Dieses Bärlauch-Baguette mit Trockenhefe schmeckt einfach fantastisch und ist super einfach zu machen! Wir essen es gerne zur Jause und selbst die Kinder sind davon begeistert. Ihnen schmeckt der wilde Knoblauch in jeder Form sehr gut, obwohl sie sonst bei Kräutern und Gemüse eher skeptisch sind. Mich freut das natürlich sehr und daher gibt es immer wieder neue Kreationen rund um diese leckere Pflanze. Doch jetzt zum Rezept!
Inhaltsverzeichnis
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Kleiner Hinweis
Bevor wir gleich die Ärmel hochkrempeln, das Mehl und alle Küchenutensilien herrichten, möchte ich Dir einen kleinen Sicherheitshinweis mit auf den Weg geben. Wenn Du die Blätter im Wald sammelst, dann musst Du sie richtig gut waschen, denn sie könnten mit dem Fuchsbandwurm verunreinigt sein. Dieser kann eine schwere Infektion hervorrufen, mit welcher nicht zu spaßen ist. Zwar stirbt dieser Parasit bei Temperaturen von über 60°C ab, aber dennoch solltest Du vorsichtig sein.
Aber dieses Problem trifft auf alle “Früchte des Waldes” zu und beschränkt sich nicht spezifisch auf den Bärlauch.
Die wichtigsten Zutaten
Für das Bärlauch Baguette habe ich keine außergewöhnlichen Zutaten verwendet. Das Meiste hatte ich ohnehin zu Hause. Unter anderen brauchst Du:
- Bärlauch: Er ist natürlich die Hauptzutat. Bei mir wächst inzwischen ein großer Bestand im Garten und ich muss nur vor die Haustüre gehen, um ihm zu ernten. Das ist richtig praktisch. Darum gibt es bei uns im Frühling auch oft Pesto oder auch fluffige Knödel. Es gibt ihn aber auch im Supermarkt zu kaufen.
- aktives Gerstenmalzmehl: Dieses dient als Nahrung für die Hefe und sorgt zusätzlich noch für eine schöne Bräunung.
- Butter: Durch sie wird der Teig geschmeidiger und elastischer.
- Kartoffelstärke: Sie bildet die Basis für die Glanzstreiche und wirklich nur sie. Ein Ersatz durch Maisstärke oder Weizenin ist nicht möglich.
Frisch oder getrocknet?
Beides ist in Ordnung! Der wilde Knoblauch schmeckt am Intensivsten, wenn er frisch, also weder gekocht noch gebraten verzehrt wird. Denn jede Einwirkung von Hitze schwächt das Aroma ein wenig ab, zerstört es aber nicht vollkommen. Das solltest Du unbedingt wissen, wenn Du mit ihm arbeitest. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass zumindest beim Backen trotzdem nicht zu viel davon verwendet werden sollte, da der Geschmacksverlust trotz der hohen Temperaturen nicht so ausgeprägt ist, wie zuerst erwartet.
Eine gute Alternative zu frischen Blättern, sind welche, die gefriergetrocknet wurden. In gut sortierten Supermärkten gibt es sie das ganze Jahr über zu kaufen.
So wird es gemacht
Die Basis für das Bärlauch-Baguette ist ein schlichter Hefeteig. Damit dieser seine Konsistenz behält und nicht zu weich wird, empfehle ich Dir, die gewaschenen Blätter unbedingt mit der Salatschleuder zu trocknen. Ich habe das einmal nicht gemacht und war anschließend mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden. Es ist nämlich unglaublich, wie viel Wasser an deren Oberfläche haften bleibt. Doch das ist nicht alles:
- Ich lasse den Teig in meiner Küchenmaschine eine halbe Stunde lang gehen. Alternativ kannst Du auch eine Hefeteigschüssel verwenden. Wichtig ist, dass die Oberfläche nicht austrocknet und sich das Volumen in etwa verdoppelt. Danach sollte die Masse noch einmal geknetet werden, damit sich eine schöne Struktur aufbaut.
- Zum Einschneiden des Teiglings verwende ich mein Fondant-Skalpell, es funktioniert aber jedes andere scharfe Messer gleichermaßen gut. Damit es nicht kleben bleibt, tauche ich es vor dem Schneiden immer in Mehl.
- Damit das Brot am Ende schön glänzt, bestreiche ich es mit Glanzstreiche. Die Anleitung dafür findest Du als Notiz in der Rezeptkarte.
Bärlauch-Baguette mit Trockenhefe
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Portionen und Zeit
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Zutaten
- 255 g Mehl glatt, Type 700
- 130 g Wasser
- 10 g Butter kalt
- 3 g Salz
- 3 g Gerstenmalzmehl
- 1 Packung Trockenhefe
- 40 g Bärlauch gewaschen, getrocknet und entstielt
zum Bestreichen
- Glanzstreiche zum Bestreichen vor dem Backen
Zubereitung
- Den Bärlauch waschen, mit der Salatschleuder trocknen, entstielen und klein schneiden. Anschließend die benötigte Menge abwiegen.
- Ebenfalls die übrigen Zutaten (Wasser, Mehl, Salz, Gerstenmalzmehl, usw.) mit der Küchenwaage einwiegen und gemeinsam mit den geschnittenen Blättern in der Küchenmaschine ca. 5 Minuten lang zu einem homogenen Teig verarbeiten.
- Nach dem Kneten den Hefeteig in eine Germteigschüssel mit Deckel geben bei Raumtemperatur rasten lassen. Sobald der Deckel ploppt, kann der Teig nochmals geknetet und anschließend weiter verarbeitet werden.
- Auf einer leicht bemehlten Teigmatte aus Silikon die Masse in zwei gleich große Hälften teilen. Jeweils eine Kugel formen. Diese anschließend flach drücken und sowohl das obere als auch das untere Ende zur Mitte hin einschlagen. Dann die obere Hälfte über die untere Hälfte drüber legen und den Teig zu einer Stange rollen.
- Ein Baguettebackblech mit einem hochwertigen Backtrennspray einsprühen, die Teiglinge darauf platzieren und zugedeckt etwa 20 Minuten rasten lassen.
- Anschließend das Bärlauch-Baguette mit Trockenhefe mit einem Brotteigmesser einschneiden und mit Glanzstreiche bestreichen.
- Das Brot im passenden Programm des Backofens oder bei 200°C ca. 25 Minuten lang unter starker Dampfzugabe backen.
Notizen
Tipps
Zum Schluss noch zwei Kleinigkeiten.
Einfrieren und später auftauen
Das Baguette solltest Du möglichst bald nach dem Backen verzehren. Dann schmeckt es am Besten. Andernfalls kannst Du es einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt wieder auftauen. Wenn Du über einen Dampfbackofen verfügst, geht das ganz einfach über die Regenerieren-Funktion.
Serviervorschlag
Besonders gut passt der würzige Geschmack des Gebäcks zu Schinken und Käse. Mir schmeckt dazu vor allem Fol Epis oder Saint Albray sehr gut.
Gutes Gelingen beim Nachbacken des Rezepts Bärlauch-Baguette mit Trockenhefe!
Verrate mir doch in einem Kommentar, wie Dir das Brot gelungen ist! Hast Du frischen oder getrockneten Bärlauch verwendet?
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Kathrin