Wenn Du auf der Suche nach einem ganz klassischen Rezept für einen Osterzopf mit Trockenhefe bist, dann bist Du hier genau richtig. Ich habe einen solchen nämlich vor kurzen gebacken und ganz viele positive Rückmeldungen erhalten. Die kritischtesten Testesser der Welt – meine Kinder – haben das Gebäck als sehr gut beurteilt und wollten gleich mehr davon haben! Daher teile ich heute gerne das Rezept inklusive einer genauen Schritt für Schritt Anleitung mit Dir. Denn mir ist bewusst, wie tricky manchmal das Formen sein kann, überhaupt, wenn man es nicht so oft macht. Also, worauf warten wir noch?
Inhaltsverzeichnis
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Darum essen wir zu Ostern Hefeteig
Recherchierst Du ein bisschen im Internet, wird schnell klar, der Osterzopf hat eine ganz spezielle Bedeutung. Denn unser heutiges Osterfest ist ursprünglich aus der jüdischen Pessachfeier hervorgegangen. Dieses erinnert an den Auszug aus Ägypten und der damit verbundenen Befreiung des israelitischen Volkes. Pessach wird über mehrere Tage hinweg zelebriert und ist eng mit dem Verzehr ungesäuerter Brote verbunden. Diese Tradition hat auch das Christentum übernommen.
So essen auch wir in unserem Kulturkreis zu dieser Zeit in erster Linie Brote aus Hefeteig in allen Formen und Varianten. Wir backen daraus Osterhasen oder stellen leckere Pinzen her, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Auf Wikipedia kannst Du ebenfalls nachlesen, dass Paulus von Tarsus einst im Zusammenhang mit dem Tod von Jesus Christus ebenfalls gesagt haben soll, dass es sich nicht lohne am alten Sauerteig festzuhalten. Dabei spielte er auch auf ausgebrochene Machtkämpfe im aufstrebenden Christentum an.
Die wichtigsten Zutaten
Das Ergebnis fällt und steht mit den Zutaten. Das ist auch beim Osterzopf nicht anders.
- Mehl: Ich habe die Type 700 verwendet. Solltest Du zu einer anderen Mehlsorte greifen, ändert sich der Flüssigkeitsbedarf.
- Milch und Eier: Mir ist es wichtig, dass diese Zutaten aus der Region stammen. Da wir nur die Eigelbe benötigen, überlege ich mir oft eine Kleinigkeit aus Baiser, damit die ich das Eiklar nicht wegwerfen muss.
- Trockenhefe: Nein, ich habe keine Angst vor frischer Hefe, aber diese lässt sich einfach nicht so gut lagern, wie die getrocknete Variante, die auch nicht innerhalb weniger Tage verbraucht werden muss, weil sie ansonsten schimmelt.
- Rosinen: Das sind ebenso wie Sultaninen und Korinthen getrocknete Weintrauben. Sie unterscheiden sich lediglich hinsichtlich der Trocknungsart und den verwendeten Traubensorten. Grundsätzlich kannst Du alle drei Varianten verwenden oder komplett darauf verzichten.
- Mandelblättchen: Sie enthalten zahlreiche gesunde Fettsäuren und sind damit nicht einfach nur Deko. Aber auch sie sind optional und kein Muss.
- Hagelzucker: Ich mag ihn total gerne zum Verzieren und lasse ihn daher nie weg.
So wird es gemacht
Der Hefeteig für den Osterzopf gelingt problemlos, wenn man nur ein paar Kleinigkeiten beachtet:
- Die Zutaten sollten Raumtemperatur haben. Eier, Milch und Butter direkt aus dem Kühlschrank sind kalt und hemmen die Teigentwicklung.
- Eine gute Teigstruktur baut sich nur durch ausreichendes Kneten auf. Ich knete die Masse daher mindestens 5 Minuten lang auf mittlerer Stufe in der Küchenmaschine bis sie sich vom Rand der Schüssel löst und einen leichten Glanz bekommt.
- Die Gehzeiten müssen eingehalten werden.
- Verwende beim Formen der Stränge nicht zu viel Mehl. Dieses trocknet die Oberfläche aus und der Zopf hält dann an den Enden nicht gut zusammen.
- Die Stränge werden umso glatter je besser sie vorher geknetet werden.
Osterzopf mit Trockenhefe
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Beim Essen und Trinken kommen die Leut’ zsam heißt es bei uns in Österreich. Teile das Rezept es mit Familie und Freunden!
Portionen und Zeit
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Zutaten
- 420 g Mehl glatt, Type 700 in AT, Type 550 in DE
- 210 g Milch lauwarm
- 3 Eigelbe
- 50 g Butter weich
- 40 g Zucker
- 1 Packung Bourbon-Vanillezucker
- 1 Packung Zitronenzesten etwa 5 bis 8 g je nach Hersteller
- 70 g Rosinen optional
- 4 g Salz
- 2 Packungen Trockenhefe
für die Eistreiche
- 1 Ei verquirlt
- 1 EL Milch
zum Verzieren
- Hagelzucker
- Mandelblättchen
Zubereitung
- Sämtliche Zutaten mit der Küchenwaage einwiegen. Die Eier trennen. Es werden nur die Eigelbe benötigt.
- Zuerst alle trockenen Zutaten in die Küchenmaschine geben und mit einem Löffel gut vermischen. Anschließend alle übrigen Zutaten hinzufügen.
- Aus den Zutaten einen homogenen Teig kneten. Dieser ist anfangs etwas weich. Das ist in Ordnung.
- Den Teig in eine Schüssel mit Deckel geben und warten bis diese ploppt. Alternativ zugedeckt etwa 20 bis 30 Minuten rasten lassen.
Flechten
- Den Teig in drei Teile zu etwa 300 g teilen, nochmals kneten und jeweils zu Kugeln formen.

- Die Kugeln auf einer Teigmatte aus Silikon flach drücken.

- Die obere als auch die unter Hälfte zur Mitte hin einschlagen.

- Die obere Hälfte über die untere Hälfte klappen.

- Jeweils einen Strang von etwa 40 cm rollen.
- Einen Zopf flechten.

- Die Enden nach unten einschlagen, damit er beim Backen in Form bleibt.

- Nach dem Flechten ca. 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
Eistreiche
- Ein Ei mit einem Esslöffel Milch verquirln und den Zopf damit bestreichen.
Verzieren
- Je nach Wunsch den Teigling zusätzlich mit Hagelzucker und Mandelblättchen bestreuen.
Backen
- Den Osterzopf auf mittlerer Schiene bei 160°C Heißluft ca. 30 bis 35 Minuten lang goldgelb backen.
Serviervorschlag
Das Gebäck kann sowohl zum Frühstück als auch als Süßspeise zum Kaffee gegessen werden. Besonders gut schmeckt es bestrichen mit etwas Butter und meiner leckeren Ostermarmelade. Gut, die Kinder essen ihn auch gerne mal mit Nutella.
Gutes Gelingen beim Nachbacken des Rezepts Osterzopf mit Trockenhefe!
Jetzt bist Du an der Reihe! Verrate mir in den Kommentaren, ob Du Rosinen und Mandelblättchen magst oder auf diese lieber verzichtest?
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Bis bald und baba,
Kathrin
Muss ich unbedingt ausprobieren deine Rezepte sind immer super
Eine super Anleitung werde es ausprobieren und damit zu Ostern bei meiner Familie sicher punkten