Dieses Rezept für Stracciatella-Eis ohne Ei stammt aus dem Buch “Eis für Geniesser – 90 verführerische Originalrezepte aus Italien” von Linda Tubby, welches im im Christian-Verlag erschienen ist. Ich liebe diese Sorte und musste sie natürlich sofort nachkochen und probieren. Die Anleitung dafür findest Du direkt nach der Buchvorstellung. Aber zuerst nehme ich Dich mit ins Land des Gelato und erzähle Dir ein bisschen was über das Kochbuch.
Inhaltsverzeichnis
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Buchtipp: Eis für Genießer
Der Sommer ist perfekt, um ein köstliches Eis im Garten zu genießen. Da wir aber in einer Kleinstadt ohne echte italienische Gelateria leben, legten wir uns vor Kurzem eine Eismaschine mit Kompressor zu. Doch was nützt das beste Gerät, wenn die passenden Rezepte fehlen? Dabei gibt es nichts Besseres als selbst gemachtes Erdbeer- oder Zitroneneis. Da kam mir das Buch von Linda Tubby gerade recht.
Sie recherchierte in zahlreichen Betrieben Italiens, unter anderem in jenem von Sergio Dondole, welchem die berühmte und preisgekrönte Gelateria di Piazza in San Gimignano gehört. Das dort angebotene Eis sucht wirklich seinesgleichen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Schlangen davor lange sind und man ausreichend Zeit für eine Kostprobe einplanen muss. Dennoch ist der Besuch dort ein Muss, wenn man in das mittelalterliche Städtchen mit seinen vielen Geschlechtertürmen kommt.
Die deutschsprachige Ausgabe des Titels erschien erstmals 2008, mittlerweile gibt es bereits die 9. Es gehört somit zu den Klassikern unter den Kochbüchern für Speiseeis und enthält natürlich viele klassische Zubereitungen, wie z.B. das Stracciatella-Eis.
Aufbau
Zu Beginn findet sich ein kurzes Kapitel zur Geschichte der Speiseeisherstellung. Besonders interessant ist, dass das Handwerk der italienischen Gelatieri zurück bis ins 16. Jahrhundert reicht. Damals wurde erstmals versucht Speiseeis zu kreieren, nachdem Marco Polo Rezepturen aus China mitgebracht hatte. Darauf folgt eine sehr ausführliche Erklärung, warum Gelati und Sorbetti nicht dasselbe sind und zum Abschluss gibt es noch ein paar Hinweise zur manuellen Zubereitung.
Nach dem Push mit dem notwendigen Basiswissen, folgt ab Seite 22 der Praxisteil, welcher mit 138 Seiten von insgesamt 160 den größten Teil des Buches umfasst. Dieser gliedert sich wie folgt:
- geeiste Getränke und Granita
- Sorbet
- Eis (z.B. Stracciatella)
- Eisdesserts
- Garnierung und Toppings
Die Rezepte
Die Zubereitungen sind unterschiedlich aufgebaut, sie umfassen ganz unterschiedlich eine oder zwei Seiten. Nahezu alle Eiskreationen sind mit Bildern versehen, aber leider nicht alle. Ganz besonders schade ist das bei manchen Desserts. Der Qualität tut dies zwar keinen Abbruch, aber schön wäre es trotzdem gewesen. Denn gerade ein Kochbuch lebt von den Fotos und ganz ehrlich ohne visuelle Darstellung fehlt einfach etwas.
Alle Rezepte in Eis für Genießer verfügen aber über einen kurzen Einleitungstext, welcher etwas über die Herkunft verrät oder schlicht und einfach einen Zubereitungstipp enthält. Zudem ist angegeben, für wie viele Personen die Masse reicht.
Grundsätzlich sind die Rezepturen nicht schwer nachzukochen, gäbe es da nicht ein Manko. Für die Zubereitung von Cremeeis ist Creme Double notwendig. Dieses Milchprodukt mit einem Fettgehalt von 40% ist in Österreich überhaupt nicht erhältlich und in Deutschland auch nicht überall. Eine Alternative wird von der Autorin Linda Tubby jedoch nicht genannt. Man muss hierfür das Internet bemühen, um zur Kenntnis zu kommen, dass dies annähernd nur aus gleichen Teilen Mascarpone und Schlagrahm (Sahne) nachgebaut werden kann. Einen 100%igen Ersatz für Creme Double stellt diese Mischkulanz allerdings nicht dar.
Ich hätte es super gefunden, wenn die Rezepte an die erhältlichen Zutaten angeglichen worden wären.
Fazit
“Eis für Geniesser” ist ein tolles Kochbuch für verschiedenste Eisvariationen im klassischen Stil, wie eben Stracciatella. Es ist allerdings kein Ratgeber zur Herstellung von eigenen Kreation. Dies will es aber auch gar nicht sein. Vielmehr geht es um die Vermittlung von authentischer Gelati-Kunst zum Nachmachen in den eigenen vier Wänden. Wer so etwas sucht, ist damit perfekt beraten. Will man aber selber kreativ werden, ist man mit der Eis-Bibel besser beraten.
Davon abgesehen sind die einzelnen Vorschläge sehr ausgewogen und alles was ich im Zuge dieser Buchvorstellung ausprobiert habe, ist super gelungen und hat toll geschmeckt.
Infobox – Eis für Genießer – 90 verführerische Rezepte aus Italien
AUTOR: Linda Tubby
ISBN: 978-3884728048
PREIS: € 20,55
SEITEN: 160
VERLAG: Christian-Verlag
Die am Blog rezensierte Buchausgabe wurde mir vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank!
Das habe ich nachgekocht
Wie bereits erwähnt, habe ich mir für diesen Blogbeitrag das Stracciatella-Eis ausgesucht. Die Kombination aus Milch und Schokoladestückchen finde ich persönlich herrlich und es gehört daher auch zu meinen Favoriten.
Die wichtigsten Zutaten
Der eiskalte Genuss kommt mit nur sehr wenigen Zutaten aus, unter anderem brauchst Du:
- Vollmilch: Ich kaufe sie immer in Bio-Qualität. Leichte Milch mit weniger Fett habe ich hier noch nie ausprobiert und kann Dir daher nicht sagen, wie sich dies auf die Konsistenz auswirkt.
- Magermilchpulver: Es sorgt für die richtige Cremigkeit. Leider gibt es hier viele Qualitätsunterschiede, so dass Du für Dich das Beste finden musst.
- Traubenzucker: Dextrose ist ein Einfachzucker und bei der Eisherstellung sehr wichtig.
- Johannisbrotkernmehl: Dieses Bindemittel war in der ursprünglichen Zubereitung nicht vorgesehen. Ich habe es ergänzt, weil ich damit gute Erfahrungen gemacht habe.
- Schokoflocken: Diese können auch durch bunte Schokolinsen ersetzt werden, dann hat man im Nu ein Milli-Lili-Eis. Meine Kinder mögen diese Variante sehr.
So wird es gemacht
An dieser Stelle möchte ich eigentlich nur darauf hinweisen, dass die Masse für das Stracciatella-Eis bei einer Maschine mit Kühlakku am Besten schon am Vortag zubereitet wird, damit sie zur Verarbeitung die richtige Temperatur hat. Alle übrigen Schritte sind genau in der Rezeptkarte erklärt.
weiterer Tipp:
- Ich friere die Schokoflocken immer für etwa 20 Minuten ein bevor ich sie während dem Rühren ins Eis rieseln lasse, da sie ansonsten zu warm und weich sind. Das führt dann nämlich dazu, dass sie Masse braun verfärben anstatt als Stückchen erhalten zu bleiben.
- Zudem plane etwa 45 Minuten für den Herstellungsprozess ein.
- Direkt aus der Eismaschine ist relativ weich, am Besten lassen sich Kugeln formen, wenn man es für etwa ein bis zwei Stunden nachgefriert.
Stracciatella Eis ohne Ei
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Portionen und Zeit
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Zutaten
- 750 ml Vollmilch
- 100 g Magermilchpulver
- 125 g Zucker extra fein
- 25 g Traubenzucker
- 70 g Schokoflocken eingefroren
- 2 g Johannisbrotkernmehl
Zubereitung
- Alle Zutaten bis auf die Schokostückchen in einen Topf geben, unter rühren mit einem Spiralbesen langsam erhitzen und dabei darauf achten, dass sich der Zucker vollständig löst.
- Die Rohmasse für ca. eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen und anschließend nach den Angaben des Eismaschinenherstellers verarbeiten.
- Sobald sich die Eismasse zu verfestigen beginnt, nach und nach die zuvor tiefgekühlten Schokoflocken einrieseln lassen.
- Das Stracciatella Eis vor dem Servieren etwa eine Stunde lang im Tiefkühler lagern.
Lagern im Tiefkühler
Das Dessert wurde äußerst cremig und ließ sich auch nach einer Woche noch perfekt direkt aus dem Tiefkühler portionieren. Die gute Lagerfähig ist ein großer Pluspunkt, wie ich finde.
Gutes Gelingen beim Stracciatella-Eis ohne Ei!
Hat Dir die das eiskalte Dessert geschmeckt? Lass es mich wissen! Über eine Rückmeldung hier oder auf Instagram freue ich mich sehr!
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Bis bald und baba,
Kathrin
Danke für die tolle Buchvorstellung und die schönen Bilder, liebe Kathrin!
Ich werd's mir holen, unsere Eismaschine soll nämlich auch mehr zum Einsatz kommen 🙂
Liebe Grüße
Andrea
Sieht sehr lecker aus. Wir haben zwar eine Eismaschine, in der Naehe von uns ist eine Eisdiele, die Bio-Eis nach originalem italienischen Rezept zubereitet. Von dort holen wir uns gern Eis und sparen uns so den Abwasch 🙂
Danke fuer Deinen Kommentar ayf unseren Blog. Wir haben von einem Freund, der in einer raueren und hoeheren Gegend als wir wohnen, einen Weinstockgeschenkt bekommen, den er aus einer Bergregion aus Griechenland mitgebracht hat. Sie hat – obwohl er nicht in einer Weingegend wohnt – ueberreich und frueh getragen. Wenn es auch auf unseren Stock zutrifft, schicken wir Dir – wenn Du magst – einen Ableger. LG
Liebe Kathrin,
das Buch ist für jeden, der Eis gerne selbst herstellt, ein sehr guter Ratgeber.
Ich habe auch eine Eismaschine und schon oft welches hergestellt, als die Familie noch größer war. Jetzt lohnt sich das eigentlich nicht mehr. Johannisbrotkernmehl als Emulgator zuzusetzen funktioniert sehr gut, wenn man bei Lagerung im Gefrierschrank den Eiskristallen entgegen wirken möchte. Aber auch durch Zugabe eines Alginats habe ich gute Ergebnisse erreicht.
Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntagnachmittag
Christa
Very interesting! Have a nice week Kathrin
Hallo du Liebe! Ui, das Buch wäre vermutlich "Gift" für mich 😉 Ich habe auch jetzt, bei Bilderanschauen, Guster auf Eis (und auch gleich auf Schokolade) bekommen. Aber solch eine kalte Süßigkeit gönne ich mir nur ganz selten, deshalb habe ich auch keine Eismaschine. Am liebsten gehe ich in Baden zum Eis-Peter, aber natürlich auch nicht jedes Mal, wenn ich in Baden bin: Der hat mein absolutes Lieblingseis: Zimtapfel (schmeckt ein bisserl nach Apfelstrudel)
Budapest war wirklich schön – kann ich euch empfehlen 🙂
Ganz herzliche Rostrosen-Sonntagsgrüße,
Traude
https://rostrose.blogspot.com/2018/07/bahntrip-nach-budapest-teil-2.html
Eis, Eis, Eis – eine gar köstliche Erfindung! Gerade jetzt im Sommer stehen wir am Eiswagen Schlange. Kennst Du das? Bei uns fährt ein kleiner Eiswagen durch die Straßen und macht sich mit einem Bimmeln bemerkbar. Alle Kinder (und Hunde) in der Gegend gehen diese Bimmel. Du glaubst nicht, was das für eine Freude ist!! Vielen Dank für die schöne Buchvorstellung. Herzlichst, Nicole
Liebe Kathrin,
ein tolles Buch, klasse Vorstellung, leckeres Rezept nun wir haben leider keine Eismaschine aber einen Italiener, der ein sehr gutes Eis hat 🙂
Ganz liebe Grüße
Karina
Liebe Kathrin,
hmmmm, wie verführerisch 🙂
Das wäre das ideale Geschenk für meinen 14-Jährigen 🙂
Er probiert gern in der Küche herum und liebt Eis 🙂
Danke für den tollen Tipp!
Ganz viele liebe Sommergrüße
sendet dir die Urte
Tolles Rezept!
Wieso nur kommt in DIESES Eis besonders viel Milchpulver rein-im Vergleich zu den anderen Eissorten?
Gruss, Michael
Hallo Michael, dieses Rezept stammt aus einer Buchrezension. Die anderen Eisrezepte, die auf meinem Blog findest, habe ich selber bilanziert. Warum die Autorin des Buchs so viel Milchpulver verwendet hat, kann ich Dir leider nicht sagen.
LG Kahtrin