Dieses Buttermilchbrot mit Trockenhefe schmeckt nicht nur fantastisch, sondern lässt sich auch ganz einfach zubereiten. Genau das Richtige, wenn man es mal eilig hat und nicht allzu lange auf das Ergebnis warten will. Wir essen es voll gerne zum Frühstück mit etwas Marmelade, aber auch zur Jause am Abend. Meiner Meinung nach ist es eine tolle Alternative zu eher schweren Gebäcken mit viel Roggen. Meine Kinder und mein Ehemann, die wohl härteste Jury der Welt, waren jedenfalls total begeistert. Und wenn es ihnen schmeckt, dann darf das Rezept auch am Blog erscheinen. Vielleicht kann ich auch Dich damit überzeugen?
Inhaltsverzeichnis
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Die ideale Restverwertung
Vielleicht geht es Dir, so wie mir, Du hast für eine Speise etwas Buttermilch gebraucht und der Rest bleibt übrig. Wohin damit? Im Kühlschrank vergammeln lassen? Nachdem mir genau das schon mehrfach passiert ist und ich nicht unnötig Lebensmittel verschwenden will, musste eine Lösung her. Denn pur will sie bei uns auch niemand trinken, obwohl sie sehr gesund ist. Aber gegen dieses Argument sind wir leider sehr resistent.
Aus dem selben Grund habe ich mir auch das leckere Dinkel-Joghurt-Brot überlegt. Denn das verbrauche ich auch nur selten zur Gänze. Wie auch immer, mit dieser Resteverwertungsstrategie konnte ich den Lebensmittelmüll in unserem Haushalt deutlich reduzieren.
Die wichtigsten Zutaten
Ich backe wirklich leidenschaftlich gerne verschiedenste Gebäcksorten und es macht mir Spass so lange an einem Rezept zu tüfteln bis es passt und alltagstauglich ist. Das beginnt schon bei der Auswahl der Zutaten. Unter anderem habe ich für das Buttermilchbrot Folgendes verwendet:
- Weizenvollkornmehl: Hier sind alle Teile des Korns enthalten. Damit ist es gleich gesund wie andere Vollkornmehle.
- Weizenmehl: Dadurch ist eine leichtere Verarbeitung des Teigs möglich. Er ist dann nicht so klebrig und lässt sich leichter formen.
- Buttermilch: Sie eigentlich ein “Abfallprodukt”, welches bei der Herstellung von Butter entsteht. Sie enthält wenig Fett und hat ein feines Aroma.
- Backmalz: Es sorgt für eine schöne Krume und dient als Nahrung für die Hefe.
- Kartoffelstärke: Durch sie entsteht beim Backen ein schöner Glanz an der Oberfläche.
So wird es gemacht
Die genauen Arbeitsschritte findest Du in der Rezeptkarte, aber hier möchte ich zusätzlich noch auf ein paar wichtige Details eingehen.
- Die Teigruhe nach dem Kneten hilft die Glutenstruktur zu verbessern. Ich nutze zum Gehen lassen immer die entsprechende Funktion meiner Küchenmaschine.
- Wenn das Buttermilchbrot geformt wurde, kommt es deswegen mit dem Schluss nach oben ins Gärkörbchen, weil man es dann so aus der Form stürzen kann, dass die schöne Seite nach oben zeigt.
- Das Einschneiden des Teiglings gelingt am Besten, wenn man ihn vorher gut einmehlt und eine richtig scharfe Klinge verwendet. Diese sollte schneiden und nicht drücken oder reißen, wie es oft bei stumpfen Messern passiert.
- Die Krume wird besonders schön und knusprig, wenn zu Beginn mit Dampf und bei hoher Temperatur gebacken wird. Bei meinem Backofen ist das kein Problem. Je nach Programmauswahl schwadet er mehr oder weniger intensiv und reduziert später zudem automatisch die Hitze. Solltest Du aber nicht über ein solches Gerät verfügen, kannst Du eine feuerfeste Schale mit heißen Wasser in den Ofen stellen, da das Erwärmen sonst viel zu lange dauert. Trotz allem ersetzt es keinen professionell erzeugten Dampfstoss.
Arbeiten mit dem Gärkörbchen
Damit der Teig nicht im Gärkörbchen kleben bleibt, gibt es einen einfachen Trick. Ich spüle es zuerst mit etwas Wasser aus, um die Oberfläche anzufeuchten. Im nächsten Schritt staube ich es mit Kartoffelstärke aus. Es sollte dabei eine schöne Schicht entstehen. Zum Schluss legst Du den rundum eingemehlten Teigling hinein und deckst alles mit Frischhaltefolie ab. Sobald sich das Buttermilchbrot um etwa 1/3 vergrößert hat, kann es gebacken werden. Je nach Raumtemperatur dauert dies in etwa 30 bis 40 Minuten.
Durch das Simperl, wie es in Österreich heißt, bekommt das Brot seine typische Form. Meines ist aus Peddigrohr. Inzwischen gibt es auch Varianten aus Kunststoff zu kaufen, doch mit diesen habe ich keine guten Erfahrungen gemacht.
Buttermilchbrot mit Trockenhefe
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Zutaten
- 340 g Weizenvollkornmehl
- 340 g Weizenmehl universal, Type 480 in AT, Type 405 in DE
- 200 g Buttermilch
- 265 g Wasser
- 1 Packung Trockenhefe
- 10 g Salz
- 10 g Backmalz aktiv
Zubereitung
- Alle Zutaten einwiegen und bereit stellen.
- Die trockenen Zutaten zuerst vermischen, dann Wasser und Buttermilch hinzugeben.
- Den Teig in der Küchenmaschine oder per Hand kneten. Die Knetdauer sollte etwa 5 bis 10 Minuten betragen.
- Anschließend den Teig zugedeckt etwa 25 bis 30 Minuten rasten lassen.
- Danach das Teigstück noch einmal kräftig durchkneten.
- Nun auf einer bemehlten Teigmatte eine Kugel schleifen und diese mit dem Schluss nach oben in das mit Kartoffelstärke ausgestaubte Gärkörbchen geben. Dieses mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig weitere 30 bis 40 Minuten rasten lassen.
- Im Anschluss den Teigling auf ein mit Backtrennspray befettetes Lochblech stürzen.
- Die Teigoberfläche noch einmal einmehlen und dann mit einem scharfen Messer einschneiden.
- Das Buttermilchbrot entweder mit dem automatischen Brotbackprogramm mit hoher Dampfzugabe des Backofens backen. Alternativ eine feuerfeste Wasserschale in den Garraum stellen, den Backofen auf 220°C vorheizen und das Brot die ersten 10 Minuten bei dieser Temperatur backen, dann die Hitze auf 180°C reduzieren und weitere 40 Minuten backen.
Haltbarkeit und Lagerung
Das Gebäck hält sich, verpackt in einer Brotdose, locker drei, vier Tage lang frisch. Zwar kann man es danach auch noch essen, aber es ist dann eine Spur trockener. Im Kühlschrank sollte es trotzdem nicht aufbewahrt werden, weil es an Geschmack verliert. Ich friere daher lieber die Hälfte gleich nach dem Backen ein und taue sie erst dann auf, wenn wir sie brauchen.
Gutes Gelingen beim Nachbacken des Rezepts für saftiges Buttermilchbrot!
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