Letztens kam mir die Idee Kirschlikör mit Wodka selber zu machen. Schade, dass ich die nicht schon früher hatte, denn das Ergebnis hat meinem Mann und mir so gut geschmeckt. Ein süßer Genuss, welcher jedes Dessert verfeinert, aber auch pur getrunken total lecker ist. Das Rezept möchte ich Dir daher nicht vorenthalten. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich das Aroma sowie die satte Farbe der frischen Früchte so gut einfangen konnte. Also, los geht’s!
Inhaltsverzeichnis
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Darum ist dieses Rezept ein absoluter Hit
- Der Kirschlikör kommt so gut wie ohne Wartezeit aus. Nach 14 Tagen kann er bereits genossen werden.
- Du brauchst keine aufwändigen Verfahren zur Saftgewinnung.
- Er ist eine super Möglichkeit, um die Ernte abwechslungsreicher zu verarbeiten. Aus den Früchten müssen nämlich nicht nur Sirup oder Marmelade hergestellt werden.
- Die Zubereitung ist wenigen Arbeitsschritten erledigt und zieht sich nicht über Wochen.
Weitere Vorschläge für fruchtige Tröpferl findest Du in der Rubrik Liköre.
Die wichtigsten Zutaten
Damit die selbst gemachte Spirituose gelingt, sind unter anderem diese Zutaten notwendig:
- Kirschsaft: Diesen habe ich aus frischen, reifen, entkernten Früchten gewonnen. Schadhafte Stellen habe ich ausgeschnitten und gammelige Exemplare komplett aussortiert. Sie würden sich nämlich negativ auf die Qualität auswirken.
- Zitronensaft & Zitronensäure: Beide sorgen für Farbstabilität und unterstützen die Gelierwirkung für ein samtiges Mundgefühl.
- Wodka: Er ist im Gegensatz zu Korn vollkommen geschmacksneutral und hat einen hohen Alkoholgehalt von etwa 40 Volumensprozent.
Was ist besser brauner Zucker oder Invertzucker?
Darauf gibt es keine ja oder nein Antwort. Brauner Zucker ist mit Melasse überzogen, die einen karamellartigen Geschmack mit sich bringt. Er süßt die Spirituose hat aber keine Auswirkung auf die Konsistenz. Zudem muss er gesondert in Flüssigkeit aufgelöst werden, weil das in Alkohol nicht funktioniert.
Anders ist das beim Invertzucker. Hierbei handelt es sich um einen übersättigten, relativ dickflüssigen Zuckersirup ähnlich Honig, der um das 1,2-fache süßer ist als normaler oder brauner Zucker. Er verleiht dem Kirschlikör auch seine typische geschmeidige Textur. Der große Vorteil hier ist, dass er einfach mit dem Alkohol und dem kalten Fruchtsaft vermischt werden kann.
Ist es egal wie viel Zucker ich verwende?
Nein, damit ein Likör auch als solcher bezeichnet werden darf, muss er laut Wikipedia mindestens 100 g Zucker pro Liter Flüssigkeit beinhalten. Herangezogen für die Messung wird Invertzucker. Nur wenn die alkoholische Basis Kirschbrand ist, kann der Zuckergehalt verringert werden. Die Mindestmenge pro Liter Flüssigkeit liegt dann bei 70 g.
So wird es gemacht
Ich bin kein großer Freund vom Ansetzen klein geschnittener Früchte in Alkohol über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten an einem kühlen Ort, bevor die Fruchtreste abgeseiht und der Ansatz gesüßt wird. Viel lieber mische ich fertigen Fruchtsaft mit Wodka. Der Kirschlikör ist bei dieser Zubereitungsform innerhalb von zwei Tagen fertig. Für einen vollmundigen Geschmack, sollte er dennoch etwa ein bis zwei Wochen durchziehen.
Welches Mischverhältnis muss ich einhalten?
Das beste Verhältnis liegt zwischen 1:1 und 1:1,5 zugunsten vom Wodka, je nach dem wie stark das Getränk am Ende sein sollte. Die Spirituose bekommt somit auch den notwendigen Mindest-Alkoholgehalt von 20 Volumensprozent.
Muss ich bei der Fruchtsaftgewinnung etwas beachten?
Nein, nicht wirklich. Manchmal wird zwar behauptet, dass direkt gepresster Saft aromatischer wäre als abgekochter Fruchtsaft, allerdings kann ich das nicht bestätigen. Ich habe mich bei diesem Rezept für die zweite Variante entschieden und bin äußerst zufrieden damit.
Welche Flaschen eignen sich zum Abfüllen?
Ich habe kleine Bügelflaschen mit Gummistoppel genommen. Sie sind unempfindlich bei der Reinigung und praktisch in der Aufbewahrung.
Kirschlikör selber machen mit Wodka
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Zutaten
Kirschsaft
- 500 g Kirschen gewaschen, entsteint
- 500 ml Wasser
- 25 ml Zitronensaft
- 10 g Zitronensäure
entweder
- 130 g brauner Zucker
oder
- 110 g Invertzucker
zum Mischen
- 500 ml Wodka
Zubereitung
- Die Kirschen waschen, entsteinen und anschließend 500 g abwiegen.
- In einen Topf mit 500 ml Wasser sowohl braunen Zucker, Zitronensäure, Zitronensaft als auch die Kirschen geben. Verwendest Du statt dessen Invertzucker wird dieser hier nicht mit gekocht, sondern der Fruchtsaft ohne Zuckerzusatz zubereitet.
- Die Kirschen aufkochen, anschließend ein wenig abkühlen lassen und für 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.
- Den Fruchtsaft mit Hilfe eines feinen Siebs abseihen.
- 500 ml Fruchtsaft abmessen.
- Den Saft mit 500 ml Wodka mischen sowie jetzt den Invertzucker hinzufügen, wenn der Sud noch nicht gesüßt ist.
- Den Kirschlikör in die vorbereiteten Bügelflaschen abfüllen und kühl lagern. Für ein volleres Aroma am Besten ein paar Tage durchziehen lassen.
Haltbarkeit
Die Spirituose ist aufgrund des hohen Alkoholgehalts kühl gelagert mindestens ein Jahr lang haltbar. Aber auch darüber hinaus sollte nicht allzu viel passieren.
Gutes Gelingen beim Nachkochen des Rezepts für Kirschlikör!
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Kathrin
Hi, ich entsafte jedes Jahr reichlich Kirschen und würde aus dem Saft gerne den Likör herstellen.
Funktioniert das auch, aalsoals Variante 2?
Danke und viele Grüße
Kristina
Liebe Kristina, sollte eigentlich schon funktionieren. Wenn Du Zucker verwendest, müsstest Du diesen zuerst im Saft auflösen. Invertzucker kannst Du so hinzufügen. Den Kirschsaft 1:1 mit Wodka mischen, wie im Rezept angegeben.
LG Kathrin