Wenn die Erntezeit beginnt, dann backe ich total gerne diesen leckeren, saftigen Schokokuchen mit Kirschen vom Blech. Er ist gelingsicher und ganz einfach zu machen. Es ist eine Mehlspeise wie man sie von früher kennt, ohne viel Firlefanz. Eine, die auch Oma schon serviert hat. Das kommt bei meiner Familie ganz gut an. Aber auch die Arbeitskollegen meines Mannes konnte ich damit schon überzeugen. Und weil dem so ist, teile ich heute mit Dir das Rezept.
Inhaltsverzeichnis
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Was macht ihn so besonders?
- Der Schokokuchen mit Kirschen ist schnell zubereitet und lässt sich gut vorbereiten.
- Er hält sich lange frisch und hat eine sehr lockere Teigbeschaffenheit.
- Du kannst ihn mit frischen als auch mit Früchten aus dem Glas zubereiten, er ist daher nicht saisonal gebunden.
- Der Fruchtanteil ist hoch, was ihn noch besser macht.
- Die Größe ist variabel und lässt sich daher an die Anzahl der Gäste anpassen.
Besonders gut schmeckt auch mein Kirsch-Streuselkuchen. Er wird ohne Kakao zubereitet und ist damit quasi das helle Gegenteil von diesem hier.
Die wichtigsten Zutaten
Der Schokokuchen mit Kirschen ist eine Mehlspeise wie man sie von Oma kennt. Eine echte Hausmannskost, die man manchmal noch in Bäckereien entdecken kann. Du brauchst daher keine ausgefallenen Zutaten. Wahrscheinlich hast Du das meiste sowieso zu Hause.
- Kirschen: Ich besorge mir am Liebsten dunkle, saftige Herzkirschen für meine Küchenexperimente. Sie schmecken am Besten, wenn sie richtig reif sind. Alternativ dazu lassen sich auch Früchte im Glas (Konserven) verwenden. Sie sind das ganze Jahr über erhältlich und bereits entkernt.
- Schokolade: Meine Wahl fiel auf Vollmilchschoko, Du kannst aber auch gerne zu Zartbitter greifen und damit etwas Zucker einsparen.
- Kakao: Er intensiviert das schokoladige Aroma und macht den Teig dunkler. Ich finde, so schaut es appetitlicher aus.
- Butter: Bitte nimm ein Produkt ohne Zusätze. Diese verändern nämlich die Backeigenschaften.
So wird es gemacht
Die Teigmenge im Rezept ist auf halbes Backblech ausgelegt. Das entspricht:

- einem Backrahmen eingestellt auf die Maße 28 x 24 cm oder
- der kleinen, flachen Kuchenform von Le Creuset, die als kleines Backblech verkauft wird.
Mir persönlich sind solche kleinen Mengen lieber, da weder ich noch meine Familie die ganze Woche lang Schokokuchen mit Kirschen essen mag. Solltest Du aber einmal etwas mehr benötigen, ersetze einfach die 1 im Feld Portion durch eine 2 und die Zutaten verdoppeln sich automatisch.
Muss ich die Kirschen entsteinen?
Kerne in der Mehlspeise sind für mich ein absolutes No-Go. Sie stören beim Essen, sind unappetitlich beim Ausspucken und man kann sich an ihnen verschlucken. Deswegen entsteine ich sie rigoros. Das geht mit meinem Entkerner zwar ganz flott. Es kann aber spritzen. Nachdem ich mir bei dieser Arbeit schon einmal ein T-Shirt versaut habe, mache ich das nicht mehr ohne Schürze. Die Flecken gehen nämlich nicht mehr weg.
Kann ich das Einsinken der Früchte reduzieren?
Damit diese nicht vollkommen im Rührteig versinken, teile ich sie in zwei Hälften und mehle ich sie etwas ein, andernfalls füllen sie sich mit Teig und gehen erst recht unter. Das Mehl erzeugt eine höhere Reibung und verhindert weitgehend das komplette Versinken. Damit das aber klappt, darfst Du die Früchte nur locker am Teig auflegen, aber nicht hineindrücken oder unterrühren.
Schokokuchen mit Kirschen vom Blech
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Zutaten
- 150 g Mehl glatt, Type 700 in AT, Type 550 in DE
- 150 g Zucker
- 150 g Butter weich, Raumtemperatur
- 150 g Schokolade Vollmilch oder Kochschokolade
- 10 g Kakao = ungesüßter Backkakao
- 4 Eier
- 60 ml Milch
- ½ Packung Backpulver
- Prise Salz
- 450 g Kirschen gewaschen, entsteint, getrocknet und halbiert – frisch oder aus dem Glas
zusätzlich
- Mehl zum Wälzen der Kirschen
- Puderzucker zum Bestreuen als Deko, optional
Zubereitung
- Alle Zutaten mit der Küchenwaage einwiegen. Die Eier trennen. Die Kirschen waschen, entsteinen, trocken tupfen, halbieren und in Mehl oder Grieß wälzen.
- Die Butter bei niedriger Temperatur gemeinsam mit der Schokolade schmelzen und verrühren.
- Die Eiklare mit einer Prise Salz und etwa der halben Zuckermenge mit dem Handmixer zu einem schnittfesten Eischnee schlagen und unter die Teigmasse heben.
- Inzwischen die Eigelbe mit dem übrigen Zucker in der Küchenmaschine schaumig schlagen. Es soll eine weißliche Masse entstehen.
- Die nicht zu heiße Butter-Schokolade-Mischung sowie den Kakao unter die Eigelb-Zucker-Mischung rühren und aufschlagen.
- Die Milch unterrühren.
- Zum Schluss Mehl und Backpulver vorsichtig unterheben.
- Den Backrahmen oder die Blechkuchen-Form mit Backtrennspray ausfetten und die Teigmasse einfüllen. Glatt streichen.
- Die eingemehlten Kirschen locker am Teig verteilen.
- Den Schokokuchen mit Kirschen bei 160°C Heißluft im vorgeheizten Backrohr in etwa 35 bis 40 Minuten lang backen. Mit der Stäbchenprobe kontrollieren, ob der Teig durch ist.
- Den Kuchen vollständig auskühlen lassen und optional mit etwas Puderzucker bestreuen.
Fragen & Antworten
Zum Abschluss noch zwei wichtige Sachen:
Ist eine kühle Lagerung ein Muss?
Ja, denn überhaupt im Sommer neigen die Früchte schnell zu Schimmel. Ich gebe ihn daher immer in den Kühlschrank.
Wie lange ist die Mehlspeise haltbar?
Der Kuchen hält sich bei korrekter Lagerung drei bis vier Tage lang. Je eher er aber aufgegessen wird, desto besser.
Wie serviere ich ihn am Besten?
Ich serviere den Blechkuchen am Liebsten bestreut mit etwas Staubzucker und ein wenig Schlagrahm. Denn das Auge isst ja bekanntlich mit. Wenn Du möchtest, kannst Du das Teller auch noch mit ein paar Kirschen garnieren.
Gutes Gelingen beim Nachbacken des Rezepts Schokokuchen mit Kirschen vom Blech!
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Kathrin
Die Reihenfolge der Zubereitung stimmt nicht und Zucker in den Eischnee ist Unsinn
Liebe Eva, da muss ich Dir widersprechen. Der Eischnee wird nur dann stabil, wenn er mit Zucker und einer Prise Salz aufgeschlagen wird. Gibst Du das nicht dazu, erhälst Du zwar einen Eischnee, dieser fällt aber beim Unterheben sofort zusammen und der Effekt ist null. Auch stimmt die Reihenfolge der Zubereitungsschritte. Aber wenn Du es schon besser weißt, wie man die Zutaten verarbeitet, hättest Du auch Deine Variante hierlassen können anstatt nur Kritik an einer Arbeitsweise zu üben, die vollkommen in Ordnung ist! 🙂
LG Kathrin