Eine wirklich tolle Möglichkeit, um das Aroma von edlen Duftrosen einzufangen, ist die Herstellung von Rosenblütengelee mit Apfelsaft oder Weißwein. Dieser süße Brotaufstrich ist nicht nur ein Genuss, er ist etwas Besonders, etwas Extravagantes, etwas, das es nicht alle Tage gibt. Für mich gehört er zu den Besten Marmeladen überhaupt. Gerne teile ich heute das Rezept mit Dir.
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Orientalische Frühstücksaromen
Lange Zeit habe ich gedacht, dass ich aus den Rosen im Garten maximal einen Blütenzucker herstellen kann. Doch ganz ehrlich, das Rosenblütengelee schmeckt mir noch besser. Es hat einen orientalischen Touch und duftet so unglaublich gut, wenn man das Glas öffnet. Man könnte sich fast wie Prinzessin Jasmin in einem Märchen aus 1001 Nacht fühlen. Also ich schwebe dann im 7. Himmel.
Am liebsten esse ich es zum Frühstück, da es perfekt zu einem frischen Baguette oder einer frischen Scheibe Toastbrot passt. So lässt es sich gleich viel angenehmer in den Tag starten.
Die wichtigsten Zutaten
Gott sei Dank sind gar nicht so viele Zutaten notwendig. Unter anderem brauchst Du:
- Duftrosenblüten: Sie bilden die Grundlage für das Rosenblütengelee. Neben dem Duft gibt es eine weitere essentielle Eigenschaft, nämlich die Farbstabilität, damit das Ergebnis trotz Hitzeeinwirkung leuchtend rot wird. Am Besten eignen sich hierfür alte Damaszener- bzw. Portlandrosen wie die Rose de Resht (sehr intensive Färbung) oder Jacques Cartier (wenig Färbung). Beide verfügen den ganzen Sommer lang über einen üppigen Blütenflor.
- Rosenblütenwasser: Es intensiviert das Aroma und peppt dadurch die Marmelade ordentlich auf. Die Verwendung ist kein Muss, aber nimmt man es nicht, müsste man noch mehr Blüten verwenden. In Deutschland kaufe ist es in den großen Supermärkten erhältlich, in Österreich muss man es bestellen oder im Reformhaus nachfragen.
- Apfelsaft: Ich verwende hierfür immer meinen selbst gemachten Fruchtsaft. Alternativ eignet sich aber auch die naturtrübe Variante aus dem Tetrapack.
- Weißwein: Eine trockene Sorte, wie zum Beispiel Sauvignon Blanc, eignet sich hier besonders gut.
So wird es gemacht
Allgemeine Fragen zum Thema Einkochen beantworte ich Dir sehr ausführlich in meinem Beitrag Einkochen im Backofen bzw. Dampfgarer. Hier möchte ich lediglich auf ein paar ganz spezielle Punkte eingehen:
Wie viele Blütenköpfe brauche ich?
Für das Rosenblütengelee solltest Du mindestens 10 Stück frische Blütenköpfe verwenden. Das sind aber wesentlich weniger als für das Sirup benötigt werden. Diese sollten schön aufgegangen und frei von bereits abgestorbenen, braunen Blättern sein. Wenn möglich, ernte ich sie am Liebsten am Vormittag, da die Qualität dann einfach besser ist als nach einem ganzen Tag in der prallen Sonne.
Muss ich den weißen Ansatz entfernen?
Ja, unbedingt! Denn er schmeckt bitter. Leider ist das eine ziemliche Pfrimmelei, weil die einzelnen Blüten nicht so groß sind. Aber man merkt am Ende den Unterschied, wenn man sich die Arbeit antut. Aber immerhin muss man sich nicht mit so feinen, juckenden Härchen herumschlagen, wie bei der Hagebuttenmarmelade.
Warum muss ich den Sud auch durch ein Mulltuch gießen?
In den Blüten tummeln sich zahlreiche kleine Käfer und Raupen. Beides hat aber in der Marmelade nichts zu suchen. Allerdings erwischt man diese oftmals winzigen Lebewesen nicht immer mit einem normalen Sieb. Da kommt das Mulltuch ins Spiel, welches so fein gewebt ist, dass keine Verunreinigungen durchgehen.
Was muss ich beachten, damit es geliert?
Ich bereite mein Rosenblütengelee auf Grundlage eines naturtrüben Apfelsafts zu. Diesen kannst Du bis maximal zur Hälfte mit Weißwein ersetzen. Von einer Herstellung nur mit Wasser und Zitronensaft sehe ich inzwischen ab, denn diese Variante hat, zumindest bei mir, noch nie richtig geliert. Meine Empfehlung lautet:
- 1 kg 1:1 Gelierzucker auf 750 ml Flüssigkeit zu nehmen.
Die 1:2 oder 1:3 Varianten funktionieren in diesem Fall meist nicht und führen zu eher enttäuschenden Ergebnissen.
Rosenblütengelee mit Apfelsaft oder Weißwein
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Zutaten
- 10 Stück Rosenblüten gemeint sind 10 ganze Blütenköpfe von Duftrosen wie De Resht oder Jacques Cartier
- 20 ml Zitronensaft
- 20 ml Rosenblütenwasser
- 730 ml Apfelsaft naturtrüb
- 1 kg 1:1 Gelierzucker
mit Alkohol
- 375 ml Weißwein zum Ersetzen von 375 ml Apfelsaft
Zubereitung
- Rosenblüten abzupfen, den weißen Ansatz mit einem Messer abschneiden und anschließend kurz mit kaltem Wasser abbrausen
- Die Blüten nun in den kalten Apfelsaft bzw. in die Mischung mit Weißwein geben, den Zitronensaft hinzufügen und kurz aufkochen, sonst löst sich die Farbe nicht und das Gelee wird gelb. Die Flüssigkeit anschließend etwas abkühlen lassen und dann für etwa 24 Stunden in den Kühlschrank zum Durchziehen stellen.
- Die Flüssigkeit nun durch ein Mehlsieb seihen, ausdrücken und anschließend den Saft durch ein Ölsieb abgießen. Alternativ kann auch ein Mulltuch verwendet werden.
- 730 ml Flüssigkeit abmessen, eventuell mit noch etwas Apfelsaft ergänzen, falls es zu wenig ist.
- Den Sud mit 20 ml Rosenblütenwasser und dem Gelierzucker mischen, aufkochen und 4 Minuten sprudelnd abkochen. Die Gelierprobe machen.
- Das Rosenblütengelee in die vorbereiteten Weckgläser abfüllen, verschließen und für 10 Minuten bei 100°C unter Dampf im Dampfgarer oder Einkochautomaten einkochen. Alternativ warten bis sich eine dünne Haut gebildet hat und das Gelee vor dem Verschließen mit 60%-igem Alkohol abdecken.
- Die Masse, welche anfangs sehr flüssig ist, geliert am Besten, wenn sie kühl gestellt wird.
Haltbarkeit
Das Marmelade ist grundsätzlich ein Jahr lang haltbar. Meine Erfahrung ist allerdings, dass das Aroma etwas verblast, je länger ich die Gläser aufbewahre. Löst sich aber bereits vorzeitig bei einem Glas das Vakuum oder es bildet sich gar sichtbarer Schimmel, dann musst Du es in beiden Fällen entsorgen. Denn ein Verzehr eines solchen Nahrungsmittels ist gesundheitsgefährlich.
Gutes Gelingen beim Nachkochen des Rezepts Rosenblütengelee mit Apfelsaft oder Weißwein!
Welche Rosensorten verwendest Du? Verrate es mir in den Kommentaren, ich bin schon gespannt! Gerne kannst Du mich auch auf Instagram kontaktieren!
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Bis bald und baba,
Kathrin
Ein tolles Rezept muss herrlich schmecken muss ich unbedingt ausprobieren