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Eine gelingsichere Kardinalschnitte, die sicher nicht zusammenfällt

Die Kardinalschnitte gehört zu Österreich wie die Sachertorte. Sie ist ein echter Klassiker, welchen man aber auch super zu Hause nach backen kann. Mein Rezept ist rund um gelingsicher. Genau so wie es sein sollte, besteht die Torte aus gebackenen Biskuit- und Baiser-Streifen und ist mit einer fruchtigen Sahnecreme gefüllt. Köstlich, sage ich Dir! Du solltest diese Mehlspeise unbedingt probieren! Meine Familie ist nämlich immer begeistert, wenn es sie zum Essen gibt.

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Kardinalschnitte Rezept gelingsicher - Foodblog Topfgartenwelt

Die ersten Versuche

Ein Artikel in einer Kochzeitschrift hat mich dazu inspiriert, die Kardinalschnitte einmal selbst zu probieren. Allerdings lieferte das darin vorgestellte Rezept selbst für den ersten Versuch ein maßlos enttäuschendes Ergebnis. Weder Baiser noch Biskuit taugten etwas. Die Schneemasse ging anfangs schön auf, fiel aber sofort nach dem Öffnen der Backofentür zusammen (das typische Problem) und das Biskuit erinnerte eher an eine lieblose Palatschinke als an einen flaumigen Kuchen. Es war alles zum Wegwerfen. Sehr ärgerlich.

Auch bei weiteren Versuchen mit angepassten Rezepturen war die Kluft zwischen Sein und Sollen anfangs riesig. Das lag allerdings nicht in erster Linie an meinem Unvermögen, sondern eher daran, dass viele Backanleitungen essentielle Informationen einfach aussparen. Wichtige Tipps werden nicht verraten oder einfach vorausgesetzt. Das spornte mich allerdings nur noch mehr an. Nach gefühlten 100 Versuchen kann ich nun mit bestem Gewissen behaupten, so wie in der Rezeptkarte beschrieben, gelingt die Kardinalschnitte garantiert! Sag Tschüss zu unnötigen Enttäuschungen und vergeudeten Lebensmitteln.

Die wichtigsten Zutaten

Eines vorweg, die Kardinalschnitte enthält viele Eier und viel Zucker. Kurz gesagt, sie ist nichts für Kalorienzähler, aber dafür schmeckt sie himmlisch. Sie setzt sich aus drei Komponenten zusammen, nämlich dem Biskuit, dem Baiser und der Creme. Die Zutaten dafür variieren natürlich in der Zusammensetzung als auch in der Menge. Die genauen Angaben dazu findest Du in der Rezeptbeschreibung. Unter anderem solltest Du aber diese Sachen zu Hause haben:

  • Eier: In diesem Fall bevorzuge ich welche aus der Freilandhaltung, da mit ihnen das Baiser am Besten gelingt.
  • Backpulver: Es stabilisiert die Biskuitmasse.
  • Öl: Schon ein Esslöffel davon macht den Teig geschmeidiger und saftiger, da die Feuchtigkeit gebunden wird.
  • Maisstärke: Sie stärkt die Baisermasse, macht sie glatter und führt zu weniger Rissen beim Backen.
  • Zucker: Besonders gut funktioniert sehr feiner Backzucker. Alternativ kannst Du den Eischnee mit Kristallzucker anschlagen und für die übrige Menge Puderzucker nehmen.
  • Zitronensaft: Er minimiert die Porung und bringt einen frischen Geschmack in die Schneemasse.
  • Sahnesteif: Ich verwende es, damit die Sahnefüllung nicht zusammenfällt.
  • Marmelade: Die Sahnecreme schmecke ich am Liebsten mit Marmelade ab. Auf meinem Blog findest Du diesbezüglich eine große Auswahl.

Kann ich die Sahne auch mit Löskaffee verfeinern?

Klar, das geht auf alle Fälle und ist auch eine sehr gängige Zubereitung. Allerdings mögen das meine Kinder nicht so gerne und daher wähle ich dafür lieber verschiedene Marmeladen.

Eine Kardinalschnitte, die gelingt auf einem Dessertteller, welches auf einem rosaroten Tuch steht. - Foodblog Topfgartenwelt
Diese Kardinalschnitte gefüllt mit Sahne-Brombeercreme hat eine schöne Struktur. Man erkennt sehr gut die Biskuit- und Baiserbahnen.

So wird es gemacht

Die Zubereitung ist gar nicht so tricky, wie es zuerst den Anschein macht.

  • Es ist wichtig, dass die Eiklare gemeinsam mit der Stärke und dem Zucker aufgeschlagen werden. Es funktioniert sonst schlicht und einfach nicht.
  • Der Zitronensaft wird erst in das fertige Baiser eingerührt. Das ist der Fall, wenn es einen seidigen Glanz bekommt und sich stabile Spitzen ziehen lassen. Das ist oft erst nach 10 bis 15 Minuten der Fall.
  • Die Baiserstreifen spritze ich mit einem Einwegspritzbeutel, versehen mit einer Rundtülle, auf. Dann bekommen sie eine schöne Form. Die Tülle sollte nicht zu klein sein. Sollten die Bahnen zu nieder sein, dopple ich sie einfach auf.

Warum wird die Kardinalschnitte bei einer eher niedrigen Temperatur lange gebacken?

Weil sie genau anders herum funktioniert, als ein herkömmlicher Biskuitboden oder eine Baiserhaube auf einem fertigen Kuchen. Im Mittelpunkt steht nämlich die Eischneemasse, welche in erster Linie trocknen, aber dabei nicht braun werden sollte. Die Teigstreifen sind so dünn, dass sie auch bei niedriger Temperatur problemlos durchbacken. Bei kurzen und hohen Temperaturen ist zwar das Biskuit durch, aber das Baiser bleibt klebrig, weil ihm die Zeit zum Trocknen fehlt.

Was habe ich falsch gemacht, wenn das Baiser nach dem Backen zusammenfällt?

Das Baiser fällt meistens dann zusammen, wenn es einen Temperaturschock bekommt. Daher ist es so wichtig, die Platten direkt im Backofen abkühlen zu lassen, ohne sofort nach Ende der Backzeit die Ofentür aufzumachen. Fast genau so, wie Du es bei einer Pavlova machen würdest. Ich öffne das Backrohr frühestens erst nach 20 Minuten einen Spalt, manchmal warte ich sogar noch länger. Dann klemme ich einen Kochlöffel ein und lasse die Böden ganz langsam vollständig auskühlen.

Wie löse ich die Tortenböden am Besten vom Backpapier ab?

Ich schneide dafür das Backpapier einfach in zwei Hälften und löse die Tortenböden erst dann ab. So geht es wesentlich einfacher und man muss sich keine Sorgen machen, dass man etwas zerstört oder beschädigt.

Hier wurde ein Rahmen aus Baisermasse aufgspritzt, damit das Biskuit nicht auslaufen kann.
Die Baiserlinien am Besten doppelt ziehen, damit sie ein wenig höher werden.
So sieht die fertig aufgespritzte Kardninalschnitte aus. Außen verlaufen die Baiserstreifen und das Innere wurde mit Biskuitmasse aufgefüllt.
Hier siehst Du die fertig aufgespritzte Kardinalschnitte.
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Kardinalschnitte Rezept

Kardinalschnitte Rezept gelingsicher - Foodblog Topfgartenwelt

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Portionen und Zeit

8
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Backzeit 11 Minuten

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Zutaten

Baiser

  • 3 Eiklar
  • 120 g Zucker entspricht etwa 67% Zucker berechnet vom Gewicht der Eiklare bzw. ca. 35-40 g Zucker pro Eiklar
  • 5 g Maisstärke optional
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz

Biskuit

  • 3 Eier
  • 60 g Zucker
  • 75 g Mehl
  • 1 EL Öl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Füllung

  • 250 g Schlagobers
  • 1 Packung Sahnesteif
  • Marmelade nach Wahl wahlweise auch 1 bis 2 EL Instantkaffee

Zubereitung

Eischnee zubereiten

  • Eiklare zuerst ein wenig mit einer Prise Salz und etwas Zucker anschlagen.
  • Während dem Mixen den übrigen Zucker hineinrieseln lassen.
  • Den Zitronensaft hinzugeben und weiterschlagen.
  • Zum Schluss wahlweise 2 EL Stärkemehl unterheben.
  • Das Baiser ist fertig, wenn es glänzt und sich Spitzen ziehen lassen.
  • Baiser-Gitter aufspritzen.

Teig herstellen

  • Zuerst die 3 Eier trennen.
  • In der Küchenmaschine Dotter und einen Teil des Zuckers so lange rühren bis die Masse weißlich wird.
  • Eiweiße mit dem restlichen Zucker und einer Prise Salz zu einem Baiser aufschlagen.
  • Das Öl hinzugeben.
  • Anschließend vorsichtig den Eischnee unter die Eigelbmasse unterheben.
  • Zum Schluss Mehl und Backpulver unterheben.
  • Die Mehlspeise wird bei 110°C bis 120°C Heißluft im vorgeheizten Backofen etwa 1 Stunde lang gebacken. Nach Ende der Backzeit im Backofen auskühlen lassen. Nach 15 bis 20 Minuten kann die Backofentür geöffnet werden.

Füllung mischen

  • Sahnesteif, Schlagsahne und Marmelade oder Instant-Kaffeepulver gemeinsam aufschlagen.
  • Nach dem Auskühlen eine Hälfte des Tortenbodens damit bestreichen und die andere darüber legen.
  • Die Kardinalschnitte mit Staubzucker bestreuen und servieren.
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Gericht: Dessert, Nachspeise, Schnitte, Torte
Küche: Deutschland, Österreich, Schweiz
Die Kardinalschnitte ist ein Klassiker der österreichischen Mehlspeisküche. Mit dieser Anleitung gelingt Dir diese Torte bestimmt und Du kannst diese tolle Kombination aus Biskuit, Baiser und Sahnecreme in vollen Zügen genießen.

Haltbarkeit und Lagerung

Die Mehlspeise sollte innerhalb von 2, 3 Tagen aufgegessen werden. Reste werden am Besten im Kühlschrank gelagert. Durch ihren hohen Zuckergehalt zieht sie automatisch Feuchtigkeit aus der Raumluft an und was sich auf die Konsistenz auswirken kann. Aber ganz ehrlich, bei uns ist es meistens so, dass nicht viel übrig bleibt und der Kuchen sehr schnell aufgegessen ist.

Hier wurde die Kardinalschnitte auf einem bunten Teller angerichtet, als Untergrund dient ein rosarotes Tuch.

Gutes Gelingen beim Nachbacken des Rezepts für die Kardinalschnitte!

Ich bin von Natur aus ein sehr neugieriger Mensch! Verrate mir in den Kommentaren, wie Dir die Mehlspeise gelungen ist. Gerne kannst Du mich auch auf Instagram taggen, um mir das Ergebnis zu zeigen!

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Bis bald und baba,
Kathrin

Autor: Kathrin | Topfgartenwelt

Profilbild Kathrin für Blog Topfgartenwelt

Ich bin passionierte Hobby-Bäckerin, Marmeladen-Köchin und Entwicklerin von gelingsicheren Eis-Rezepten. Die Rezeptentwicklung für Süßspeisen aller Art sowie für Gebäck und Pasta habe ich mir eigenständig mit Hilfe einschlägiger Fachliteratur beigebracht. Inzwischen habe ich darin bereits mehr als 5 Jahre Erfahrung. Familie, Freunde sowie Leser meines Blogs sind von meinen Kreationen begeistert. Darüber hinaus bin ich Gärtnerin aus Leidenschaft. Inzwischen betreue ich nun schon seit mehr als 10 Jahren erfolgreich meinen eigenen Garten. Gemeinsam mit meiner Familie erkunde ich in meiner Freizeit das Salzburger Land. Manchmal zieht es mich über die Grenzen von Österreich hinaus. Hier gibt es mehr über mich.

19 Gedanken zu „Eine gelingsichere Kardinalschnitte, die sicher nicht zusammenfällt“

  1. Schon bei der Überschrift hast du mich gehabt. Bei uns ist ja mein Mann der Zuckerbäcker und er hat auch lange herum getüftelt bis er es hingekriegt hat. Keine Ahnung wie, aber ich werde ihm deinen Artikel zeigen.
    LG Petra

    Antworten
  2. Das A & O beim Biskuit sind wirklich viele Eier, aber ich verwende für den Teig kein Fett und auch kein Backpulver. Der Teig geht trotzdem super auf!
    Mit Brombeer- oder Kaffeesahne schmeckt der Kuchen bestimmt sehr lecker.
    Vielen Dank für deine Tipps für das Gelingen der Schnitten, liebe Kathrin. 🙂

    Liebe Grüße
    Christa

    Antworten
    • Liebe Christa, wenn ich ein Biskuit aus vielen Eiern mache, dann verwende ich auch kein Backpulver, aber hier die Eier reichen so nicht aus, damit es auch richtig aufgeht.

      LG Kathrin

      Antworten
  3. Liebe Kathrin,

    das klingt nicht nur richtig lecker es sieht auch einfach einzigartig köstlich aus. Ein richtiger Augenschmaus ist das sicherlich. Ich muss unbedingt beim nächsten Österreichbesuch einmal eine Kardinalschnitte essen oder ich backe sie mir nun einfach :-)))

    Herzliche Grüße
    die Kerstin

    Antworten
  4. Liebe Kathrin,
    jetzt muss ich ganz ehrlich zugeben, dass ich noch nie von einer Kardinalschnitte gehört haben, aber sie sieht sehr interessant aus.
    LG Sigrid

    Antworten
  5. Liebe Kathrin,
    das ist ja eine zarte und feine Verführung! Hmmmm, ich kann mich gerade richtig gut vorstellen, wie zzart sie im Mund förmlich schmilzt!
    Danke für das Rezept und die tollen Bilder dazu! ICh glaub, die muss ich irgendwann auch mal ausprobieren!
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

    Antworten
  6. Guten Morgen liebe Kathrin,
    so lecker sieht deine Kardnalschnitte aus und die wunderschönen Fotos machen Lust auf's Geniessen. Ein Traum! Die Brombeerfüllung sieht schon farblich cool aus.
    Dir und deinen Lieben einen angenehmen Donnerstag und
    liebe Grüsse
    Eda

    Antworten
  7. MHHHHHH de schaut ja oberleckaaaa aus,,,,
    de hob i ah no nia ausprobiert,,,,
    da wird i mi mal trauen,,,,freu,,,freu

    wünsch da no an feinen ABEND
    bussale bis bald de BIRGIT

    Antworten
  8. Liebe Kathrin! Kaum bin ich wieder zurück in der schönen Bloggerwelt und schau bei Dir vorbei, habe ich auch schon wieder a) Hunger und b) einige Buchtips 🙂 Diese Schnittchen scheinen höhere Confiserie-Kunst zu sein, da belass ich es beim Bewundern der tollen Fotos 🙂 Ja eben, dieser ganze Datenschutz-Mist hat mich meinen alten Blog schliessen lassen. Aber ich hab's nicht ausgehalten. Mir hat da echt was gefehlt. Seit heute gibt's mich wieder 🙂 und ich werde hier bei Dir mal weiter stöbern, was alles so lief in der Zwischenzeit! Mit lieben Grüssen zu Dir aus der staubtrockenen Schweiz, Arletta

    Antworten
  9. Uhhh das sieht aber auch fast schon zu schön aus, um es zu Essen.
    Normalerweise sage ich das nur bei Outfits – aber, die Farbkombi ist einfach TRAUMHAFT.
    Wundervoll, danke für das Rezept, das muss ich unbedingt mal probieren.

    schau dir gerne meinen BLOG an, mit dem Ratgeber zu tollen Sommerprodukten

    Antworten
  10. Liebe Kathrin,
    ich freue mich für dich, dass du endlich ein Rezept für eine gelingsichere Kardinalschn itte gefunden hast! Herr Rostrose ist auch ein großer Fan von Kardinalschnitten. Ich werde ihm trotzdem keine backen. Denn wie du sagst, ist es eine Kalorienbombe, und da genügt es, wenn wir alle zwei, drei Jahre in einem guten Lokal eine bestellen ;-))
    Alles Liebe, Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2018/08/bunter-sommer-2018-hitze-fit-und-sommer.html

    Antworten
  11. Chapeau, Liebe Kathrin, deine Kardinalschnitte sieht sehr lecker aus und wenn du so lange ausprobiert hast schmeckt sie sicher auch großartig :-))
    Liebe Grüße
    Andrea

    Antworten
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