Wie so oft, haben wir das Vorhandensein von Mäusen eher zufällig und unverhofft entdeckt. Der Schreck war groß und sofort stellte sich die Frage, wie werden wir die Tiere, diese ungebetenen Gäste, wieder los? Denn Mäuse vertreiben ist gar nicht so einfach, wenn sie erst einmal ein lauschiges Plätzchen im Garten oder Haus gefunden haben. Aber wir haben nicht aufgegeben und haben den Nagern entschlossen den Kampf angesagt. Wenn auch Dich das Jagdfieber gepackt hat, dann habe ich vielleicht ein paar wertvolle Tipps für Dich! Insbesondere, wenn Du Dir noch nicht sicher bist, ob Du auf Hausmittel setzen solltest oder auch Gift in Frage kommt. In diesem Artikel verrate ich Dir jedenfalls, wie wir unsere Mäuseplage im Schuppen wieder los geworden sind.
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Mäuse im Schuppen
Unser gesamtes Gartenequipment bewahren wir in einem Schuppen aus Metall auf. Lediglich die Regale sind aus Holz. Doch vor Kurzem machte sich darin ein beißender Gestank nach Urin breit. Zuerst war er nicht wirklich zuzuordnen, doch er wurde von Tag zu Tag intensiver. Schlussendlich entdeckten wir am Boden der Kammer, auf den Regalen und in den leeren Garten-Abfallsäcken hunderte kleine Kotkügelchen.
Nach diesem Fund war endgültig klar, darin hat es sich jemand gemütlich gemacht. Unser Verdacht fiel aufgrund des Aussehens des gefundenen Kots alsbald auf Mäuse! Na super, so etwas hatten wir gebraucht. Schädlinge haben wir im Garten ja einige, aber Insekten wie die Birnengespinstblattwespen oder der Dickmaulrüssler sind doch etwas anderes als das hier.
Die Spuren beseitigen
Was anfangs vielleicht recht einfach klingt, kann ganz schnell in viel Arbeit ausarbeiten. Wir sind so vorgegangen:
Schritt 1: Versteck finden
Willst Du Mäuse vertreiben, egal ob nun im Garten oder Haus, musst Du zu aller erst ihr Versteck finden. Unsere Gartenkammer ist nicht allzu groß, daher war sie innerhalb eines Nachmittages ausgeräumt. Dies wäre ohnehin notwendig gewesen, da weder der Geruch auszuhalten noch der viele Mäusekot tolerierbar waren. Schon gar nicht bei zwei kleinen Kindern, die herumwuseln. Mein Mann hat dabei aus Sicherheitsgründen eine Maske getragen, warum erkläre ich Dir sogleich.
Im Zuge der Reinigungsaktion haben wir rigoros angefressene Düngemittelkartons samt dem zum Teil verkoteten Inhalt, zerstörte Verpackungen von Gartendeko, angenagtes Vlies und einen Sack mit Strohresten zum Mulchen entsorgt. All das war nicht mehr brauchbar. Rückblickend betrachtet, hat wahrscheinlich das Stroh die Tiere überhaupt erst angelockt, denn zuvor hatten wir noch nie Probleme mit Mäusen. Aber dieses war mir im Frühling vom Mulchen übrig geblieben und ich dachte mir, gut, dann brauche ich es im kommenden Jahr auf.
Beim Ausmisten entdeckten wir schlussendlich auch das Versteck. Die Tiere hatten es sich in einer Schachtel mit Vlies gemütlich gemacht und ergriffen vor unseren Augen die Flucht. Doch das war noch nicht das Ende der Geschichte. Die Gartenkammer war trotzdem noch lange nicht mausfrei!
Warum sollte ich beim Entfernen von Mäuseunrat aufpassen?
Das Mäuse vertreiben geht wirklich nur unter Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen, da die Tiere insbesondere durch ihren Kot Krankheiten übertragen können. Sie verbreiten sehr häufig das Hantavirus. Die Zahl der Tiere, diese Krankheit übertragen können, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Infektion erscheint anfangs wie ein grippaler Infekt, doch es kann schnell zu hohem Fieber und Nierenversagen kommen. Um eine Ansteckung zu vermeiden, solltest Du daher einen geschlossenen Raum ausreichend lüften und während der Reinungsarbeiten eine FFP2-Maske sowie Handschuhe tragen. Anschließend entsorgst Du beides im Restmüll.
Schritt 2: Putzen
Nach dem Ausräumen haben wir den Schuppen gründlich mit dem Gartenschlauch ausgespritzt und auch die zuvor darin gelagerten Gartengeräte und Töpfe abgeduscht. Offensichtlich verunreinigte Verbauchsgüter, wie z.B. Dünger, haben wir umgehend entsorgt. Ich hätte mir beim besten Willen nicht vorstellen können, so etwas noch einmal zu verwenden.
Schritt 3: Verschließbare Kisten anstatt offener Körbe
Um ein weiteres Fiasko wie dieses zu vermeiden, haben wir alsbald verschließbare Kunststoffkisten ohne etwaige Schlitze und Öffnungen besorgt und darin Düngemittel, Kleinteile, Handschuhe, Vliese usw. verstaut. Insbesondere Textilien und Düngemittel sollten nicht offen zugänglich sein. Denn dann schaffst Du erst gar nicht die Möglichkeit warme Verstecke oder Nester zu bauen, so dass die Tiere sich wahrscheinlich ohnehin einen anderen Ort suchen. Von Holzkisten oder gar Kartonboxen solltest Du aber unbedingt Abstand nehmen. Sie stellen kein Hindernis dar. Allerdings haben wir das auch erst gemacht, nachdem die Tiere wieder gekommen sind. Wir hätten uns zuvor nicht gedacht, dass sie so ortsgebunden sind.
Mit diesen Hausmitteln kannst Du Mäuse vertreiben:
Etwa zwei Wochen nach der Aufräumaktion machte sich zum zweiten Mal der beißende Gestank nach Urin bemerkbar. Die Nager hatten also erneut einen Weg gefunden in den Schuppen zu gelangen. Ihr Nest bauten sie dieses Mal in den bisher noch unversehrten Insektenschutznetzen. Diese hatten wir nämlich blöderweise nicht sofort in Kisten verstaut. Aber nun reichte es uns. Der Schuppen musste zurückerobert werden, zum Einsatz kamen folgende Hausmittel:
Die gute, alte Mausefalle
Wenn man Mäuse vertreiben will, bietet sich natürlich die klassische Mausefalle an. Sie gibt es als Lebend- oder als Schlagfalle, die den Tieren den Garaus macht. Wir haben uns übrigens für letztere entschieden. Beide Varianten benötigen allerdings einen Köder zum Anlocken. Wir haben es getreu dem alten Sprichwort mit Speck fängt man Mäuse versucht und waren dabei ziemlich erfolgreich. Obwohl es sich eigentlich um Nagetiere handelt, ließen sie Nüsse, Nutella und andere Produkte aus Getreide links liegen, aber dem Speck konnten sie nicht widerstehen.
Die Fallen müssen aber regelmäßig kontrolliert werden, denn entweder sind tote Tiere zu entsorgen oder lebende Nager freizulassen. Letztere würden andernfalls qualvoll verhungern und verdursten. In Anbetracht der Tatsache, dass sie sehr ortstreu sind und gerne an das von ihnen auserkorene Versteck zurückkehren, solltest Du sie weit, weit weg bringen, sonst geht es Dir wie uns, es dauert nicht lange und Du stehst wieder vor demselben Problem.
Spezielle Mäuseköder für Fallen
Falls Du mit herkömmlichen Lebensmitteln als Köder für die Mausefalle keinen Erfolg verzeichnen kannst, kannst Du auch zu Spezial-Lockstoffen greifen. Diese wirken auf die Tiere unwiderstehlich. Da sie kein Gift enthalten, können sie auch bei Lebendfallen eingesetzt werden.
Fernhaltemittel
Wenn Du beim Mäuse vertreiben nicht mit Fallen arbeiten möchtest, kannst Du auch den Einsatz von Fernhaltemitteln versuchen. Diese gibt es inzwischen auch in Bioqualität zu kaufen gibt. Zur Auswahl stehen geruchsintensive Sprays und Granulate, die Tiere abwehren sollen. Ich persönlich tendiere allerdings lieber zu Sprays als zu Granulaten, die kreuz und quer im Garten verstreut werden.
Mäusevertreiber (Ultraschall)
Am Markt findest Du auch zahlreiche elektrische Geräte, die auf Grundlage von Ultraschallwellen im Garten Mäuse vertreiben. Vielfach benötigst Du dafür aber einen Stromanschluss in der Gartenkammer. Alles was Du dann tun musst, ist Einstecken und zack, die Sache ist erledigt. Andere Tiere nehmen übrigens die verwendeten Frequenzen nicht wahr. Die Geräte eignen sich vor allem perfekt, um einen Bereich nach erfolgreicher Bekämpfung auch mausfrei zu halten. Verspricht zumindest die Werbung.
Aber die Praxis zeigt oft, so einfach ist es nicht. Auch beim Einsatz dieser Geräte solltest Du regelmäßig kontrollieren, ob die Nager nicht doch wieder kommen. Denn, wenn Du Pech hast, gewöhnen sie sich an das störende Geräusch oder suchen sich eine alternative Wege, um an ihr Ziel zu gelangen.
Katzenstreu aus dem Katzenklo
Manche schwören darauf, dass sie Mäuse durch das Ausbringen von gebrauchten Katzenstreu vertrieben haben. Gut, jeder wie er will. Wir haben keine Katzen im Haushalt und ich möchte nicht den einen Dreck durch den anderen ersetzen. Zudem riechen die Ausscheidungen von den Stubentigern auch nicht gerade nach Veilchen. Für uns kam diese Option daher überhaupt nicht in Frage.
Hausmittel wie Essig, ätherische Öle, Gewürze oder Brennspiritus
Ganz ehrlich Essig hat im Garten nichts verloren, da er aufgrund seines hohen Säuregehalts den Boden nachhaltig schädigt und ebenso in hoher Konzentration die Oberfläche von Fliesen und Betonplatten verätzen kann. Genauso vorsichtig wäre ich mit dem Einsatz von Brennspiritus. Ätherische Öle, wie zum Beispiel Pfefferminzöl, und Gewürze (z.B. Gewürznelken oder Pfeffer) helfen meist nur sehr kurzfristig, da der Geruch von den Tieren alsbald ignoriert wird. Wenn Du Mäuse vertreiben willst, egal ob im Haus oder im Garten, kommst Du um härtere Methoden einfach nicht herum.
Gift als letzter Ausweg?
Jeder Mäuseplage kannst Du auch mit Gift zu Leibe rücken. Im Handel gibt es zahlreiche Mäuseköder zu kaufen, deren Genuss für die Tiere tödlich endet. Ob es immer ein schneller Tod ist, sei aber dahin gestellt. Denn oftmals sterben die Mäuse durch diese Köder qualvoll und langsam. Auch wenn das Vorhandensein der Tiere nicht angenehm ist und man schon aus hygienischen Gründen handeln muss, sollten Giftköder wirklich die letzte Wahl sein.
Wenn Du Kinder und / oder Haustiere hast würde ich von Giftködern ohnehin Abstand nehmen um Mäuse im Garten zu bekämpfen, sondern eher zur altbewährten Mausefalle greifen. Diese kann nahezu überall positioniert werden und ist nicht, wie Giftköder, auf trockene (Innen-) Räume beschränkt.
Viel Erfolg beim Mäuse vertreiben im Garten und Haus!
Wie ist es Dir ergangen? Konntest Du schnell einen Erfolg verbuchen oder hat es doch etwas länger gedauert? Schreibe es mir in den Kommentaren!
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Kathrin