Red Hot Chili Garden | Chili-Sortenbuch!

Im BLV-Verlag ist der Titel „Red Hot Chili Garden“ von Kay Maguire erschienen. Behandelt wird ausschließlich das Thema Chili, insbesondere im Hinblick auf Kultivierung und Sorten. Eine Buchvorstellung:



Meine Paprika- und Chili-Anzucht

Eigentlich wollte ich Euch dieses Buch schon viel früher vorstellen, aber in letzter Zeit war es einfach zu stressig. Aber sei’s drum, jetzt ist es so weit. Seit ich mit dem Gärtnern begonnen habe und auch Pflanzen selber anziehe, sind Paprika und Chili mit dabei. Je nach Saison hatte ich mal mehr und mal weniger Glück mit ihnen. Letztes Jahr war es aber am Schlimmsten, da wuchsen überhaupt nur zwei der selbst gezogenen Pflanzen vernünftig. Der Rest war ein Fall für die Biotonne, weil er im Keimblattstadium stecken blieb. Zwar habe ich bislang keine wirklich gute Erklärung dafür gefunden, aber ich vermute sehr stark, dass es wohl an der „günstigen“ Erde lag.

Heuer habe ich ein hochwertiges Substrat besorgt und blieb bis jetzt von einem Totalausfall verschont. Hoffentlich ändert sich daran nichts mehr, denn ich möchte im Sommer reichlich ernten – die gefüllten Paprika vom Herbst 2015 haben wir nämlich schon aufgegessen.

Paprika und Chili bieten ja genauso wie Tomaten eine große Sortenvielfalt. Ich tue mir daher immer schwer, mich bei der Auswahl auf maximal 12 Pflanzen zu beschränken, denn der Platz im überdachten Hochbeet ist endlich. Diese Saison habe ich mich für die folgenden Sorten entschieden: Milder Spiral, Trinidat Perfume und Bishop’s Crown (milde bzw. moderate Chilis – ganz so scharf sollte es für uns dann doch nicht sein) sowie Ferenc Tender, Cece, Neusiedler Ideal, Editta und Schokospitz. Es kann durchaus sein, dass ich jetzt den ein oder anderen vergessen habe, aber  ich habe den Überblick in der Growbox verloren – die Pflanzen sind allesamt schon so groß.

Buchtipp: Red Hot Chili Garden

Da Paprika und Chili zur selben Familie gehören (Nachtschattengewächse) sind auch die Kulturbedingungen sehr ähnlich und da kommt nun das Buch „Red Hot Chili Garden“ von Kay Maguire ins Spiel, welches im BLV-Verlag erschienen ist. Obwohl ich mich meines Erachtens intensiv mit dem Anbau dieser Pflanzen beschäftigt habe, sind Fehler passiert, die mir überhaupt nicht bewusst waren. Im Herbst entstand dadurch bei einigen Pflanzen Grauschimmel auf den Früchten. Schuld daran war zu hohe Luftfeuchtigkeit und zu nasses Blattwerk, weil wir zu wenig beim Gießen aufgepasst haben. Es gilt daher: Chili und Paprika sind beim Gießen ebenso zu behandeln wie Tomaten – Wasser nur von unten!
Das Buch ist sehr modern gestaltet und beinhaltet viele Fotos, Grafiken, Zeichnungen und kurze, aber sehr informative Texte. Mir hat dieser Stil von Anfang an sehr gut gefallen und ich konnte das Büchlein nicht mehr aus der Hand legen. Nach einer Einleitung zum Thema Chilis, die auf deren Herkunft, Verbreitung und die berühmt-berüchtigte Schärfeskala eingeht, wird einem der Anbau sowie die Pflege dieser sonneliebenden Geschöpfe näher gebracht. Auf Schädlinge und Krankheiten wird dabei auch nicht vergessen – leider sind es dieselben wie bei Tomaten, was angesichts der Verwandschaft auch nicht verwundert.
Ein umfassendes Kapitel wird den verschiedenen Chili-Sorten gewidmet, genau das Richtige für echte „Chiliheads“. Neben Bildern findet sich auch eine detaillierte Beschreibung zu Schärfe, Kultur und Verwendung in der Küche. Einige Sorten für die kommende Saison zum Probieren habe ich schon entdeckt. Besonders angetan hat es mir „Santa Fe Grande“ (mild), aber zum Aussäen war es heuer schon zu spät. Ich habe ja schon am 1. Jänner damit begonnen, da Paprika und Chili nicht gerade die Schnellsten beim Wachsen sind. Wer Näheres über klassische Sorten, wie z.B. Jalapeno erfahren möchte, wird natürlich auch bedient. Die schärfsten vorgestellen Chili-Sorten sind übrigens „Dorset Naga“ und „Bhut Jolokia“. Für unser zartes Gemüt im Hinblick auf Chilis sind sie aber wohl nicht zu empfehlen. Das Symbol für Feuer gab uns zu denken 🙂

Zum Abschluss finden sich einige Rezepte zum Verarbeiten und Konservieren von Chilis. Die Verwendungsmöglichkeiten sind wirklich vielseitig, nur bedenkt man dies einfach zu selten.  Bei der Verarbeitung findet sich der Hinweis, stets Einweghandschuhe im Umgang mit Chilis zu tragen – ein guter Rat. Ich habe bereits einmal die leidvolle Erfahrung gemacht, was passiert, wenn man es nicht tut – eine schlaflose Nacht und Haut, die wie Feuer brennt.

Herzlichen Dank an den BLV-Verlag für die Übersendung einer kostenlosen Ausgabe zum Zwecke einer Buchrezension.

Red Hot Chili Garden – Die besten Sorten anbauen, ernten und verwerten“ (*), ISBN-9-783835-414860, Kay Maguire, erschienen im BLV-Verlag, 144 Seiten, € 14,99 (DE) bzw. € 15,50 (A).

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Bis bald und baba,
Kathrin

18 Gedanken zu „Red Hot Chili Garden | Chili-Sortenbuch!“

  1. Deine Grow Box verursacht jaawunderbares Wachstum…:-) DA kommen mir meine Chilepflanzen geradezu winzig vor, obwohl ich sie auch im Januar ausgesät hatte. Das Buch interessiert mich auf jeden Fall, da wir absolute Chili-Liebhaber sind und ich auch noch einiges zum Anbau lernen muss…:-)
    Ein schönes Wochenende,
    LG Sigrun

    Antworten
    • Ach, macht nix, ich habe mich ausgekannt. Die Größe der Pflanzen kommt wohl von der künstlichen Beleuchtung. Es ist aber das erste Mal, dass sie um diese Zeit schon so groß sind.

      LG kathrin

      Antworten
  2. Meine Chilis wachsen gut, müssen aber drinnen auf der Fensterbank noch ihre Klarsichthaube auf haben, damit Frau Katze sie nicht frisst. So langsam muss ich mir was ausdenken, sie werden zu groß für die Haube.
    Das Buch sieht spannend aus!
    VG
    Elke

    Antworten
  3. Oh, das Buch würde unsere Gartenbibliothek total bereichern. Wir lieben Chili. Unser essen wird fast täglich mit getrockneten Chilis gekocht. Habe das erste Mal probiert Chili zu überwintern. Zwei sind vermutlich eingegangen. Der Jalapeno gehts aber blendend.
    Liebe Grüsse, Esti

    Antworten
  4. Das, liebe Kathrin, liest sich ja toll. Und die Pflanzen sehen so gesund aus – wie gemalt. Dann macht das Gärtnern Spaß. Ich habe nur vom überdachten Hochbeet gelesen. Sag nicht, sie sind auf der Fensterbank herangezogen worden. Die sehen schwer nach Gewächshaus aus. Und sie sind schon in Blüte! Das ist vielversprechend. Ich hüpfe mal ins Lostöpfchen. Die Rezepte würden mich interessieren. Zum Schluss kommen die Lenzrosen noch weg und Chili kommt in alle verfügbaren Töpfe.
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße, Edith

    Antworten
  5. Liebe Kathrin,
    dein Chili Post hat mich da auf eine Idee gebracht, die sich vielleicht dieses Jahr verwirklichen lässt. Nun haben wir keine Schafe mehr und ca. 800 qm Land zum bepflanzen zur Verfügung. Ein Kräutergarten schwebte mir vor und Chili ist ja auch eine "heiße" Sache für den Garten und die Küche. Da spring ich gerne in den Lostopf und drücke mir auch mal die Daumen.
    Liebste Grüße,
    Dani

    Antworten
  6. Liebe Kathrin,
    ich liebe Chilis. Leider habe ich nur begrenzt Platz, so dass ich jedes Jahr nur einige wenige Sorten anbauen + probieren kann. Es ist jedes Jahr spannend, wie sich die Pflanzen entwickeln + wie die Chilis schmecken.
    Ich hüpfe gern ins Lostöpfchen. Vielleicht habe ich ja Glück + gewinne das Buch.
    Viele Grüße aus S.
    Nicole L.

    Antworten
  7. Hallo liebe Kathrin,
    das hört sich ja sehr interessant an! Ich habe es schon so oft mit Paprika und auch Chillies probiert, aber bei mmir werden die einfach nix….Deine Pflanzen sehen dagegen super aus… und schon so groß!!
    Ganz liebe Grüße, hab einen kuscheligen Sonntagabend
    Christel

    Antworten
  8. Jaaaaaa, als alter Paprika- Chili- und Pimientos de Padrón-Fan würde mir das natürlich sehr gefallen!!! Und deine Pflanzen sehen aus, als würde das heuer
    eine Rekordernte geben!
    Extra scharfe Grüße,
    Doris

    Antworten
  9. Liebe Kathrin,
    mein ältester Sohn hat auch Chilis auf dem Balkon. 😉 Ich fange damit gar nicht erst an. So viel essen wir davon nicht, daß es sich lohnen würde. Insofern war mir auch nicht bekannt, daß man Handschuhe tragen muß bei der Verarbeitung. Wirklich interessant!
    Doch ich brauch' das Buch nicht.
    Dir wünsche ich jedenfalls viel Glück mit Deinen Chilis! Mit dem Wissen aus dem Buch kann ja nicht mehr viel schiefgehen.

    Liebe Grüße
    Sara

    Antworten
  10. Letztes Jahr habe ich ein Tütchen Kakteensamen gewonnen, aus denen bis heute nichts geworden ist. Der Versuch schlug bislang fehl. Vielleicht dauert das länger. Die Chilis jedenfalls wachsen immer gut. Buch dazu habe ich noch keines.

    Antworten
  11. liebe Kathrin,
    wie gut,daß ich nochmal nachgeschaut habe, denn diesen Post hatte ich glatt übersehen ( ich kam übers Wochenende nicht an den PC und hatte ncoh kaum Zeit, alles nachzulesen …*seufz* )
    Ich liebe Chilis in allen Varianten, ich hab auch jedes Jahr welche auf der Terrasse, in der Küchennähe, immer Pflückberreit *lach*… von daher interessiert mich dieses tolle Buch besonders und ich nehme dankend in Deinem Lostopf Platz :O)
    Danke für dieses tolle Giveaway!
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

    Antworten
  12. Liebe Kathrin,
    ein Gartenjahr ohne Chilis geht bei uns gar nicht. Wir kultivieren sie im Topf und bis jetzt hatten wir immer eine gute Ernte.
    Besonders die ganz scharfen Sorten haben es meinen Sohn angetan. Er liebt Chilis!
    Mir rauben sie den Atem. Beim Einkochen von Chilicutney bekomme ich kaum Luft.
    Aber sie schmecken. Gerne nehme ich an deinem Giveaway teil. Vielleicht ist mir das Glück ja hold.
    Danke auch, für deine lieben Worte auf meiner Seite. Habe mich so sehr gefreut,eine salzburger Leserin begrüßen zu dürfen.
    Hab es fein und alles Liebe,
    Manuela

    Antworten
  13. Liebe Kathrin,
    da stelle ich mich doch gleich mal an für dieses schöne Buch!
    Die ganz scharfen Chilis sind auch nichts für´s uns, aber wir probieren auch gerne herum und die Cayenna ist jede Saison dabei..
    Liebe Grüße
    Bianca

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  14. Leider gibt es das Buch nicht mehr auf Deutsch! Wir haben letztes Jahr, 2019!, Chilis von einem Freund bekommen, die dann mehrmals in den Eintöpfen „mitgefahren“ sind, bis sie zerkocht waren. Mir schmeckt nichts mehr ohne diese Chilis. Dieses Frühjahr haben wir ganz hartnäckig auf das Aufgehen von Samen gewartet, vergebens. Unser Freund hat es dann wieder geschaftt und uns ganz zarte Pflänzlein überreicht. Diese sind dann im August auch mit uns ein paar Tage in Urlaub gefahren. Danach kamen sie noch ein paar Wochen ins Hochbeet und nun stehen sie in der Küche. Ich hoffe sehr, dass sie den Winter durchkommen (erste Läuse haben wir mit Neemöllösung behandelt) und wir endlich Chilis haben, mit der richtigen Schärfe! Meine angeblich scharfen Peperoni sind zwar sehr üppig, aber schmecken nach nix und sind auch nicht scharf. Die will ich nun auch nicht einkochen. Bei der ganzen Recherche über Chili-Anzucht und -Pflege bin ich nun auch auf das tolle Buch gestoßen. Für die Verlosung bin ich wohl zu spät dran. LG Martina

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