Schon lange wollte ich einmal Rosenblütensirup selber machen. Bis dahin hat es leider etwas gedauert, aber nun verrate ich Dir gerne das Rezept, denn ich bin wirklich sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Ich konnte nämlich das Aroma der Duftrosen perfekt einfangen und konservieren. Genau so sollte es sein. Zudem hat es eine wunderschöne, intensive rote Farbe, so dass es vielseitig verwendet werden kann. Aber schauen wir uns die Herstellung gemeinsam an.
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Den Duft nach Sommer einfangen
Sommerzeit ist Rosenzeit. Ganz eindeutig. Nach etwa drei Jahren standen heuer zum ersten Mal unsere alten Sorten Rose de Resht und Jacques Cartier richtig in der Blüte und erlaubten erstmals eine Ernte. Schon länger liebäugelte ich damit ihren herrlichen Duft in der Küche zu konservieren. Anfangs hatte ich eine sehr komplizierte Vorstellung von diesem Projekt, aber ich muss sagen, die Verarbeitung ging flotter und einfacher als ich mir das dachte. Gott sei Dank!
Da beide Sorten öfterblühend sind, besteht eigentlich bis weit in den Herbst hinein die Möglichkeit das Rosenblütensirup herzustellen. Allerdings muss ich ehrlicherweise sagen, dass jeweils der erste Blütenflor am Üppigsten ist.
Die wichtigsten Zutaten
Die Zutaten für diesen Dicksaft sind eigentlich recht überschaubar. Unter anderem solltest Du folgendes zu Hause haben:
- Duftrosenblüten: Wie bereits erwähnt, habe ich jene der Rose de Resht und Jacques Cartier verwendet. Diese sind farbstabil und sehr aromatisch – sie eigenen sich auch für Rosenblütengelee. Leider kann nicht jede Sorte für Küchenexperimente hergenommen werden. Wenn Du keine frischen Blüten zur Verfügung hast, kannst Du auch getrocknete verwenden. Doch Vorsicht, diese schmecken noch viel intensiver. Da ich selber damit noch nicht gearbeitet habe, kann ich Dir aber leider keinen Tipp zur Menge geben.
- Zitronensäure: Sie stabilisiert die schöne Farbe, sorgt für Geschmack und macht die Flüssigkeit gemeinsam mit dem Zucker dickflüssiger.
- Zitronensaft: Diesen verwende ich für einen weiteren Frische-Kick.
Sirupzucker oder normaler Zucker?
Beide liefern ein tolles Ergebnis, daher ist es allein Deine Entscheidung, welchen Du verwenden möchtest. Ich mache meine Sirupe meist mit normalen Zucker, da dieser immer verfügbar ist und auch während der Einkochzeit nicht plötzlich ausverkauft ist.
So wird es gemacht
- Ich sammle die Blütenköpfe am Besten direkt am Morgen und nehme nur welche, die bereits schön geöffnet sind, aber noch nicht zu verblühen beginnen.
- Dann sortiere ich beschädigte Blüten aus und schneide den weißen Ansatz weg, da er Bitterstoffe enthält und sich das negativ auf das Ergebnis auswirkt.
- Danach spüle ich sie ab, da sich darin oftmals Käfer und kleine Raupen verstecken, die ich später nicht im Rosenblütensirup haben will.
- Nach dem Entfernen der Blätter aus dem Sud, seihe ich diesen nochmals durch ein Mulltuch ab, da man nur hiermit wirklich alle noch so winzigen Verunreinigungen erwischt.
Die genauen Schritte findest Du in der Rezeptkarte.
Rosenblütensirup selber machen
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Portionen und Zeit
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Zutaten
- 50 Stück Rosenblütenköpfe
- 300 ml Wasser heiß
- 1 Schuss Zitronensaft
- Sirupzucker Für Kräuter und Blüten (!). Menge berechnet sich aus dem Gewicht der Flüssigkeit nach dem Entfernen der Blütenblätter nach dem Abkochen entsprechend der Packungsangabe. Bei 300 g Wasser sind das in etwa 400 g.
Alternative 1 Mindestmenge
- 100 g Zucker pro 100 ml Wasser (bei 300 ml = 300 g)
- 3 g Zitronensäure pro 100 ml Wasser (bei 300 ml = 9 g)
Alternative 2 Maximalmenge
- 150 g Zucker pro 100 ml Wasser (bei 300 ml = 450 g)
- 3 g Zitronensäure pro 100 ml Wasser (bei 300 ml = 9 g)
Zubereitung
- Blütenköpfe zerlegen und Blätter zurecht schneiden.
- Diese in einen Topf geben und mit kochend heißen Wasser übergießen, so dass diese gut bedeckt sind. Den Topf über Nacht stehen lassen.
- Anschließend den Sud durch ein sehr feinen Sieb abseihen und dann noch durch ein Mulltuch gießen.
- Den Saft abwiegen und eine entsprechende Menge Sirupzucker bzw. Zucker und Zitronensäure sowie den Zitronensaft hinzufügen.
- 4 Minuten sprudelnd abkochen und anschließend in desinfizierte Weck-Gläschen abfüllen.
- Den abgefüllten Sirup nochmals 15 Minuten im Dampfbackofen oder Einkochautomaten bei 100°C einkochen, damit sich ein Vakuum bildet.
Fragen & Antworten
Das ist noch interessant:
Serviervorschlag
Der Sirup eignet sich hervorragend als extravagantes Topping für Eis oder zum Verfeinern von Sekt. Aber es lässt sich auch super mit Mineralwasser verdünnen. Auch kann man ihn zum Aromatisieren von Cremes und Kuchen verwenden.
Lagerung und Haltbarkeit
Ich lagere den Dicksaft im kühlen, dunklen Keller. Er ist locker ein Jahr lang haltbar, verliert aber mit der Zeit etwas an Farbe.
Gutes Gelingen beim Nachkochen des Rezepts Rosenblütensirup!
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Bis bald und baba,
Kathrin
Liebe Kathrin,
das klingt herrlich! Ich glaube, ich muss doch noch Platz für eine richtig schöne Duftrose schaffen ;O)
Danke für das tolle Rezept und die herrlichen Bilder dazu!
Hab einen schönen und freundlichen Tag!
♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥
Liebe Kathrin,
das sieht ja toll aus. Wir verarbeiten unsere Rosenblätter auch zu Sirup. Wir mögen den Saft auch sehr gern. Genieße Deinen Tag.
Hi Kathrin! That's what I need to try. Have a nice day
Hallo Kathrin,
ich liebäugel schon so lange mit selbstgemachtem Rosenblütensirup. Aber weil meine Rosen noch sehr jung sind, wären sie nach der Ernte "nackig". Da werd ich wohl noch eine Weile warten müssen. Trotzdem danke für das Rezept, ich kann mir das sehr lecker vorstellen.
Liebe Grüße,
Krümel
Wer es süß mag ist das sicher herrlich lecker. Mir sind die Duftrosen am Strauch viel lieber.
Aber danke für diese süße Idee.
Lg aus Wien
Das hört sich sehr lecker an. So kann man den wunderbaren Rosenduft noch etwas länger für sich konservieren 🙂
LG, Varis
Vielen Dank für das Rezept, liebe Kathrin, das du mit deinen tollen Bildern bestens untermalt h hast. 🙂
Liebe Grüße
Christa
Liebe Kathrin, wieder ein wunderbares Rezept, wenn die zweite Rosenblüte bei uns kommt, werde ich es ausprobieren!!! LG Gisela
Bei meiner Rose de Resht ist nach der ersten Blüte nicht mehr gekommen. Liegt wohl an der Trockenheit, Knospen sind auch keine da. Vielleicht probiere ich das Rezept nächstes Jahr mal aus.
VG
Elke