Tomaten säen, pikieren und aufziehen: Zeitpunkt | Erfahrung mit BioGreen Hollandia | beheizter Anzuchtkasten!

Tomaten säen, pikieren und aufziehen: wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Wann sät man Tomaten spätestens aus? Muss man schon im Januar mit der Aussaat beginnen oder reicht es auch noch im April? Wie bringe ich Tomatensamen zum Keimen? Brauchen sie Wärme? Gelingt die Anzucht mit einem beheizten Anzuchtkasten wie dem Hollandia von BioGreen leichter? All diese Fragen und meine Erfahrung dazu, verrate ich Dir im folgenden Artikel. Dieser Beitrag enthält Werbung.

Inhaltsverzeichnis:

Jedes Jahr freue ich mich auf’s Neue, wenn ich endlich wieder Tomaten säen kann. Schon bevor es los geht, kann ich mich stundenlang mit der Auswahl der Sorten für die neue Saison beschäftigen. Obwohl ich im Garten etwa für 50 Pflanzen Platz habe, tue ich mir mit der endgültigen Entscheidung, welche Sorten nun tatsächlich gesät werden, immer wieder schwer. Tomatenliebhaber kennen dieses Problem wohl nur allzu gut. Doch die grundlegenste Frage ist trotz allem, wann ist der optimale Zeitpunkt, um Tomaten zu säen und wie sorgt man für ausreichend Wärme (*) für die Keimung?

Tomaten säen: Zeitpunkt | optimale Bedingungen

Zeitpunkt

Im Gegensatz zu Paprika und Chili keimen Tomaten bei optimalen Bedingugen rasch und wachsen zügig. Es ist daher keinesfalls erforderlich mit der Aussaat besonders früh im Jahr los zu legen, auch, wenn Gartenforen und Facebook-Gruppen gerne dazu verleiten. Normalerweise reicht es vollkommen aus, wenn Tomaten ab Mitte März gesät werden. Bis zur Auspflanzung Mitte Mai verbleiben hier noch volle zwei Monate, in welchen die Pflanzen kräftig wachsen können.

Allerdings muss ich Dich darauf hinweisen, dass Du selbst beim Tomaten säen ab Mitte März darauf achten musst, dass die Sämlinge nach dem Keimen ausreichend Licht bekommen. Andernfalls kommt es zu einem massiven Längenwachstum. Die Tomaten vergeilen. Das heißt, sie bekommen lange, schwache Stiele auf der Suche nach Licht. Denn auf der Fensterbank ist das Licht für Pflanzen um diese Jahreszeit nicht ausreichend. Wenn Du Glück hast, kannst Du die ausgeschossenen Pflänzchen noch retten, wenn sie in größere Töpfchen umgepflanzt und sie dabei tiefer gesetzt (bis zu den Keimblättern) werden. Um ein Vergeilen generell zu vermeiden, solltest Du Dir die Anschaffung von Pflanzenlampen überlegen oder dir eine beleuchtete Anzuchtkiste für die weitere Aufzucht bauen.

Ist Dir das zu viel Aufwand und Du hast nur Tageslicht als Lichtquelle zur Verfügung, empfehle ich Dir eher eine Aussaat Anfang bis spätestens Mitte April. Zwar sind Deine Pflanzen dann zum Zeitpunkt des Auspflanzens etwas kleiner, aber dafür wesentlich robuster aufgrund der besseren, natürlichen Lichtverhältnisse im fortgeschrittenen Frühling.

Als Orientierung für den Zeitpunkt beim Tomaten säen dient der 15. Mai (Eisheilige). Meiner Erfahrung nach brauchen Tomaten zumindest 1 Monat inklusive Keimung, um wirklich zu kräftigen Setzlingen heranzuwachsen.

Optimale Bedingungen für die Keimung

Bei Tomaten handelt es sich genau genommen, um Lichtkeimer. Allerdings keimen die Samen auch, wenn sie leicht mit Erde oder anderem Substrat bedeckt werden. Daher ist vielen dieser Umstand gar nicht geläufig. Ich persönliche bevorzuge es beim Tomaten säen die Samen leicht zu bedecken. Einfach aus dem Grund, da beim Auflaufen des Saatguts die Samenkapsel leichter abgestoßen wird.

Tomaten säen im beheizten Anzuchtkasten Hollandia BioGreen - Gartenblog Topfgartenwelt

Damit Tomatensamen rasch und zügig keimen, brauchen sie es warm. Wenn möglich, sollte die Temperatur während der Keimung konstant zwischen 25°C und 28°C betragen. Frisches Saatgut keimt unter diesen Bedigungen häufig innerhalb von zwei bis drei Tagen. Und hier kommt der beheizbare Anzuchtkasten Hollandia (*) der Firma BioGreen ins Spiel, welcher optional mit einem Thermostat für die exakte Regelung der Temperatur ausgestattet werden kann.

Tomaten säen im beheizten Anzuchtkasten Hollandia

Der beheizbare Anzuchtkasten Hollandia (*) hat eine Größe von 54x21x17 cm und bietet Platz für 3 mitgelieferte Mini-Gewächshäuser. Er ist damit bestens auch für die Fensterbank geeignet. Dies ist vor allem für all jene Tomatenliebhaber wichtig, die über keine beleuchtete Grow-Box für die weitere Kultur verfügen und auf das natürliche Tageslicht angewiesen sind.

Mini-Treibhaus für die Fensterbank mit Heizfunktion - Gartenblog Topfgartenwelt

Der Clou an diesem Set ist das 1,4 Liter große Wasservorratsbecken und die kapilare Wasserversorgung der Anzuchterde mittels Vliesschicht. Mit einem Thermostat (*) kann die Temperatur exakt reguliert werden. Ein Umstand, welcher bei Tomaten, aber auch Paprika, Auberginen und Physalis einen Vorteil gegenüber einer herkömlichen Heizmatte (*) mit sich bringt.

Thermostat für beheizbare Anzuchtstation von Bio Green - Gartenblog Topfgartenwelt

Der Thermostat (*) kann laut Beschreibung die Lufttemperatur, die Temperatur im Wasser und der Erde messen. Da beim Tomaten säen die Temperatur am Fuße der Kokosquelltabs ausschlaggebend ist, habe ich den Thermostat zwischen dem Boden des Mini-Treibhauses und dem Kokosquelltab eingeklemmt. Auf diese Art und Weise wird die Temperatur am Genauesten reguliert. Allerdings musst Du bei der Verwendung des Thermostaten darauf achten, dass er richtig eingestellt ist. Rote LEDs stehen für Heizen und grüne LEDs für Kühlen.

Beim Tomaten säen ist natürlich das Heizprogramm zu wählen, ansonsten wartest Du vergebens auf das Erscheinen einer Pflanze. Ein warmes Substrat bringt meines Erachtens um vieles mehr als alle möglichen Vorbehandlungen des Saatguts mit irgendwelchen Tees.

Tomaten aufziehen: Das richtige Substrat für die Tomatenaussaat und Pflege der Sämlinge

Tomaten säen und aufziehen in Kokosquelltabletten

Aus Gründen größerer Prakikabilität und Wohnraumtauglichkeit ziehe ich meine Tomaten stets in Kokosquelltabs (*) anstatt in Anzuchterde (*) vor. Verwendet man Kokosquelltabs in der Wohnung macht dies einfach nicht so eine großere Sauerei wie Anzuchterde und man kann später die Tomatensämlinge samt Kokosquelltabs in einen größeren Topf umpflanzen. Des Weiteren verletzt man nicht, die zarten, feinen Wurzeln der Tomatensämlinge. Anfangs war ich ein wenig skeptisch, ob dies auch mit dem beheizbaren Anzuchtkasten Hollandia (*) funktionieren würde. Aber eines vorweg, es klappt hervorragend.

ANLEITUNG AUSSAAT IN KOKOSQUELLTABLETTEN: Da auf meinem Blog öfter danach gesucht wird, möchte ich hier noch schnell die Aussaat unter Verwendung von Kokosquelltabs näher erläutern. Kokosquelltabs bzw. Kokosquelltabletten bestehen aus gepressten Kokosfasern. Mit Hilfe von ausreichend Wasser und ein wenig Zeit kann man die Tabs zum quellen bringen. Dafür setzt Du gibst Du sie ganz einfach in ein flaches Teller mit ein wenig Wasser und wartest bis sie sich vollgesogen haben. Um diesen Prozess ein wenig zu beschleunigen, kannst Du sie auch von oben mit Wasser besprühen.

Jedes Kokosquelltab hat in der Mitte zudem eine Vertiefung für das Saatgut, in welche 1-3 Tomatensamen kommen. Das Loch wird anschließend mit ein wenig Material verschlossen. Noch ein wenig mit dem Finger andrücken, damit das Saatgut ein Halt findet und fertig. Kokosquelltabs dürfen, damit die Keimung gelingt, weder komplett austrocknen noch vollkommen übernässen.

HINWEIS: Im Sinne des Umweltschutzes rate ich von der Verwendung von Torftöpfchen für die Aussaat ab. Hierfür werden Moore zerstört und das sollte nicht unterstützt werden.

Die richtige Kinderstube

Sobald das Tomatensaatgut aufgelaufen ist, musst Du die Keimlinge an einen hellen und vor allem kühlen Platz stellen, andernfalls vergeilen sie innerhalb weniger Stunden. Hast Du die Tomaten in Anzuchterde gesät, so solltest Du die Heizfunktion des Anzuchtkastens Hollandia (*) nun unbedingt ausschalten. Selbst dann, wenn noch nicht das ganze Saatgut gekeimt hat.

Da ich mit Kokosquelltabletten und einer beleuchteten Grow-Box arbeite, tue ich mir hier relativ leicht. Gekeimte Pflanzen werden ganz einfach übersiedelt, der Rest darf weiter brüten. Die beheizte Anzuchtstation Hollandia (*) würde jedoch die Möglichkeit bieten, sofern man bei der Aussaat Anzuchterde verwendet hat, die Pflanzen wesentlich länger darin zu kultivieren. Denn sie verfügt über einen integrierten Wasserspeicher, damit die Jungpflanzen kontinuierlich mit Feuchtigkeit versorgt werden und nicht austrocknen.

Tomaten pikieren

Sobald die Tomatensämlinge das erste richtige Blattpaar zeigen, ist es Zeit die Pflanzen zu pikieren, wenn Du in Anzuchterde ausgesät hast. Dies bedeutet, dass Du mit Hilfe eines Pikierstabes die Sämlinge vorsichtig vereinzelst und anschließend jedes einzelne Pflänzchen in einen separaten Topf (etwa 10 cm Durchmesser) pflanzt. Am besten verwendest Du dafür eine gute Gemüseerde, die nicht überdüngt ist.

Verwendest Du Kokosquelltabletten brauchst Du nicht pikieren, sondern lässt einfach nur die kräftigste Tomatenpflanze stehen, sofern Du beim Tomaten säen mehrere in einen Kokosquelltab gegeben hast, die anderen rupfst Du aus. Anschließend setzt Du den Tomatensämling mitsamt dem Kokosquelltab in einen größeren Topf mit Erde.

Tomaten auspflanzen: der richtige Zeitpunkt

Da Tomaten sehr kälteempfindlich sind, sollte man nicht nur die Temperaturen tagsüber im Blick haben, sondern insbesondere auch jene in der Nacht. Wenn man sich also Gedanken ums Auspflanzen macht, sollten die Temperaturen nachts konstant rund um +10°C liegen. Nur so kann man sicher gehen, dass die Pflanzen keinen Kälteschaden erleiden. Ein Kälteschaden an den Tomaten lässt sich recht einfach an tief violett verfärbten Blättern erkennen, die auch stellenweise absterben können. In Mitteleuropa ist das Wetter meist erst nach den Eisheiligen, also nach dem 15. Mai, so stabil, dass die Tomatenstauden fix ins Freie gepflanzt werden können. Natürlich gibt es auch immer wieder Ausnahmen. Doch die Regel ist es nicht.

Tomaten-Aussaat in Kokosquelltabs - Gartenblog Topfgartenwelt

Tomatensorten zur Auswahl

Wer viele verschiedene Sorten zu Hause hat, hat die Quahl der Wahl, wenn es um die Aussaat geht. 48 Tomatenpflanzen sind das absolute Maxiumen, welches ich in unserem Garten unterbringen kann. Mehr geht wirklich nicht. 24 Stück entfallen zudem auf kleine, kompakte Topftomaten. Hier ist die Sortenauswahl nicht riesig, daher entscheide ich mich Jahr für Jahr für die Sorten Vilma und Robin F1. 24 Sorten bleiben danach jedes Jahr zur freien Auswahl übrig. Hierbei achte ich dann auf eine ausgewogene Mischung zwischen Fleisch-, Cocktail- und Salattomaten.

Tomatensorten 2019 für das Gewächshaus - Gartenblog Topfgartenwelt

Freistehendes Gewächshaus:

Das freistehende Gewächshaus bietet Platz für 13 große Tomatenstauden und 6 kleine Topftomaten. Für 2019 habe ich nun folgende Sorten an Fleischtomaten ausgewählt:

  • 1x Liguria
  • 1x German Gold
  • 1x Costoludo Genovese
  • 1x Orange Jubiläum
  • 1x Provenzano
  • 1x Stradener Regionalsorte
  • 1x Great White
  • 1x Ochsenherz
  • 1x Country Taste (neu!)
  • 1x Sunsets Red Horizon (neu!)
  • 1x Tamara
  • 1x Saint Pierre

Anlehngewächshaus:

11 verschiedene Salat- und Cocktail-Tomaten passen in das Anlehngewächshaus direkt an der Hausmauer. Gute Sorten sind zum Beispiel:

  • 1x Indigo Rose (Salattomate)
  • 1x Tigarella (Salattomate)
  • 1x gelbes Birnchen (Cocktailtomate)
  • 1x Zuckerpflaume (Flaschentomate)
  • 1x Colibri (Cocktailtomate)
  • 1x Haselhuhn (Cocktailtomate)
  • 1x Donabella (Cocktailtomate)
  • 1x kirschgroße gelbe Trauben (Cocktailtomate)
  • 1x goldene Königin (Salattomate)
  • 1x Blue Zebra (Salattomate)

Tomaten säen ist ein Kinderspiel. Es gelingt bestimmt auch Dir!

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Vielen herzlichen Dank an Bio Green für die kostenlose Überlassung des beheizbaren Anzuchtkastens Hollandia (*) mit Thermostat.

Bis bald und baba,
Kathrin

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7 Gedanken zu „Tomaten säen, pikieren und aufziehen: Zeitpunkt | Erfahrung mit BioGreen Hollandia | beheizter Anzuchtkasten!“

  1. Liebe Kathrin,
    das ist ja mal eine geniale Sache! Danke für die tolle Vorstellung!
    Ich wünsche Dir einen schönen und freundlichen Wochenteiler!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

    Antworten
  2. Liebe Kathrin,

    das geht heute ja hier richtig profihaft bei dir zu. Für jeden Tomatenanbauer ist diese beheizbare Anzuchtstation bestimmt ein sehr nützliches Teil.
    Ich bin gespannt, welche Erfahrungen du persönlich damit machen wirst. 🙂

    Liebe Grüße und ich wünsche dir einen schönen Wochenteiler, heute scheint mal wieder die Sonne
    Christa

    Antworten
  3. Liebe Kathrin,
    das ist ein sehr guter Post und wäre für uns eigentlich genau richtig, da wir gerne Tomaten essen, leider haben wir es bis jetzt nicht geschafft eine geeignete Stelle für Tomaten in unserem Garten zu finden, jeder Versuch ist bisher fehlgeschalagen.
    Kannst Du bitte die Feedadresse für unseren Blog in der Seitenleiste ändern auf https://gartenwonne.com/feed.
    Wir sind nach WP umgezogen.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    Antworten
  4. Und noch ein Versuch 🙂 Ich habe mir letztes Jahr eine Heizmatte gekauft und denke einfach nicht daran sie einzusetzen, obwohl ich den Sinn schon wirklich verstehe… Naja… Ich bin im Allgemeinen großer Fan von den Mini Gewächshäusern. Alles keimt wesentlich besser, als ohne Deckel! Richtig cool finde ich, dass dein Gewächshäuschen einen Wassertank hat! Viele Grüße, Izabella

    Antworten
  5. Hallo liebe Kathrin, Danke für den interessanten Post! Zumal ich mich dies Jahr, zwar etwas halbherzig, mit so 'nem beheizbaren Gewächshaus beschäftigt habe. Gekauft hab ich nicht… würdest du es empfehlen?
    Ein schönes Wochenende wünscht dir
    Andrea

    Antworten
  6. Hi Kathrin,
    dieses Jahr bin ich auch ein wenig später mit der Tomatenaussaat dran. Was aber nicht schlecht ist, weil es noch so lange kalt war bei uns. Aber heute wir pikiert und dann folgt der Umzug vom Haus ins Gewächshaus draußen, das ist jetzt warm genug zum Weiterwachsen.
    Liebe Grüße
    Claudia

    Antworten

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