Ein schneller Pizzateig mit Trockenhefe, welcher knusprig ist und schmeckt wie in einer echten italienischen Pizzeria, gelingt nach der Anleitung von Andrea Menichelli im Hand umdrehen. Das Rezept verrate ich Dir gleich nach der Buchvorstellung. Der gebürtige Römer ist der Autor des Titels “Das große Italien Backbuch”, welches im EMF-Verlag erschienen ist. Auf 320 Seiten finden sich zahlreiche typisch Rezepte zu Pane (Brot), Dolci (Süßigkeiten) und andere Köstlichkeiten zum Nachbacken. Auf genau so etwas hatte ich schon lange gewartet und ich kann Dir jetzt schon sagen, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Denn bislang gab es zwar zahlreiche Kochbücher, aber nichts, was ausschließlich Backwaren im Fokus hatte. Gott sei Dank hat sich das nun geändert.
Inhaltsverzeichnis
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Das große Italien Backbuch – eine Buchvorstellung
Andrea Menichelli stammt aus einer großen römischen Gastronomenfamilie. Mit Veröffentlichung dieses Buches hat sich der Wahlmünchener einen großen Wunsch erfüllt und eine äußerst umfangreiche Rezeptsammlung geschaffen. Der schnelle Pizzateig mit Trockenhefe ist dabei nur ein kleiner Puzzlestein im ganzen Rezeptkonvolut, aber ein besonders leckerer! Schauen wir uns da Buch mal genauer an. Was erwartet uns?
Sechs Kapitel machen ein Ganzes
Diese wären:
- Panetteria – Pane, Panini und Co
Hier dreht sich in erster Linie alles um Brot und Kleingebäck. Da die Rezepte alle Regionen Italiens wiederspiegeln, finden sich neben Südtiroler Vinschgauer Weckerln, die ebenfalls in Österreich recht bekannt sind, auch ein köstliches Ciabatta oder die allseits bekannten Panini all’olio, die wohl in keiner Strandbar Italiens fehlen.
- Paste Salate – Pizza, Focaccia und Co
Der Pizzateig stammt aus diesem Kapitel. Daneben gibt es noch Anleitungen für klassische Tramezzini, Grissini, Piadina oder eben Focaccia, um nur ein einige zu nennen.
- Biscoti – Kekse
Wer kennt sie nicht, die köstlichen kleinen Kekse, die in so mancher italienischen Konditorei ganz selbstverständlich zum Cappuccino serviert werden? Wenn Du diese schon immer einmal selber nachbacken wolltest, dann hast Du jetzt die Gelegenheit, Denn in diesem Kapitel erfährst Du, wie zum Beispiel schmackhafte Amaretti, Savoiardi, Cantuccini oder Florentiner zubereitet werden.
- Torte und Dolci – Kuchen, Torten und Co
Neben Keksen und anderen kleinen Naschereien gibt es natürlich auch schmackhafte Torten. An dieser Stelle unbedingt erwähnt werden muss der Südtiroler Apfelstrudel, das Tiramisu oder die Crostata di Pistacchi. Wenn ich ehrlich bin, würde ich gleich alle auf einmal ausprobieren.
- Pasticceria – kleine Süßigkeiten
Dieses ist eines meiner Lieblingsabschnitte im Italien Backbuch, denn hier finden sich die Rezepte für eine Crema Pasticcera und die himmlischen Tartelettes alla Frutta, die es in unserer Lieblingskonditorei in Aquileia immer gab. Besonders fein ist auch die Anleitung für Cornetti (italienische Croissants), die sich am Besten mit Hilfe einer Kühlplatte herstellen lassen oder für Brioche. Ich liebe beides!!
- Le Feste – Festtagsgebäck
Das letzte Kapitel im Buch befasst sich in erster Linie mit Gebäck für besondere Anlässe. Daher findest Du hier einen weihnachtlichen Panettone oder eine Castagnole di Carnevale.
Warenkunde
Bevor der Rezeptteil im Buch beginnt, gibt es allerdings eine ausführliche und interessante Warenkunde, insbesondere betreffend die italienischen Mehlsorten und wofür diese verwendet werden. Da bei uns in Österreich, aber auch in Deutschland nicht alles im Supermarkt erhältlich ist, werden auch alternative Produkte angeführt. Das finde ich total super, denn ich will möglichst authentische Backergebnisse haben.
Mehr Geschmack mit Manitobamehl
Beim Ausprobieren der Zubereitungsvorschläge bin ich das erste Mal auf Manitobamehl gestoßen. Hierbei handelt es sich um ein spezielles, sehr glutenhaltiges Mehl, welches sich perfekt für die Zubereitung von Pizza oder Cornetti eignet. Ich habe es mir gekauft und bin davon total begeistert. Die Resultate unterscheiden sich nämlich in der Qualität und Geschmack erheblich von jenem mit herkömmlichen Mehl.
Mein Fazit
Ich hatte wirklich ausgiebig Zeit mich durch dieses Buch zu backen und bin von den Ergebnissen richtig begeistert. Das Rezept für schnellen Pizzateig gehört inzwischen zum Standardrepertoire in der Küche. Zudem bin ich schon oft von einem Italienurlaub nach Hause gekommen und wollte unbedingt typisch italienische Weckerl, Kekse und andere Köstlichkeiten nachbacken. Doch wie ohne die richtige Anleitung? Dieses Problem gehört nun endlich der Vergangenheit an. Wenn Du ein ebenso großer Liebhaber der italienischen Backkunst bist wie ich, dann ist dieser Titel absolut perfekt. Eine Kaufempfehlung!
Die einzelnen Vorschläge sind übrigens toll beschrieben und enthalten auch immer interessante Informationen über Herkunft und Entwicklung. Die Fotos sind brillant und machen Lust auf’s Nachbacken.
Infobox – Das große Italien Backbuch
AUTOR: Andrea Menichelli
ISBN: 978-3-96093-456-1
PREIS: € 40,10
SEITEN: 320
VERLAG: EMF
Die am Blog rezensierte Buchausgabe wurde mir vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank!
Das habe ich nachgebacken
Wie versprochen, verrate ich Dir an dieser Stelle das Rezept für den schnellen Pizzateig. Dieses durfte ich mit freundlicher Genehmigung des Verlages veröffentlichen. Ohne zu übertreiben, er ist bislang einer der Besten, die ich probiert habe. Er hat nicht nur einen hervorragenden Geschmack, sondern ist auch sehr knusprig.
Die wichtigsten Zutaten
Für dieses Rezept musst Du bis auf das Mehl nicht großartig einkaufen gehen, denn das Meiste hast Du bestimmt zu Hause. Du brauchst nämlich Folgendes:
- Pizzamehl Tipo 00 / Manitoba: Diese können auch zur Gänze mit Type 450 / AT oder Type 405 / DE ersetzt werden. Allerdings wird der Pizzaboden dann nicht ganz so knusprig.
- Olivenöl: Es sorgt für einen geschmeidigen Teig und den typischen Geschmack.
- Trockenhefe: Im Gegensatz zur frischen Variante ist sie lagerfähig und für die Vorratshaltung geeignet. Ich habe sie immer daheim, um auch mal spontan etwas backen zu können.
So wird es gemacht
Beim Nachbacken habe ich mich allerdings genau an die Angaben gehalten und ebenfalls das Manitobamehl verwendet. Zudem verfügt mein Backofen über eine spezielle Pizzastufe, wo die normale Heißluftfunktion mit einer verstärkten Unterhitze kombiniert, die für ein besonders krosses Ergebnis sorgt.
Die einzelnen Schritte findest Du in der Rezeptkarte.
Schneller Pizzateig mit Trockenhefe
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Zutaten
- 150 g Mehl Tipo 00 oder Type 405
- 100 g Manitobamehl alternativ Tipo 00
- 1 TL Salz
- 1 Packung Trockenhefe alternativ lediglich 4 g
- 2 EL Olivenöl kann auf 4 EL erhöht werden
- 150 ml Wasser lauwarm
Zubereitung
- Alle Zutaten inklusive das Manitobamehl einwiegen und in der Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verkneten.
- Die Zubereitung in eine Hefeteigschüssel mit Deckel geben und einmal ploppen lassen.
- Noch einmal durchkneten.
- Nun das Ganze auf einer leicht bemehlten Silikonmatte mit einem Teigroller dünn ausrollen.
- Den Teigfladen auf ein Backblech legen, mit Pizzasauce (siehe nachfolgendes Rezept) bestreichen und je nach Wunsch belegen.
- Den Pizzateig unter Verwendung der Pizzastufe des Backofens (doppelte Unterhitze) ca. 20 Minuten bei 200°C backen.
Serviervorschlag
Eine schnelle Zubereitung ist immer genial. Doch diese von Andrea Menichelli ist perfekt. Der Teig lässt sich je nach Belieben belegen. Im Buch war es eine Margherita, wir haben uns jedoch für Varianten mit Salami, Schinken, Thunfisch und Speck entschieden. Dazu gab es noch Oliven, Mais und Sardellen. Einfach köstlich!
Gutes Gelingen beim Nachbacken des Rezepts schneller Pizzateig mit Trockenhefe!
Und was meinst Du? Über eine Rückmeldung zu diesem Artikel würde ich mich sehr freuen. Hinterlasse mir doch einfach ein Kommentar!
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Kathrin