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Garten Feigen aus dem eigenen Garten | Gartenbuch!

Feigen aus dem eigenen Garten | Gartenbuch!

Im Eugen Ulmer Verlag ist nun ein ganz besonderes Buch von Christoph Seiler erschienen: „Feigen aus dem eigenen Garten„. Vorgestellt werden in diesem Ratgeber 30 selbstbefruchtende Sorten, die sich problemlos im Garten kultivieren lassen. Eine Buchvorstellung:

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Eine Feige für unseren Garten

So, jetzt bekommt aber endlich der Feigenbaum seine Bühne. Ihr wisst ja, dass ich seit jeher eine Vorliebe für „exotische“ Pflanzen im Garten habe. Es müssen nicht zu viele von ihnen sein, aber zumindest ein paar. Angefangen hat es mit ein paar Zitronenbäumchen. Die sind zwar nicht so ausgefallen, aber in der Kultivierung schwierig, wenn das Winterlager nicht passt. Gerade in Graz stellte uns die Überwinterung immer wieder vor neue Herausforderungen. Der Keller war extrem zugig und kalt. Der sichere Tod einer jeden etwas empfindlicheren Pflanze.

Eine Erfahrung, die mir leider auch nicht erspart blieb. Zwei sauteure Zitruspflänzen aus der Toskana überlebten die kalten Monate in Graz auch nicht lange. Selbst eine Teelichtheizung hat am Ende nicht viel geholfen. Doch nicht nur Zitrone und Co hielten das nicht aus, auch eine aus einem Steckling selbstgezogene Feige (mein großer Stolz) kam damit nicht zu Rande.
Gartenblog Topfgartenwelt Topfgarten Exoten: Surfinien als Unterpflanzung von Zitronen im Topf

Zitruspflanzen müssen nicht aufwendig gepflegt werden

Ironie des Schicksals, seit dem wir in unserem Häuschen in Salzburg wohnen (klimatisch wesentlich rauer und kälter als Graz), welches über ein stabiles Kellerklima als auch über eine mittlerweile frostfreie Garage verfügt, haben sich die Karten neu gemischt. Die Zitronen auf der Terrasse gedeihen prächtig – derzeit reifen ca. 10 schmackhafte Früchte – und auch die Clementine, die fast eingegangen wäre, hat sich prächtig erholt. Besondere Pflege lasse ich ihnen nicht zukommen. Sie bekommen Wind und Wetter ab und bleiben, sofern möglich, bis weit in den November im Garten. Nach den ersten paar Frösten, gibt es im Winterlager auch so gut wie keine Schädlinge.

So weit so gut gut, doch jetzt fehlte noch immer eine Feige in meiner Sammlung. Schon seit Frühling war ich auf der Suche nach einer winterharten Bayernfeige, die ich letztendlich jedoch nirgendwo gefunden habe, weder in einem Baumarkt noch in einer Gärtnerei. Generell war das Angebot für Feigen dieses Sommer eher dünn gestreut, obwohl seit jeher Feigen in Österreich kultiviert werden. Gerade in Graz gibt es mehrere stattliche, ausgepflanzte Feigenbäume.

Gartenblog Topfgartenwelt Topfgarten Miniteich: mit Springbrunnen

Vor einigen Tagen mussten wir allerdings mal wieder wegen einer unserer Baustellen am Haus in den Baumarkt fahren und siehe da, ganz versteckt in der hintersten Ecke waren noch Feigen zu finden. Nur noch eine Sorte, aber immerhin.

Gartenblog Topfgartenwelt Buchvorstellung Buchrezension: Feigen aus dem eigenen Garten, erschienen im Ulmer-Verlag
*) Cover Eugen Ulmer Verlag

Buchtipp: Feigen aus dem eigenen Garten – Sorten, Pflege und sonstiges Wissen

Vor einiger Zeit erhielt ich vom Eugen Ulmer Verlag das Buch „Feigen aus dem eigenen Garten – 30 selbstfruchtende und leckere Sorten“ von Christoph Seiler als Rezensionsexemplar übermittelt. Einfach perfekt! Zu Hause angekommen, schlug ich  gleich die Sorte nach und wurde fündig „Brown Turkey“ – eine äußerst beliebte Feige für rauere, nördliche Lagen und in Mitteleuropa am weitesten verbreitet. Das klang vielversprechend. Es handelt sich dabei zudem, wie hier üblich, um eine parthenokarpe Sorte (=selbstbefruchtend), da Feigengallwespen hier noch nicht heimisch sind und es wahrscheinlich auch nicht so schnell werden. Wir mussten ohnehin noch ein weiteres Mal in den Baumarkt und da habe ich dann zugeschlagen.

Calla
Gartenblog Topfgartenwelt Topfgarten: Surfinien im Sonnenlicht

„Feigen aus dem eigenen Garten“ ist ein ideales Nachschlagewerk, wenn man sich, so wie ich, nicht ganz sicher ist, für welche Sorte man sich entscheiden sollte und zusätzlich Tipps für Kultivierung und Pflege benötigt. Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut und in folgende große Kapitel unterteilt: Geschichte und Bontanik (sehr interessant!), Pflanzung und Pflege, Was unsere Feigenbäume plagt (Krankheiten, Schädlinge, usw.), die besten Sorten und Feigenernte (inkl. Rezepte).

Gartenblog Topfgartenwelt Topfgarten Exoten: Zitronen in Topfkultur

Ein besonderes Augenmerk legte ich auf das Thema „Kultur im Kübel“, denn die Feige wird nicht ausgepflanzt werden, dies ist bei unseren teils heftigen Wintern einfach nicht möglich. Zwar ist die Brown Turkey keine empfohlene Topfsorte, doch probieren geht über studieren. Ein weiterer wichtiger Punkt vor dem Kauf der Feige war das Abklären von etwaigen Schädlingen und Krankheiten, doch ich musste feststellen, Feigen sind sehr robust und wenig krankheitsanfällig. Denn ganz ehrlich, ich bin schon heilauf beschäftigt mit genügend anderen Plagegeistern im Garten, so dass zusätzliche Probleme nicht erwünscht sind.

Gartenblog Topfgartenwelt Miniteich: Zwerg-Taglilie im Gegenlicht

Die vorgestellten Sorten werden jeweils kurz und prägnant beschrieben. Insbesondere wird auf Wuchshöhe, Wuchsbreite und klimatische Einflüsse bzw. Empfindlichkeiten eingegangen. Am Ende bekommt man noch ein paar schmackhafte Rezepte mit auf den Weg, um entweder eigene Feigen oder gekaufte köstlich zu verarbeiten.

Nicht zu vergessen: Im Serviceteil finden sich neben Bezugsquellen auch Standorte von besonderen Feigenkultivaten.

Vielen herzlichen Dank an den Ulmer-Verlag für die Übersendung einer kostenlosen Ausgabe zum Zwecke einer Buchrezension!

Feigen aus dem eigenen Garten – 30 selbstfruchtende und leckere Sorten„, 126 Seiten, Christoph Seiler, Eugen Ulmer Verlag, ISBN-978-3-8001-0809-1, € 14,90 (DE) / € 15,40 (AT).

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Bis bald und baba,
Kathrin

12 KOMMENTARE

  1. Liebe Kathrin,
    das sit wieder ein tolles Buch, das Du hier vorstellst!
    Feigen im Garten, das ist was tolles, eine Bekannte hat eine Feige im Garten und wenn die Früchte reif sind, darf ich immer ernten kommen. Sie selber essen die gar nicht! Bei uns fehlt der Platz für größere Obstbäume, aber ich bin am überlegen mit Säulenobst ;O)
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und sonnigen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

  2. Liebe Kathrin,
    du hast in Graz gewohnt und jetzt in Salzburg!
    Ich war vor vielen Jahren immer wieder in Preitenegg auf der Alm und mag die Gegend so gerne. In dieser Zeit habe ich auch mal Graz besucht…
    Auch nach Salzburg verbinden mich Erinnerungen!!! Schön, dich da zu wissen!!!
    Deine Fotos sind klasse und ich kann mir lebhaft vorstellen, wie es dir in Graz mit der Kälte und den Pflanzen bei der Überwinterung erging….
    Schön, dass es jetzt in Salzburg besser klappt!! 😉
    Klasse, dass du Freude hast an dem Buch und es allen anderen Gärtnerinnen und Gärtner vorstellst, bestimmt finden viele Lust und Freude es dir gleich zu tun!
    Herzensgrüße für dich
    von Monika*

  3. Liebe Kathrin,
    mit exotischen Pflanzen habe ich kein Glück und habe die Lust verloren. Ich baue jetzt nur noch das, was überdauert. Trotzdem ein interessantes Buch, das du vorstellst.
    Liebe Grüße … Dorothea

  4. jaa..
    meine Tochter hat eine Feige im Garten
    und sie wächst und gedeiht 😉
    letztes Jahr hat mein Schwiegersohn sie sehr zurückgeschnitten.. jetzt ist es schon wieder so ein "Oschi" 😉
    meine Tochter war jetzt ein paar Tage nicht da.. da habe ich die Feigen genascht.. ;)lecker
    liebe Grüße
    Rosi

  5. Respekt daß Du es mit Exotischem aufnimmst! Feigen im Speckmantel ist was ganz Leckeres! 😉 Da komm ich Dich wohl mal besuchen demnächst.

    Ich hab zwar heuer mal ein kleines Zitronen- und Olivenbäumchen von einem namhaften Discounter zugelegt, aber wie ich das über den Winter bringe, muss ich erst mal noch sehen.

    Ich drück die Daumen, daß das klappt mit Dir und der Feige.
    LG Sabine

  6. Da drücke ich ganz fest die Daumen für die Feigen! Wobei ich die Zitronen auch toll finde und dass sie in Salzburg besser wachsen als in der Steiermark. 🙂 Bei mir sind gerade die Weintrauben am Balkon reif. Dieses Jahr erstmals eine durchaus respektable Ernte. Also… wenn Ihr zum Weintraubenzupffest kommen wollt, einfach melden. 🙂

  7. Liebe Kathrin,
    meine Mutter hat ein Feigenbäumchen im Garten, das wächst und gedeiht, dass es eine Freude ist.
    Wünsche dir, dass dein Feigenbäumchen genauso groß wird und leckere Früchte trägt.
    Hab ein feines Wochenende,
    Manuela

  8. Liebe Kathrin,
    ich bin ja nicht so die Freundin von schwer zu kultivierenden bzw. empfindlichen Pflanzen, aber eines Tages möchte ich eine Mauer in meinem hinteren Gartenbereich haben und dort in einer windgeschützten Ecke einen Feigenbaum ziehen. Denn diese Früchte schmecken mir und ich könnte mir vorstellen, dass ich sie hier bei uns (immerhin Weinbauklima) auch über den Winter bringe… Viel Glück mit deinem Feigenbäumchen!!!
    Herzliche rostrosige Grüße und schönes Wochenende,
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/08/rostrosiges-rosa-rot-neuer-durchblick.html

  9. Liebe Kathrin,
    es ist spannend zu lesen, wie gezielt du gesucht und ausgewählt hast, wie du dir Gedanken um die Pflege und Ernte machst, und seltsam damit zu vergleichen wie stiefmütterlich wir unsere kleine Feige behandeln… Sie wurde uns klein geschenkt, die Sorte ist unbekannt, keine Pflegehinweise. Nach unseren Möglichkeiten versuchen meist einheimische Pflanzen zu pflanzen, unsere Vorliebe sind einjährige Sommerblumen, also passt die Feige nicht wirklich in unser Konzept. Aber sie wächst, hat schon drei Winter unter der Kellertreppe überwintert und ist mittlerweile 1,20 m groß. Ob sie je Früchte tragen wird, wissen wir nicht. Aber wir werden sie nun solange behalten, wie sie es bei uns aushält. Ihre Fortschritte bleiben nicht ungemerkt, mittlerweile hat sie ganze 5 kurze Zweige.
    Ich freue mich schon darauf, darüber zu lesen, ob die Überwinterung der Feige so geklappt hat, wie du gedacht hast, wie sie sich nach dem Umtopfen in den Kartoffeltopf so macht und natürlich wann es die ersten kleinen Früchtchen dran geben wird.
    Liebe Grüße und viel Erfolg
    Natalia

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