Dieses Himbeergelee ohne Kerne koche ich jeden Sommer ein. Die Herstellung ist richtig easy und das Ergebnis schmeckt wesentlich besser als jede gekaufte Marmelade. Für uns gehört es zu einem gemütlichen, sommerlichen Frühstück im Garten dazu. Und im Herbst und Winter weckt es schöne Erinnerungen an warme Tage und das Summen der Bienen, die die Blüten der Sträucher umschwirren. Das Rezept verrate ich Dir natürlich gerne!
Inhaltsverzeichnis
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Darum wirst Du es lieben
- Die leuchtende Farbe des Fruchtaufstrichs ist ein richtiger Eyecatcher und zieht sofort alle Aufmerksamkeit auf sich.
- Durch die feine, kernlose Textur eignet sich das Himbeergelee perfekt zum Einstreichen von Torten und Keksen. Besonders bei den klassischen Linzer Augen ist es eine super Abwechslung zum Johannisbeergelee.
- Es ist eine tolle Basis für weitere Kreationen, wobei besonders die Mischung mit Brombeeren oder exotischer Kokosmilch unbedingt ausprobiert werden sollte.
- Die Beeren lassen sich super im Tiefkühler sammeln bis man genug zum Verarbeiten hat, denn sie reifen meistens nur in kleinen Mengen auf einmal heran. Das spart Zeit und die Arbeit muss nur einmal gemacht werden.
Und ganz davon abgesehen, schmeckt es ganz toll auf einer einfachen Scheibe Toastbrot.
Die wichtigsten Zutaten
Viele Zutaten sind für das Himbeergelee nicht notwendig. Es ist damit sehr kostengünstig in der Herstellung.
- Himbeeren: Sie spielen hier die Hauptrolle. Ich verarbeite nur reife und einwandfreie Früchte, so wie bei allen meinen Rezepten.
- Zitronensaft: Für mich ist er das wichtigste Mittel, um die schöne, rote Farbe auch bei einer längeren Lagerung zu erhalten.
- Gelierzucker: Die Beeren enthalten ausreichend Pektin, so dass ich bislang keine Probleme hatte, wenn ich auf einen Liter Saft einen Kilogramm 1:1 Gelierzucker verwendet habe. Möchtest Du aber auf Nummer sicher gehen. Kannst Du die Saftmenge auf 750 ml reduzieren. Das Himbeergelee wird dann allerdings etwas fester und süßer. Keine guten Erfahrungen habe ich beim Dampfentsaften mit den 2:1 oder 3:1 Varianten gemacht. Hier ist es mir mehrfach passiert, dass die Marmelade am Ende nicht fest geworden ist.
So wird es gemacht
Die Grundlage für das Himbeergelee ist Fruchtsaft bzw. -mus. Für die Herstellung gibt es zwei Wege, die ich Dir hier kurz erkläre:

Verarbeitung mittels Dampfentsafter
Hierfür werden einfach alle Himbeeren in den obersten Topf geben. Der unterste Topf hingegen wird mit Wasser gefüllt und dann wird gewartet bis sich im mittleren Gefäß der erste Saft sammelt. Bis die ersten Früchte platzen, kann schon einmal eine gute dreiviertel Stunde vergehen. Also plane ich immer genügend Zeit ein. Der Prozess ist fertig sobald aus dem Abflussschlauch kein Himbeersaft mehr fließt. Bei einer großen Menge kann es notwendig sein, dass zwischendurch einmal Wasser im Kochtopf nachgefüllt werden muss. Daher solltest Du immer wieder einmal den Wasserstand kontrollieren. Den Fruchtsaft lasse ich von Zeit zu Zeit in einen separaten Behälter ab. Was spricht dafür:
- massive Arbeitserleichertung: Es können auf einmal große Mengen an Früchten verarbeitet werden, egal, ob diese frisch oder tiefgekühlt sind.
- Oma-Bonus: Die Methode ist altbewährt und erprobt.
- Preis-Leistung: Er ist günstig in der Anschaffung.
Aufkochen und pürieren
Bei dieser sehr einfachen Variante zum Entkernen kochst Du die Beeren zugedeckelt in einem Topf im eigenen Saft weich und pürierst sie anschließend mit dem Stabmixer. Das Mus kannst Du nun:
- mit einem Spatel durch ein feines Sieb streichen.
- durch die Flotte Lotte treiben. Aber Achtung dafür ist eine sehr feine Passierscheibe für Beeren notwendig.
- das Flotte Lieschen zur Hand nehmen.
Ich empfehle Dir diese Arbeitsweise allerdings wirklich nur für kleine Mengen. Denn andernfalls wird das Drehen, Pressen und Streichen ganz schön anstrengend.
Was muss ich noch beachten?
Ganz wichtig ist es natürlich, dass Du Dich mit den Regeln des Einkochens vertraut machst. Oftmals kann nämlich schon die Beachtung von Kleinigkeiten einen enormen Unterschied in der Qualität des Endprodukts machen.
Himbeergelee ohne Kerne einkochen
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Zutaten
- 1 kg Himbeersaft
- 1 kg Gelierzucker 1:1
- 1 Schuss Zitronensaft
Zubereitung
- Früchte dampfentsaften.
- Die benötigte Menge Saft abwiegen.
- Himbeer- und Zitronensaft in einem sauberen Topf zum Kochen bringen und in weiterer Folge den Gelierzucker unterühren.
- Mindestens 4 Minuten sprudelnd kochen und dann die Gelierprobe machen.
- Himbeergelee in vorbereitete, sterilisierte Gläser abfüllen und anschließend 15 Minuten im Dampfgarer oder Einkochautomaten einkochen. Alternativ warten bis sich eine dünne Haut gebildet hat und diese mit 60% Rum abdecken bevor das Glas verschlossen wird.
Haltbarkeit und Lagerung
Ich bewahre die fertige Marmelade im dunklen und kühler Keller auf. Dort hält sie sich locker ein Jahr lang. Allerdings büßt sie im Laufe der Zeit ihre knallige Farbe gegen ein mattes, leicht ins Braun gehende Rot ein. Das ist aber vollkommen normal. Das Einkochgut muss entsorgt werden, der Deckel beim Öffnen nicht ploppt oder sich Schimmel gebildet hat. In beiden Fällen ist etwas nicht in Ordnung und kann
Gutes Gelingen beim Einkochen vom Himbeergelee ohne Kerne!
Verrate mir in einem kurzen Kommentar, ob Dich Kerne stören oder Du das eher gelassen siehst! Möchtest Du keine Neuigkeiten mehr verpassen, dann schau auf meinem Instagram-Kanal vorbei.
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Bis bald und baba,
Kathrin
Ich habe beides zu Hause, Entsafter und Flotte Lotte, und ziehe aber die Flotte Lotte vor. Das geht ratzfatz, weil das immer mein Mann macht. Keine Frage, dass es anstrengend ist, dauert aber auch nur ein paar Minuten. Kleines Workout für meinen Mann 😉 Wenn man die Früchte aber vorher etwas erhitzt bis sie aufplatzen, geht's auch leichter. Himbeeren haben wir keine, aber dafür Brombeeren und die Marmelade habe ich auch lieber ohne Kerne. Die Flotte Lotte ist auch super, wenn man die Früchte ohne Haut verkochen will, z.B. bei Zwetschken oder Marillen. Die entkerne ich, kurz erhitzen mit ganz wenig Wasser und mein Mann treibt sie dann durch die Flotte Lotte. Während er die Lotte abwäscht und wegräumt, habe ich schon die Marmelade eingekocht.
Den Entsafter habe ich früher für Ribiselsaft machen verwendet. Daher weiß ich, dass das stundenlang gedauert hat, bis alles durch ist. Naja kommt auf die Menge an. Ich bin keine Küchenfee. Wenn's nicht schnell geht, dann mach ich es nicht 🙂
Wo kriegt man so einen gebogenen Löffel her, wie der am Marmeladenglas hängt. Ist ja genial!
LG Petra
Hallo Katrin,
oh jaaa…Himbeermarmelade muss ich auch noch machen. Aber einen Dampfentsafter habe ich nicht. Daher muss die "Flotte Lotte" ran, denn die Kerne mögen wir auch nicht in der Marmelade.
Viele Grüße
Claudia
Liebe Katrin,
ganz wundervolle Rezepte hast du insgesamt wieder zusammengetragen für Marmelade, Gelee, aber auch einen feinen Kuchen mit Baiser und Torteletts. Letzteres habe ich gestern verspeist mit Erdbeeren und Heidelbeeren.
Ich bin eher für Marmeladen zu haben als für Gelee, denn ich mag gerne noch etwas mehr Fruchtfleisch, also müssen Himbeeren durch ein Sieb gedrückt werden, denn Kerne in der Marmelade mag ich auch nicht so.
Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche wünsche ich dir
Christa