Dieses Rezept für einen Hefeteig mit Quark oder, wie man bei uns in Österreich sagt, einen Topfengermteig ist einfach genial. Es ist schnell gemacht, lässt sich sehr gut formen und hat einen frischen Geschmack. Egal, ob es am Ende ein geflochtener Zopf, ein Kipferl oder ein Weckerl wird, Deiner Fanatasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wie Du ihn gelingsicher herstellst, verrate ich Dir in diesem Beitrag.
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Bekömmlich und ideal zur Resteverwertung
Der Hefeteig mit Quark ist eine tolle Alternative zur herkömmlichen Variante, insbesondere wenn Du auf die Kalorien achten willst. Denn Magerquark enthält nur ca. 70 kcal / 100 g und Butter schafft es auf stolze 750 kcal gemessen an derselben Menge. Das Gebäck wird daher leichter und bekömmlicher.
Ein weiterer Grund warum ich dieses Rezept so liebe ist, die Möglichkeit Reste verwerten zu können. Manchmal bleibt etwas Topfen über und in Anbetracht der hohen Lebensmittelpreise ist das Wegschmeißen viel zu schade.
Die wichtigsten Zutaten
Zum Nachbacken sind nicht viele Zutaten notwendig, unter anderem benötigst Du:
- Magerquark: Dieser hat lediglich einen Fettgehalt von 20% anstatt der üblichen 40%. Daher eignet er sich perfekt zum fettreduzierten Backen. Butter hat übrigens einen Fettgehalt von 81% gerechnet auf 100 g. Der Unterschied kann sich also durchaus sehen lassen. Zudem ist sein Wassergehalt niedriger, was sich positiv auf die Teigstruktur auswirkt.
- Butter: Ich nehme immer die ganz normale Butter ohne Zusätze zum Backen. Sie dient als Geschmacksträger und macht den Teig geschmeidig. Ganz klassisch kommt sie beim Allerheiligenstriezel oder bei den Germteighasen zum Einsatz.
- Ei: Das Eiklar wird hier nicht benötigt, ich verarbeite es gerne zu Baiser.
- Zitronenzesten: Sie sorgen für einen frischen Geschmack und sind diesbezüglich eine tolle Ergänzung zum leicht säuerlichen Note vom Quark.
- Hagelzucker: Er sieht hübsch auf den Weckerln aus, kann aber auch weggelassen werden.
- Rosinen: Wenn Du magst, kannst Du eine handvoll davon gerne unter den Teig mischen. Ich lasse sie meistens weg, da sie meine Kinder nicht mögen.
Warum kann ich nicht die ganze Butter durch Quark ersetzen?
Ein Hefeteig benötigt einen bestimmten Anteil an Fett, damit er gelingt. Es macht den Teig feiner und hält ihn frisch, indem es die Feuchtigkeit bindet. Außerdem verlangsamt die Gärung, wodurch diese gleichmäßiger wird. Ohne Butter würde der Hefeteig mit Quark eher an ein normales Weißbrot erinnern.
In welchem Verhältnis kann ich Butter durch Quark ersetzen?
Als Faustregel gilt, dass man die Hälfte der benötigten Buttermenge mit der doppelten Menge an Quark ersetzen kann. Das gewohnte Backergebnis wird dadurch in nicht beeinträchtigt. Vielmehr überzeugt diese Teigvariante mit einem neuen Geschmackserlebnis. Lass Dich doch überraschen!
Das ist bei der Zubereitung zu beachten
Bevor Du loslegst solltest Du Dir diesen Abschnitt schnell durchlesen.
- Bevor Du den Topfen einwiegst, gieße bitte die Flüssigkeit ab, die sich im Becher absetzt. Ansonsten bekommst Du zu viel unnötige Feuchtigkeit in den Teig.
- Der Hefeteig mit Quark muss ausreichend geschlagen werden, damit sich eine gute Teigstruktur ausbildet. Für einen Handmixer ist diese Aufgabe meist zu schwer. Erleichtere Dir die Arbeit und nimm eine Küchenmaschine.
- Nach dem Kneten kurz hat die Masse eine recht weiche Konsistenz. Aber lass Dich davon nicht täuschen, denn nach der Teigruhe lässt sie sich perfekt verarbeiten und vor allem sehr gut formen. Würdest Du weiteres, zusätzliches Mehl hinzugeben, würde dies den Teig trocken machen.
- Wenn Du den Teig bei Raumtemperatur gehen lässt, dauert es länger bis er sich verdoppelt. Gib ihm einfach die Zeit.
- Für einen schönen Glanz des Gebäcks ist die Ei-Milchstreiche ein muss. Ansonsten wird die Oberfläche eher matt und sieht nicht so appetitlich aus.
Ich habe kleine Weckerl geformt und mit einem Teigstempel Muster hineingedrückt. Aber wie bereits erwähnt, Du kannst daraus alles zaubern, auch Kipferl wie diese hier.
Hefeteig mit Quark
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Portionen und Zeit
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Zutaten
- 500 g Mehl glatt, Type 700 in AT, Type 550 in DE
- 230 g Milch lauwarm
- 35 g Butter weich
- 70 g Quark, Topfen Magerquark bzw. Magertopfen, Zimmertemperatur
- 70 g Zucker
- 2 Eigelbe
- 5 g Salz
- 1 Prise Bourbon-Vanille
- Zitronenzesten nach Geschmack
- 2 Packungen Trockenhefe
zum Einstreichen
- 1 Ei
- 1 Schuss Milch
- Hagelzucker optional
Zubereitung
- Sämtliche Zutaten mit einer Küchenwaage einwiegen. Die Eier trennen.
- Zuerst alle trocknen Zutaten in der Rührschüssel der Küchenmaschine vermischen und im Anschluss die übrigen Zutaten hinzufügen. Anschließend einen homogenen Teig kneten. Die Knetdauer sollte 5 Minuten bei mittlerer Stufe nicht übersteigen.
- Den Hefeteig mit Quark für die Teigruhe in eine Hefeteigschüssel mit Deckel geben und warten bis diese einmal ploppt.
- Nun etwa 70 g schwere Teigstücke einwiegen.
- Die Teigstücke auf einer leicht bemehlten Teigmatte aus Silikon rund wirken und anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
- Einen Teigstempel vor jeder Verwendung in Mehl tauchen und damit die Teiglinge verzieren. Dabei darauf aufpassen, dass der Teig nicht komplett durchgestochen wird.
- Zum Schluss ein Ei verquirln und mit etwas Milch vermischen und damit die Teiglinge bestreichen. Je nach Geschmack können sie anschließend mit Hagelzucker bestreut werden.
- Das Quark-Hefegebäck etwa 20 bis 25 Minuten auf mittlerer Schiene bei 160°C Heißluft goldgelb backen.
Tipps
Nun ja, eigentlich ist ja schon alles gesagt, aber zwei Sachen möchte ich trotzdem noch los werden.
Einfrieren statt austrocknen lassen
In einer Sache verhält sich jegliche Hefeteigvariante gleich, sie neigt zum Austrocknen. Aus diesem Grund friere ich alle Weckerl ein, die wir nicht innerhalb eines Tages aufessen. Diese backe ich dann bei Bedarf einfach auf.
Serviervorschlag
Wir essen das Gebäck total gerne zum Frühstück, aber die Kinder nehmen es auch sehr gerne als Jause in die Schule mit. Es schmeckt super mit den verschiedensten Marmeladen, kann aber auch zu pikanten Sachen kombiniert werden.
Gutes Gelingen beim Nachbacken des Rezepts Hefeteig mit Quark!
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Kathrin