Der PotatoPot, der Firma Gardenlife, ist ein Pflanztopf speziell für Kartoffeln, der nach entsprechender Anleitung bepflanzt gute Erträge liefert. Ich habe bislang eine äußerst gute Erfahrung mit ihm gemacht. Er passt perfekt ins Konzept meines Topfgartens, der heute noch zu einem Großteil besteht, obwohl wir inzwischen etwas mehr Platz haben. Denn Erdäpfel im Kübel anzubauen ist praktisch, liegt seit Jahren im Trend und erspart das Suchen. Dieser Artikel enthält Werbung!
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Darum ist dieses Konzept genial
Unser Garten umfasst 350 m2. Das ist jetzt nicht winzig, aber auch nicht außerordentlich viel. Auf diesen Raum müssen die Spielflächen der Kinder, Blumenbeete und Gemüsegarten untergebracht werden. Platz für einen Kartoffelacker haben wir dann jedenfalls keinen mehr, um das mal salopp auszudrücken. Doch genau hier kommt der PotatoPot aus Kunststoff ins Spiel.
Sein Topf im Topf Konzept ist genial, weil es sehr platzsparend und aufgrund des leichten Gewichts auch für Balkone geeignet ist. Zudem beträgt der Durchmesser nur in etwa 30 cm, so dass man wirklich bald wo einen Platz für ihn findet. Außerdem erlaubt er einen Blick auf die Entwicklung der Knollen zu werfen, was gerade für kleine Gärtner sehr interessant sein kann. Doch schauen wir uns das Produkt mal im Detail an.
Anleitung: PotatoPot von Gardenlife
Das patentierte System des Kartoffeltopfs ist clever und wurde bereits vielfach versucht zu kopieren. Aber ob der Nachbau an das Original herankommt, muss jeder für sich entscheiden. Der Clou dahinter ist jener, dass das Gefäß eigentlich aus zwei einzelnen Töpfen besteht: einem Übertopf und einem weitgehend offenen, herausnehmbaren Innentopf.
Staunässe verhindern
Da der Innentopf im Gegensatz zum Übertopf über keine Abzugslöcher für das Gieß- bzw. Regenwasser verfügt, habe ich vor dem Einbringen der Drainageschicht und dem Bepflanzen, noch welche rein gebohrt. Andernfalls hätte ich die Befürchtung gehabt, dass sich rasch Staunässe bildet, weil das Wasser nicht ordentlich abfließen kann.
Beim Bohren der Abzugslöcher habe ich darauf geachtet, dass ich von innen nach außen bohre. Die Bohrlöcher habe ich anschließend mit einem Dremel geglättet. Ich habe sie möglichst großzügig bemessen – sie waren am Ende größer als am Bild zu sehen – damit sich wirklich kein Wasser sammeln kann und am Ende die Knollen deswegen vergammeln.
Bepflanzung
Der Kübel hat ein Fassungsvermögen von 12 Litern und bietet damit Platz für drei Pflanzkartoffeln. Zuerst wird der Innentopf mit einer Drainageschicht (Blähton oder Tonscherben) sowie guter Erde gemischt mit Urgesteinsmehl befüllt und anschließend werden die drei Erdäpfel mittig im Abstand von 10 cm vergraben und mit Erde bedeckt. In Mitteleuropa solltest Du aber nicht vor den Eisheiligen (15. Mai) mit dem Auspflanzen beginnen, denn ein starker Kälteeinbruch kann rasch alles zerstören bzw. das Wachstum extrem verlangsamen. Je nach Sorte beginnt die Ernte nach etwa acht Wochen.
Beim Wachsen beobachten
Wenn man den PotatoPot verwendet, kann man die Entwicklung der Kartoffelknollen genauestens mitverfolgen. Dafür muss man lediglich den Innentopf herausheben. Von der Anlage der ersten Knollen bis zur Ernte hat man alles im Blick. Ein Aspekt der insbesondere dann in den Fokus rückt, wenn man viel und gerne mit Kindern gärtnert. Ihr Interesse ist schnell geweckt, sobald die Entwicklung eines Grundnahrungsmittels, welchem eigentlich im Alltag nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, plötzlich im Detail beobachtet werden kann. Genial, oder?
Pflege
Pflanzen, die im PotatoPot wachsen, müssen natürlich regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Ihr Nährstoffbedarf ist in etwa vergleichbar mit jenen von Tomaten. Ich kaufe am Liebsten Düngemittel in Bio-Qualität, da ich keinen eigenen Kompost zur Verfügung habe.
Kontinuierliche Ernte bis zum ersten Frost
Gardenlife, der Hersteller, verspricht, dass die Erdäpfelstauden aufgrund des Prinzips des Pflanztopfs eine ganze Saison lang, bis hin zum ersten Frost, beerntet werden können. Einfach, weil durch das Herausheben des Innentopfs die Pflanze und das Wurzelsystem an sich nicht beschädigt werden. Nun gut, dazu kann ich nicht viel sagen, da ich das so noch nie probiert habe, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass es funktioniert, weil …
Eine ausdauernde Pflanze
In ihrer ursprünglichen Heimat Südamerika ist die Kartoffel eine ausdauernde, krautige Pflanze, die sich unter anderem vegetativ über Knollen vermehrt. Sie bilden sich an den sogenannten Stolonen. Hierbei handelt es sich um waagrecht wachsende Ausläufer, die sich mit der Zeit verdicken und am Ende, die uns bekannte Knolle formen.
Ist diese nach einer gewissen Zeit reif, stirbt die Verbindung zur Mutterpflanze ab. Ebenfalls kann diese Verbindung vorzeitig gekappt werden, wenn die Knolle groß genug zum Ernten ist. Aufgrund dieser Systematik kann ich mir daher gut vorstellen, dass eine mehrfache Ernte von Kartoffeln innerhalb einer Saison bei und derselben Mutterpflanze möglich ist.
In unseren Breiten stirbt allerdings das Kraut am Ende der Vegetationsperiode aber ab, wenn die Temperaturen wieder kühler und die Tage kürzer werden. Das kennzeichnet somit gemeinhin den Erntebeginn. Im Erwerbsanbau wird das Kraut oftmals sogar bewusst abgetötet, wenn die Knollen eine entsprechende Größe erreicht haben. Aber wie gesagt, hier geht es um eine kontinuierliche Ernte im Kleinen.
Entwicklung der Kartoffeln von der Pflanzung bis zur Ernte
Um den PotatoPot auf Herz und Nieren zu testen, habe ich ihn mit der Kartoffelsorte Anuschka (Murbodner Erdäpfel) bepflanzt, obwohl eine blaue Sorte wäre auch ganz interessant gewesen. Laut Packungsbeilage beträgt die Reifezeit für diese Kartoffeln ca. 100 Tage. Die Ernte beginnt ab dem Zeitpunkt, wo das Laub zu welken beginnt. Durch den speziellen Topf müsste allerdings schon eine früherer Erntebeginn möglich sein, der dann kontinuierlich bis zum Frost fortgeführt werden kann. Daher habe ich mir gedacht, ich werde jede Woche ab dem Legen der Kartoffeln ein Foto hinsichtlich der Entwicklung veröffentlichen.
Das Experiment
Die Kartoffeln habe ich nach den Eisheiligen am 18.5.2019 in die gelegt. An diesem Tag hatten wir herrliches Sommerwetter mit 20°C, doch schon am nächsten Tag sackten die Temperaturen auf etwa 10°C ab und wir hatten einige Tage Dauerregen. Daher bin ich gespannt, wie weit sich die Knollen trotz der schlechten Witterung innerhalb einer Woche entwickelt haben. Die beiden PotatoPots wurden zudem an das automatische Bewässerungssystem angeschlossen und werden daher gleichmäßig mit Wasser versorgt.
- Ausbringen der Pflanzkartoffeln am 18.05.2019
- Entwicklung nach 1 Woche: Es ist noch kein Fortschritt zu sehen.
- Nach 2 Wochen waren die Kartoffeln ausgetrieben und hat den Topf bereits gut durchwurzelt.
- 3 Wochen später war schlussendlich das Kartoffellaub gut entwickelt und das Wurzelgeflecht noch dichter.
- 4 Wochen später hat sich sowohl Laub als auch Wurzelmasse nochmals deutlich vergrößert.
- Nach 5 langen Wochen sind endlich die ersten Blüten zu sehen.
- 6 Wochen nach der Pflanzung sind die ersten Knollen sichtbar.
Fazit
Inzwischen verwende ich das Gefäß schon einige Jahre im Garten und bin nach wie vor der Meinung, dass er hält, was er verspricht, sofern man ihm ausreichend große Drainagelöcher verpasst. Aber gut, das ist auch nicht besonders schwierig. Es muss lediglich bedacht werden. Besonders die Kinder haben an diesem Gefäß eine große Freude, da es immer wieder etwas Neues über die Entwicklung der Kartoffel zu entdecken gibt.
Vielen herzlichen Dank an die Firma Gardenlife für die kostenlose Überlassung der PotatoPots. Meine Meinung bleibt davon unberührt.
Viel Erfolg beim Bepflanzen und eine reiche Ernte!
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Bis bald und baba,
Kathrin
Liebe Kathrin,
guten Morgen und danke für diesen tollen Post! So einene Kartoffeltopf möchte ich mir nämlich auch zulegen :O)
Ich wünsche Dir einen freundlichen und glücklichen Wochenteiler!
♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥
Ein toller Topf – Kartoffel werden wir heuer auch anbauen. Wir freuen uns schon auf die Ernte…
Hallo Kathrin,
sehr spannend. Mit so einem Topf hatte ich auch schon geliebäugelt, ihn wegen mangelnder Erfahrungsberichte aber bisher noch nicht gekauft. Bei mir sind die Kartoffeln dieses Jahr noch in einem "normalen" Topf gelandet. Das sie Urgesteinsmehl mögen wusste ich nicht. Dann kriegen sie doch nachher gleich noch eine Prise…
Liebe Grüße,
Krümel
A fun invention, these have been seen in stores for a few years;-9