Bekommen Tomaten an der Unterseite “faulige Flecken” ist das ein Anzeichen für Blütenendfäule, welche aufgrund von Kalziummangel entstehen kann. Ausgelöst wird sie durch Hitze oder falsche Düngung. Man glaubt es kaum, aber wir hatten schon Jahre, wo es ab April fast ununterbrochen Sommer gab. Herrlich möchte man denken, doch die vielen heißen Tage am Stück können zu massiven Problemen führen. Aufgrund der damit verbundenen Trockenheit kommt es zu einer schlechten Nährstoffversorgung und in weiterer Folge zu Nekrosen an Früchten und Blättern. Die Früchte “verderben” quasi an der Pflanze, wenn es blöd kommt. Aber wollen wir uns die Problematik etwas näher anschauen und eine Lösung finden:
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Es ist keine Krankheit, sondern ein Mangel
Bei der Blütenendfäule handelt es sich nicht, wie vielleicht vermutet, um eine Pilzerkrankung wie bei der Braunfäule, sondern “lediglich” um die sichtbare Auswirkung einer Mangelversorgung mit Kalzium. Das bedeutet, sie ist nicht ansteckend und breitet sich auch nicht unkontrolliert aus. Allein schon das ist Gold wert.
In meinen Gewächshäusern tritt sie vornehmlich im Zusammenhang mit Hitzewellen auf. Der Boden trocknet dann trotz allen Versuchen einer ausreichenden Bewässerung tagsüber weitgehend aus. In weiterer Folge kommt es zu einer Unterbrechung der Nährstoffzufuhr, welche natürlich ihre Spuren hinterlässt. Diesbezüglich habe ich sogar einen sehr guten Vergleich:
Eines meiner Glashäuser ist freistehend und hat von in der Früh weg volle Sonne. Es heizt sich trotz offener Fenster und Tür dementsprechend auf. Das andere, angelehnt an die Hausmauer, bekommt erst ab den späteren Mittagsstunden die ersten Sonnenstrahlen ab. Die Nekrosen treten aber nur im wesentlich heißeren Freilandgewächshaus auf, in welchem die Erde stärker austrocknet. Zwar ist bei uns seit dem Frühling ein Bewässerungsystem im Einsatz, welches dreimal am Tag überprüft, ob gegossen werden muss oder nicht. Aber während einer Hitzewelle ist der Tank jedoch chronisch leer. Außerdem rufen die Gemeinden immer öfter zum Wasser sparen auf, so dass man einfach etwas haushalten muss. Daher können wir nicht noch öfter gießen, wie es wohl bei Temperaturen von weit über 30°C notwendig wäre.
Das Schadbild
Es dauert bei entsprechender Witterung nicht lange und an den ersten Fruchtspitzen zeigen sich weißliche bis braune, eingesunkene Stellen. Es handelt sich hierbei um abgestorbenes Pflanzengewebe. Sind die betroffenen Stellen am Anfang noch relativ klein, werden diese ohne Gegenmaßnahmen rasch größer und wenn man Pech hat auch matschig. Doch nicht nur die Früchte können betroffen sein, auch an den Blättern können sich braun-schwarze Flecken zeigen. Sie werden schlussendlich welk, fallen ab oder müssen entfernt werden. Ist ein Großteil der Blattmasse davon betroffen, kann sich dies natürlich auch negativ auf die Photosynthese auswirken.
Ursache für Blütenendfäule an Tomaten
Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um einen Kalziummangel, ausgelöst durch:
- Hitze in Kombination mit Wassermangel oder
- falsches Düngen.
Ist der verwendete Dünger nämlich zu stickstofflastig (Blaukorn), explodiert das Wachstum der Pflanze hinsichtlich Blattmasse und Fruchtbildung, aber der Wurzelbereich schafft dann oftmals keine gleichmäßige Versorgung mehr. Diesem Problem kann man aber weitgehend entgehen, wenn man handelsübliche, organische Tomatendünger mit einer gleichmäßigen Nährstoff- und Spurenelementenverteilung verwendet.
Vorbeugen und behandeln
Vorbeugend kann man gegen Blütenendfäule an Tomaten Urgesteinsmehl ins Substrat einarbeiten. Beim Anbau von Tomaten in Töpfen und Trögen ist dies sogar unerlässlich. Seine Wirkung reicht aber nur für eine begrenzte Zeit aus und muss daher zumindest noch einmal während der Saison ausgebracht werden. Ein Allheilmittel ist aber deswegen auch nicht. Insbesondere bei sehr hohen Temperaturen über einen längeren Zeitraum ohne auch nur die geringste zwischenzeitige Abkühlung nützt es nicht mehr viel. Das Kalzium ist dann zwar im Boden vorhanden, kann von der Tomatenpflanze aber nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden. Dies erinnert mich immer wieder an die ähnliche Symptomatik beim Phosphormangel, welcher zu Starrwüchsigkeit führt.
Eine weitere Möglichkeit ist das Unterstreuen der Pflanzen mit Algenkalk. Laut meinen Recherchen ist dieser zwar ungiftig, aber kann dennoch die Haut reizen. Möchtest Du einen solchen bei Deinen Tomaten verwenden, solltest Du Dich daher an die Herstellerangaben halten. Er kann jederzeit angewendet werden und dient der raschen Bodenverbesserung. Hier ergibt sich aber dasselbe Problem wie beim Urgesteinsmehl – er wirkt nur bei gemäßigten Temperaturen. Warum?
Der Nachteil von Feststoffdüngern
Sowohl bei Urgesteinsmehl als auch bei Algenkalk handelt es sich um Feststoffdünger. Es dauert bei diesen daher eine gewisse Zeit bis sie der Tomatenpflanze zur Verfügung stehen. Außerdem müssen die aufgenommenen Kalziumteilchen innerhalb der Pflanze verteilt werden. Aber genau daran scheitert es. Da Kalzium aber auch nicht umgeschichtet wird, greift die Blütenendfäule weiterhin um sich, obwohl grundsätzlich in ausreichender Menge zur Verfügung stünde – in der Pflanze selbst, als auch im Boden.
Gegenmaßnahmen
Laut meinen Recherchen sollte gerade bei sehr heißer Witterung eine direkte Blatt- bzw. Fruchtdüngung mit Kalziumdünger oder alternativ Kalzium-Magnesium-Brausetabletten (eigentlich Nahrungsergänzungsmittel) aus der Drogerie helfen. Da ersterer auf die Schnelle in meiner näheren Umgebung nicht aufzutreiben war, habe ich mich kurzerhand für die zweite Variante entschlossen. Meine enthalten Magnesium (300 mg) und Calcium (400 mg). Ein etwaiger Fruchtgeschmack nach Orange war den Tomaten Gott sei Dank egal 🙂 Sie sind zudem günstig und man bekommt sie eigentlich überall zu kaufen. Magnesium ist übrigens auch ganz wichtig und fördert seinerseits die Aufnahme von anderen Spurenelementen. Also man kann nichts Falsch machen.
Blattdünger selber herstellen
Ich habe laut Packungsangabe je eine Brausetablette in 200 ml Wasser aufgelöst und dieses in eine Sprühflasche umgefüllt. Gegen Abend habe ich die Mixtur auf Blätter und Früchte ausgebracht, damit ich die Tomaten nicht auch noch mit Sonnenbrand stresse. Diese Prozedur habe ich mehrfach wiederholt und konnte feststellen, dass die Blütenendfäule an betroffenen Früchten sich nicht mehr weiter ausbreitete und die Blätter zudem wieder grüner erschienen. So ein Saft aus der Drogerie kann also auch wahre Wunder wirken.
Alternativ kann man auch einen speziellen Kalziumdünger für Tomaten in stark verdünnter Form verwenden. Ein solcher ist von der Zusammensetzung her natürlich noch besser und effektiver als die vorher genannte Lösung, aber diese Produkte sind im Baumarkt schwer zu bekommen und eher recht teuer. Berücksichtigt man jedoch, wie lange man mit 1 Liter Flüssigkeit auskommt, lohnt sich die Investition in einen vollwertigen Kalziumdünger am Anfang der Saison auf alle Fälle.
Sind betroffene Früchte noch essbar?
Diese Frage hat schon so manchen auf meinen Blog gelockt. Grundsätzlich handelt es sich bei der Blütenendfäule um keine Krankheit, die zu einem Verderb der ganzen Frucht führt. Ist der betroffene Bereich noch relativ klein, kann man ihn ausschneiden und den Rest ganz normal essen. Sollte sich die Nekrose aber bereits großflächig ausgebreitet und sich auch wässrige Fäulnisstellen gebildet haben, würde ich die Tomate entsorgen und keinesfalls mehr in der Küche verwenden.
Aber das muss man wirklich von Fall zu Fall entscheiden, denn oftmals ist es so, dass sich die Flecken nicht weiter ausbreiten und verhärten, sobald die Witterung wieder gemäßigter wird und die Kalziumzufuhr wieder in Gang kommt.
Gibt es Tomatensorten, die anfälliger sind als andere?
Diese Frage kann ich mit einem eindeutigen JA beantworten. Insbesondere Flaschentomaten neigen extrem zu Blütenendfäule. Bei jenen Sorten, die ich bisher getestet habe, waren sämtliche San Marzano-Typen als auch die Sorten Terrine und Andenhorn ganz vorne dabei, was die Anfälligkeit betrifft. Meiner Erfahrung nach braucht es hier nur zu kleinen Unregelmäßigkeiten mit der Wasserversorgung kommen, um Mangelerscheinungen zu triggern. Die Nekrosen treten hier nämlich auf wie das Amen im Gebet. Dies ist auch der Grund, warum ich inzwischen eher davon absehe sie in meinen Gewächshäusern anzubauen. Man investiert ja doch viel Zeit und Arbeit in die Tomatenstauden und die Ernte ist hier oftmals sehr mager. Aber vielleicht hat jemand anderes mehr Glück mit ihnen als ich.
Fleisch- und Salattomaten trotzen ihr meistens sehr gut. Nur in sehr heißen Sommern sind auch sie davon betroffen. So hat es bei mir auch schon Ochsenherz, German Gold, Costoludo Genovese, Provenzia, usw. erwischt. Lediglich bei den Cocktail-Sorten hatte ich sie noch nie. Darum liebe ich auch meine Robin F1 so sehr.
Blütenendfäule kommt übrigens auch bei Zucchini, Gurken, Paprika und Chili vor. Hast Du das gewusst? Die Gegenmaßnahmen bleiben aber dieselben.
Fazit
Eigene Tomaten anzubauen bereitet mir trotz aller Widrigkeiten, die während der Saison passieren können, nach wie vor große Freude. Das Wetter ist nun mal jedes Jahr eine Überraschung. Manchmal ist es einfach viel zu nass und kalt, so dass eher Kälteschäden und Phosphormangel zu einem Problem werden als die vielfach hitzebedingte Blütenendfäule. All das ist natürlich richtig ärgerlich und trübt die Gärtnerfreude, aber es ist nun einmal der Lauf des Lebens.
Ich versuche jedes Jahr mein Bestes zu geben und versorge die Pflanzen schon beim Setzen so gut wie möglich mit Nährstoffen. Außerdem optimieren wir unser Bewässerungssystem jedes Jahr, so dass außer an wirklich extrem heißen Tagen zu keinen durstigen Pflanzen kommt. Dies hat bislang am Besten geholfen.
So, und jetzt hoffe ich, noch ein paar schöne große Tomaten ernten zu können, bevor die Saison zu Ende ist.
Wie schaut es bei Dir heuer aus in puncto Blütenendfäule an Tomaten? Lass uns darüber reden, entweder hier oder auf Instagram!
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg beim Setzen der richtigen Maßnahmen!
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Bis bald und baba,
Kathrin
Liebe Kathrin,
wieder etwas gelernt, diese Krankheit war nir vom Namen her nicht bekannt, gesehen hab ich sie allerdings schonmal …
Meine Mama hatte Glück mir ihren Tomaten, sie hat sie in Töpfen und morgens und abends immer gegossen, so da0 sie nie so richtig ausgetrocknet sind. Zum Glück ist da nichts an Krankheiten aufgetreten und sie konnte schon prächtig ernten. Meine Tomate hingegen hat es erst gar nciht geschafft, sie ist gewachsen und wie die Blüten kamen, ist die ganze Pflanze braun geworden und war dahin … ich hatte dann auch keine neue Pflanze gehlt … nächstes Jahr folgt ein neuer Versuch ;O)
Danke für diese ausführlichen Beschreibungen!
Hab einen schönen Tag und einen guten Start in ein wunderschönes Wochenende!
♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥
Liebe Kathrin,
glücklicherweise hatte ich dieses Jahr bislang keine Probleme mit dr Blütenendfäule, aber von viele Bekannte beklagen sich darüber. Auch bei meiner SChwiegermutter tritt dieses Problem an ihren Stöcken auf, während meine verschont bleiben (gleicher Boden, beide im Freiland). Über die Idee mit den Brausetabletten musste ich gerade mal schmunzeln, aber wenn es hilft, warum nicht. LG und ein schönes Wochenende
Melanie
Liebe Kathrin,
eine vielfältige Tomatenernte hast du, wunderbar! Blütenendfäule habe ich noch nie gehört; aber dank dir wüsste ich jetzt, wie man handeln kann.
Dir einen angenehmen Nachmittag und
liebe Grüsse nach Salzburg
Eda
Hi Kathrin! Fortunately, our tomatoes have been okay. Have a nice weekend
Hallo liebe Kathrin, das Problem mit der Blütenendfäule hatte ich vor Jahren auch und hab mir daraufhin Calcium-Dünger besorgt. Der hat in den letzten Jahren auch gut geholfen. In diesem Jahr hab ich zu spät angefangen den Dünger dem Gießwasser beizumischen und zack: Blütenendfäule und genau wie du schreibst, besonders an Flaschen- bzw. bei mir Romatomaten. Durch die Zugabe vom Calcium-Dünger hat sich dieses Problem dann wieder aufgelöst.
Danke dir für den informativen Beitrag – ich entsorge die Tomaten übrigens immer…
Liebe Grüße
Andrea
Diese eingesunkenen, weißlichen Stellen hatte ich auch an einer Fleischtomate, die Cocktailtomaten hatten das bei mir noch nie. Komischerweise waren es aber auch nicht alle Fleischtomaten an der einen Pflanze. Ich werde dieses Wochenende noch mal mit Tomatendünger vorsorgen.
VG
Elke
Ich habe vor vier Jahren wegen der Endfäule eine komplette Tomatenernte verloren. Seither dünge ich nur noch mit speziellem Tomatendünger und hatte das Problem seither nicht mehr.
Liebe Grüße von Ingrid
Liebe Kathrin,
Danke für diesen interessanten Bericht! Ich werde im nächsten Jahr konsequenter auf die Düngung achten.
Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende!
Herzliche Grüße
Steffi
Also unsere ca.40 Tomatenstöcke bekommen von Anfang an nur Brennessel/Beinwell Brühe 1:10 verdünnt. Wir haben weder Kraut- noch Braunfäulnis und von Blütenfäule höre ich zum ersten mal.
Abeer man lernt nie aus.
L G Pia
Liebe Pia, ich bin noch Neuling in Sachen Brennessel-/ Beinwelljauche. Kanst Du mir ein paar Tipps geben zum Ansetzen / Mischungsverhältnis der beiden Jauchen (ich habe Topfpflanzen), Aufbewahrung, Häufigkeit der Anwendung und evtl. woher der Beinwell kommt. Ich habe bei uns in der Gegend schon seit drei Tagen erfolglos gesucht. Jetzt wollte ich es mit Beinwellpulver versuchen.
Herzliche Grüße und vielen Dank vorab, Petra
Liebe Kathrin,
das war mir so gar nicht bewusst, dass Tomaten von dieser Krankheit befallen werden können. Interessant ist, dass es nicht alle Tomatensorten betrifft.
Ich hatte bisher Tomaten immer nur in Töpfen groß gezogen und dieses Phänomen noch nicht festgestellt.
Aber wertvolle Tipps zur Bekämpfung wurden ja reichlich genannt.
Ich drücke dir die Daumen für eine gute Resternte.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht
Christa
Liebe Kathrin,
danke für Deinen gut recherchierten Tomatenbericht.
Meine Tomaten stehen im Freien, haben aber ein Dach darüber. Dieses Jahr habe ich 5 verschiedene Sorten ausprobiert. Ich glaube zwei davon hatten am Anfang mal ein Problem mit Blütenendfäule. Jetzt sehen sie wieder gut aus, obwohl ich wirklich nur einmal am Tag gieße. Und ja, an Chilis und Paprika habe ich sie auch schon gesehen.
Sämtliche Cocktailtomaten sind übrigens komplett davon verschont worden.
Noch ein schönes Wochenende
Sigrid
Jetzt weiß ich das auch.
Meine Seniorin hat das auch an den paar Tomaten, die am Stock hängen.
Dankeschön für die Aufklärung.
Schmecken tun sie aber trotzdem.
Lieben Gruß Eva
Hallo Kathrin,
ich habe dieses Jahr ganz massiv Probleme mit der Blütenendfäule. Von 6 Sorten (à 2 Pflanzen) waren 2 Sorten Total-Ausfälle. Das mit dem Algenkalk hatte ich auch gelesen. Dass der allerdings bei ganz heißen Temperaturen nix nutzt leider nicht. Meine Tomaten stehen im (überdachten) Hochbeet und bekommen den kompletten Tag Sonne. Das die Fäule auch Paprika befällt wusste ich vor diesem Sommer ebenfalls nicht. Aber auch die hat es bei mir getroffen. Vielen Dank für Deinen Tipp mit den Brausetabletten. Die stehen für nächstes Jahr definitiv auf meiner Pflanzen-Apotheken-Liste.
Viele Grüße,
Krümel
Liebe Katrin,
vielen Dank für deinen Bericht. Nun weiss ich endlich was unsere Tomaten hatten. Wir dachten es war Staunässe und haben die Kübeltomaten dann ins Beet gepflanzt. Sie haben sich gut erholt und die Ernte war auch schön ertragreich. Dann wissen wir für die Zukunft Bescheid.
Viele Grüsse
Sandra
Hallo Kathrin,
ich habe festgestellt, dass es ein Unterschied macht ob man die Tomaten mit Regenwasser gießt oder mit Leitungswasser. Letztes Jahr ging mir wegen der langen Trockenzeit das Regenwasser aus und mußte notgedrungen mit teurem Leitungswasser gießen. Zu meiner Verwunderung hatte ich durch unser extrem kalkhaltigen Wasser keine Problem mehr mit der Blütenfäule.
Liebe Grüße
Hubert
Lieber Hubert, vielen herzlichen Dank für den Hinweis. Wir gießen meistens auch mit Regenwasser, aber als es mit der Blütenendfäule wirklich schlimma war, mussten wir aufgrund von Regenwassermangel häufig mit unserem sehr kalkhaltigem Leitungswasser gießen. Dennoch trat die Blütenendfäule auf.
LG Kathrin
Ich habe bei meinem Lieblings-Mineralwasser (Aqua Römer^(R)) mal auf die Analysenwerte geschaut: 569 mg/l Kalzium und 53,5 mg/l Magnesium. Das ist somit der fertige Blattdünger, um gegen Mangelerscheinungen vorzugehen. Bei der Kübelkultur von Tomaten mit Universalerde aus dem Baustoffhandel hatte ich erstmals Probleme mit der Blütenendfäule an Tomaten. Seitdem mische ich grundsätzlich Gartenkalk dazu. Wenn ich Gemüsebeete mit Kompost anreichere, kommt ebenfalls immer Gartenkalk dazu.
Grüße Rolf
Ich verwende immer Urgesteinsmehl, allerdings sind oftmals extrem heiße Tage das Problem.
LG Kathrin
Ich habe dieser Tege ein paar Tomatenpflanzen mit interessanten , samenfesten Sorten bekommen, die leider richtig verhungert aussehen. Sie waren angezogen in einer Erdmischung mit einem hohen Anteil an frischem Kompost. Als ich das Rezept mit den Calcium-Magnesiumtabletten gelesen hatte, schaute ich mal auf die Analysenwerte meiner Mineralwasserflasche (Aqua Römer): 569 mg/l Calcium und 53,5 mg/l Magnesium, der fertige Blattdünger aus dem Keller!
Gruß Rolf
Hallo Rolf,
das ist ja super, wenn Dein Mineralwasser so zusammengesetzt ist. Hoffentlich geht es Deinen Pflanzen schnell wieder besser.
LG Kathrin
Hallo Kathrin,
die Empfindlichkeit von San Marzanos kann ich bestätigen, bisher die einzige Sorte, die befallen ist!
Den Tipp mit dem Kalzium-Dünger auf den Blättern fand ich sehr interessant!
Ich habe seit letztem Jahr mit viel Mühe Beinwell gezogen, dessen Blätter ebenfalls viel Kalzium, darüber hinaus auch noch Phosphor enthalten! Das war nicht ganz einfach, da wir einen Schnecken verseuchten Garten haben und die Schnecken sich gerne an Beinwell laben! Außerdem muss man viel düngen und gießen, da Beinwell in freier Natur hauptsächlich an den Ufern von Bächen wächst!
Eine erste Gabe von zerschnittenen Blättern des Beinwell hat die weitere Ausbreitung der Blütenendfäule innerhalb weniger Tage gestoppt!
Da ich aber noch nicht sooo viel Beinwell “ernten” kann, werde ich morgen mal in die Drogerie gehen und mit nach den erwähnten Tabletten umsehen!
Vielen Dank für den Artikel
Ludger
Lieber Ludger, vielen Dank für den Hinweis, dass Beinwell auch gut gegen Blütenendfäule wirkt.
LG Kathrin