Meine Kinder lieben dieses selbst gemachte Birnenkompott über alles. Aus diesem Grund stehe ich jeden Herbst in der Küche und bereite gleich eine größere Menge davon nach diesem Rezept zu. Es lässt sich nämlich sehr einfach auf Vorrat herstellen und einkochen. Ich finde das total praktisch. Besonders weil es eine tolle Möglichkeit ist, frische saisonale Früchte, egal ob vom eigenen Baum oder vom Wochenmarkt zu verarbeiten. Also worauf wartest Du noch? Legen wir am Besten gleich los!
Inhaltsverzeichnis
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Pack’ den Gemüseschäler aus
Für das Kompott müssen die Birnen unbedingt mit dem Gemüseschäler geschält werden. Die Schale enthält zwar viele Vitamine, stört aber später beim Essen sehr, da sie fest bleibt. Auch kann es sein, dass sie sich beim Kochen teilweise ablöst und dann im Sud herumtreibt. Das schaut nicht so appetitlich aus.
Außerdem entferne ich den Strunk mitsamt dem Kerngehäuse. Denn auch der hat im Essen nichts verloren.
Ganze oder gemahlene Gewürze, gibt es einen Unterschied?
Ich nehme am liebsten gemahlene Gewürze, da man sie mitessen kann. Aber auf diese Frage gibt es wohl weder eine richtige noch eine falsche Antwort. Der Unterschied liegt vielmehr im Aussehen. Ganze Schoten und Körner können nicht verzehrt und müssen nach dem Kochen oder vor dem Anrichten entfernt werden. Ihr Vorteil ist aber, dass der Sud klar bleibt. Gemahlene Würzmittel setzen sich im Laufe der Zeit an der Oberfläche ab und trüben die Flüssigkeit etwas, dafür ist hier der Geschmack intensiver. Zumindest empfinde ich das so.
Da nur geringe Mengen benötigt werden, kannst Du Dich einerseits an Messerspitzen als Maßeinheit orientieren, was leider recht unpräzise ist, oder eine Löffelwaage zur Hand nehmen. Diese ist auf das Abwiegen von Kleinstmengen ausgelegt. Die Menge stimmt dann immer ganz genau!
Für das typische Aroma sorgen in meinem Rezept:
- Bourbon-Vanille
- Gewürznelken
- Zimt
- und optional Piment (Neugewürz)
All diese Gewürze sind auch als Ganzes erhältlich.
Diese Zutaten brauchst Du auch
Um das Birnenkompott zuzubereiten sind eigentlich nicht viele Zutaten notwendig. Zu einigen möchte ich hier an dieser Stelle ein paar ausführliche Worte sagen.
- Birnen: Sie sind natürlich der Hauptbestandteil der Speise. Ich verwende sehr gerne die Sorte Conference, die auch in meinem Garten wächst. Sie behält beim Kochen ihre Form. Aber es eignen sich auch Gellerts Butterbirne oder Alexander Lucas. Von Williams Christ rate ich Dir ab, da sie sehr schnell zerfällt und dadurch besser für ein Birnenmus passt.
- Zucker: Birnen enthalten von vornherein mehr natürliche Süße als Äpfel. Daher gebe ich nur wenig zusätzlichen Zucker dazu. Da er in diesem Fall nicht für die Konservierung benötigt wird, könntest Du ihn sogar zur Gänze weglassen. Probiere es einfach aus, was Dir besser schmeckt. Ich persönlich mag es lieber ein bisschen süßer.
- Zitronensaft: Die darin enthaltene Zitronensäure verhindert das Braunwerden (Oxidieren). Sie sorgt kurz gesagt dafür, dass die Früchte ihre schöne gelbe Farbe behalten. Daher solltest du darauf keinesfalls verzichten.
Birnenkompott einkochen und haltbar machen
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Zutaten
- 500 g Birnen gewaschen, geschält, entkernt
- 350 ml Wasser
- 20 ml Zitronensaft
- 60 g Zucker optional, kann auch weggelassen werden
- 1 g Bourbon-Vanille gemahlen, ca. 2 Messerspitzen oder 1 Stange
- 0,5 g Zimt gemahlen, ca. 1 Messerspitze oder 2 Stangen
- 0,2 g Gewürznelken gemahlen, 1 Prise oder 3 Stück
- 0,1 g Piment gemahlen, optional, 1 Prise oder 2 Körner
Zubereitung
- Die Birnen waschen, schälen und entkernen. 500 g mit der Küchenwaage abwiegen.
- Anschließend die Frucht in kleinere, mundgerechte Stücke schneiden.
- Inzwischen mit einem Messbecher 350 ml Wasser abmessen und in einen Kochtopf geben. Sogleich den Zitronensaft hinzugeben und die Gewürze.
- Den Sud kurz aufkochen.
- Die Birnenstücke in die vorbereiteten Weck-Gläser schlichten und mit dem Sud bedecken. Nach oben hin sollte ein Rand von etwa 2 cm verbleiben.
- Die Gläser verschließen und im Dampfgarer oder Einkochautomaten unter Dampf 45 Minuten lang bei 100°C einkochen. Beim Einkochen im Backofen, die Fettwanne mit Wasser füllen. Die Gläser hineinstellen, so dass sie sich nicht berühren. Den Ofen auf 180°C aufheizen. Die Einkochzeit beginnt erst, wenn es in den Gläsern regelmäßig zu perlen beginnt.
Notes
Zum Schluss noch ein paar Tipps
Mit den folgenden Tipps will ich Dich bei der Umsetzung unterstützen.
Dampfgarer, Einkochautomat oder Backofen
Das Birnenkompott kannst Du mit Hilfe aller drei Geräte einkochen. Was jeweils zu beachten ist, habe ich Dir im Artikel über das Einkochen zusammengefasst. Er enthält viele gute und wissenswerte Informationen zu diesem Thema und hilft Dir bestimmt weiter.
Küchenhygiene
Sauberes Arbeiten ist in der Küche immer wichtig, aber umso mehr beim Einkochen. Hier können schon kleine Unachtsamkeiten zum Verderb des Einkochgutes führen. Viele Ursachen für Probleme lassen sich aber sehr leicht vermeiden. Ich verwende aus diesem Grund zum Beispiel nie Schneidbretter aus Holz oder Bambus. Sie können nicht über 60°C gereinigt werden und bergen damit immer das Risiko einer Keimbelastung.
Weck-Gläser nicht randvoll machen
Ein Anfängerfehler ist oft, dass die Einkochgläser randvoll gemacht werden. Das ist aber falsch. Der Sud kocht dann über und verschmutzt die Glasränder. In der Folge kann sich kein Vakuum mehr bilden. Ich lasse daher immer einen Rand von etwa 2 cm frei.
Haltbarkeit und Aufbewahrung
Entsprechend meiner Erfahrung ist die selbst gemachte Konserve locker ein Jahr lang haltbar. Ich bewahre sie lichtgeschützt im Keller auf. Sollte sich während der Lagerung dennoch einmal ein Deckel lösen, dann entsorge ich das Einkochgut. Nur wenn der Deckel laut und deutlich beim Öffnen ploppt, ist alles in Ordnung.
Serviervorschlag
Die Speise schmeckt am Besten, wenn Du es vor dem Servieren leicht erwärmst. Es passt besonders gut zu Süßspeisen, wie zum Beispiel Kaiserschmarrn – anstelle von Zwetschkenröster -, kann aber auch alleine eine herrliche Nachspeise sein. Mein Sohn und meine Tochter essen es gerne als kleinen Nachmittagssnack.
Gutes Gelingen beim Nachkochen des Rezepts für ein leckeres Birnenkompott!
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Kathrin