Linzer Augen bzw. Kekse nach Omas Rezept, Spitzbuben

Es gibt ja gewisse Weihnachtskekse, die auf keinen Fall fehlen dürfen. In unserer Familie zählen eindeutig die Linzer Augen nach Omas Rezept dazu. In manchen Regionen sind diese allerdings auch als Linzer Kekse oder Spitzbuben bekannt. Da Linzer Augen genau genommen ein echtes Teegebäck sind, gibt es sie in Österreich das ganze Jahr über in Konditoreien und Bäckereien zu kaufen. Aber ehrlich gesagt geht nichts über selbst gemachte Weihnachtskekse gefüllt mit ebenfalls selbst gemachter Marmelade.

Linzer Augen nach Omas Rezept – dunkel oder hell?!

Linzer Kekse bestehen aus einem sehr feinen Mürbteig, welcher entweder als brauner oder weißer Linzerteig zubereitet werden kann. Die Unterscheidung kommt daher, dass es kurz gesagt möglich ist, einen dunklen oder hellen Mürbteig zuzubereiten. Allerdings kommt die unterschiedliche Färbung nicht daher, dass dem einem Teig Kakao hinzugefügt wurde und dem anderen nicht, sondern von den verwendeten Mandeln.

Ganz klassisch enthält der Teig für Linzer Augen Mandeln. Aber Mandeln gibt es in geschälten und ungeschälter Form. Je nachdem für welche Art von Mandel Du Dich entscheidest, wird der Teig braun (ungeschält) oder hell (geschält). Allerdings ist die Verwendung von Mandeln kein Muss.

Linzer Augen Rezept mit Himbeer-Johannisbeer-Gelee - Foodblog Topfgartenwelt

HINWEIS: Mandeln gehören übrigens botanisch gesehen zum Steinobst und nicht zur Gattung Nüsse. Wenn Du möchtest, kannst Du die Mandeln aber 1:1 mit gemahlenen Nüssen oder Mehl Deiner Wahl ersetzen.

Rezept: Linzer Augen nach Omas Rezept, Linzer Kekse, Spitzbuben

Ich habe mich bei meinem Linzer Augen nach Omas Rezept für die helle Teigvariante ganz ohne Mandeln entschieden. Mir persönlich gefallen die hellen Kekse einfach besser und ich mag Mandeln nicht so gerne. Aber das ist Geschmackssache.

Laut Wikipedia enthält der Teig für Spitzbuben im Original eigentlich kein Ei. Dennoch ist die Bezeichnung Spitzbuben für Linzer Augen vielerorts üblich.

Linzer Augen nach Omas Rezept - Foodblog Topfgartenwelt

Linzer Augen nach Omas Rezept, Spitzbuben

Dieses Rezept für Linzer Augen, Linzer Kekse oder Spitzbuben schmeckt einfach himmlisch und lässt sich ganz einfach zubereiten. Da Linzer Augen sind Weihnachtskekse, aber auch ein klassisches Teegebäck.
Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit1 Std.
Gericht: Teegebäck, Weihnachtsguetzli, Weihnachtskekse, Weihnachtsplätzchen
Land & Region: Deutschland, Österreich, Schweiz
Portionen: 40 Stück
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Equipment

  • Küchenmaschine
  • Teigroller
  • Keksausstecher für Linzer Augen
  • Quetschflasche mit Tülle

Zutaten

Anleitungen

  • Sämtliche Zutaten bis auf die Marmelade entweder mit der Küchenmaschine (*) oder der Hand rasch zu einem Mürbteig verkneten.
  • Den Mürbteig in Frischhaltefolie wickeln und etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
  • Den Teig in vier Stücke aufteilen und diese nach und nach etwa 3 mm dick mit einem Teigroller (*) ausrollen und mit Linzer Augen Keksausstechern (*) Kekse ausstechen.
  • Die rohen Kekse auf ein Backblech mit Backpapier geben und bei 160°C Heißluft ca. 15-20 Minuten goldgelb backen.
  • Die ausgekühlten Plätzchen dünn mit Marmelade bestreichen und jeweils ein Stück mit Loch und eines ohne Loch zusammensetzen.
  • Anschließend die Linzer Augen fein mit Staubzucker bzw. Puderzucker bestreuen (*).
  • In einem Topf so lange etwas Marmelade erwärmen bis diese wieder flüssig ist.
  • Die flüssige Marmelade mit Hilfe eines Trichters in eine Quetschflasche mit dünner Tülle (*) (ca. 1 mm) füllen und damit die Augen auffüllen.
  • Die Linzer Augen schmecken am Besten, wenn man sie vor dem Essen 24 bis 48 Stunden durchziehen lässt.

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Tipps zur Herstellung von Linzer Augen nach Omas Rezept

TIPP 1: Linzer Augen nach Omas Rezept bestehen, wie bereits erwähnt aus einem Mürbteig, welcher optional mit Nüssen verfeinert werden kann. Mürbteig enthält aber relativ viel Butter, so dass er nur kühl gut verarbeitet werden kann. Daher muss der Mürbteig nach dem Kneten zumindest eine halbe Stunde lang, eingewickelt in Frischhaltefolie, im Kühlschrank rasten. Für die weitere Verarbeitung empfiehlt sich außerdem eine kühle Arbeitsfläche.

Linzer Augen ohne Mandeln - Foodblog Topfgartenwelt

HINWEIS: Wenn Du den Mürbteig in der Küchenmaschine (*) knetest, kann es passieren, dass der Teig nach dem Kneten krümelig, aber nicht homogen ist. Ist das der Fall, knetest Du die Teigkrümel mit beiden Händen zu einer homogenen Masse zusammen. Denn durch die Wärme der Hände verbinden sich die kleinen Krümel rasch zu einem perfekten Teig.

TIPP 2: Zum Ausstechen der Linzer Augen nach Omas Rezept kannst Du einen speziellen Keksausstecher mit Auswerfer verwenden, dies erleichtert die Arbeit ungemein. Oder, Du greifst auf ganz klassische Keksaustecher (*) aus Weißblech oder Edelstahl zurück.

TIPP 3: Beim Backen der Kekse empfehle ich Dir, immer nur ein Blech in den Backofen zu geben. Denn in den meisten Fällen werden die Kekse nicht gleichmäßig goldbraun, wenn sich mehrere Bleche im Ofen befinden.

Linzer Augen nach Omas Rezept - Foodblog Topfgartenwelt

INFO: Ganz klassisch wird für Linzer Augen nach Omas Rezept rote / schwarze Ribiselmarmelade bzw. Johannisbeergelee verwendet. Dir steht es aber natürlich frei eine andere Konfitüre als Füllung auszuwählen. Allerdings harmoniert die leichte Säure der Ribiselmarmelade perfekt mit dem an sich süßen Keks. Ich habe übriges mein selbst gemachtes Himbeer-Johannisbeer-Gelee verwendet.

TIPP 4: Damit die Augen gut sichtbar bleiben, pickst Du die Kekse (eines mit Loch, eines ohne Loch) mit wenig Marmelade zusammen. Anschließend bestreust Du die Linzer Augen nach Omas Rezept ganz fein mit Puderzucker. Dann erwärmst Du in einem Topf etwas von der Marmelade bis diese schön flüssig ist und füllst sie mit Hilfe eines Trichters in eine Quetschflasche mit dünner Tülle (*) (ca. 1 mm). Nun füllst Du vorsichtig die Augen mit der Marmelade auf.

Bäckst Du größere Linzer Augen nach Omas Rezept, kannst Du sie auch ganz oder teilweise mit Kuvertüre aus Vollmilchschokolade überziehen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern schmeckt auch sehr gut.

Gutes Gelingen beim Nachbacken der Linzer Augen nach Omas Rezept, Linzer Kekse bzw. Spitzbuben, einem Weihnachtsgebäck, welches nicht fehlen sollte

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Bis bald und baba,
Kathrin

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