbys beste Foto-Rezepte". In beiden Werken setzt der Autor auf das Frage-Antwort-Konzept. Die einzelnen Fragen zu grundlegenden und auch weiterführenden Funktionen von Fotoshop Lightroom 6 bzw. Classik CC sind in zusammenfassende Kapitel aufgeteilt:
  • Kapitel 1: Wie Sie Ihre Bilder nach Lightroom bekommen
  • Kapitel 2: Wie Sie Ihre Bilder organisieren
  • Kapitel 3: Wie Sie Lightroom anpassen ...
  • Kapitel 4: Wie Sie Ihre Fotos bearbeiten
  • Kapitel 5: Wie Sie mit Pinseln arbeiten
  • Kapitel 6: Wie Sie drucken
  • Kapitel 7: Wie Sie eine tolle Diashow erstellen
  • Kapitel 8: Wie Sie Spezialeffekte erzeugen
  • Kapitel 9: Wie Sie Bilder speichern
  • Kapitel 10: Wie Sie Fotobücher erstellen
  • Kapitel 11: Wie Sie Lightroom mobile benützen
  • Kapitel 12: Was Sie noch wissen sollten
Wie mache ich das in Lightroom? Das perfekte Buch für den Einstieg in dieses geniale Bildbearbeitungstool. - Blog Topfgartenwelt
 Himmel mittels HSL-Farbreglern bearbeitet

Der große Vorteil des Frage-Antwort-Konzepts liegt darin, dass man nicht zwingend jedes Kapitel chronologisch abarbeiten muss, um überhaupt einen Überblick zu bekommen. Vielmehr kann man zuerst selbst einmal ausprobieren. Erreicht man schlussendlich einen Punkt, an welchem man nicht mehr weiter weiß, kann man gezielt im Buch nach einer passenden Antwort suchen. 

Verständlichkeit

Das beste Konzept würde aber nichts bringen, wenn die Antworten nicht nachvollziehbar und kompliziert sind. Dies ist hier Gott sei Dank nicht der Fall! Bislang bin ich - für jemanden anderen kann ich nicht sprechen - sehr gut mit den Beschreibungen zur Lösung eines spezifischen Problems zurecht gekommen. Verlauffilter, Pinsel, Nachschärfen usw. ist alles wunderbar erklärt. So sieht man relativ rasch einen Erfolg. Dies ist natürlich ein großer Ansporn weiterzumachen und sich Bild für Bild zu verbessern.

Bildbearbeitung in Photoshop Lightroom leicht gemacht - Wie mache ich das in Lightroom - Blog Topfgartenwelt
Himmel bearbeitet mit Farbverlauf, HSL-Farbreglern und Sätting

Fazit

"Wie mache ich das in Lightroom?" von Scott Kelby ist ein wirklich fantastisches Nachschlagewerk für jeden, der in Zukunft seine Fotos mit Lightroom 6 bearbeiten möchte und keine großen Vorkenntnisse zu bieten hat. Der Titel eignet sich aber auch für Fortgeschrittene, da der Autor auch sehr viele Tipps zu einzelnen Problemstellungen verrät. Mit hätte der Einstieg in Photoshop Lightroom 6 ohne dieses Buch wahrscheinlich nur halb so viel Spass gemacht. Denn ganz ehrlich, man findet zwar viele Lösungen und Schritt für Schritt-Anleitungen im Internet, aber diese ersetzen niemals ein gutes Buch, welches man in die Hand nehmen kann. 

Übriges bietet Scott Kelby auf seiner Homepage auch einige Presets für Lightroom 6 zum kostenlosen Download an.

Vielen herzlichen Dank an den dpunkt.verlag für die Überlassung einer kostenlosen Ausgabe zum Zwecke einer Rezension.

"Wie mache ich das in Lightroom?", Scott Kelby, dpunkt.verlag, 262 Seiten, ISBN 978-3-86490-563-6, € 22,90.

Wenn Du das Buch über den nachstehenden Amazon-Partnerlink erwirbst: "Wie mache ich das Lightroom?" erhalte ich eine kleine Provision. Für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht.

Zum Pinnen:

Photoshop Lightroom ist wohl das Bildbearbeitungstool schlechthin, wenn es um digitale Fotos geht. Das Programm ist komplex und erfordert einiges an Knowhow. Im Buch "Wie mache ich das in Lightroom" von Scott Kelby, erschienen im dpunkt.verlag, gibt es zahlreiche, hilfreiche Tipps auf gängige Fragestellungen. #topfgartenwelt #bildbearbeitung #lightroom


Bis bald und baba,
Kathrin

Dienstag, 12. Februar 2019

Wie oft muss man Topfpflanzen im Winter gießen?!

By On 06:30
Pflanzen überwintern wie oft gießen - Gartenblog Topfgartenwelt
*) Weinrebe im Topf

Wer einen Topfgarten sein Eigen nennt, steht irgendwann nach Wintereinbruch vor der Frage, wie oft das Grünzeug, egal ob winterharte Blumen, Topfobstbäume oder Beeren im Topf, in der kalten Jahreszeit gegossen werden müssen. Immerhin ist es das Ziel, die überwinternden Topfpflanzen heil über den Winter zu bekommen. Manchmal ist das gar nicht so einfach. Mein kleiner Leitfaden sollte Dir helfen größere Fehler beim Gießen von Topfpflanzen im Freien während des Winters zu vermeiden, damit im Frühling einem Neuaustrieb nichts im Wege steht.


Faustregel: Topfpflanzen nur an frostfreien Tagen gießen

Eine unumstößliche Faustregel bei der Pflege von Topfpflanzen im Winter ist, dass nur an frostfreien Tagen gegossen werden darf. Einerseits bringt es nichts gefrorenes Substrat zu gießen, da die Wurzeln das Wasser ohnehin nicht aufnehmen können, andererseits könnten durch einen nahenden, starken Frosteinbruch die Wurzeln schaden nehmen, wenn das Erdreich unnötigerweise zu sehr gewässert wird und in weiterer Folge stark durchfriert. Am Besten gießt man seine Topfpflanzen, welche sich im Garten oder auf dem Balkon befinden, an längeren frostfreien Perioden. Hierfür genügt ein Blick in den Wetterbericht unter Beachtung der Prognose für die nächsten drei Tage.

Pflanzen überwintern: wie oft gießen?

Als nächstes stellt sich die Frage, wie viel Wasser die betroffene Topfpflanze überhaupt benötigt, wenn sie den Winter im Freien verbringt. Hier gilt es ein wenig zu unterscheiden:

Wie oft muss man Topfpflanzen im Winter gießen? - Gartenblog Topfgartenwelt
*) Töpfe mit Rosen geschützt an der Hausmauer

Obstbäume im Topf

Obstbäumchen, welche dauerhaft in Töpfen kultiviert werden, benötigen über die Wintermonate eher wenig Wasser. Je nach Witterung (eher kalt: weniger gießen, eher warm: etwas mehr gießen) reicht es aus, wenn man sie einmal im Monat gut gießt. Als Richtwert ist die Hälfte einer 5 Liter Gießkanne pro Baum im Topf ausreichend. Denn Obstbäume sind im Winter kahl, der Saftfluß ist eingeschränkt, so dass sie um diese Jahreszeit nicht übermäßig viel Wasser brauchen. Es muss daher lediglich darauf geachtet werden, dass die Erde im Topf nicht über einen längeren Zeitraum vollkommen austrocknet.

Beerensträucher im Topf

Beerensträucher wie Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Ribisel, oder Stachelbeeren sind während des Winters gleich zu pflegen wie Obstbäume im Topf. Sie sind ziemlich pflegeleicht und benötigen nicht allzu viel Aufmerksamkeit.

Krautige Pflanzen wie Erdbeeren

Die Überwinterung von Erdbeeren ist da schon ein wenig diffiziler. Hier sollte das Substrat nie vollständig austrocknen, da die Pflanzen relativ schnell Schaden nehmen. Im Winter sind die Töpfe daher regelmäßig auf ausreichend Feuchtigkeit zu kontrollieren. Von einer Überwinterung im Keller ist allerdings abzuraten, da Erdbeeren Gartenpflanzen sind und somit auch während des Winters im Freien verbleiben sollten.

Gießen im Winter  was muss man beachten? - Gartenblog Topfgartenwelt
*) Erdbeeren in Töpfen mit ramponierten Winterschutz

Winterlicher Blumenschmuck, wie z.B. Erika und Hornveilchen

Während Hornveilchen hart im Nehmen sind und auch schon mal eine längere Trockenperiode überleben, sind Erika (Heidegewächse) schon ein wenig empfindlicher, wenn sie zu wenig Wasser bekommen. Ihre Triebe vertrocknen relativ schnell und sterben ab. Die Pflanze wird braun und unansehnlich. Wer also auf winterlichen Blumenschmuck vor dem Hauseingang oder auf der Terrasse Wert legt, muss die Töpfe regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf ein wenig gießen. Ein guter Spritzer Wasser ist hier meistens ausreichend. Je nach Witterung sollte man zumindest einmal die Woche nach dem Rechten schauen.

Rosen, Stauden und Sträucher im Topf

Hier gilt dasselbe wie bei den Obstbäumen. Allerdings sollte man bei gemischten Pflanzungen mit Stauden oder alleinigen Staudenbepflanzungen im Topf während des Winters zumindest alle 14 Tage kontrollieren, ob das Erdreich ausreichend feucht ist. Bei Bedarf ist zu gießen. Stauden verzeihen nämlich eine allzu lange Trockenheit meistens nicht.

Immergrüne Pflanzen im Topf

Pflanzen, die ihre Belaubung auch während des Winters behalten, benötigen etwas mehr Wasser als ihre laubabwerfenden Kollegen. Töpfe mit solchen Gewächsen müssen daher regelmäßig, zumindest alle zwei bis drei Wochen, kontrolliert und bei Bedarf gegossen werden.

Muss man Topfpflanzen im Winter gießen? - Gartenblog Topfgartenwelt
*) dieser exponierte Topf benötigt eine gute Drainage zum Schutz gegen Staunässe

Zu viel Wasser bedeutet der Pflanzen Tod

Beim Gießen von Topfpflanzen im Winter sollte man unbedingt auf die zugeführte Wassermenge achten, denn zu viel Wasser ist gleich schlecht wie zu wenig Wasser. Sind die Töpfe bereits durch Regen oder getauten Schnee ausreichend feucht, so braucht man sie nicht zusätzlich gießen. Besser ist es in solchen Fällen den Wurzelballen wieder auftrocknen zu lassen, damit das Substrat nicht übernässt.

Staunässe vermeiden

Das A und O bei der Kultivierung von Topfpflanzen ist die Vermeidung von Staunässe. Kann Wasser nur unzureichend oder gar nicht ablaufen, verfaulen die Wurzeln und die Pflanze stirbt ab. Staunässe kann insbesondere im Winter zu einem großen Problem werden, wenn lange eine feuchte Witterung mit viel Regen vorherrscht oder es eine ausgiebige Schneeschmelze gibt. Daher sollten die verwendeten Töpfe über ausreichend Abzugslöcher, die nicht verstopfen können (Drainage) verfügen. Dies ist vor allem bei Töpfen aus Plastik zu berücksichtigen, da diese die Feuchtigkeit nicht von Haus aus wie Töpfe aus Ton regulieren.

Was muss man bei Topfpflanzen im Winter beachten? - Gartenblog Topfgartenwelt
*) Diese Töpfe stehen unter dem Dachvorsprung und müssen regelmäßig gegossen werden. Am Tag des Fotos war es sehr frostig, die Hornveilchen haben daher ihre Köpfe gesenkt.

Vertrocknen der Topfpflanzen vermeiden

Bei Topfpflanzen muss man auf der anderen Seite aber auch aufpassen, dass sie nicht vertrocknen. Prädestiniert dafür sind vor allem Töpfe, welche besonders geschützt unter einem Dachvorsprung oder beim Hauseingang stehen und nur selten oder überhaupt keine natürliche Nässe abbekommen. Solche Topfpflanzen müssen regelmäßig an frostfreien Tagen gegossen werden.

Frostschutz für Topfpflanzen im Winter

Neben einer regelmäßigen Kontrolle der Töpfe auf ausreichend Feuchtigkeit, sollte schon im Herbst nicht vergessen werden die Topfpflanzen durch Vlies und Kokosmatten vor Frost zu schützen!

Viel Glück beim Überwintern!

Zum Pinnen:

Topfpflanzen benötigen auch im Winter die richtige Pflege, um im Frühling wieder auszutreiben. Staunässe als auch Vertrocknen ist zu vermeiden. Wichtig ist ein regelmäßiges Gießen. #topfpflanzen #winter #topfgartenwelt


Bis bald und baba,
Kathrin

Samstag, 2. Februar 2019

Das große Ulmer Rosenbuch | Beetrosen auswählen | Gartenbuch!

By On 07:30
Wir haben zwar noch Winter, aber dennoch juckt es mich schön langsam unter den Fingern. Ja, ich freue mich schon sehr darauf, die nächsten anstehenden Gartenprojekte in Angriff zu nehmen. Eines davon ist die Fertigstellung unseres Rosenbeets. Es fehlen nun noch zwei Rosenstöcke, die im Frühling die bereits bestehende Rosenkomposition im Beet ergänzen sollten. Aber da ich nach wie vor unschlüssig bin, welche Rosensorten im Beet einziehen werden, kam mir "Das große Ulmer Rosenbuch" (*), erschienen im Ulmer-Verlag, von Andreas Barlage, gerade recht. Dieses möchte ich Dir heute näher vorstellen. Insbesondere möchte ich bei der Buchvorstellung auf die richtige Auswahl von Beetrosen eingehen.

Rose Jazz, Auswahl von Beetrosen - Buchrezension Das große Ulmer Rosenbuch - Gartenblog Topfgartenwelt
*) Rose Jazz

Buchtipp: "Das große Ulmer Rosenbuch"

Zwar habe ich schon einige Rosenbücher zu Hause aber bislang hat noch keines, welches drei wesentliche Punkte wirklich großartig miteinander vereint: Tipps zu Rosensorten, Begleitstauden und Pflege. Im großen Ulmer Rosenbuch wird man aber zu allen Themen, die einem im Zusammenhang mit Rosen beschäftigen, fündig. 

Das große Ulmer Rosenbuch - Buchvorstellung, Buchrezension, Buchtipp, Rosenbuch, Gartenbuch - Gartenblog Topfgartenblogwelt #Rosen #Garten #Beetgestaltung

Aufbau des Buches "Das große Ulmer Rosenbuch"

"Das große Ulmer Rosenbuch" (*) ist in folgende drei große Kapitel unterteilt:
  • Rosen im Garten pflegen
  • Mit Rosen Gärten gestalten
  • Service
Der Schwerpunkt des Buches liegt aber ganz und klar auf dem Kapitel "Mit Rosen Gärten gestalten". Dieses gliedert sich in folgende Bereiche:
  • Es gibt immer die richtige Rose
  • Wandelbare Kletterrosen
  • Die Krönung: Stammrosen
  • Rosen als Heckenpflanzen
  • Beetprägende Strauchrosen
  • Edelrosen - aufrechte Blüteneleganz
  • reich blühende Beetrosen für Flächen
  • Revolution durch "Bodendeckerrosen"
  • von Nahem betrachtet - Rosen in Pflanzgefäßen
  • Ausblick: Wie geht es weiter in der Rosenwelt?
Rose Pretty Pink, Das große Ulmer Rosenbuch - Beetgestaltung mit Beetrosen - Gartenblog Topfgartenwelt
 *) Rose Pretty Pink

Aufbau eines Kapitels "Mit Rosen Gärten gestalten" anhand "Reich blühende Beetrosen für Flächen"

Wie bereits eingangs erwähnt, bin ich auf der Suche nach Rosen für mein bereits bestehendes Rosenbeet, welches aktuell mit den Sorten Jazz und Candela bestückt ist. Mein Wunsch ist eine weitere Sorte, die wenn möglich von Frühling bis zum Herbst blüht, eher hochbuschig wächst und eine gute Resistenz gegen Sternrußtau und Mehltau zu bieten hat. Farblich sollte sie sich natürlich in das bestehende Schema von changierend gelb-pink und gelb einfügen. Mein absoluter Traum wäre ja eine pinke Strauchrose.




In der Kurzbeschreibung dieses Kapitels ist sofort ersichtlich, dass hier genau richtig bin. Vorgestellt werden Rosen, die eine Wuchshöhe von bis zu 80 cm aufweisen und strauchartig wachsen. Nach ersten kurzen Einführung zu dieser Rosenklasse,erfährt man, was es mit dieser Klassifizierung auf sich hat und welche Anforderungen an eine Beetrose gestellt werden. Da man hier meist mehrere Exemplare braucht, sind natürlich die Regenfestigkeit und Blattgesundheit von hoher Priorität. Zwar gibt es in dieser Kategorie meist keine Sorten, die aufgrund ihres Dufts überzeugen, aber man kann eben nicht alles haben. 

Hagebutten im Herbst, Das große Ulmer Rosenbuch - alles Wissenswerte zum Thema Rosen - Gartenblog Topfgartenwelt


In einer Infobox wird auf die Gartensituation eingegangen. Der spätere Standort für die Rosen sollte möglichst sonnig sein. Wenn möglich sollten die Rosen der Wahl auch eine prägende Farbwirkung entfalten.


Die allgemeinen Anforderungen an die Beetrosen lassen sich wie folgt umreißen:
  • Höhe maximal 80 cm bis 1 m
  • Blüten in Büscheln
  • gesundes Laub
  • aufrechter Wuchs
  • Blüten haben einen guten Halt
  • schnelles Durchtreiben und Blütenreichtum
  • Wetterfestigkeit
  • sauberes Verblühen
Erwartet man sich von Rosen genau diese Eigenschaften, so ist man in der Klasse der Beetrosen gut aufgehoben. Nun hat man aber allerdings die Qual der Wahl. Das Sortiment an Beetrosen ist riesig. Umso genauer muss vor dem Kauf kontrolliert werden, welche Eigenschaften die Rose hinsichtlich Blattgesundheit bietet, denn hier gibt es doch zuweilen eklatante Unterschiede. Damit der Leser einen kleinen Überblick hat, hat der Autor schon eine Vorauswahl getroffen, die er unter dem Begriff "Klassenbeste" zusammengefasst hat.  Hier stellt er einige Beetrosen mit Bild und Langebeschreibung vor und wiederum andere nur kurz und bündig in einer Liste. Neben Name, Züchter, Farbe, Form, Höhe und Duft wird zum Teil auch auf die Gesundheit hingewiesen. 

Rose Jazz, Das große Ulmer Rosenbuch, Gartengestaltung mit Rosen - Gartenblog Topfgartenwelt
*) Rose Jazz


Zu guter letzt widmet sich Andreas Barlage noch den Begleitstauden für Beetrosen. Meiner Meinung nach hätten hier noch etwas mehr Pflanzen angeführt werden können, aber man kann sich auch ein wenig an den anderen Kapiteln im Buch orientieren. Wichtig ist vor allem die Höhe der gewählten Begleitstauden. Denn Stauden sollten maximal zur Hälfte der Höhe der Beetrosen reichen. Glücklicherweise gibt es von vielen Stauden auch Zwergarten.

Die übrigen Unterkapitel von "Mit Rosen Gärten gestalten" sind ähnlich aufgebaut!

Rosenblütenblatt mit Tau, Das große Ulmer Rosenbuch - Beetrosen auswählen - Gartenblog Topfgartenwelt

Fazit

"Das große Ulmer Rosenbuch" (*) von Andreas Barlage ist ein großartiges Nachschlagewerk für alle Rosenliebhaber und solche, die es noch werden wollen. Es ist liebevoll gestaltet, mit wunderschönen Fotos versehen und sehr informativ. So findet man mit diesem Werk nicht nur eine tolle Unterstützung, wenn es um die richtige Auswahl geht, sondern wird auch hinsichtlich der Pflege gut beraten. Daher möchte ich unbedingt noch erwähnen, dass sich das Buch ausführlich den gängigsten Pilzen und Schädlingen an Rosen widmet. 

Bis die Gartensaison wieder startet, werde ich bestimmt noch einige Male in diesem Buch blättern und mich an den schönen Bildern erfreuen. Denn was gibt es Schöneres als die Vorfreude?

Rose Jazz, Das große Ulmer Rosenbuch - Profiwissen über Rosen einfach vermittelt - Gartenblog Topfgartenwelt
 *) Rose Jazz


Diese Buchrezension ist im Zuge des Gartenheldinnen-Buchclubs entstanden. Weitere tolle Gartenbücher kannst Du bei Dani von Garteninspektor "Der Giersch muss weg" und Carina sowie Petra von Steiermarkgarten "Ein Garten ist niemals fertig" entdecken.

Vielen herzlichen Dank an den Ulmer-Verlag für die Überlassung einer kostenlosen Ausgabe zum Zwecke einer Rezension.


"Das große Ulmer Rosenbuch" (*), Andreas Barlage, Ulmer-Verlag, 288 Seiten, ISBN 978-3-8001-0815-2, € 36,00 (DE) / € 37,10 (AT).

Mit (*) gekennzeichnete Links führen zum Amazon-Partnerprogramm. Erwirbst Du über einen solchen Link ein Produkt, erhalte ich eine kleine Provision. Für Dich bleibt der Preis unverändert.

Zum Pinnen:

{Buchwerbung} Das große Ulmer Rosenbuch ist ein ausführliches Nachschlagewerk zum Thema Rosen, egal ob Beetgestaltung, Auswahl an Rosensorten und Kombination mit Stauden. Hier wird man bestimmt fündig. #rosen #garten #rosenbuch #buchvorstellung #topfgartenwelt



Bis bald und baba,
Kathrin