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Zitronenbaum überwintern: Wie viel Frost halten Zitruspflanzen aus? Wann müssen Agrumen ins Winterquartier?

Wie viel Frost hält ein Zitronenbaum aus? Wann müssen wirklich Agrumen ins Winterquartier oder kann man die Zitrone sogar draußen im Garten überwintern?  Essentielle Fragen, wenn es darum geht einen Zitronenbaum zu überwintern. Im folgenden Beitrag habe ich meine Erfahrungen aus den letzten Jahren zusammengefasst.

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So, nun hatten auch wir Mitte November 2018 die ersten Frostnächte. Wenn auch nicht schlimm, aber doch spürbar unter 0°C. Der Garten ist zwar schon winterfit, aber dennoch steht der eine oder andere Zitronenbaum (bei mir sechs Stück an der Zahl) noch im Freien und das ist auch ganz gut so. Denn so empfindlich gegen Frost und Kälte sind diese mediterranen Schönheiten überhaupt nicht, selbst wenn gerne das Gegenteil behauptet wird. Klar, kann ein Zitronenbaum nicht den ganzen Winter im Garten verbringen, aber ein zu frühes einräumen ins warme Winterquartier tut der Pflanze meistens gar nichts Gutes. Doch der Reihe nach:

Wie viel Frost halten Zitronenbäume aus?

Zitronenbäume stammen ursprünglich aus Asien und werden in Europa vorwiegend in Ländern mit mediterranem Klima kultiviert, man denke hier nur an die Zitrushaine in Griechenland, Italien und Spanien. Doch Zitrusse wachsen auch an der rauen Küste Portugals. Zudem herrscht selbst im Süden nicht an jedem Standort das ganze Jahr über nur mildes Klima ohne auch nur die Möglichkeit von Frost. In vielen Gegenden, wo Zitronenbäume im großen Stil angebaut werden, müssen die Agrumen, wie sie zum Beispiel in Italien auch genannt werden, schon einmal den einen oder anderen Kälteeinbruch mit leichtem Frost wegstecken können.

Macht man sich in den Ländern, wo Zitronenbäume als Nutzpflanzen kultiviert werden darüber wahrscheinlich wenig Gedanken, so bricht in Mitteleuropa schier die Panik aus, wenn der Wetterfrosch im späten Herbst das erste Mal Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ankündigt. Sämtliche Topfpflanzen, egal wie empfindlich sie tatsächlich sind, sollten nun laut Experten sofort ins Warme gebracht werden, um Schäden durch die Kälte zu vermeiden. Da aber im Spätherbst die Kälteperioden meist nicht von langer Dauer sind, ist dies für Zitronenbäume eher kontraproduktiv. Sie vegetieren im Winterquartier meistens übel dahin und leiden früher als notwendig unter Stress.

Keine Panik, wenn die erste Frostnacht droht!

Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, es ist wirklich ein unverständlicher Aufschrei, welcher um diese Jahreszeit das Gärtnerherz in Unruhe versetzt. Normale Zitronenbäume sind hart im Nehmen und kommen mit leichtem bis mittlerem Frost von bis zu -5/7°C locker zurecht. Einzig und allein sollte man darauf achten, dass man die Töpfe rechtzeitig, also vor dem Frosteinbruch, an eine geschütztere Stelle im Garten verbringt.

Hierfür eignet sich am Besten ein Platz an der Hausmauer. Einerseits hat der Frost hier keine besonders große Angriffsfläche, andererseits bleibt der Topfballen weitgehend vor Regen geschützt. Letzteres erleichtert auch das spätere Einräumen ins Winterquartier, da der Topf aufgrund geregelter Wasserzufuhr nicht extrem schwer sind. Aber selbst eine Frostnacht an exponierter Stelle, bringt den Zitronenbaum in der Regel nicht um. Die Frage, ob Zitronenbäume leichten Frost aushalten, lässt sich eindeutig mit ja! beantworten.

Frosthärte  – Wie lange kann ein Zitronenbaum draußen bleiben?

Steht der Zitrus im Topf erst einmal an geschützter Stelle, so kann ein normaler Zitronenbaum locker bis zur ersten richtigen Dauerfrostperiode im Garten verbleiben. Von Dauerfrost spricht man, wenn auch tagsüber die Temperaturen über mehrere Tage nicht mehr über 0°C klettern. Eher aktiv muss man allerdings werden, wenn der Wetterbericht eine extrem eisige Nacht mit um die -10°C und mehr vorhersagt. Dann würde ich es nicht mehr riskieren, die Zitronenbäume im Topf draußen im Freien zu lassen. Bei derart niederen Temperaturen sind dann ernsthafte Schädigungen an Wurzeln und Laub wirklich nicht mehr auszuschließen.

Meine Erfahrungen betreffend der Frosthärte von Zitronen beziehen sich lediglich auf normale Standardbaumarkt- und Diskontersorten. Diese sind wirklich unempfindlich, wenn man sie nicht überpflegt. Ist man allerdings Besitzer von Spezialsorten wie Buddhas Hand und anderen teuren Exemplaren, sollte man sich auf die Angaben des Züchters verlassen.

Wieso ist ein bisschen Frost eigentlich gut für Zitronenbäume?

Ein verfrühtes Einwintern von Zitronenbäumen führt, wie bereits erwähnt, meistens zu Problemen. Einerseits müssen die Pflanzen eine wesentlich längere Zeitspanne in einem wahrscheinlich nicht ganz optimalen Winterquartier verbringen, andererseits haben Schädlinge leichtes Spiel, denn sie sterben aufgrund der für sie stets optimalen Bedingungen nicht ab. Ein bisschen Frost kann hier oft Wunder wirken. Zudem können die Zitronenbäume noch länger das Tageslicht genießen und schießen nicht ganz so schnell nicht aus.

Zitronenbaum warm und dunkel überwintern - Gartenblog Topfgartenwelt

Zitronenbaum im Garten überwintern

Auch wenn ein Zitronenbaum mehr Frost als gemeinhin angenommen verträgt, draußen im Garten überwintern würde ich ihn persönlich nicht. In Mittlereuropa sind im Extremfall doch massive Fröste von mehr als -10°C möglich und diese überlebt er höchstwahrscheinlich nicht. Auch Dauerfrostperioden im Winter sind, wie bereits erwähnt, nichts für einen Zitronenbaum. Wer unbedingt eine richtig winterharte Zitruspflanze im Garten haben möchte, die allen Frösten in Mitteleuropa trotzt, ist mit der „Dreiblättrigen Orange“ (Poncirus Trifoliata) gut beraten. Die Früchte dieser Zitrusart sind allerdings nicht zum Verzehr geeignet und die Pflanze selbst gleicht in meinen Augen eher einem Dornengestrübb. Daneben gibt es zwar noch andere, jedoch nur bedingt winterharte Zitruspflanzen. Eine Übersichtsliste zu frostharten Zitruspflanzen findet sich auf Wikipedia.

Zitronenbaum warm und dunkel überwintern

Wären Zitronenbäume tatsächlich so empfindlich wie oft beschrieben, dürften es meine schon längst nicht mehr geben. Inzwischen sind einige von ihnen aber schon acht Jahre alt. Obwohl ich ihnen lediglich ein warmes und noch dazu dunkles Winterquartier bieten kann und sie immer lange im Freien ausharren müssen. In unserem Keller herrschen nämlich keine niedrigeren Temperaturen als 18°C. Eigentlich viel zu warm zum Überwintern. Dennoch funktioniert es wunderbar.

Zitronenbaum im Wohnzimmer überwintern - Gartenblog Topfgartenwelt

Warmes, dunkles Winterquartier – das muss man beachten

Da die Bedingungen nun einmal so sind wie sind, muss man sich danach richten. Ist es im Winterquartier eher warm, so brauchen Zitronenbäume auch im Winter mehr Wasser. Das bedeutet, man muss sie regelmäßig, alle 1 bis 2 Wochen, mit ein wenig Dünger (*) gießen. Lässt man den Dünger über einen längeren Zeitraum weg, kommt es relativ rasch zu einer Nährstoffunterversorgung, da der Saftfluss der Pflanze aufgrund der warmen Umgebungstemperatur nicht ganz so auf Sparflamme läuft, wie in einem Winterquartier mit Temperaturen von maximal 10/12°C.

Aufgrund des mangelnden Sonnenlichts bildet der Zitronenbaum zudem vermehrt hellgrüne, ausgeschossene Triebe mit vergrößerten Blättern. Dies ist nicht sondernlich tragisch. Die betroffenen Zweige können im Frühling einfach wieder bis zum letzten normalen Austrieb eingekürzt werden.

Zitronenbaum überwintern im Wohnzimmer

Mangels geeignetem Keller in unserer Grazer Wohnung habe ich auch das Überwintern eines Zitronenbaums im Wohnzimmer schon einmal ausprobiert. Leider kam damals erschwerend hinzu, dass die Fenster recht zugig waren. Insbesondere die kalte Zugluft setzte den Zitronenbäumen damals arg zu. Verfügt man jedoch über gute Fenster sollte das Überwintern eines Zitronenbaums im Wohnzimmer kein großes Problem darstellen. Wie im warmen Keller muss man aber penibel auf eine regelmäßige Wasserzufuhr und Düngung achten.

Als Standort für den Winter sollte zudem möglichst ein Platz am Fenster gewählt werden, um die Pflanze zumindest mit ein wenig Tageslicht verwöhnen zu können, denn ein Wohnraum ist doch noch um einige Grad wärmer als ein Keller. Ist das Wohnzimmer allerdings eher überheizt, wird man früher oder später Probleme mit Spinnmilben bekommen können. Dies lässt sich eventuell dadurch verhindern, dass man den Zitronenbaum regelmäßig mit Wasser besprüht.

Die Überwinterung eines Zitronenbaums im Wohnzimmer ist, ganz ehrlich, eher eine Notlösung als das Mittel der Wahl. Ein etwas kühlerer Raum, wie zum Beispiel das Schlafzimmer, eignet sich wahrscheinlich besser. Übrigens je kühler das Winterquartier ist, desto weniger wichtig ist die Helligkeit bzw. das Tageslicht. Denn je kühler es ist, desto geringer ist der Saftfluss der Pflanze.

Zitronenbaum Schädlinge im Winterquartier - Gartenblog Topfgartenwelt

Schädlinge am Zitronenbaum im Winterquartier – was tun?

Leider ist man vor Schädlingen niemals gänzlich gefeit. Sie haben aber leichteres Spiel, wenn die Bedingungen nicht ganz optimal sind. Dies ist leider meistens der Fall. Im Winterquartier können an Zitronenbäumen insbesondere Schildläuse, Wollläuse und Spinnmilben lästig werden. Von allen drei Plagegeistern hatte ich bereits Besuch und kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich sie jedes Mal entweder mit dem Neu- oder Zukauf einer Pflanze eingeschleppt habe. Ein Befall von saugenden Schädlingen an den Zitrussen über den Winter blieb immer dann aus, wenn sich der Bestand über den Sommer nicht geändert hatte bzw. während der Überwinterung keine neuen Pflanzen gekauft wurden, die mit den Zitronenbäumen in Berührung kamen. Aber was tun, wenn sie nun einmal da sind? Eines vorweg: nicht zuwarten, sondern sofort handeln!

Bekämpfung von Schildläusen, Wollläusen und Spinnmilben an Zitronenbäumen im Winterquartier!

Saugende Schädlinge wie Schildlaus, Wolllaus und Spinnmilbe lassen sich am Einfachsten mit systemischen Mitteln (*) bekämpfen. Allerdings haben sowohl Stäbchen und Kontaktmittel zum Sprühen einen Nachteil im Winterquartier: sie können ihre Wirkung aufgrund des eingeschränkten Saftflusses der Pflanze nur stockend entfalten. Daher ist es von Vorteil den betroffenen Zitronenbaum von anderen Topfpflanzen im Winterquartier zu isolieren, sobald man den Befall bemerkt.

Neben dem Einsatz von Chemie kann das manuelle Entfernen von Schildläusen und Wollläuseln mit Hilfe von Wattestäbchen sowie das Abreiben der betroffenen Stellen mit Neem-Öl (*) oder hochprozentigem Alkohol der Pflanze eine Linderung verschaffen. Spinnmilben lassen sich gut im Zaum halten, wenn man die befallene Pflanze zumindest zweimal täglich mit Wasser einsprüht, denn Spinnmilben bevorzugen ein möglichst trockenes Raumklima. Ist dieses nicht mehr gegeben, nimmt auch der Befall ab.

Meist bleibt aber nichts anderes übrig als den Frühling abzuwarten und den Zitronenbaum dann nochmals mit systemischen Mitteln zu behandeln, um wirklich sicher gehen zu können, dass man auch die letzte Laus erwischt hat. Spinnmilben verschwinden meist von selbst, sobald die Pflanze wieder im Freien steht sowie Regen und Wind ausgesetzt ist.

Alles in allem braucht es bei Schädlingen im Winterquartier einen langen Atem, denn vielfach lässt sich nur Schadensbegrenzung betreiben. Bei meinen Zitronenbäumen im Topf habe ich sogar schon einmal geschlüpfte Dickmaulrüssler gefunden. Auch hier hilft in erster Linie Absammeln.

Zitronenbaum verliert im Winter Blätter - Gartenblog Topfgartenwelt

Zitronenbaum verliert im Winter Blätter

Wenn der Zitronenbaum im Winter bzw. im Winterquartier einige Blätter verliert, ist dies grundsätzlich kein Grund zur Sorge, sondern weitgehend normal. Der Blattverlust liegt vorwiegend an den meist nicht optimalen Bedingungen des Winterlagers. Wenn die Pflanze ansonsten gesund ist, treibt sie im Frühling wieder aus und spätestens im Juni ist vom Blattverlust nichts mehr zu sehen. Allerdings sollte man bei beginnenden Blattverlust die Pflanze auf Schädlinge untersuchen, denn auch sie können mitunter ein Auslöser dafür sein. Außerdem sollte man den Topfballen dahingehend kontrollieren, ob sich nicht Staunässe gebildet hat. Bei Staunässe beginnen die Wurzeln des Zitronebaums abzusterben und in weiterer Folge verkahlt er. Sollte dies der Fall sein, ist es ratsam den Zitronenbaum in einen Tontopf (wirkt wasserregulierend) mit ausreichend Abzugslöchern umzusetzen und in Zukunft weniger zu gießen.

Viel Glück beim Überwintern Deines Zitronenbaumes!

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Bis bald und baba,

Kathrin

12 KOMMENTARE

  1. Liebe Kathrin,
    ein sehr interessanter Post über die Zitrusse! Vielen Dank dafür!
    So gern hätte ich auch ein Zitronenbäumchen, aber mir fehlt das Winterquartier!
    Ich wünsche Dir einen schönen und entspannten Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

  2. Liebe Kathrin, wir haben auf unserer Terrasse viele Oliven- und Zitronenbäume. 50 % von uns kommen aus Kroatien, sodass die Terrasse ein Stück Heimat wird. Alle kommen in ein Winterquartier, Die Olivenbäume sind beim Überwintern unproblematisch, die Zitronenbäume sind unsere Diven. Vielleicht klappt es mit Deinen Tipps besser 🙂

  3. Liebe Kathrin,
    ich war bisher auch der Ansicht, dass Zitronenbäume absolut keinen Frost vertragen. Dass sie sogar bis zu -5/7 Gard aushalten hätte ich nicht gedacht.
    Ein sehr guter und informativer Post. Danke dafür.
    Vielleicht werde ich in Zukunft dann doch mal einen Zitronenbaum kaufen, wenn ich mal wieder davor stehe.
    Ich wünsche Dir noch eine wunderschöne Restwoche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  4. Hallo Kathrin,
    was Du schreibst kann ich nur bestätigen. Wir haben eine Zitrone aus dem Discounter und erst wenn die Nächte deutlich in den Minusgraden sind, wird sie eingeräumt. Ebenso unsere Olive. Und beide haben sich bisher noch nie beschwert. Um ehrlich zu sein: bei uns muss ALLES mindestens ein, zwei Nächte mit Minusgraden aushalten *lach*. Vorher sind wir einfach zu faul um die Mengen an Töpfen einzuräumen. Außerdem folgen ja nach den ersten, frühen Frostnächsten meistens wunderbare, sonnige Tage und vor der langen Überwinterungsphase gönne ich meinen Töpfen jedes noch so kleine bisschen Sonnenlicht.
    Liebe Grüße,
    Krümel

  5. Liebe Kathrin,
    danke für diesen informativen Beitrag! Ich habe auch 2 Zitronenbäume und war mir bis dato immer unsicher wann ich sie in den Keller holen soll. Meistens anscheinend zu früh. Das Winterquartier ist leider nicht ideal (viel zu warm), aber vielleicht klappt es mit deinen Tipps besser.
    Liebe Grüße,
    Carina

  6. Liebe Kathrin,
    dann sind die Zitronenbäumchen härter im Nehmen, als ich gedacht habe! Ich habe inzwischen keine mediterranen großen Kübelpflanzen mehr mangels geeignetem Winterquartier. Wir hatten ein Olivenbäumchen, das hat mehrere Jahre besser draußen ausgehalten, als eingeräumt. Im Wohnbereich geht gar nicht, wir haben Fußbodenheizung. Und den Aufenthalt in der Garage hat es mit Blattfall quittiert. Nun habe ich es unserer Nachbarin geschenkt, dort ist es geschützter als bei uns, da wächst sogar ein Feigenbaum im Topf!
    Liebe Grüße
    Karen

  7. Das ist ein äusserst interessanter Beitrag, liebe Kathrin! Ich habe bislang auf den Kauf von Zitruspflanzen verzichtet, weil ich denen eben kein geeignetes Winterquartier hätte bieten können. Aber logisch gedacht: ich nehm weder mein Aprikosenbäumchen noch meinen Pfirsichbaum je ins Haus und beides sind ja auch Südländer. Ich schieb die ganz einfach an die Hausmauer und beide haben schon mehrere Winter problemlos überstanden. Zitruspflanzen finde ich sehr dekorativ und eigene Zitronen zu haben, das wär schon mal was! Muss mir das mal überlegen, Dein Beitrag macht mir grad Mut! Mit lieben Grüssen aus der Schweiz, Arletta

  8. Liebe Kathrin – acht Jahre alt sind deine Zitrusbäume schon!?! Dann hast du wirklich bereits einige Erfahrung vorzuweisen. Ich selber habe mich über das Experiment noch nicht gewagt, unter anderem auch, weil wir keinen gut geeigneten Raum zum Überwintern haben. Ich hätte mich ehrlich gesagt nicht getraut, sie in unserem Keller zu überwintern, der ähnliche Probleme bietet wie der eure. Ob wir es jemals wagen werden, weiß ich noch nicht, aber ich denke mir, für viele, die ähnliche Pflanzen-Überwinterungs-Probleme haben, ist dein Artikel sehr ermutigend!
    Herzliche Rostrosen-Sonntags-Grüße,
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2018/11/der-perfekt-gefullte-kleiderschrank-fur.html

  9. Liebe Kathrin,
    vielen Dank für diesen interessanten Post. Ich kann seit Jahren genau Deine Aussage nur bestaetigen!
    Ich habe mehrere Oliven aus Griechenland, ganz normale, welche man in GR in der Baumschule für 7-10 € bekommt und welche ca. 4 Jahre alt sind. habe diese hier 2 Jahre lang an das kalte Wetter (bei Karlsruhe, also nicht zuuuu kalt) gewöhnt und dann ausgepflanzt. Da der Wurzelballen in der Erde steckt, passiert eigentlich gar nichts , ausser dass ich die Blätter vom Schnee befreie damit die Äste icht brechen.
    Mit meinen Orangen, Zitronen nd Mandarinen halte ich es so, dass sie bei etwa -6° von der Veranda ins Haus umziehen , dafür habe ich eine Unbeheizte Ecke. Tagsüber fahre ich sie auf einem Baumarktwagen wieder ins freie, solange es nich zu eisig ist, damit sie genug Licht haben,
    Was soll ich sagen: Die Zitronen blühen mehrach, die ersten Blüten öffnen sich bereits im Februar, , noch jetzt, Mitte November 202, öffnen sich täglich neue Blüten. Dieses Jahr habe ich rund 5 kg (!) grosse Zitronen von einem Baum geerntet. Darauf bin ich stolz!
    Selbst mehrere Kilogramm Oliven habe ich geerntet, wobei derzeit noch leicht gerötete am Baum hängen. Erst bei Temperaturen um die -2 ° sorge ich bei Oliven mit Kookosmatten und Jutewickel am Stamm für warme Füsse. Aber das auch nur , wenn es wirklich notwendig ist.
    Im Übrigen: vm Dezember 2000 bis zum Januar2001 hat es in Griechenland so geschneit, dassselbst das südliche Kreta völlig zugeschneit war. es gab Tagestemperaturen von -7 Grad, in der Nacht tiefer.
    Und was soll ich sagen,,, die Bäume tragen genau wie davor… ohne nennenswerte Schäden.
    Übrigens: Ich kenne Leute in Appiano bei Bozen; auch dort wachsen Olivenbäume, sowie Zitusbäume. Dabei kann es im Winte recht kalt werden: Aber die Bäume stehen dort seit ehr als 25 Jahren.

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