Lange Zeit war es für mich eine besondere Challenge den Zitronenbaum zu überwintern, weil ich ihm im Haus nicht ganz perfekte Bedingungen bieten kann. Doch im Herbst, wenn die Nächte deutlich kühler werden, drängt sich irgendwann die Frage auf, ob empfindlichere Pflanzen nicht doch besser bereits ins Winterquartier sollten oder trotz leichtem Frost noch ein bisschen draußen bleiben können. Inzwischen habe ich eine für mich passende Lösung gefunden und in diesem Beitrag meine Erfahrungen aus den letzten Jahren als Agrumen-Mama für Dich zusammengeschrieben, denn Du musst meine Fehler nicht unbedingt wiederholen.
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Es wird kalt …
So, nun hatten auch wir Mitte November die ersten Frostnächte. Es war nicht schlimm, aber doch spürbar unter 0°C. Der Garten ist zwar schon winterfit, aber dennoch stehen meine Zitronenbäume noch draußen auf der Terrasse und das ist auch ganz gut so. Denn so empfindlich gegen Kälte sind diese mediterranen Schönheiten überhaupt nicht, selbst wenn gerne das Gegenteil behauptet wird.
Klar, können sie nicht bis zum nächsten Frühling draußen bleiben, aber ein zu frühes Einräumen ins warme Winterquartier tut den Pflanzen meistens gar nicht gut. Doch der Reihe nach.
Wie viel Frost halten Zitronenbäume aus?
Agrumen, so ihr lateinischer Name, stammen ursprünglich aus Asien und werden in Europa vorwiegend in Ländern mit mediterranem Klima kultiviert. Man denke hier nur an die wundervollen Zitrushaine in Griechenland, Italien und Spanien, doch sie wachsen auch problemlos an der rauen Küste Portugals. Zudem herrscht selbst im Süden nicht an jedem Standort das ganze Jahr über nur mildes Klima ohne auch nur die geringste Möglichkeit von Frost. In vielen Gegenden, wo diese Bäumchen im großen Stil angebaut werden, müssen sie auch einmal den einen oder anderen Kälteeinbruch wegstecken können.
Macht man sich in den Ländern, darüber wahrscheinlich weniger Gedanken, so bricht in Mitteleuropa schier die Panik aus, wenn der Wetterfrosch im späten Herbst das erste Mal Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ankündigt. Sämtliche Topfpflanzen, egal wie empfindlich sie tatsächlich sind, sollten nun laut Experten sofort ins Warme gebracht werden, um Schäden durch die Kälte zu vermeiden. Da aber zu diesem Zeitpunkt die Kälteperioden meist nicht ausgeprägt oder von langer Dauer sind, muss man nur selten Angst um seine Zitronenbäumchen haben.
Keine Panik!
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, es ist wirklich ein unverständlicher Aufschrei, welcher um diese Jahreszeit das Gärtnerherz in Unruhe versetzt. Normale Zitronenbäume sind hart im Nehmen und kommen mit leichtem bis mittleren Frost von bis zu -5/-7°C locker zurecht. Einzig und allein sollte man darauf achten, dass man die Töpfe rechtzeitig, also vor dem Frosteinbruch, an eine geschütztere Stelle im Garten verbringt.
Hierfür eignet sich am Besten ein Platz an der Hausmauer. Einerseits hat die Kälte hier keine besonders große Angriffsfläche, andererseits bleibt der Topfballen weitgehend vor Regen geschützt. Letzteres erleichtert auch das spätere Einräumen ins Winterquartier, da die Erde nicht so nass und schwer ist. Aber selbst eine Frostnacht an exponierter Stelle, bringt den Zitronenbaum in der Regel nicht um.
Wie lange können die Pflanzen überhaupt draußen im Garten bleiben?
Steht die Pflanze erst einmal an geschützter Stelle, so kann sie meistens locker bis zur ersten richtigen Dauerfrostperiode im Garten verbleiben. Von Dauerfrost spricht man, wenn auch tagsüber die Temperaturen über mehrere Tage nicht mehr über 0°C klettern. Das geht aber natürlich nicht, wenn der Wetterbericht eine extrem eisige Nacht mit um die -10°C und mehr vorhersagt. Dann würde ich es nicht mehr riskieren, sie draußen im Freien zu lassen. Bei derart niederen Temperaturen sind ernsthafte Schäden an Wurzeln und Laub wirklich nicht mehr auszuschließen.
Meine Erfahrungen betreffend der Frosthärte von Zitronen beziehen sich aber lediglich auf ganz normale Baumarkt- und Diskontersorten. Diese sind dahingehend wirklich unempfindlich. Ist man allerdings Besitzer von Spezialsorten wie Buddhas Hand und anderen teuren Exemplaren, sollte man sich auf die Angaben des Züchters verlassen.
Wieso ist ein bisschen Frost eigentlich gut?
Ein verfrühtes Einwintern von Zitronenbäumen führt, meistens zu Problemen. Einerseits müssen die Pflanzen eine wesentlich längere Zeitspanne in einem wahrscheinlich nicht ganz optimalen Winterquartier verbringen, andererseits haben vor allem Schädlinge leichtes Spiel, denn sie sterben nicht ab. Ein bisschen Frost kann hier oft Wunder wirken. Zudem können die Pflanzen noch länger das Tageslicht genießen und schießen nicht ganz so schnell nicht aus.
Ist das Überwintern im Garten eine gute Idee?
Auch wenn die Gewächse mehr Frost als gemeinhin angenommen vertragen, draußen gänzlich im Garten überwintern würde ich sie persönlich nicht. Dafür sind die Wetterverhältnisse in Mitteleuropa einfach zu unberechenbar. Wer unbedingt eine echte, winterharte Zitruspflanze im Garten haben möchte, ist mit der “Dreiblättrigen Orange” (Poncirus Trifoliata) gut beraten. Ihre Früchte sind allerdings nicht zum Verzehr geeignet und die Pflanze selbst gleicht in meinen Augen eher einem Dornengestrübb. Daneben gibt es zwar noch andere, jedoch nur bedingt winterharte Sorten. Eine entsprechende Übersichtsliste findet sich übrigens auf Wikipedia.
Warmes und dunkles Winterquartier
Wären Zitronenbäume tatsächlich so empfindlich wie oft beschrieben, dürften es meine schon längst nicht mehr geben. Aber inzwischen sind einige von ihnen aber schon mehr als acht Jahre alt und das, obwohl ich ihnen lediglich ein warmes und noch dazu nur dunkles Winterquartier bieten kann. In unserem Keller herrschen nämlich keine niedrigeren Temperaturen als 18°C. Das ist weit entfernt von optimalen Bedingungen und dennoch funktioniert es.
Das muss man dabei beachten
Da die Bedingungen nun einmal so sind wie sind, muss ich mich danach richten:
- Die Pflanzen brauchen deutlich mehr Wasser, daher gieße ich sie regelmäßig einmal die Woche.
- Alle zwei Wochen versorge ich sie mit etwas Flüssigdünger, denn im Gegensatz zu kühleren Temperaturen von um die 10/12°C läuft hier der Saftfluss aufgrund der warmen Umgebung nicht auf Sparflamme, sondern sie brauchen eine regelmäßige Versorgung mit Nährstoffen.
Aufgrund des mangelnden Sonnenlichts bildet der Zitronenbaum zudem vermehrt hellgrüne, ausgeschossene Triebe mit vergrößerten Blättern. Dies ist nicht sonderlich tragisch. Die betroffenen Zweige können im Frühling einfach wieder bis zum letzten normalen Austrieb eingekürzt werden. Eine Möglichkeit diesen Effekt zu drosseln ist, spezielle Pflanzenlampen mit Tageslicht aufzustellen. Ich habe mir inzwischen eine solche besorgt und bin damit sehr zufrieden.
Ist das Wohnzimmer passender Standort?
Mangels geeignetem Keller in unserer Grazer Wohnung habe ich auch das Überwintern im Wohnzimmer schon einmal ausprobiert. Leider kam damals erschwerend hinzu, dass die Fenster recht zugig waren und insbesondere diese kalte Zugluft setzte den Zitronenbäumen damals arg zu. Verfügt man jedoch über gute Fenster sollte es wesentlich besser klappen. Wie im warmen Keller muss man aber penibel auf eine regelmäßige Wasserzufuhr und Düngung achten.
Als Standort für den Winter sollte zudem möglichst ein Platz am Fenster gewählt werden, um die Pflanze zumindest mit ein wenig Tageslicht verwöhnen zu können. Denn in einem Wohnraum ist doch noch um einige Grad wärmer als ein Keller und da schadet etwas mehr Licht überhaupt nicht. Ist der Raum allerdings sehr warm und damit die Luft trocken, wird man früher oder später Probleme mit Spinnmilben bekommen. Wenn Du die Blätter der Pflanze aber regelmäßig mit Wasser besprühst, sollte sich das verhindern lassen.
Die Überwinterung im Wohnzimmer ist, ganz ehrlich, eher eine Notlösung als das Mittel der Wahl. Ein etwas weniger temperierter Raum, wie zum Beispiel das Schlafzimmer, eignet sich wahrscheinlich besser. Übrigens je kühler das Winterquartier ist, desto weniger wichtig ist die Helligkeit bzw. das Tageslicht, da der Saftfluss weniger aktiv ist.
Pflanzen auswintern
Ein Zitronenbaum muss auch irgendwann wieder ausgewintert werden. Hierbei sollte man jedoch sehr vorsichtig vorgehen. Denn nach dem Winter an einem relativ warmen Quartier ist der Baum an keine kühlen Temperaturen und UV-Licht gewohnt. Daher sollte das Auswintern erst dann erfolgen, wenn kein starker Frost, insbesondere während der Nachtstunden, mehr zu erwarten ist. Damit die Blätter nicht an der Sonne verbrennen, sollte man ihn in den ersten Tagen eher schattig aufstellen.
Schädlingsbefall in zu warmen Räumen
Leider ist man vor Schädlingen niemals gänzlich gefeit. Sie haben aber leichteres Spiel, wenn die Bedingungen nicht ganz optimal sind, was leider oft der Fall ist. Im Winterquartier können an Zitronenbäumen insbesondere Schildläuse, Wollläuse und die bereits erwähnten Spinnmilben lästig werden. Von allen drei Plagegeistern hatte ich schon Besuch und kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich die Läuse jedes Mal entweder mit dem Zukauf einer Pflanze eingeschleppt habe.
Ein Befall von saugenden Schädlingen während des Winters blieb immer nur dann aus, wenn sich der Bestand über den Sommer nicht geändert hatte bzw. während der Überwinterung keine neuen Pflanzen gekauft wurden, die mit den Zitronenbäumen in Berührung kamen. Aber was tun, wenn sie nun einmal da sind? Dann solltest Du sofort handeln und nicht zuwarten!
Bekämpfung von Schildläusen, Wollläusen und Spinnmilben
Saugende Schädlinge lassen sich am Einfachsten mit systemischen Mitteln bekämpfen. Allerdings haben sowohl Stäbchen und Kontaktmittel zum Sprühen einen Nachteil bei kühler Umgebungstemperatur. Sie entfalten dann ihre Wirkung aufgrund des eingeschränkten Saftflusses der Pflanze nur stockend. Daher ist es von Vorteil die betroffene Pflanze umgehend zu isolieren, sobald man den Befall bemerkt.
Neben dem Einsatz von Chemie kann das manuelle Entfernen von Schildläusen und Wollläusen mit Hilfe von Wattestäbchen sowie das Abreiben der betroffenen Stellen mit Neem-Öl oder hochprozentigem Alkohol der Pflanze eine Linderung verschaffen. Spinnmilben lassen sich gut im Zaum halten, wenn man die befallene Pflanze zumindest zweimal täglich mit Wasser einsprüht, denn sie bevorzugen ein möglichst trockenes Raumklima. Ist dieses nicht mehr gegeben, nimmt auch der Befall ab.
Oft bleibt aber nichts anderes übrig als den Frühling abzuwarten und den Zitronenbaum dann nochmals mit systemischen Mitteln gegen Läuse zu behandeln, um wirklich sicher gehen zu können, dass man auch die letzte erwischt hat. Spinnmilben wird man hingegen leichter wieder los, sie verschwinden von selbst, sobald die Pflanze wieder im Freien steht sowie Regen und Wind ausgesetzt ist.
Alles in allem braucht es bei Schädlingen im Winterquartier einen langen Atem, da sich oftmals nur Schadensbegrenzung betreiben lässt. Und es gibt zudem nichts, was es nicht gibt. So habe ich auch schon einmal einen Dickmaulrüssler in einem der Töpfe gefunden. Gott sei Dank, hatte er seine Geschwister nicht im Gepäck.
Blattverlust im Winterquartier
Wenn der Zitronenbaum im Winterquartier einige Blätter verliert, ist dies grundsätzlich kein Grund zur Sorge, sondern weitgehend normal. Er entsteht lediglich durch suboptimale Bedingungen. Wenn die Pflanze ansonsten gesund ist, treibt sie im Frühling wieder aus und spätestens im Juni ist davon nichts mehr zu sehen. Allerdings kann er auch von Schädlingen verursacht werden, so dass man auf alle Fälle genauer nachschauen sollte.
Staunässe
Außerdem empfehle ich Dir den Topfballen mit einem Bodenfeuchtemesser dahingehend kontrollieren, ob sich Staunässe gebildet hat. Das wäre richtig blöde, denn dann beginnen die Wurzeln abzusterben und in weiterer Folge verkahlt er. Ist dies der Fall, solltest Du ihn umgehend in einen Topf mit Abzugslöchern, frischer Erde und einer guten Drainageschicht umsetzen. Auch ist es ratsam, das Gießverhalten in der Zukunft etwas anzupassen, denn weniger ist oft mehr.
Fazit
Wie Du siehst, ist das Überwintern von mediterranen Pflanzen gar nicht so einfach, wie man sich das vielleicht im Vorfeld denkt. Die Tücken und Hinternisse lauern überall und können dem Gärtner das Leben wirklich schwer machen. Dennoch möchte ich nicht auf diese tollen Bäumchen auf der Terrasse verzichten und ganz ehrlich, inzwischen habe ich die Situation auch im Winter im Griff. Ich bin überzeugt, das gelingt auch Dir!
Viel Glück beim Zitronenbaum überwintern und auswintern!
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Bis bald und baba,
Kathrin
Liebe Kathrin,
ein sehr interessanter Post über die Zitrusse! Vielen Dank dafür!
So gern hätte ich auch ein Zitronenbäumchen, aber mir fehlt das Winterquartier!
Ich wünsche Dir einen schönen und entspannten Tag!
♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥
Liebe Kathrin, wir haben auf unserer Terrasse viele Oliven- und Zitronenbäume. 50 % von uns kommen aus Kroatien, sodass die Terrasse ein Stück Heimat wird. Alle kommen in ein Winterquartier, Die Olivenbäume sind beim Überwintern unproblematisch, die Zitronenbäume sind unsere Diven. Vielleicht klappt es mit Deinen Tipps besser 🙂
Liebe Kathrin,
ich war bisher auch der Ansicht, dass Zitronenbäume absolut keinen Frost vertragen. Dass sie sogar bis zu -5/7 Gard aushalten hätte ich nicht gedacht.
Ein sehr guter und informativer Post. Danke dafür.
Vielleicht werde ich in Zukunft dann doch mal einen Zitronenbaum kaufen, wenn ich mal wieder davor stehe.
Ich wünsche Dir noch eine wunderschöne Restwoche.
Viele liebe Grüße
Wolfgang
Liebe Kathrin,
sehr lehrreich dein Post, auch wenn ich kein Zitronenbäumchen habe. Dir einen angenehmen Nachmittag und liebe Grüsse
Eda
Hallo Kathrin,
was Du schreibst kann ich nur bestätigen. Wir haben eine Zitrone aus dem Discounter und erst wenn die Nächte deutlich in den Minusgraden sind, wird sie eingeräumt. Ebenso unsere Olive. Und beide haben sich bisher noch nie beschwert. Um ehrlich zu sein: bei uns muss ALLES mindestens ein, zwei Nächte mit Minusgraden aushalten *lach*. Vorher sind wir einfach zu faul um die Mengen an Töpfen einzuräumen. Außerdem folgen ja nach den ersten, frühen Frostnächsten meistens wunderbare, sonnige Tage und vor der langen Überwinterungsphase gönne ich meinen Töpfen jedes noch so kleine bisschen Sonnenlicht.
Liebe Grüße,
Krümel
Liebe Kathrin,
danke für diesen informativen Beitrag! Ich habe auch 2 Zitronenbäume und war mir bis dato immer unsicher wann ich sie in den Keller holen soll. Meistens anscheinend zu früh. Das Winterquartier ist leider nicht ideal (viel zu warm), aber vielleicht klappt es mit deinen Tipps besser.
Liebe Grüße,
Carina
Liebe Kathrin,
dann sind die Zitronenbäumchen härter im Nehmen, als ich gedacht habe! Ich habe inzwischen keine mediterranen großen Kübelpflanzen mehr mangels geeignetem Winterquartier. Wir hatten ein Olivenbäumchen, das hat mehrere Jahre besser draußen ausgehalten, als eingeräumt. Im Wohnbereich geht gar nicht, wir haben Fußbodenheizung. Und den Aufenthalt in der Garage hat es mit Blattfall quittiert. Nun habe ich es unserer Nachbarin geschenkt, dort ist es geschützter als bei uns, da wächst sogar ein Feigenbaum im Topf!
Liebe Grüße
Karen
Hi Kathrin! Citrus trees are wonderful. We have 9 citrus trees. They are planted from the seed 10 years ago. Winter trees are in front of the office window and in summer on the terrace. Easy to grow trees. Greetings
Das ist ein äusserst interessanter Beitrag, liebe Kathrin! Ich habe bislang auf den Kauf von Zitruspflanzen verzichtet, weil ich denen eben kein geeignetes Winterquartier hätte bieten können. Aber logisch gedacht: ich nehm weder mein Aprikosenbäumchen noch meinen Pfirsichbaum je ins Haus und beides sind ja auch Südländer. Ich schieb die ganz einfach an die Hausmauer und beide haben schon mehrere Winter problemlos überstanden. Zitruspflanzen finde ich sehr dekorativ und eigene Zitronen zu haben, das wär schon mal was! Muss mir das mal überlegen, Dein Beitrag macht mir grad Mut! Mit lieben Grüssen aus der Schweiz, Arletta
Liebe Kathrin – acht Jahre alt sind deine Zitrusbäume schon!?! Dann hast du wirklich bereits einige Erfahrung vorzuweisen. Ich selber habe mich über das Experiment noch nicht gewagt, unter anderem auch, weil wir keinen gut geeigneten Raum zum Überwintern haben. Ich hätte mich ehrlich gesagt nicht getraut, sie in unserem Keller zu überwintern, der ähnliche Probleme bietet wie der eure. Ob wir es jemals wagen werden, weiß ich noch nicht, aber ich denke mir, für viele, die ähnliche Pflanzen-Überwinterungs-Probleme haben, ist dein Artikel sehr ermutigend!
Herzliche Rostrosen-Sonntags-Grüße,
Traude
https://rostrose.blogspot.com/2018/11/der-perfekt-gefullte-kleiderschrank-fur.html
Many gardens here in NZ have lemon trees but I haven't had one. The flowers are so pretty. Thanks for all the information you shared with us.
Liebe Kathrin,
vielen Dank für diesen interessanten Post. Ich kann seit Jahren genau Deine Aussage nur bestaetigen!
Ich habe mehrere Oliven aus Griechenland, ganz normale, welche man in GR in der Baumschule für 7-10 € bekommt und welche ca. 4 Jahre alt sind. habe diese hier 2 Jahre lang an das kalte Wetter (bei Karlsruhe, also nicht zuuuu kalt) gewöhnt und dann ausgepflanzt. Da der Wurzelballen in der Erde steckt, passiert eigentlich gar nichts , ausser dass ich die Blätter vom Schnee befreie damit die Äste icht brechen.
Mit meinen Orangen, Zitronen nd Mandarinen halte ich es so, dass sie bei etwa -6° von der Veranda ins Haus umziehen , dafür habe ich eine Unbeheizte Ecke. Tagsüber fahre ich sie auf einem Baumarktwagen wieder ins freie, solange es nich zu eisig ist, damit sie genug Licht haben,
Was soll ich sagen: Die Zitronen blühen mehrach, die ersten Blüten öffnen sich bereits im Februar, , noch jetzt, Mitte November 202, öffnen sich täglich neue Blüten. Dieses Jahr habe ich rund 5 kg (!) grosse Zitronen von einem Baum geerntet. Darauf bin ich stolz!
Selbst mehrere Kilogramm Oliven habe ich geerntet, wobei derzeit noch leicht gerötete am Baum hängen. Erst bei Temperaturen um die -2 ° sorge ich bei Oliven mit Kookosmatten und Jutewickel am Stamm für warme Füsse. Aber das auch nur , wenn es wirklich notwendig ist.
Im Übrigen: vm Dezember 2000 bis zum Januar2001 hat es in Griechenland so geschneit, dassselbst das südliche Kreta völlig zugeschneit war. es gab Tagestemperaturen von -7 Grad, in der Nacht tiefer.
Und was soll ich sagen,,, die Bäume tragen genau wie davor… ohne nennenswerte Schäden.
Übrigens: Ich kenne Leute in Appiano bei Bozen; auch dort wachsen Olivenbäume, sowie Zitusbäume. Dabei kann es im Winte recht kalt werden: Aber die Bäume stehen dort seit ehr als 25 Jahren.
Laut Wetteronline gab es auf Kreta in Iraklion im Februar zwei mal Nachtfrost… https://www.wetteronline.de/wetterdaten/kreta?pcid=pc_rueckblick_data&gid=16754&pid=p_rueckblick_diagram&sid=StationHistory&iid=16754&metparaid=TNLD&period=16&month=02&year=2004
-7°C oder ähnliche kurze Kälte gibt es nur auf dem griechischen Festland. Larisa (GR) hatte vor einigen Jahren -18°C! Dort stehen in der Stadt Olivenbäume, gesund auch nach der Kälte am Flughafen.
Also sollten die Winter wie heuer bleiben, würde es in vielen Städten mit vielen “Exoten”, aber noch nicht mit Citrus gehen.
Guten Tag, mein Zitronenbaum steht seit Anfang Dezember im Treppenhaus zur Überwinterung. So auch letztes Jahr, das hat er wunderbar überstanden. Dieses Jahr verliert er aber nun seit Januar enorm viele Blätter. Er hat keine Schädlinge, seine Erde ist nicht zu nass und nicht zu trocken. Er besitzt noch Früchte, die allerdings wohl noch nicht ganz reif sind. Es ist hell im Treppenhaus (unbeheizt, häufig sind Fenster offen), aber nicht zu warm. Ich verzweifle mittlerweile etwas, da er schon ziemlich kahl geworden ist. Nützt es noch etwas, ihn in den kalten und dunkleren Keller oder in die wärmere und hellere Wohnung umzuquartieren? Was kann ich tun? Herzlichen Dank und viele Grüße!
Hallo, ich würde den Zitronenbaum keinesfalls in die warme Wohnung umquartieren, damit handelst Du Dir eher Schädlinge wie Spinnmilben ein und hilfst Deinem Zitronenbäumchen nicht wirklich. Im Winterquartier verlieren die Bäumchen leider oft ihre Blätter, normalerweise treiben sie im Frühling dann wieder zügig aus. Je nach Wetterlage könntest Du überlegen, den Zitronenbaum bei milden Temperaturen schon wieder ins Freie zu stellen.
LG Kathrin
Liebe Kathrin,
meine Zitronen überwinterten die vergangenen Winter auf dem Balkon. Ich kann nur bestätigen, dass Nachtfrost besser, als jede andere Überwinterung ist. Heuer gab es aber nun bis etwa -6/8 °C kalte Nächte und leichten Dauerfrost am Balkon. Meine Citrustöpfe sind leider schon bei etwa -4°C nach nur einer Nacht angefroren. Der Frost scheint schon nach nur ca. 10 Stunden die Topferde festfrieren zu lassen.. Ich habe anfangs, da ich dachte, dass der Frost nur zwei drei Tage primär nachts verbleibt, dann die Töpfe vorsichtig mit regelmäßiger Kontrolle von unten mit Kerzen (Warm, nicht heiß) anwärmen lassen. Nach etwa 3 Tage habe ich ein Winterschutz am Fenster aufgebaut, bei dem es Frostfrei war und die Pflanzen dort eingestellt.
Mein Kumquat ist top. Der Stamm und die Zweige vom Zitronenbaum sind auch top. Leider sind die Blätter bei der dritte Frostnacht verglast und nun am vertrocknen. Meine große Sorge ist nun, dass er durch Wurzelschäden vertrocknet. Ausgepflanzt hätte er das überstanden…
Wie macht ihr das bei Frostnächten bis etwa -7°C mit den Topfballen? Überstehen die Wurzeln ein leichtes anfrieren?
Liebe Kim, bei Dauerfrost waren die Pflanzen immer eingeräumt, daher kann ich Dir dazu eher wenig raten. Einmalige Minusgrade, auch relativ tiefe Minusgrade, haben sie bislang auf der Terrasse immer gut überstanden. Nun sind unsere Zitronenbäume auch schon wieder draußen und es gibt vereinzelt auch noch leichte Frostnächte von bis zu -4/-5°C. Daher haben wir die Topfballen mit Kokosmatten umwickelt, tagsüber ist es allerdings schon sehr warm für die Jahreszeit. Ich denke, im Moment musst Du einfach mal abwarten. Ob sich der Frost stark auf die Wurzeln ausgewirkt hat, wirst Du wahrscheinlich erst nach einiger Zeit sehen. LG Kathrin
Ihr Lieben, liebe Kathrin,
der Baum scheint, auch mit ca. 3 Tage Dauerfrost, wie beschrieben gut überlebt zu haben. Jeder Zweig ist gesund, nur eben die Blätter sind weitgehend gelb/trocken geworden, aber teils an der Basis noch elastisch und fest. Auch die Wurzeln scheinen also ein anfrieren zu akzeptieren, sollte dies mal passieren.
Meine Erfahrung ist jedoch, dass nur eine einzige kalte Nacht je nach Erde zu vereisten bzw. angefrorenen Töpfen führt. Wie tief da der Boden im Topf durchfriert, ist nach einer Nacht schwer zu beurteilen. Ohne Schutz müssten eure Citrus jedoch auch mindestens oberflächlich Wurzelfrost bekommen oder eben immer eingewickelt sein.
Vielen Dank für die Info!
LG Kathrin