Aus Ribisel, wie man die kleinen sauren Früchte in Österreich nennt, lässt sich dieser schmackhafte Johannisbeerlikör mit Wodka herstellen. Er ist total lecker und kann als süßer Abschluss nach einem Essen getrunken werden, aber man kann mit ihm auch ganz toll Mehlspeisen und Eis verfeinern. Gerne teile ich heute das Rezept mit Dir!
Inhaltsverzeichnis
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Warum Du ihn lieben wirst
- Wenn Du gerade dabei bist Gelee oder Sirup herzustellen, kannst Du einen Teil des Safts auch hierfür verwenden.
- Er ist einfach und gelingsicher herzustellen.
- Man braucht sich beim Johannisbeerlikör keine Sorgen über gärende Früchte machen.
- Er nimmt Dir nicht über Wochen Platz im Kühlschrank weg.
- Die Wartezeit bis zum Verkosten beträgt nur zwei Wochen.
- Du wirst mit einem vollmundigen Aroma belohnt.
Auf meiner Seite findest Du übrigens noch einige andere Liköre zum selber machen. Probiere sie doch aus. Sie sind eine hervorragende Möglichkeit, um den Geschmack der Früchte zu konservieren.
Die wichtigsten Zutaten
Für den Johannisbeerlikör sind in Summe nicht viele Zutaten notwendig. Schauen wir uns ein paar davon näher an:
- Johannisbeeren: Die Früchten bilden die Basis und können frisch oder tiefgekühlt sein. Sie müssen reif sein. Überreife und matschige Exemplare sind auszusortieren, da sie sich negativ auf den Geschmack auswirken können.
- Zitronensaft: Er stabilisiert die Farbe und untermalt das Aroma der Beeren perfekt. Außerdem bringt er eine spritzige Note mit.
- Inverzucker: Dabei handelt es sich um einen übersättigten Zuckersirup, der nicht mehr auskristallisiert. Du kannst ihn kaufen oder selber machen. Er verleiht Spirituosen ihre samtige, dickflüssige Konsistenz.
- Wodka: Er ist, im Gegensatz zu Korn und Doppelkorn, geschmacksneutral und überdeckt damit nicht den Eigengeschmack der Früchte. Zudem hat er 20 Volumensprozent.
Warum muss ich auf die Volumensprozent achten?
Likör muss einen Mindestalkoholgehalt von 15% aufweisen, um überhaupt als solcher zu gelten. Um dies mit Wodka zu erreichen, muss man ihn lediglich im Verhältnis 1:1 mit Saft mischen. Falls man gerne eine etwas stärkere Spirituose hätte, erhöht man das Verhältnis auf 1:1,5 zugunsten des Alkohols.
Ich habe keinen Invertzucker, was jetzt?
Wenn ich diesen nicht zur Hand habe, nehme ich braunen Zucker. Er ist mit Melasse überzogen und hat dadurch einen sehr angenehmen, karamellartigen Geschmack. Er hat denselben Süßungsgrad wie herkömmlicher Haushaltszucker, daher ändert sich nichts an der Menge. Allerdings führt er zu einem wässrigeren Ergebnis als Invertzucker.
Ist ein Mindestzuckergehalt notwendig?
Ja! Der Johannisbeerlikör muss pro Liter Flüssigkeit entweder einen Mindestzuckergehalt von 100 g (Invertzucker) oder 120 g (brauner Zucker) haben, um als solcher zu gelten. Du kannst nach Geschmack natürlich auch wesentlich mehr verwenden, aber pass auf, dass er nicht zu süß wird. Das passiert schneller als Du denkst.
So wird es gemacht
Zum Ansetzen benötigst Du bei meinem Rezept Saft. Um an diesen zu kommen gibt es zwei Möglichkeiten:
Entsaften mit dem Dampfentsafter
Eine gängige Methode ist das Dampfentsaften. Hierfür verwendest Du pro Kilo Frucht etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser. Das Wasser kommt in den Topf, Früchte in den Fruchtkorb, dazwischen wird der Auffangbehälter platziert, Deckel drauf und los geht es. Das Verfahren ist äußerst praktisch und eignet sich auch gut für größere Mengen. Elektrische Entsafter würde ich nicht verwenden, da sie viel Trester und Schaum erzeugen, aber wenig Flüssigkeit.
Aufkochen und Abseihen
Alternativ kann der Saft auch durch Aufkochen gewonnen werden. Hierfür koche ich 1 kg Johannisbeeren mit etwa 1,1 Liter Wasser auf, damit das Ergebnis nicht zu dickflüssig wird. Den Sud stelle ich anschließend für 24 bis 48 Stunden in den Kühlschrank zum Durchziehen. Nach dieser Ruhephase wird die Flüssigkeit entweder durch ein feines Sieb abgeseiht oder durch ein Mulltuch gepresst.
Wie bekomme ich den Zucker in die Spirituose?
Zucker ist schlecht in Alkohol löslich. Um ihn dennoch in den Likör zu bekommen, gibt es wieder zwei Wege:
- Entweder ich löse den Zucker bereits beim Kochen des Fruchtsafts auf, oder
- ich füge ihn am Ende als Invertzucker hinzu. Ein gesondertes Auflösen ist hier nicht notwendig.
Johannisbeerlikör mit Wodka aus Saft
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Zutaten
Saft
- 500 g Johannisbeeren
- 600 ml Wasser
- 1 Schuss Zitronensaft
- 180 g brauner Zucker sofern kein Invertzucker verwendet wird
Likör
- 500 ml Johannisbeersaft
- 500 ml Wodka
- 150 g Invertzucker sofern kein Haushaltszucker oder brauner Zucker verwendet wird
Zubereitung
- 500 g Johannisbeeren mit 600 ml Wasser und einem Schuss Zitronensaft kurz aufkochen. Wird kein Invertzucker verwendet, so muss ebenfalls 180 g brauner Zucker hinzugefügt werden.
- Den Sud für 24 bis 48 Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Den Fruchtsaft mittels einem feinem Sieb, z.B. Mehlsieb, oder einem Mulltuch abseihen.
- 500 ml Fruchtsaft mit einem Messbecher abmessen, mit 500 ml Wodka und gegebenenfalls 150 g Invertzucker mischen, wenn der Zucker nicht schon im Fruchtsaft gelöst wurde.
- Der Johannisbeerlikör in Bügelverschluss-Flaschen abfüllen. Er ist sofort verwendbar, erhält jedoch einen intensiveren Geschmack, wenn er zwei Wochen durchzieht.
Haltbarkeit
Die Spirituose ist dunkel und kühl gelagert etwa ein Jahr lang haltbar. Einmal angebrochen sollte er im Kühlschrank aufbewahrt werden und zügig verbraucht werden, andernfalls verfestigt er sich.
Gutes Gelingen beim Nachkochen des Rezepts Johannisbeerlikör mit Wodka!
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Kathrin