Habe ich Dir schon einmal verraten, dass wir Elsässer Flammkuchen lieben? Er ist schnell gemacht, kann super vielseitig belegt werden und lässt sich vor allem gut vorbereiten. Er ist schon sehr lange ein fixer Bestandteil unseres Speiseplans und eine tolle Abwechslung zu italienischer Pizza. Das Rezept gebe ich gerne an Dich weiter und verrate Dir auch meine Spezialzutaten, die diesen Klassiker auf eine neue Stufe heben und ihn zu etwas ganz Besonderem machen.
Inhaltsverzeichnis
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Erinnerungen an Straßburg und Colmar
Vor einigen Jahren machten wir einen Städtetrip ins Elsass und besuchten die Städte Straßburg und Colmar während der Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag. Es gab so gut wie kein Lokal, wo neben dem traditionellen, regionalen Hauptgericht “Backofe” nicht auch Elsässer Flammkuchen angeboten wurde. Meist gab es ihn belegt mit Speck und Zwiebeln, aber auch zahlreiche andere Varianten kamen uns unter. Ich kann mich noch gut an eine mit Brie erinnern.
Aber eines war ihnen allen gemeinsam, sie bestanden aus einem sehr knusprigen dünnen Teig, der manchmal mit Sauerteig zubereitet wird, und einem ausgesprochen appetitlichen Belag. Zurück zu Hause war natürlich klar, so etwas Leckeres muss es ab sofort öfter zu essen geben. Nun ja, seitdem ist einiges an Zeit vergangen und ich habe inzwischen wirklich viel Übung bei der Zubereitung. Um so bedauerlicher ist es, dass es diese Speise erst so spät geschafft hat mit einem eigenen Blogbeitrag gewürdigt zu werden.
Die wichtigsten Zutaten
Für meinen Elsässer Flammkuchen brauchst Du unter anderem folgende Zutaten:
- Milch: Sie verleiht dem Teig eine tolle Konsistenz.
- Olivenöl: Gut, das ist keine traditionelle Zutat, aber es schmeckt besser als Raps- oder Sonnenblumenöl und macht den Teig geschmeidiger.
- Sauerrahm: Ich verwende ihn zum Bestreichen und verteile darauf die übrigen Zutaten.
- Speck: Ich nehme am liebsten einen feinen Bauchspeck und schneide diesen in feine Streifen.
- Zwiebel: Sie gehört einfach dazu, kann aber auch sehr gut durch Lauchzwiebel ersetzt werden.
Meine ganz speziellen Zutaten für den richtigen Wow-Moment:
- Datteln: Ihre Süße harmoniert perfekt mit dem würzigen Speck und fügt einen exotischen Touch hinzu.
- Paprika: Er bringt eine eine erfrischende Note in das Gericht.
- Parmesan: Ich streue gerne etwas geriebenen Grana Pandano über den Belag. Das rundet das Aroma perfekt ab.
Wenn Du Dich allerdings nicht in ein kulinarisches Abenteuer stürzen möchtest, kannst Du diese Zutaten aber auch weg lassen und das Essen einfach nur mit Speck und Zwiebel zubereiten. Leider verliert es dann aber den Wow-Effekt. Aber Du könntest natürlich auch meine Kürbis-Quiche ausprobieren. Auch die ist sehr lecker.
So wird es gemacht
Zuerst bereite ich den Hefeteig zu und lasse ihn nach dem Kneten noch etwa eine halbe Stunde lang in meiner Küchenmaschine gehen. Dann hat sich sein Volumen verdoppelt und er lässt sich super weiter verarbeiten. Alternativ kannst Du auch mit einer Plopp-Hefeteigschüssel arbeiten. Anschließend rolle ich ihn grob aus und gebe ihn dann auf ein Backpapier, lege das ganze auf das Blech und mache den Feinschliff mit einem Backblechroller. Ich nehme dafür aber nicht zu viel Mehl, denn das macht die Masse trocken und rissig. Der Teig hat eine sehr gute Konsistenz und springt beim Ausrollen nicht wesentlich zusammen.
Wenn ich mehr als einen Elsässer Flammkuchen auf einmal zubereiten will, dann verdopple ich einfach die Teigmenge im Rezeptrechner. Aber ich würde sie nie gleichzeitig in den Backofen geben, denn einer gelingt dann nie so richtig. Denn einem fehlt die Ober- und dem anderen die Unterhitze. Ich wähle meistens die Pizzastufe für die Zubereitung aus.
Elsässer Flammkuchen
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Zutaten
Teig
- 150 g Mehl
- 90 g Milch
- 15 g Olivenöl
- 1,5 g Zucker = eine Prise
- 1,5 g Salz = eine Prise
- 1 Packung Trockenhefe
Belag
- 125 g Sauerrahm
- 150 g Bauchspeck fein geschnitten
- 10 Datteln entsteint, halbiert oder geviertelt
- 1 Paprika in Würfel geschnitten
- 1 kleine Zwiebel alternativ Lauch in dünne Scheiben geschnitten
- Muskatnuss
- Rosmarin
- Majoran
- Thymian
- Parmesan fein gerieben
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
Teig zubereiten
- Alle Zutaten mit der Küchenwaage einwiegen und in der Küchenmaschine zu einer homogenen Masse verarbeiten.
- Den Teig in eine Hefeteigschüssel geben und an einem warmen Ort stellen. Einmal ploppen lassen.
- Danach Teig dünn ausrollen und anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben.
Belegen
- Den Sauerrahm mit etwas Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Löffel gleichmäßig am Teig verteilen.
- Nun den Teig mit Bauchspeck, Datteln, Paprika- und Zwiebelscheiben belegen.
- Je nach Geschmack mit Rosmarin, Thymian und Majoran würzen.
- Zum Schluss mit geriebenen Parmesan bestreuen.
- Den Elsässer Flammkuchen bei 200°C (Pizzastufe) auf mittlerer Schiene im nicht vorgeheizten Backrohr etwa 20 bis 25 Minuten backen bis der Parmesan eine schöne goldbraune Farbe hat. Ist das Backrohr schon heiß verkürzt sich die Zubereitungszeit.
Serviervorschlag
Zu diesem leckeren Gericht passt perfekt ein Glas Rotwein. Das ist wirklich ein tolles Geschmackserlebnis. Da sich das Essen super vorbereiten lässt, kannst Du es auch in einer gemütlichen Runde mit Freunden genießen.
Gutes Gelingen beim Nachkochen des Rezepts Elsässer Flammkuchen!
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Kathrin
Rezept sieht super aus,ich will es erst nachkochen.
Liebe Paula, ich bin gespannt, was Du dazu meinst!
LG Kathrin