Ich finde den Brauch – auch wenn er in Österreich nicht so bekannt ist – für den Beginn des neuen Jahres eine Neujahrsbrezel mit Trockenhefe zu backen wundervoll und habe mich persönlich schon sehr daran gewöhnt. Denn es gibt einfach nichts Schöneres, als wenn zum Jahresausklang ein herrlicher Duft nach Brioche die Küche durchzieht. Meine Familie hat auch nichts dagegen, weil sie weiß, dass es dann am 1. Jänner immer ein ganz besonderes Frühstück gibt. Denn wer kann einem so leckeren Gebäck widerstehen? Ich jedenfalls nicht! Mit meinem Rezept gelingt Dir jedenfalls ein herrlich buttriges Hefegebäck, welches sich auch einfach formen lässt.
Inhaltsverzeichnis
|
Likes:
Ein Gebildbrot, welches vor Unheil schützen soll
Bei der Neujahrsbrezel handelt es sich laut Wikipedia um ein typisches Gebildbrot, vergleichbar mit dem Semmelkrampus oder dem Weckmann. Gebildbrot beutet, dass das Gebäck symbolisch für etwas steht. In diesem Fall Glück. Ihm liegt immer eine typische Form zugrunde, die regional Unterschiede aufweisen kann. Im vorliegenden Fall ist es die Kombination Brezel und geflochtener Zopf.
Früher war üblich einen Teil der Neujahrsbrezel an die Nutztiere zu verfüttern, um Unheil von ihnen abzuwenden. Ein weiterer Teil wurde vermahlen am Feld ausgebracht, um auch das Korn im kommenden Jahr zu schützen. Auch wir hoffen, dass sie uns ein wenig Glück bringt. Verrate mir doch in den Kommentaren, was Dein liebster Glücksbringer ist! Sind es kleine Hefe-Schweinchen oder Punschkrapfen mit lustiger Verzierzung?
Die wichtigsten Zutaten
Für den leckeren Hefeteig werden, wie bei den zu Silvester ebenfalls beliebten Krapfen, wirklich nur ganz einfache Zutaten benötigt. Wenn Du genauso gerne backst wie ich, dann dürfte Dir kaum etwas fehlen. Ein paar Sachen möchte ich hier dennoch etwas näher ausführen. Eine komplette Übersicht findest Du in der Rezeptkarte.
- Trockenhefe: Sie funktioniert gleich gut wie ein Würfel frischer Hefe, hat aber den Vorteil, dass man sie lange lagern kann und sie nicht so schnell verdirbt, auch wenn eine Packung mal offen ist.
- Eigelbe: Für den Teig wird das Eiklar nicht benötigt, damit ich es nicht wegschmeißen muss, mache ich daraus gerne etwas aus Baiser.
- Zitronenzesten: Diese können von frischen, unbehandelten Zitronen stammen oder getrocknet gekauft werden.
Die Zubereitung
Der Hefeteig gelingt am Besten, wenn er lange genug abgeschlagen wird. Ich erledige diese Arbeit mit Hilfe meiner Küchenmaschine. Wichtig ist, dass der Teig nach dem Kneten geschmeidig ist, seidig glänzt und sich leicht vom Rand der Schüssel löst. Ich habe für die Neujahrsbrezel keine allzu weiche Konsistenz gewählt, da sie sich sonst nur schwer formen lässt und instabil ist.

Danach muss der Teig bis zur weiteren Verarbeitung ruhen. Ich gebe ihn dafür in eine Hefeteigschüssel mit Deckel. Hier besteht keine Gefahr, dass die Oberfläche austrocknet und rissig wird. Zudem ist der laute Plopp unüberhörbar. Vor dem Formen knete ich ihn nochmals kräftig durch.
Mengen Verteilung
Zwei Drittel des Teigs verwende ich zum Formen der Neujahrsbrezel, aus dem übrigen Drittel stelle ich den Zopf her. Ich empfehle Dir für diese Arbeitsschritte eine Teigmatte aus Silikon zu verwenden. Denn dann benötigst Du nur sehr wenig bis gar kein zusätzliches Mehl. Die Teigstränge lassen sich dann wesentlich einfacher rollen und werden auch glatter.
So platzierst Du den Zopf richtig auf der Hefebrezel
Den Zopf platziere ich so, dass er nicht nach hinten weg kippt. Das passiert beim Backen nämlich sehr leicht. Damit er besser haftet bestreiche ich die Stelle zuvor mit etwas Wasser.
Neujahrsbrezel Rezept mit Trockenhefe
Bewerte jetzt!
Teilen verbindet!
Beim Essen und Trinken kommen die Leut’ zsam heißt es bei uns in Österreich. Teile das Rezept es mit Familie und Freunden!
Portionen und Zeit
Tippe / klicke neben den Zutaten in die Checkbox zum Ausstreichen!
Zutaten
- 500 g Mehl glatt, Type 700 in AT, Type 550 in DE
- 50 g Zucker
- 230 g Milch lauwarm
- 60 g Butter weich
- 3 Eigelbe zimmerwarm
- 5 g Salz
- 2 Packungen Trockenhefe
- Zitronenzesten je nach Geschmack
zum Verzieren
- 1 Ei verquirlt
- 1 EL Milch
- Hagelzucker
Zubereitung
- Alle benötigten Zutaten mit der Küchenwaage bzw. der Löffelwaage einwiegen. Die Eier trennen. Die Eiklare werden nicht benötigt.
- Die trockenen Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und kurz durchmischen. Anschließend Butter, Milch und Eigelbe hinzufügen.
- Den Hefeteig kräftig durchkneten. Die Knetdauer beträgt ca. 5 bis 10 Minuten.
- Den fertigen Teig in eine Hefeteigschüssel mit Deckel geben und warten bis diese ploppt. Alternativ den Teig mit einem Tuch abdecken und etwa 20 bis 30 Minuten rasten lassen.
- Den Teig nochmals kurz kräftig durchkneten.
- Im nächsten Schritt den Hefeteig in zwei Portionen aufteilen. Zwei Drittel des Teigs, ca. 600 g für die Brezel beseite geben und ein Drittel, ca. 300 g, für den Zopf reservieren.
Brezel formen
- Das Teigstück zu einer Kugel formen. Die Kugel anschließend auf einer Teigmatte aus Silikon etwas platt drücken und das obere und das untere Ende zur Mitte hin einschlagen. Dann die obere Hälfte über die unter Hälfte drüber klappen.
- Ein Strang von etwa 90 bis 100 cm Länge formen, welcher in der Mitte etwas dicker ist als am Rand.
- Nun eine Brezel formen und diese auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech legen.
Zopf flechten
- Das übrige Teigstück in drei Teile zu je 100 g teilen und daraus, wie bereits beschrieben, drei Stränge von ca. 30 bis 35 cm Länge formen.
- Ein Zopf flechten.
Brezel zusammensetzen
- Die lange, breitere Seite der Brezel mit etwas Wasser bestreichen und darauf den Zopf platzieren und leicht andrücken. Dabei darauf achten, dass der Zopf nicht nach außen kippen kann.

- Ein Ei mit einem Esslöffel Milch verquirln und die Neujahrsbrezel damit bestreichen.
- Auf Wunsch die Brezel mit Hagelzucker bestreuen.
Backen
- Die Neujahrsbrezel bei 160°C Heißluft auf mittlerer Schiene ca. 25 bis 30 Minuten lang backen.
Notes
Tipps
Zum Schluss habe ich noch ein paar häufige Fragen bzw. Tipps zusammengeschrieben. Vielleicht sind sie für Dich interessant!
Kann ich die Brezel schon ein paar Tage vorher backen?
Ja, natürlich. Aber, wenn Du die Brezel im Voraus backst, solltest Du sie noch im lauwarmen Zustand einfrieren. Dadurch wird sichergestellt, dass sie auch nach dem Auftauen noch immer saftig ist. Selbiges kannst Du auch machen, wenn zu viel übrig bleibt. Frierst Du das Gebäck nicht ein, wird Hefeteig innerhalb von zwei, drei Tagen trocken. Frisch oder kurz nach dem Aufbacken schmeckt sie am Besten.
Als Geschenk verpacken
Wenn Du das Gebäckstück einen ganz besonderen Menschen schenken möchtest, dann verpacke sie in Celophanfolie. Das schaut sehr hübsch aus und hält es auch frisch.
Gutes Gelingen beim Nachbacken des Rezepts Neujahrsbrezel mit Trockenhefe!
Über eine Rückmeldung würde ich mich riesig freuen, nutze dafür doch die Kommentarfunktion! Hast Du schon versucht Vanille anstatt Zitronenzesten zu verwenden?
Nichts mehr verpassen:
Möchtest Du über neue Beiträge informiert werden? Melde Dich zum NEWSLETTER an!
Bis bald und Baba,
Kathrin
Liebe Kathrin, das war wieder ein super Rezept!!!!Und schmeckt nicht nur zum Neujahr.