Wenn das Basilikum graue Flecken bekommt, liegt meistens ein Schädlingsbefall durch Thripse ausgehen. Dies ist sogar noch wahrscheinlicher, wenn sich zusätzlich noch schwarze Punkte auf den Blättern zeigen. Ein genauer Blick auf die Pflanze offenbahrt zumeist dann auch rasch die winzigen Tierchen, die flink über die Blätter huschen. Wie Du sie mit Hausmitteln bekämpfen kannst und ob sich der Aufwand lohnt, verrate ich Dir in diesem Beitrag. Packen wir es an!
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Basilikum hat graue Flecken
Zwar ist die Kultivierung dieses Gewürzes auf der Fensterbank nicht schwer, wenn man Pflegefehler vermeidet, aber selbst bei bester Fürsorge kann es zu unerwarteten Problemen kommen. Eines davon ist, wenn die Blätter nicht mehr satt grün und gesund erscheinen, sondern graue Flecken bekommen, die anfangs silbrig glänzend erscheinen. Macht man diese Entdeckung, ist rascher Handlungsbedarf geboten. Denn diese optisch auffälligen, teilweise glänzend erscheinenden Stellen sind der erste Hinweis auf das Vorhandensein von Thripsen.
Was sind überhaupt Thripse?
Hierbei handelt es sich um saugende Schädlinge, welche sich vornehmlich von Pflanzensaft ernähren. Das erklärt auch die auffälligen, gräulichen Areale. Es handelt sich hier also um nichts anderes als um leer gesaugtes Blattgewebe. Da die Tiere trockene Raumluft lieben, ist es gar nicht verwunderlich, dass sie gerne Zimmerpflanzen befallen. Anfangs war ich stets der Meinung es müsste sich hierbei um einen Pilz handeln, der sich langsam aber stetig ausbreitet, aber mit dieser Annahme lag ich komplett falsch.
Wie sehen sehen sie aus?
Die Insekten sind nur wenige Milimeter groß, länglich und mit bloßem Auge kaum auszumachen. Meistens verstecken sie sich auf der Blattunterseite und hinterlassen als einzige Spur an der Oberseite des Blattes kleine, schwarze Punkte – ihren Kot. Sollte ich heuer mal wieder mit ihnen konfrontiert werden, mache ich ein Bild unter dem Mikroskop.
Wie lässt sich das Schadbild beschreiben?
Bei meinem Basilikum, welches während der Sommermonate am Nord-Ost-Fenster steht, tritt die Problematik meist ab August auf, obwohl ich mit Pflanzenlampen für eine optimale Beleuchtung sorge. Zuerst zeigen die untersten Blattpaare graue Flecken, welche sich aber schon alsbald Richtung Neuaustriebe verlagern. Hat man Glück und die Blätter wachsen doch noch ein bisschen weiter, sind sie deformiert und verkrüppelt. Es dauert dann meist auch nicht lange und es beginnen die Triebspitzen zu verkümmern. Am Ende geht meist die ganze Pflanze ein, wenn man nicht aktiv wird.
Gibt es einen Unterschied zu Spinnmilben?
Ja, den gibt es. Zwar lieben Thripse ebenso wie Spinnmilben trockene Wohnungsluft und beide saugen an den Wirtspflanzen, doch sie gehören zu völlig unterschiedlichen Insektenfamilien. Erste sind Angehörige der Fransenflügler, während letztere zu den Spinnentieren zählen, die noch dazu gut erkennbare Gespinste hinterlassen.
Bekämpfung mit Hausmitteln
Da Basilikum nicht sonderlich teuer in der Anschaffung ist, sollte bei einem Befall mit Thripsen nicht unbedingt in erster Linie auf die chemische Keule zurückgegriffen werden. Überhaupt da es sich hier um ein Küchenkraut handelt, welches am Besten frisch verwendet wird. Davon abgesehen können bei diesen Insekten auch Hausmittel wahre Wunder wirken!
- Eines davon ist schlicht und einfach Wasser. Es reicht daher bei einem beginnenden Befall aus, die Pflanze über dem Waschbecken abzuduschen und gründlich abzuschütteln. Um Erfolg zu haben, muss man diese Prozedur zwar öfter und in regelmäßigen Abständen wiederholen, aber es lohnt sich. Zur Sicherheit sollte allerdings dann auch die Erde getauscht werden.
- Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann das Gewürz auch mit einer leichten Schmierseifenlösung abspritzen. Allerdings sollten die Blätter vor dem Verzehr dann gut gewaschen werden.
- Daneben können auch Blautafeln angewendet werden. Hierbei handelt es sich um Klebefallen, die eine magische Anziehungskraft auf diese saugenden Schädlinge haben. Sie werden einfach in unmittelbarer Nähe der Pflanze mit einem Stick in die Erde gesteckt. Die Tiere bleiben auf der klebrigen Oberfläche haften und werden dadurch dezimiert. Je nach Befallsdruck sollten die Tafeln nach einiger Zeit getauscht werden.
- Um das Mikroklima zu verbessern, reicht es oftmals schon aus, die Pflanzen täglich mit einer Sprühflasche zu befeuchten. Das Wasser trocknet im Lauf des Tages auf und verändert dadurch die Luftfeuchtigkeit in der unmittelbaren Umgebung, so dass sich die Insekten zunehmend unwohl fühlen. Wenn gleich diese Vorgehensweise eher vorbeugend gegen die Schädlinge hilft, sollte man sie nicht vollkommen außer Acht lassen.
Chemische Mittel
Wer sich auf die oben genannten Bekämpfungsstrategien nicht verlassen möchte, dem steht es natürlich frei, auf chemische Mittel zurückzugreifen. Hierbei eignet sich in erster Linie Careo schädlingsfrei für Gemüse. Allerdings sollte hier beachtet werden, dass der Hersteller den Einsatz des Mittels gegen Thripse lediglich bei Zierpflanzen empfiehlt. Basilikum gehört aber definitiv nicht in diese Pflanzenkategorie. Aus diesem Grund würde ich persönlich es auch nicht anwenden.
Warum ist eine Bekämpfung überhaupt sinnvoll?
Ein Befall mit Thripsen beschränkt sich leider nicht nur auf Basilikum, ist das Raumklima eher trocken, sind alle vorhandenen Zimmerpflanzen gefährdet. Wenngleich auch die Bekämpfung bei Zierpflanzen wesentlich einfacher ist, da man hier auch mit systemischen Mitteln mit Langzeitwirkung (Stäbchen, die direkt in die Erde gesteckt werden) arbeiten kann, ist ihr Auftreten sehr lästig, da sie sich unkontrolliert und massig vermehren.
Fransenflügler als Krankheitsüberträger
Ein weiterer Grund warum Du aktiv bei der Bekämpfung dieser Tierchen werden solltest, ist, dass Fransenflügler Überträger von Viren sind. Diese können, wenn Du Pech hast, noch größere Schäden verursachen als die Insekten selbst. Laut Wikipedia übertragen die Tiere in erster Linie Tospoviren. Dazu gehören unter anderem das Tomatenbronzeflecken- und das Impatiensflecken-Virus. Das Fatale ist diese Krankheiten können zahlreiche Pflanzen befallen und ganze Kulturen zerstören. Zudem breiten sich, laut meinen Recherchen rasant in Europa aus. Das Luzernemosaik-Virus, für welches das Gewürz ebenfalls sehr anfällig ist, wird von Blattläusen übertragen und verursacht gelbe Flecken.
Viel Erfolg beim Finden und Bekämpfen von Thripsen!
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Bis bald und baba,
Kathrin
Liebe Kathrin,
guten morgen und vielen Dank für diesen hiflreichen Artikel! Ich hab zwar noch keine Tripse am Basilikum gehabt, aber gut zu wissen, was da los sein könnte, wenn es mal passiert :O)
Mein Basilikum steht immer draußen …
Ich wünsche Dir einen schönen Tag und einen guten Start in ein entspanntes Wochenende!
♥️ Allerliebste Grüße, Claudia ♥️
Liebe Kathrin,
danke, wieder etwas gelernt. Im Garten habe ich das Problem nicht, aber im Winter im Haus. So … und nächsten Winter nicht mehr. DANKE
Schönes Wochenende und liebste Grüße
Elisabeth