Aus nur wenigen Zutaten und mit überschaubaren Aufwand lässt sich dieses Kirschsirup selber machen. Es ist bei meinen beiden Kindern äußerst beliebt und eine hervorragende Basis für sommerliche Erfrischungsgetränke. Gerne verrate ich Dir heute das Rezept und erkläre Dir die Zubereitung Schritt für Schritt.
Inhaltsverzeichnis
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Darum wirst auch Du davon begeistert sein
- Die Herstellung gelingt mit und ohne einen Dampfentsafter.
- Es braucht nicht unbedingt einen speziellen Sirupzucker, so dass man auch recht spontan loslegen kann.
- In Form von Kirschsirup lässt sich mit einem Schlag eine wesentliche größere Menge an Früchten verarbeiten, wie zum Beispiel bei Marmelade oder Likör.
Weitere Ideen für die Verarbeitung Deiner Ernte findest Du übrigens in der Kategorie Fruchtsirupe.
Die wichtigsten Zutaten
Unter anderen solltest Du folgende Zutaten für dieses Rezept zu Hause haben:
- Kirschen: Sie sind natürlich der Star und die Basis. Ich verwende nur einwandfreie Früchte, denn die Qualität vom Obst beeinflusst die Qualität des Endprodukts enorm. Überreife, matschige oder gar teilweise verdorbene Exemplare sortiere ich daher aus. Für welche Sorte Du Dich entscheidest, überlasse ich ganz Dir. Ich persönliche finde, dass sich keine besser oder schlechter eignet.
- Zitronensaft: Er macht den Dicksaft geschmacklich interessanter und tariert mit der enthaltenen Säure die Süße aus.
- Zitronensäure: Sie ist wichtig für die Gelierwirkung.
- Zucker: Für unsere Zweck reicht herkömmlicher Haushaltszucker zum Konservieren aus.
Mir ist aber Sirupzucker lieber, was jetzt?
Das ist überhaupt kein Problem. In der Rezeptkarte habe ich Dir auch eine Einkochvariante damit beschrieben.
Kann ich auch komplett auf zusätzliche Süße verzichten?
Nein, das geht in diesem Fall nicht, weil wir einen Verdünnungs- und keinen Direktsaft herstellen. Für letzteren kannst Du Dich aber an die Anleitung für Johannisbeersaft halten.
So wird es gemacht
Wenn Du Kirschsirup selber machen möchtest, benötigst Du zwar nicht zwingend einen Dampfentsafter, aber zumindest einen mittelgroßen Topf mit etwa 3 Liter Fassungsvermögen. Auch ist ein Kirschentkerner von Vorteil, vor allem dann wenn Du Dich für die Methode des Aufkochens der Früchte mit Wasser entscheidest. Aber schauen wir uns die Unterschiede kurz genauer an:
Große Ernte verarbeiten: Dampfentsaften
Bei einer großen Erntemenge zahlt sich der Einsatz eines Dampfentsafters definitiv aus, da die mehrere Kilo Früchte ohne vorheriges Entkernen auf einmal entsaftet und ohne Ruhezeit weiter verarbeitet werden können. Da der Dampf das Obst sanft umspielt, besteht keine Gefahr, dass kaputte Kerne die Qualität des gewonnen Safts beeinträchtigen.
Kleine Ernte verarbeiten: Aufkochen
Bei einer kleinen Menge zahlt sich die Anschaffung eines speziellen Küchenutensils nicht aus. In diesem Fall koche ich die entsteinten Früchte mit Wasser auf und lasse den Sud 24 Stunden an einem kühlen Ort durchziehen. Das Entsteinen ist hier deshalb wichtig, weil beim Kochen ein Kern aufbrechen und giftige Blausäure freisetzen könnte. Zudem geht damit ein bitterer Nachgeschmack einher.
Was gibt es noch zu beachten?
- Ich ziehe beim Verarbeiten der Kirschen eine Schürze oder ein altes Leiberl an, da die Flecken nur schwer aus dem Gewand herausgehen.
- Alle meine Tipps zum Thema Einkochen findest Du im Beitrag Einwecken im Backofen.
Kirschsirup selber machen
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Zutaten
zum Dampfentsaften
- Kirschen entstielt, Menge je nach Fassungsvermögen des Fruchtbehälters
- Wasser für den Kochtopf
zum Aufkochen
- 1 kg Kirschen entsteint
- 1 Liter Wasser
- 50 ml Zitronensaft
entweder Zubereitung 1
- 1 kg Sirupzucker für Beeren und Steinobst
- 1,5 Liter Kirschsaft in etwa
oder Zubereitung 2
- 1 kg Zucker
- 20 g Zitronensäure
- 1 Liter Kirschsaft
Zubereitung
Methode 1: Dampfentsaften
- Entstielte Kirschen in den Obstbehälter und ausreichend Wasser in den Kochtopf des Dampfentsafters geben.
- Das Wasser zum Kochen bringen und warten bis sich der Fruchtsaft im mittleren Behälter sammelt und abgelassen werden kann.
- Zwischendurch immer wieder kontrollieren, ob noch ausreichend Flüssigkeit im Kochtopf ist.
- Der Prozess ist abgeschlossen, wenn kein oder nur noch wenig Saft fließt.
Methode 2: Aufkochen
- 1 Kilogramm entstielte und entkernte Kirschen mit 1 Liter Wasser in einem Topf mit mindestens 3 Liter Fassungsvermögen zugedeckelt aufkochen und kurz weiterköcheln.
- Anschließend die den Sud mitsamt den Früchten für 24 Stunden in den Kühlschrank stellen und durchziehen lassen.
- Nach der Ruhezeit die Früchte durch ein feines Sieb oder Mulltuch abseihen und bei Bedarf ganz sanft ausdrücken.
Zubereitung mit Sirupzucker
- Ca. 1,5 Liter kalten Kirschsaft mit dem Sirupzucker und dem Zitronensaft, falls noch nicht hinzugefügt, aufkochen und 4 Minuten sprudelnd abkochen.
Herstellung mit Haushaltszucker
- 1 Liter kalten Kirschsaft mit 1 kg Zucker und 20 g Zitronensäure sowie Zitronensaft, falls noch notwendig, mischen, aufkochen und ebenfalls 4 Minuten lang sprudelnd abkochen.
Einkochen
- Den Kirschsirup in vorbereitete, ausgekochte Weck-Flaschen abfüllen und 20 Minuten lang bei 100°C unter Dampf im Dampfgarer oder Einkochautomaten einkochen.
Verwendung
- Den Verdünnungssaft im Verhältnis 1:4 bis 1:6 mit Wasser oder Mineralwasser mischen.
Haltbarkeit
Bei kühler und dunkler Lagerung hält der Verdünnungssaft mindestens ein Jahr. Allerdings kann es trotzdem vorkommen, dass eine Flasche schlecht wird, weil sich das Vakuum vorzeitig löst oder sich Schimmel gebildet hat. In beiden Fällen ist das Einkochgut umgehend zu entsorgen.
Gutes Gelingen beim Nachkochen des Rezepts für Kirschsirup!
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Kathrin