Dieses Rezept für ein einfaches, italienisches Haselnusseis schmeckt einfach himmlisch. Es lässt sich hervorragend in der Eismaschine zubereiten und Du benötigst dafür keine rohen Eier. Meine Familie ist von seinem zarten Schmelz total begeistert und fragt immer wieder danach. Gerne erkläre ich Dir heute, wie Du es zu Hause nachkochen kannst. Keine Sorge es ist richtig einfach.
Inhaltsverzeichnis
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Eine der beliebtesten Sorten
Seit dem Einzug der Eismaschine bei uns zu Hause habe ich wirklich schon sehr viel in puncto Eisherstellung experimentiert und vor allem zahlreiche, verschiedene Sorten ausprobiert. Mein erster Versuch war ein klassisches Schokoladeneis, gefolgt von einem einfachen Stracciatella-Eis. Das Haselnusseis stand auch ganz oben auf der ToDo-Liste, gehört es doch zu den beliebtesten Eissorten überhaupt.
Es wird in jedem Eissalon angeboten und aber die Qualität ist extrem unterschiedlich. Ist Dir das auch schon einmal aufgefallen? Aber damit ist jetzt Schluss, denn mit meiner Anleitung, bekommst Du ab sofort immer ein tolles Ergebnis.
Die wichtigsten Zutaten
Für das beliebte Nusseis sind unter anderem diese Zutaten notwendig:
- Haselnussmus: Es ist das Herzstück dieser Sorte und mit ihm steht und fällt das Ergebnis.
- Sahne: Da schon ausreichend Fett im Nussmus enthalten ist, habe ich hiervon nur noch sehr wenig verwendet.
- Magermilchpulver: Wenn es um Cremigkeit geht, ist es die Geheimzutat schlechthin. Ich nehme immer ein Instant-Pulver, welches sich gut auflöst.
- Johannisbrotkernmehl: Das ist ein rein pflanzliches Bindemittel, welches auch in kalten Flüssigkeiten verwendet werden kann. Alternativ kannst Du Guarkernmehl verwenden. Die im Rezept angegebene Menge von 2 g sollte aber keinesfalls überschritten werden, da die Konsistenz sonst gummiartig wird. Beide Emulgatoren können auch gemischt werden.
- Zucker: Er sorgt für Süße und schützt vor davor, dass die Masse komplett hart wird.
Wo kann ich Nussmuse kaufen?
Bei uns in Salzburg kann man es entweder in italienischen Delikatessengeschäft, im Drogergiemarkt, im Reformhaus oder im Internet kaufen. Manchmal findest Du es sogar schon im Supermarkt. Ich habe mich jedenfalls für ein Produkt in Bio-Qualität der Firma Rapunzel entschieden. Dieses hat eine hervorragende, cremige Konsistenz und einen tollen Geschmack, da es aus gerösteten Haselnüssen hergestellt wird. Zudem kommt es gänzlich ohne weitere Zusatzstoffe aus. Die Rohstoffe selbst stammen aus dem zertifizierten biologischen Landbau. Es eignet sich daher perfekt für mein Haselnusseis. Du kannst aber auch gerne auf einen anderen Hersteller zurückgreifen. Aber eine Sache musst Du beachten, nämlich ob dem Mus zusätzlich Süße zugesetzt wurde oder nicht:
- Zuckerzusatz ja: Reduziere den Kristallzucker im Rezept um ca. 20 bis 30 g
- Zuckerzusatz nein: keine Anpassungen erforderlich
Dies ist zum Beispiel auch bei der Zubereitung von Pistazien- oder Walnusseis wichtig. Denn auch hier sind unterschiedliche Produkte im Handel. Ich persönlich bevorzuge allerdings eher Angebote, die nicht extra gesüßt wurden.
Kann ich Haselnussmus auch selber machen?
Ja, das geht. Hierfür röstest Du die Nüsse in einer Pfanne ohne Fett ein wenig an und pürierst sie anschließend mit dem Stabmixer zu einem feinen Mus. Dieses Vorgehen eignet sich insbesondere dann, wenn Du nur kleine Mengen benötigst. Das Rösten ist allerdings ein wenig tricky, weil Du höllisch aufpassen musst, dass die Nüsse nicht verbrennen, sondern wirklich nur ein gutes Aroma bekommen.
So wird es gemacht
- Bei Maschinen mit Kühlakku sollte die Eisbasis richtig durchgekühlt sein. Am Besten wird sie in diesem Fall schon am Vortag zubereitet. Kompressorgeräte sind diesbezüglich nicht so empfindlich.
- Das Haselnussmus nicht mitkochen!
- Die Ruhezeit ist wichtig zum Abkühlen, für das Aroma und die Wirksamkeit des Bindemittels.
Einen genauen Arbeitsablauf findest Du in der Rezeptkarte.
Haselnusseis selber machen
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Portionen und Zeit
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Zutaten
- 755 g Vollmilch
- 40 g Sahne
- 150 g Zucker
- 15 g Dextrose
- 40 g Magermilchpulver
- 2 g Johannisbrotkernmehl
- 100 g Haselnussmus ungesüßt, gut durchgerührt
Zubereitung
- Das Johannisbrotkernmehl mit einer Löffelwaage abwiegen. Die übrigen Zutaten mit einer Küchenwaage einwiegen.
- Milch, Sahne und alle übrigen Zutaten bis auf das Haselnussmus in einen Kochtopf geben und erwärmen, aber nicht aufkochen. Die Milchbasis mit einem Spiralbesen so lange rühren bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
- Anschließend diese Basis für etwa 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit diese andickt und abkühlt.
- Sofern notwendig, das Nussmus mit dem Stabmixer aufmixen, damit es schön cremig ist und sich leicht unterheben lässt.
- Wenn die Milchbasis abgekühlt ist, das Mus untermischen und alles gemeinsam mit dem Stabmixer aufrühren.
- Das Haselnusseis in die Eismaschine geben und gemäß Herstellerangaben zubereiten.
- Nach der Zubereitung die Masse in eine Tiefkühlbox geben und vor dem Servieren noch etwa eine Stunde im Tiefkühler nachfrieren.
Tipps
Bevor Du gehst noch ein paar Kleinigkeiten:
Lagerung
Mein Eis ist so konzipiert, dass es bei -18°C im Tiefkühlschrank gelagert werden kann und trotzdem portionierbar bleibt. Lässt sich Dein Gefrierschrank nicht exakt einstellen oder sind Dir kältere Temperaturen lieber, musst Du es vor dem Servieren etwa 10 bis 15 Minuten im Kühlschrank antauen lassen. Alternativ kannst Du die Temperatur auch mit Hilfe eines Thermometers einstellen.
Seviervorschlag
Diese Sorte passt besonders gut zu schokoladiger Nutella-Eiscreme oder einer Kugel Vanille. Probiere es einfach mal aus!
Gutes Gelingen bei der Umsetzung des Rezepts für italienisches Haselnusseis!
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Bis bald und baba,
Kathrin
Herzlichen Dank für dieses tolle Rezept … das Eis schmeckt fantastisch.
Liebe Grüße,
Lore
Liebe Lore, vielen herzlichen Dank für das tolle Feedback und die Sterne!
LG Kathrin
Klingt fantastisch!
Kann ich denn das Milchpulver auch weglassen, oder durch etwas anderes ersetzen??
Vielen Dank und alles Gute.
LG Sabine
Liebe Sabine, wenn Du das Milchpulver einfach weglässt, veränderst Du die Konsistenz vom Eis. Es könnte dann etwas wässriger sein und weniger cremig. Zudem ändert sich auch der Zuckergehalt, da Milchpulver Milchzucker enthält. Du müsstest es einfach ausprobieren, wie Du mit dem Ergebnis ohne Milchpulver zufrieden bist und wie sich das Eis dann im Tiefkühler verhält. Einen gleichwertigen Ersatz für Milchpulver gibt es nicht, zumindest ist mir keiner bekannt. Im Internet finden sich verschiedene Milchpulver aus Pflanzenmilch, z.B. Hafermilchpulver. Da ich mit solchen Produkten bislang aber kein Eis hergestellt habe, kann ich Dir leider keine Tipps geben.
LG Kathrin
Ein superleckeres Eis, das ich jetzt schon 3x wiederholen musste 😋🍧
Liebe Conny, das freut mich total!