Die schleimigen Biester verursachen fast jedes Jahr einen riesigen Schaden und ihre Bekämpfung ist schwierig. Nett ausgedrückt. Schon so oft habe ich mir daher die Frage gestellt: Was hilft wirklich gegen Schnecken im Garten? Die Antworten und angebotenen Lösungen sind zahlreich, aber taugen sie in der Praxis wirklich etwas? Ich durfte jetzt eine ganz neue Falle mit dem Namen SchneckeX von Florissa testen. Sie wird mit einem speziellen Lockstoff und Schneckenkorn gefüllt. Meine Erwartungen waren groß und ob sie sich erfüllt haben, verrate ich Dir in diesem Artikel. Zudem stelle ich Dir weitere 4 Methoden zur Bekämpfung dieser überaus lästigen Schädlinge vor. Dieser Beitrag enthält Werbung. Meine Meinung bleibt davon unberührt.
Inhaltsverzeichnis
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Das Wetter stoppt sie nicht
Es gibt Jahre, die bescheren uns einen überaus nassen und kalten Mai, gefolgt von einem heißen Juni. Wer nun meint, es gäbe deswegen weniger Schnecken, der irrt gewaltig. Weder Kälte noch ein paar heiße Tage verschrecken die gefräßigen Biester. Spätestens im Herbst bei gemäßigten Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit sind sie wieder aktiv wie eh und fallen über Gemüse und Blumen her. So als wären sie nie weg gewesen.
Ihr Speiseplan umfasst so gut wie alles was im Garten wächst, doch am Liebsten fressen sie bei mir Chrysanthemen, Tagetes und Sonnenblumen. Diese haben fast überhaupt keine Chance mehr. Oder doch? Denn es kann schon sehr zermürbend sein, wenn quasi all die investierte Arbeit über Nacht zunichte gemacht wird. Schauen wir uns jetzt daher mal genauer an, was wirklich gegen diese Viecher helfen könnte! Doch vorher müssen wir noch einen ganz wichtigen Punkt klären, nämlich:
Ab wann sollte man loslegen?
Damit es erst gar nicht zu einer Plage kommt, empfiehlt es sich bereits frühzeitig im Jahr mit der Schneckenabwehr zu beginnen. Ein guter Zeitpunkt dafür ist, je nach Witterung, Mitte / Ende März. Denn spätestens ab hier treiben die Schleimer ihr Unwesen. Zuerst, kaum wahrnehmbar, weil sie so winzig klein sind und später dann, fast nicht mehr zu übersehen, als dicke, fette, ausgewachsene Schleimpatzen, die stets auf der Suche nach einer neuen Nahrungsquelle sind. Je früher man daher eine Vielzahl an Jungtieren erwischt, desto eher hält sich später das Schadensausmaß und der dadurch bedingte Ernteausfall in Grenzen.
5 bewährte Methoden zur Schneckenbekämpfung:
Wer das optimale Zeitfenster übersehen hat, erst später mit einem Befall konfrontiert wird oder einfach nur “gründlich” dafür sorgen will, den Garten möglichst schneckenfrei zu halten, kann aber ebenfalls aktiv werden. Denn auf die nachfolgenden Methoden zur Bekämpfung kann jeder Zeit zurückgegriffen werden:
Schneckenkorn auf Eisenphosphat-III-Basis
Möchte man im Garten Schneckenkorn streuen, so kann man unter anderem auf ein Produkt auf Eisenphosphat-III-Basis zurückgreifen. Diese chemische Verbindung kommt auch in der Natur vor und ist für Igel, Vögel, Katzen und Hunde ungefährlich. Lediglich die schleimigen Biester sterben an diesem Wirkstoff. Es ist, wenn man so will, die grünere bzw. biologischere Variante im Gegensatz zu Erzeugnissen, die auf Metaldehyd basieren. Die Funktionsweise ist in etwa so:
- Fressen
- Verkriechen in das Versteck und keine herumliegenden Leichen
- Einstellung der Nahrungsaufnahme
- Tod
Doch keine Vorteile ohne Nachteile. Die lose verstreuten Körner liegen naturgemäß überall in den Beeten herum und können so auch von kleinen Kindern oder Haustieren gefunden werden. Des Weiteren lösen sie sich bei Dauerregen auf oder werden bei Starkregen weggeschwemmt. Auch benötigt man eine relativ große Menge davon, um es entsprechend der Anleitung breitwürfig verstreuen zu können. Denn nur so stellt sich überhaupt ein Erfolg ein.
Das entsprechende Produkt von Florissa entspricht der Verordnung EG 834/2007 über ökologische und biologische Produktion. Es ist für Menschen und Haustiere ungenießbar.
SchneckeX von Florissa
Eine sehr effektive Art und Weise, um Schneckenkorn im Garten einzusetzen, ist die Kombination von Falle und Lockstoff. Die Firma Florissa hat ein solches Produkt unter dem Namen SchneckeX auf den Markt gebracht. Hier sind die Körner vor Regen geschützt, liegen nicht überall herum und man benötigt wesentlich weniger davon. Zudem kommen andere Tiere und Kinder mit dem Granulat überhaupt nicht mehr in Kontakt. Dank des robusten Erdspießes lässt sie sich auch fest im Boden verankern und übersteht somit unbeschadet Starkregen und Hagel.
Funktionsweise
SchneckeX ist innerhalb weniger Minuten zusammen gebaut. Das Herzstück bildet dabei ein kleines Fläschchen mit Lockstoff (50 ml), welches einmal im Monat getauscht werden muss. Dieser besteht aus Lebensmittel-Aromen und ist so konzipiert, dass alle Tiere im Umkreis von einigen Metern magisch angezogen werden. Die Schleimerchen kriechen ob der vermeintlich versteckten Leckerbissen in die Falle und fressen das Gift, im Glauben es handle sich um ihre Leibspeise. Anschließend suchen sie wieder ihr Versteck auf und verenden. Daher gibt es auch keine toten Tiere in der Falle. Das ist sehr angenehm.
Kupferband als Abwehr
Um Schnecken aus Hochbeeten oder von der Terrasse fernzuhalten, kann zusätzlich ein selbstklebendes Kupferband verlegt werden. Dieses hält sowohl auf Holz oder Beton und muss lediglich so angebracht werden, dass eine abgeschlossene Fläche entsteht. Allerdings verhindert es lediglich das Eindringen der Tiere in einen gewissen Bereich, dezimiert aber nicht die Population an sich.
Die Abwehrwirkung erfolgt dadurch, dass die Schleimer bei Kontakt mit dem Band einen leichten Stromschlag erleiden, welcher sehr unangenehm sein dürfte. Denn sie machen dann schnurstracks kehrt und versuchen ihr Glück an einer anderen Stelle. Ich selbst konnte einmal sehr gut bei meinen Erdbeeren in Töpfen beobachten wie gut diese Schneckensperre funktioniert. Der Dickmaulrüssler, welcher sich ebenfalls gerne an unseren Erdbeeren labt, ist eine andere Geschichte.
Das Kupferband ist grundsätzlich witterungsbeständig. Man muss nur darauf achten, dass es nicht überwachsen wird. Denn schon ein Grashalm kann als Brücke dienen. Von Zeit zu Zeit muss es allerdings trotzdem erneuert werden, da die Haftfähigkeit durch Regen und Schnee schwächer wird, vor allem wenn man es auf Beton geklebt hat.
Sammeln und zerschneiden
Wer extrem viele Schleimer im Garten hat, kann neben Fallen und Kupferbändern immer noch mit der Schere ausrücken. Mehr dazu unter dem Artikel Schnecken zerschneiden.
Holzbretter auslegen
Eine relativ einfache Möglichkeit Schnecken tagsüber zu fangen, ist das Auslegen von Holzbrettern im Gemüse- und Blumenbeet. Da es unter diesen auch bei Sonnenschein feucht und dunkel bleibt, eignen sie sich als optimale Verstecke. Dort können sie einfach abgesammelt und entfernt bzw. zerschnitten werden. Allerdings lohnt sich auch ein genauer Blick zu manchen Gemüsepflanzen, denn auch diese sind potentielle Unterschlüpfe.
Wohin mit der “Beute”?
Da die Tiere Kannibalen sind und von toten Artgenossen magisch angezogen werden, sollte man die Kadaver jedenfalls nicht im Garten belassen oder am Kompost entsorgen. Am Besten man wickelt die toten Tiere in Zeitungspapier ein und entsorgt sie über den Bio- oder Restmüll. Lebende Exemplare würde ich hingegen niemals wo anders aussetzen, da man damit nur das Problem verlagert und in Kauf nimmt, dass sie an anderer Stelle das Ökosystem bedrohen und aus dem Gleichgewicht bringen.
Nützlinge fördern
Das Thema Nützlinge fördern, ist bei Schnecken so eine Sache. Igel und Vögel fressen zwar Schnecken, aber eben nicht die Rote Spanische Wegschnecke. Diese sondert nämlich einen extrem bitteren und zähen Schleim ab, so dass sie weitgehend verschmäht wird.
Hätte die Rote Nacktschnecke genügend natürliche Feinde, gäbe es auch kein unkontrolliertes, massenhaften Auftreten im Garten und keine Vernichtung ganzer Ernten. Wer nun mit dem Argument kommt, in naturnahen Gärten gibt es solche Probleme nicht, der verschließt entweder vor der Realität die Augen oder lebt in einer Gegend ohne großen Befallsdruck.
Meine Realität
Unser Garten ist naturnah und beherbergt viele Kleintiere, soweit diese von den Katzen aus der Nachbarschaft am Leben gelassen werden, und dennoch kämpfen wir jedes Jahr mit Schnecken. Meiner Meinung nach liegt dies vielfach an den zahlreichen Komposthäufen in der Umgebung, auf welchen nicht nur Rasenschnitt, sondern insbesondere auch Küchenabfälle entsorgt werden. Denn so mancher möchte sich wohl auf diese Weise die Kosten für die Biotonne sparen. Ausgeblendet wird dabei aber, dass durch diese Pfennigfuchserei ein anderes, größeres Problem geschaffen wird.
Meine Erfahrung mit dem Produkt
Auch wenn SchneckeX in der Anschaffung nicht ganz billig ist, kann ich nach einer Saison im Einsatz sagen, dass sich dieses Produkt lohnt. Der Verbrauch von Schneckenkorn ist zum einen deutlich weniger geworden und zum anderen lässt sich die Falle so im Blumen- bzw. Gemüsebeet verstecken, dass sie keine magische Anziehungskraft auf Kleinkinder ausübt. Ein Aspekt, welcher uns sehr wichtig war.
Außerdem ist die Falle so konzipiert, dass, abgesehen von kleinen Insekten und winzigen Spinnen, wirklich nur die lästigen Schleimer in das Innere der Falle gelangen. Andere Krabbler haben sich nämlich den ganzen Sommer über nicht hinein verirrt. Die Lockwirkung habe ich ebenfalls als sehr gut empfunden. Sie war so stark, dass ansonsten beliebte Futterpflanzen in Ruhe gelassen wurden, weil der “Köder” interessanter erschien. Genau so sollte es sein.
Damit hat SchneckeX den Praxistest bestanden und darf weiterhin im Garten zum Einsatz kommen. Einen Wehmutstropfen gibt es am Ende aber doch, die Nachfüllpackungen sind nicht ganz günstig.
Wie geht es Dir heuer mit den Schleimern im Garten? Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück und keine allzu großen Schäden bei Gemüse und Blumen!
Vielen herzlichen Dank an die Firma Florissa für die kostenlose Überlassung einer SchneckeX-Falle für einen Produkttest.
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Bis bald und baba,
Kathrin
Ich hab seinerzeit mit den Schnecken einfach Frieden geschlossen, ihnen ein eigenes Beet mit für sie leckeren Pflanzen gegeben und zugesehen, dass ich nicht viele Steine oder zu dickes Mulch im Garten habe, worunter sie sich verstecken oder ihre Eier ablegen können. Auch zu dichtes Pflanzen ist nicht gut. Das hat prima funktioniert, ich brauchte keinerlei teuren Schnickschnack kaufen. In meinem Blog schrieb ich auch darüber – die Ursachen für Schnecken sollte man bekämpfen, nicht die Schnecken als solche, die sind lediglich ein Symptom …
https://mein-waldgarten.blogspot.com/2011/04/schneckenalarm.html
Liebe Grüße
Sara
Danke für die vielen Tipps. Wir haben kaum Schnecken, in diesem Jahr haben sie aber massiv zugenommen. Wir haben uns überlegt, im nächsten Jahr Enten anzuschaffen 🙂
Hi Kathrin! We have a lot here (Arianta arbustorum)
Früher hatte ich auch anfangs Massen von braunen spanischen Nacktschnecken, widerlich, gesammelt, vernichtet, da streute ich so manche Packung Bio Schneckenkorn von Neudorff, danach verkrochen sich die Schnecken zum Sterben. Doch es war nicht dauerhaft. Dann sammelte ich mal einige Weinbergschnecken aus der Umgebung von der Kanalböschung des Nord- Ostsee Kanals, da sind sehr viele seit Jahrzehnten. Seit ca fünf Jahren habe ich keine Nacktschnecken mehr, aber nun viele Weinbergschnecken. Bei Trockenheit verschließen sie ihr Gehäuse, bei Nässe wandern sie wieder im naturnahen Garten. Nun kalke ich auch gelegentlich mit Biokalk den sauren Boden, so haben sie auch genug Kalk für ihre Gehäuse. Die Nacktschnecken sind verschwunden, die einzige Pflanzen die die Weinbergschnecken sehr gerne mögen, ist die Ligurie, alles andere ist nicht zu erwähnen, sie fressen viele alte Pflanzenteile, mögen Buschhaufen, laub…und sicherlich auch die Gelege der Nacktschnecken! Das erledigt bei mir die Natur und mehr nicht!! Frauke
Liebe Frauke, wenn bei Dir die Natur das Problem mit den roten Nacktschnecken erledigt, kannst Du Dich glücklich schätzen. Leider hat dieses Glück nicht jeder.
LG Kathrin
Hallo Kathrin,
ich hatte immer jede Menge Schnecken im Garten, aber das hat sich in den letzten zwei Jahren sehr geändert. Kaum noch eine Schnecke, es waren aber auch sehr heiße und trockene Sommer. Für die nächsten Tagen ist viel Regen gemeldet, dann könnte es sich schnell änder. Aber jetzt mache ich da nichts mehr gegen die Schnecken, sollen sie das Laub das noch da ist ruhig fressen 😉
Liebe Grüße
Monika
Liebe Kathrin,
gibt es bei dem Schneckenkorn eigentlich eine Garantie, dass davon nicht auch Weinbergschnecken, Schnirkelschnecken oder die nützlichen Tigerschneggel betroffen sein könnten? Auch ich habe Weinbergschnecken im Garten ausgesetzt, die bestimmt schon das eine oder andere Nacktschneckengelege gefressen haben. Ganz Nacktschnecken-frei sind wir noch nicht geworden, aber es waren heuer schon deutlich weniger. Heuer haben sich interessanterweise auch einige Nacktschnecken ganz von selber im Teich ertränkt, ich denke, da war es ihnen gerade zu heiß, jedenfalls waren sie wie die Lemminge… Um meinen großen Kürbistopf habe ich allerdings ein Kupferband gelegt, das nicht viel bewirkt hat, die Kürbisblüten wurden abgefressen… heuer gibt es leider keine Kürbisernte…
Herzliche Nachurlaubs-Grüße,
Traude
https://rostrose.blogspot.com/2019/09/t-in-die-neue-woche.html
Liebe Traude, eine solche Garantie und ein solches Schneckenkorn gibt es leider nicht. Allein schon aus diesem Grund, da alle von Dir genannten Arten ebenfalls Mollusken sind und ihr Organismus somit gleich funktioniert wie jener der roten Nacktschnecken. Die Schneckenfalle SchneckeX von Florissa hat allerdings sehr schmale Einstiegsöffnungen, so dass eine Weinbergschnecke mit Haus da einfach nicht hinein passt.
LG Kathrin
DANKE für die vielen IDEEN,,,,
heuer gehts eigentlich mit den SCHLEIMIS
wünsch da no an feinen ABEND
bis bald de BIRGIT