Diese Zitronentarte mit Baiser schmeckt einfach fantastisch. Sagt meine Mama. Sie muss es als bekennende Liebhaberin dieser sauren Früchte wissen und ich vertraue auf ihr Urteil. Die Kombination aus Süße und Säure sorgt hier nämlich für eine wahre Geschmacksexplosion, die ihresgleichen sucht. Dieses exquisite Dessert besteht aus einem knusprigen Mürbteig, einer erfrischenden Creme und natürlich der Schaumhaube als Tüpfelchen am i. Jedenfalls ist diese fruchtige Torte ist nicht nur im Sommer ein Genuss. Wie sie gemacht wird, erkläre ich Dir heute.
Inhaltsverzeichnis
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Dieses Rezept gelingt garantiert
Ich habe wirklich viel herumgetüftelt bevor ich die Anleitung für die Zitronentarte online gestellt habe und muss sagen, die Umsetzung funktioniert total einfach und das Ergebnis überzeugt jedes Mal. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich nämlich zu Beginn ein wenig gefürchtet, weil ich dachte, so ein Fruchtpudding ist kompliziert zu machen. Aber da lag ich Gott sei Dank falsch. Er ist um nichts schwieriger wie der normale.
Aber schauen wir uns an, was wir alles brauchen.
Die wichtigsten Zutaten
Die Zitronentarte besteht grob gesagt aus drei Bestandteilen, für diese benötigen wir unter anderem:
- Zitronensaft: Wie so oft in meinen Zubereitungen greife ich zu Saft aus der Flasche. Denn die Früchte haben im Sommer eigentlich keine Saison und daher entspricht die angebotene Qualität nicht immer meinen Erwartungen. Da sie sich schon oft gar nicht auspressen ließen, spare ich mir das Geld lieber.
- Butter: Ich nehme zum Backen nur eine, die weder Öl noch Joghurt enthält.
- Eier: Für die Schaumhaube brauchen wir nur die Eiklare. Aus den Eigelben kannst Du zum Beispiel meinen Germteig mit Topfen oder die leckeren Dotterbusserl herstellen, falls Du den Pudding nicht selber machen willst.
So wird es gemacht
Wenn Du die Zitronentarte mit Baiser in einer herkömmlichen Form aus Porzellan oder Metall zubereitet, bekommst Du sie nie und nimmer mehr im Ganzen heraus. Du kannst Dich da noch so bemühen, es geht nicht. Ich nehme daher immer meine Tarteform mit einem schnittfesten Hebeboden aus Glas.
Weiters ist zu beachten:
- Ich knete den Mürbeteig nur so lange bis er abbindet, andernfalls kann es passieren, dass er bröselig und unformbar wird.
- Den Teig rolle ich anschließend nur grob aus und mache den Feinschliff direkt in der Form mit einem Backblechausroller. So muss ich nichts herumheben und es kann nichts reißen.
- Das Einstechen mit der Gabel ist notwendig, damit die Masse beim Backen keine Risse bekommt.
- Damit sie schön flach bleibt, beschwere ich sie Blindbackkugeln, die ich auf einem zurechtgeschnittenen Backpapier verteile. Meine sind aus Keramik und wiederverwendbar.
- Bevor die Sahne unter den Zitronenpudding gehoben wird, muss dieser weitgehend ausgekühlt sein, da sie ansonsten zerrinnt.
- Außerdem sollten beim Vermischen von säurehaltigen Früchten und Milchprodukten beide kühl sein. Andernfalls könnte es passieren, dass die letztere ausflocken und das wollen wir tunlichst verhindern.
Wie bleibt der Mürbteig trotz Creme knusprig?
Damit der Mürbteigboden nicht innerhalb kürzester Zeit durchweicht und matschig wird, gibt es einen kleinen Trick. Hierfür wird ein wenig weiße Kuvertüre im Wasserbad oder in der Mikrowelle geschmolzen und Mit Hilfe eines Silikonpinsels dann dünn aufgetragen. Durch diese feine, schokoladige Fettschicht verhinderst Du, dass der Teig einen Großteil der Feuchtigkeit aus der Zitronen-Sahne-Creme aufnimmt. Die Tarte hält sich dadurch länger frisch – optisch wie geschmacklich.
Lässt sich das Verhältnis zwischen Wasser und Zitronensaft anpassen?
Ja, Du kannst es nach Belieben anpassen. Wenn der Zitronengeschmack nicht zu sehr dominieren sollte, einfach mehr Wasser verwenden.
Zitronentarte mit Baiser
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Zutaten
Mürbteigboden
- 180 g Mehl
- 120 g Butter kühl
- 60 g Puderzucker
- 1 Eigelb
- Prise Backpulver
- 1 Packung Zitronenzesten entspricht in etwa 5 g
Zitronen-Sahne-Creme
- 300 g Zitronensaft kalt
- 150 g Wasser kalt
- 200 g Zucker
- 45 g Stärke z.B. Maisstärke oder Weizenin
- 3 Eigelbe
- 75 g Sahne
- 2 TL Sahnesteif
Baiserhaube
- 3 Eiklar zimmerwarm, nicht direkt aus dem Kühlschrank
- 75 g Kristallzucker
- 75 g Puderzucker
- Prise Salz
- 1 KL Zitronensaft
zusätzlich
- weiße Kuvertüre
Zubereitung
Mürbteig zubereiten
- Alle Zutaten mit der Küchenwaage einwiegen. Die Eier trennen. Das Backpulver zum Mehl geben.
- Die Zutaten rasch zu einem homogenen Teig verkneten. Das geht auch mit Hilfe eines Flachrührers in der Küchenmaschine.
- Die Masse in Frischhaltefolie wickeln und eine halbe Stunde lang im Kühlschrank rasten lassen.
- Danach auf einer Matte aus Silikon grob ausrollen. Anschließend eine Tarteform mit Hebeboden ausfetten, den Teig hinein geben und mit einem Backblechroller fertig ausrollen. Ein paar Mal mit der Gabel einsteichen.
- Über dem Teig einen Backpapierstreifen legen und diesen mit Blindbackkugeln oder alternativ Hülsenfrüchten beschweren.
- Nun im vorgeheizten Backrohr auf mittlerer Schiene bei 160°C Heißluft ca. 25 Minuten lang backen. Danach auskühlen lassen.
- Etwas weiße Kuvertüre schmelzen und damit den Mürbteigboden möglichst lückenlos bestreichen.
Creme zubereiten
- Die Stärke mit dem kalten Wasser anrühren.
- Die übrigen Zutaten bis auf die Sahne und das Sahnesteif in einen Topf geben, mit einem Spiralbesen verrühren und aufkochen.
- Wenn die Flüssigkeit kocht das Stärke-Wasser-Gemisch einrühren und so lange weiterkochen bis der Pudding zu stocken beginnt. Anschließend sofort von der Flamme nehmen.
- Den Pudding während des Abkühlens immer wieder kräftig durchrühren, damit sich keine Haut bildet, eventuell zusätzlich noch mit einer Frischhaltefolie abdecken.
- Wenn der Pudding weitgehend ausgekühlt, aber noch nicht ganz fest ist, die Sahne mit dem Sahnesteif im Handmixer aufschlagen und unter den Pudding heben.
- Die Zitronen-Sahne-Creme am Mürbteigboden verteilen.
Schaumhaube zubereiten
- Drei Eiklare mit 75 g Puderzucker und einer Prise Salz in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer anschlagen. Nach und nach den übrigen Puderzucker hineinrieseln lassen und den Zitronensaft hinzugeben.
- Den Eischnee so lange schlagen bis sich stabile Spitzen ziehen lassen und die Masse perlmutarbeit glänzt.
- Das Baiser auf der Puddingcreme verteilen.
- Die Zitronentarte auf ein Backblech stellen und in der untersten Schiene des Backofens einschieben. Das Baiser mit der Grillfunktion abflämmen. Dies dauert nur wenige Minuten. Dabei die Tarte nicht aus den Augen lassen.
Verzieren
- Je nach nach Wunsch die Tarte noch mit frischen Zitronenscheiben und Minzblättern verzieren.
Haltbarkeit
Die Mehlspeise sollte kühl gelagert und innerhalb von drei Tagen verzehrt werden.
Mein Serviervorschlag
Die sommerliche Torte kannst Du zum Servieren mit frischen Minzblättern und Zitronenscheiben garnieren. Dies geht allerdings nur, wenn sie dann sofort gegessen wird, denn insbesondere die Blätter welken schnell.
Gutes Gelingen beim Nachbacken des Rezepts für eine Zitronentarte mit Baiser!
Zeige mir Dein Ergebnis auf Instagram! Ich bin immer wieder gespannt, wie andere meine Rezeptvorschläge umsetzen.
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Bis bald und baba,
Kathrin
Ein interessantes Rezept. Muss ich einmal nachbacken.