In diesem Beitrag verrate ich Dir, wie Du ganz einfach Johannisbeersaft ohne Zucker selber machen und einkochen kannst. Manchmal ernte ich nämlich so viele Früchte auf einmal, dass es gar nicht möglich ist alles zu Gelee oder Likör zu verarbeiten. Vielleicht kommt Dir das ja bekannt vor! Das Getränk ist zudem gesund, bei Kindern beliebt und im Sommer eine herrliche Erfrischung. Wie Du ihn machst, verrate ich Dir im nachfolgenden Rezept.
Inhaltsverzeichnis
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Darum wirst Du ihn lieben
- Die Herstellung ist total einfach. Du brauchst nämlich nur einen Dampfentsafter.
- Es wird dem Johannisbeersaft tatsächlich kein zusätzlicher Zucker zugesetzt.
- Er bildet die Basis für die köstliche Spritzgetränke mit Leitungs- oder Mineralwasser.
- Er lässt sich am Besten aus schwarzen Früchten herstellen.
- Die zu verarbeitende Menge kann beliebig groß sein.
- Das Haltbarmachen erfolgt durch Hitze und ohne künstliche Konservierungsstoffe.
Am Blog findest Du übrigens auch eine Variante für Johannisbeersirup, einem süßen Dicksaft, der zum Verdünnen gedacht ist. Hier erfolgt das Konservieren in erster Linie durch den Zucker. Ich bin gespannt, wofür Du Dich entscheidest!
Die wichtigsten Zutaten
Meine Uroma hat sehr viel eingekocht, das weiß ich aus den Erzählungen meiner Mama. Dafür hat sie keine speziellen Zutaten verwendet, sondern mit dem gearbeitet, was vorhanden war. Genauso möchte ich es weitgehend auch hier halten. Schauen wir uns daher an, was wir benötigen:
- Johannisbeeren: Ich habe schwarze Beeren aus meinem Garten genommen. Sie eignen sich hervorragend für die Saftgewinnung. Alternativ gehen natürlich auch die roten. Beim Einkochen sollten aber nur einwandfreie Früchte verwendet werden. Das bedeutet, sie dürfen nicht überreif, beschädigt oder bereits verdorben sein. All dies würde die Lagerfähigkeit und die Qualität des Endprodukts stark beeinträchtigen. Auch wenn es einen gewissen Aufwand bedeutet, sollten sie vor dem Dampfentsaften unbedingt entstielt werden. Andernfalls kann der spätere Saft einen herben Nachgeschmack entwickeln.
- Zitronensaft: Er darf hier nur in Maßen verwendet werden, denn er fördert das Gelieren. Dennoch ist er wichtig für die Farbstabilität.
Frische oder tiefgekühlte Beeren?
Das ist unerheblich. Beide eignen sich hervorragend.
So wird es gemacht
Da wir den Johannisbeersaft wirklich nur durch Hitze und Dampf haltbar machen, ist das Einhalten der Küchenhygiene besonders wichtig. Die wichtigsten Regeln habe ich Dir in meinem Artikel über das Einkochen zusammengeschrieben. Schau ihn Dir doch einmal an, bevor Du los legst.
Wie funktioniert das Dampfentsaften?
Dampfentsaften ist eine äußerst praktische Methode, um reinen Fruchtsaft zu gewinnen. Sie ist äußerst effizient, aber leider etwas zeitintensiv. Denn bis der Prozess beginnt, kann es gut und gerne mal eine halbe Stunde dauern. Das Prinzip dahinter ist allerdings sehr einfach. In den untersten Topf wird Wasser eingefüllt, der mittlere Behälter fängt den Saft auf und ganz oben kommen die Beeren hinein. Durch den aufsteigenden Wasserdampf beginnen diese aufzuplatzen und geben den Fruchtsaft frei. Dieser wird wiederum in einem Behälter gesammelt und kann regelmäßig abgelassen werden.
Kann ich nicht auch einfach einen elektrischen Entsafter nehmen?
Nein, ich rate Dir davon ab, da dieser wahnsinnig viel Schaum und viel Trester erzeugt.
Muss ich eine bestimmte Menge an Beeren haben?
Grundsätzlich nicht, aber unter 1,5 kg zahlt sich das Dampfentsaften nicht wirklich aus. Darüber hinaus kannst Du so viele hinein geben, wie Platz im Fruchtbehälter ist. Vergiss dann aber nicht regelmäßig das Wasser nachzufüllen.
Muss ich den Saft zusätzlich noch abkochen?
Ja, ich würde es Dir dringend empfehlen und ich mache es auch immer so. Denn die Flüssigkeit kommt zwar sehr heiß aus dem Topf, erreicht aber nicht die benötigten 100°C – ich habe das einmal mit dem Thermometer nachgemessen. Außerdem kühlt sie während des Sammelns und Ablassens nochmals ab. In der Folge entsteht durch die zu geringe Hitze kein über lange Zeit stabiles Vakuum beim Abfüllen in Flaschen. Dieses ist aber notwendig für eine sichere Aufbewahrung.
Johannisbeersaft ohne Zucker selber machen
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Portionen und Zeit
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Zutaten
- 1,5 kg Johannisbeeren mindestens
- 1 Schuss Zitronensaft optional
- Wasser für den Dampfentsafter
Zubereitung
- Johannisbeeren in den Fruchtbehälter des Dampfentsafters geben und den untersten Topf mit Wasser füllen, anschließend erhitzen bis sich Wasserdampf bildet und dann die Temperatur etwas zurücknehmen.
- Fruchtsaft regelmäßig ablassen und in einer Schüssel oder einem großen Messbecher auffangen. Der Prozess ist fertig, wenn die Früchte keinen Saft mehr abgeben.
- Gewonnen Saft gemeinsam mit dem Schuss Zitronensaft (optional) mindestens 4 Minuten lang sprudelnd abkochen.
- In zuvor sterilisierte 250 ml Weck-Gläser abfüllen und verschließen.
- Den Johannisbeersaft im Dampfbackofen 40 Minuten lang bei 100°C unter Dampf einkochen. Steht kein solches Gerät zur Verfügung, die Flaschen im Wasserbad im Backofen einkochen. Die Einkochzeit bleibt die gleiche, beginnt jedoch erst, wenn in den Gläsern Luftbläschen aufsteigen. Nach Ablauf der Zeit die Backofentür sofort öffnen und die Saftflaschen abkühlen lassen. Durch das Abkühlen entsteht ein Vakuum.
Haltbarkeit
Kocht man den Johannisbeersaft nach meinem Rezept ein, sollte er mindestens 6 Monate bis ein Jahr lang haltbar sein, wenn er dunkel und kühl gelagert wird. Trotz aller Sorgfalt kann es immer wieder passieren, dass die eine oder andere Saftflasche im Laufe der Zeit das Vakuum verliert. In diesem Fall ist er zu entsorgen. Dasselbe gilt auch, wenn sich Schimmel bildet.
Gutes Gelingen mit dem Johannisbeersaft ohne Zucker!
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Bis bald und baba,
Kathrin
Hallo Kathrin,
vielleicht kannst du mir weiterhelfen. Ich möchte für einen schwerkranken Menschen einen Johannisbeergelee herstellen, in dem sich keinerlei Zucker befindet, weder Gelierzucker, noch Zucker für den Geschmack, noch irgendwelche Alternativsüßungsmittel. Also Johannisbeergeschmack pur. Der Kranke süßt es selbst.
Gibt es irgendeine Möglichkeit?
Danke im voraus.
Ein lieber Gruß
Ulla
Liebe Ulla, da bin ich ehrlich gesagt überfragt. Normales Pektin braucht Zucker, damit es funktioniert. Aber so weit ich weiß, gibt es auch eine Variante die man als Pektin ohne Zucker kaufen kann. Das wird meistens aus Äpfeln hergestellt. Meistens reichen da 20 g Pektin auf eine 1 kg Frucht. Ich habe dazu allerdings keine Erfahrungswerte. Bislang habe ich nur einmal mit reinem Pektin gearbeitet und das ist schon eine Ewigkeit her.
LG Kathrin