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Garten Wildobst für meinen Garten | Gartenbuch!

Wildobst für meinen Garten | Gartenbuch!

Im Ulmer-Verlag ist ein neues Buch zum Thema Urobst für den Garten erschienen, nämlich „Wildobst“ von Ina Sperl. Die Autorin zeigt darin sehr anschaulich auf, welche ursprünglich Obst- und Beerensorten mit Erfolg im Garten kultiviert werden können. Eine Buchvorstellung.

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Baumarktpflanzen aus dem Billigsegment vs. Pflanzen aus der Baumschule

Ein ähnliches Thema hatte ich erst vor Kurzem aufgegriffen. Zu viele überzüchtete Pflanzen, meist Baumarkt- oder Gärtnereimassenware aus dem Billigstsegment, bringen im eigenen Garten oftmals nicht den erwarteten bzw. gewünschten Erfolg. Die Errungenschaften schwächeln, werden krank und müssen schlussendlich entsorgt werden. Das Geld ist rausgeschmissen und die Enttäuschung groß. Ein neuer Trend führt aber back to the roots und stellt jene Pflanzen in den Mittelpunkt, die auch in mitteleuropäischen Gefilden gut wachsen, selbst wenn sie hier nicht unbedingt heimisch sind und deren Pflegeaufwand sich in Grenzen hält.

Buchtipp: Wildobst für den Garten

Diese neue Richtung greift Ina Sperl in ihrem Buch „Wildobst – Schlehe, Hagebutte und Co für meinen Garten“ auf. 40 verschiedene Wildobstarten werden entsprechend ihrer besten Verwendungsmöglichkeiten im Rahmen eines Natur-, Küchen- oder Familiengartens vorgestellt. Neben alten Bekannten wie Brombeere, Haselnuss und Himbeere finden sich auch Exoten wie Feigen, Pawpaw und Goji-Beere. Die Pflanzenportraits umfassen meist eine Doppelseite. Die Beschreibung beinhaltet die wichtigsten Informationen hinsichtlich Wuchs, Verarbeitung und Standortwahl.

Wildobst
*) Cover Ulmer-Verlag

Gleich zu Beginn des Buches wird der Leser darauf aufmerksam gemacht, dass er sich keine genormten Früchte wie aus dem Supermarkt erwarten solle, denn Wildobst hat seine Schönheitsfehler und bedarf mancher aufwendigen Verarbeitung. Dies überhaupt dann, wenn die Früchte im Rohzustand nicht genießbar oder gar giftig sind, wie es beim Holunder oder der Berberitze der Fall ist. Manche Pflanzen haben zudem Doppelgänger, z.B. die Erdbeere und die nicht genießbare indische Scheinbeere.  Ein wichtiges Thema, denn immerhin trifft man nicht nur im Garten auf diese Pflanzen.

Hagebutte bei Rose Sweet Pretty

Welches Wildobst findet sich im eigenen Garten?

Beim Lesen solcher Bücher richtet sich mein Fokus natürlich auch auf den eigenen Garten. Unweigerlich gleiche ich ab, welche Pflanzen sich bei mir finden. Von den 40 vorgestellten Arten wohnen bei mir immerhin 10, wenn auch nicht immer in ihrer Wildform. Aber eine Besonderheit findet sich bei uns – ein südsteirischer Weinbergpfirsich, der an seinem geschützten Standplatz meist ein Garant für viele Früchte ist. Sie sind zwar wesentlich kleiner wie jene von Zuchtformen, aber dafür umso köstlicher, da sonnengereift. Weniger anfreunden konnte ich bislang mit der Berberitze, für mich nach wie vor eine 70er Jahre Heckenpflanze, und zu exotischen Sorten wie Japanische Weinbeere.

Erdbeerblatt - Gartenblog Topfgartenwelt

Pflege von Wildobst

Ein Kapitel ist vor allem der richtigen Pflege von Wildobst gewidmet. Auch, wenn der Pflegeaufwand wesentlich geringer ist als bei konventionellem Obst, so entfällt er nicht vollständig. Zudem gibt es Tipps, welche schon beim Auspflanzen berücksichtigt werden sollten.

Weinbergpfirisch - Gartenblog Topfgartenwelt
Mein persönliches Highlight sind die vielen Vorschläge zur Verwendung von Wildobst. Seien es Dekoideen oder herrliche Rezepte. Das Buch bietet für jeden etwas. Selbst die Anlage eines Labyrinths aus Wildäpfeln wird behandelt.

Vielen herzlichen Dank für an den Ulmer-Verlag für die Überlassung einer kostenlosen Ausgabe zum Zwecke einer Buchrezension.

Wildobst – Schlehe, Hagebutte und Co. für meinen Garten“ (*), Ina Sperl, Verlag Eugen Ulmer, 168 Seiten, ISBN-978-3-8001-0366-9, € 24,90 (DE) / € 25,60 (AT).

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Bis bald und baba,

Kathrin

9 KOMMENTARE

  1. Das Buch klingt sehr interessant und passt eigentlich genau zu meinem Garten-Prinzip.
    Auch das Thema Verwendung des Wildobst gibt sicherlich viele Anregungen.
    Schade nur, dass ich nicht mehr so richtig viel Platz im Garten frei habe.
    Herbstliche Rosengrüße von Christine

  2. Das ist sicher sehr interessant, ich hab keinen Platz mehr. Und ich bin genau dieser Ansicht. Wohne am Waldrand, da kann ich keine Zypressen pflanzen. Und die Stauden kaufe ich nur beim Staudengärtner bzw. vermehre selbst.

    Sigrun

  3. klingt sehr interessant..
    leider habe ich nicht den passenden Platz dafür 😉
    (das heißt.. 2000 qm Steilhang.. Nordseite .. mit himmelstrebenden Lebensbäumen die beim Nachbarn stehen und das letzte Sonnenlicht auch noch rauben 🙁 dieser Garten liegt leider brach..dort tummeln sich nur noch die Wildschweine..)
    liebe Grüße
    Rosi

  4. Liebe Kathrin,
    ich habe leider keinen Platz dafür 🙁 Unser Garten ist ziemlich klein… Tja man kann nicht alles haben Aber das Buch klingt sehr interessant
    ich wünsche Dir einen schönen Abend
    Ganz liebe Grüße
    Karina

  5. Täusche ich mich, liebe Kathrin, wenn ich glaube, dass Heidi aus der grünen Ecke dieses Buch schon kürzlich vorgestellt hat? Früher war es ganz normal, dass alles verwendet wurde, was die Natur zu bieten hat. Ich finde es gut, wenn man sich wieder darauf besinnt. Bei mir liegt ein Post auf Entwurf, den ich geschrieben habe, als ich kürzlich in Hessen war. Auf den Obstwiesen hingen noch die ganzen Äpfel an den Bäumen. Ich nahm zwei Äpfel mit und staunte, wie lecker die schmeckten, nicht zu vergleichen mit denen aus dem Supermarkt. Ich kann nicht verstehen, die sie von niemandem geerntet werden.
    Eine gute Woche und liebe Grüße
    Edith

  6. Liebe Kathrin,
    guten Morgen, auch das ist ein tolles Buch! Ach, hätte ich nur mehr Platz iom GArten, Wildobst würde ich sehr gerne anpflanzen!
    Danke für die schöne und interessante Buchvorstellung und hab einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

  7. Was ist daran neu, liebe Katrin? Das Buch…und nur das Buch. In meinem Garten stehen Wildrosen, eine Mispel, Aronia, eine Haselnuss seit fast zwei Jahrzehnten. Die Idee Wildobst zu pflanzen gab es schon in den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts…und ich protestiere, wenn du schreibst, dass es an ÜberZüchtung liegt, wenn wir Hobbygärtner unzufrieden mit neuen Obstsorten sind. Ich behaupte, dass wir Gärtner uns besser informieren sollten, bevor wir bestimmte Pflanzen in den Garten holen. Und selbst beim sogenannten Wildobst kannst du negative Erfahrungen sammeln, wenn du sie nicht standortgerecht setzt. So ist mir eine Felsenbirne eingegangen, weil mein Boden nicht adäquat war. Und ich würde davon abraten, Sanddorn in den Garten zu pflanzen, es sei denn man hat ein parkähnliches Refugium. Der Ausbeitungsdrang ist gewaltig. Übrigens auch bei einigen Wildrosen..Und die Mispel wächst hier sicherlich auch nur so gut, weil sie dank gärtnerischer Kenntnisse der Baumschule auf Weißdorn veredelt ist und sie auf kalkreichenm Boden hervorragend zurecht kommt.Nicht jede moderne Obstsorte ist schlechter als eine alte, und nicht jede alte Sorte/ Wildart ist per se gut oder einfacher.
    Hier noch ein wunderbarer Link zu einer deutschen Wildobstfirma, bei der ich damals schon bestellt habe.http://ahornblatt-garten.de/blog/
    LG Sisah

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