Diese raffinierte Feigenmarmelade mit Zitrone und optional Rotwein ist etwas ganz Besonderes. Sie sorgt für ein mediterranes, ja fast schon orientalisches Flair am Frühstückstisch. Wir essen sie gerne zu einem frisch gebackenen Pane Pugliese. Aber sie schmeckt auch super auf röschen Toastbrotscheibe. Jetzt komme ich richtig ins Schwärmen, denn mich erinnert sie immer an unsere Urlaube in Italien. Möchtest auch Du sie verkosten, dann bleib’ dran!
Inhaltsverzeichnis
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Darum musst Du den Fruchtaufstrich unbedingt probieren
- Er sorgt für eine tolle Abwechslung zu Konfitüren aus klassischen Herbstfrüchten, wie Quitten, säuerlichen Kornelkirschen oder süßen Birnen.
- Wachsen die Früchte bei Dir im Garten, ist er eine äußerst leckere Möglichkeit, um die Ernte zu verarbeiten.
- Die Marmelade ist ein tolles Mitbringsel bei Einladungen.
Die Liste könnte noch weiter fortsetzen, aber deswegen bist Du ja nicht hier.
Verfeinern mit Rotwein, Rosmarin und Zimt
Ich habe die Feigenmarmelade schon erfolgreich mit einer Prise Zimt oder etwas Rosmarin verfeinert. Das verleiht ihr eine weitere Portion Raffinesse.
Ein ganz besonders Highlight ist das Hinzufügen von Portwein oder Rotwein. Da Portwein eher schwer ist und ein sehr volles Aroma hat, verwende ich maximal 30 ml. Bei normalen Wein habe ich auch schon etwa 50 ml hinzufügt.
Die wichtigsten Zutaten
Wie für die meisten meiner Marmeladen sind auch hier nicht viele Zutaten notwendig. Jedenfalls keine, die schwer zu bekommen wären.
- Feigen: Egal, ob Konfitüre oder Obstkuchen, richtig gut schmeckt es, wenn die verwendeten Früchte reif sind. Je nach Sorte zeigt sich eine satte, violette oder leicht rötliche Färbung. Bei grünen Sorten hilft allerdings nur die Druckprobe, das bedeutet die Schale muss auf Druck leicht nachgeben. Unreife Exemplare sind jedenfalls sehr hart und in den meisten Fällen hellgrün. Es gibt leider keine Möglichkeit um Feigen nachreifen zu lassen.
- braunen Zucker: Ich habe ihn zum Karamellisieren genommen. Weißer Zucker eignet sich aber auch für diesen Zweck.
- Zitronensaft: Die darin enthaltene Zitronensäure hilft die appetitliche, leicht rötliche Farbe auch bei Lagerung zu erhalten. Ohne sie werden diese Farbtöne nämlich schnell unansehnlich braun. Zudem verleiht die sie dem Fruchtaufstrich einen sehr guten, frischen Geschmack. Ich lasse sie schon deswegen nicht weg.
- Gerlierzucker: Trotz des eher niedrigen Pektingehalts der Früchte funktioniert der 2:1 Gelierzucker super. Die 3:1 Variante würde ich eher nicht verwenden, da hier aufgrund des geringen Zuckeranteils pro 100 g Frucht die Haltbarkeit der Marmelade auf maximal ein halbes Jahr sinkt.
Feigenmarmelade mit Zitrone
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Portionen und Zeit
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Zutaten
- 500 g Feigen frisch, gewaschen, entstielt
- 25 ml Zitronensaft
- 250 g 2:1 Gelierzucker
- 10 g braunen Zucker zum Karamellisieren, optional
mit Schuss, falls gewünscht
- 50 ml Rotwein optional
- 30 ml Portwein optional
weitere Möglichkeiten zum Verfeinern
- 0,2 g Zimt ca. eine Messerspitze, optional
- 1 Teelöffel Rosmarin optional
Zubereitung
- Die frischen Feigen waschen, entstielen und klein schneiden. Anschließend die benötigte Menge abwiegen.
- Optional 10 g braunen Zucker im Topf unter rühren karamellisieren und mit Zitronensaft und / oder Rotwein ablöschen. Die Feigen hinzugeben und im Topf zugedeckelt weich köcheln. Wird auf den karamellisierten Zucker verzichtet, werden die Früchte nur mit dem Zitronensaft und eventuell dem Wein ebenfalls zugedeckelt weich gekocht.
- Anschließend mit dem Stabmixer pürieren.
- Auf Wunsch jetzt die Fruchtmasse mit den Gewürzen Zimt oder Rosmarin abschmecken.
- Den Gelierzucker hinzufügen und das Fruchtmus unter rühren aufkochen. Sobald die relativ dicke Masse zu blubbern beginnt, 4 Minuten lang abkochen.
- Mit der Gelierprobe überprüfen, ob die Konfitüre fertig ist. Dies ist der Fall, wenn sie nach kurzem Abkühlen auf dem Kochlöffel stockt.
- Die Feigenmarmelade in sterilisierte Weck-Gläser zu je 160 ml abfüllen und bei 100°C unter Dampf im Dampfgarer oder Einkochautomaten einkochen. Alternativ in Gläser mit Schraubverschluss füllen, kurz warten bis sich eine Haut gebildet hat und diese vor dem Verschließen mit einem Schuss 60%-Rum abdecken.
Tipps von mir für Dich
Unbedingt lesen bevor Du loslegst.
Küchenhygiene
Beim Einkochen der Feigenmarmelade ist das Einhalten der Küchenhygiene sehr wichtig. Sorgfältiges und sauberes Arbeiten sind ein Muss. Einen guten Überblick über die wichtigsten Regeln findest Du auf meiner Seite Einwecken im Backofen.
Noch mehr Rezepte:
Probiere auch meine fruchtige Granatapfelmarmelade oder die köstliche Ingwer-Birnenmarmelade. Und die leckere Physalismarmelade hätte jetzt auch Saison. Weitere Vorschläge für Feigen gibt es hier.
Haltbarkeit
Die Marmelade ist locker ein Jahr lang haltbar. Sollte es dennoch passieren, dass sich vorzeitig ein Vakuum löst oder sich Schimmel bildet, darf das Einkochgut nicht mehr verzehrt werden. Es ist zu entsorgen.
Gutes Gelingen beim Nachkochen des Rezepts raffinierte Feigenmarmelade mit Zitrone und optional Rotwein!
Jetzt bin ich aber neugierig. Wie hast Du die Konfitüre verfeinert? Schreibe mir ein Kommentar! Ich freue mich über einen Austausch! Willst Du Dir die Idee für später merken, dann tippe auf das rote P am Bild und speichere sie Dir auf Pinterest ab.
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Bis bald und baba,
Kathrin
Geniale Aromen. Das Karamelisieren des Rohrzuckers bringt die Röstaromen. Habe Thymian anstelle von Rosmarin verwendet. Ansonsten, alles nach Rezept, nehme allerdings bei einem Kilo Frucht immer etwa 100 g zusätzlich. Sehr gutes Rezept. Kann ich empfehlen.
Vielen Dank für die Rückmeldung, aber wieso dann nur 3 Sterne?
LG Kathrin
Wir haben einen großen Feigenbaum voller Früchte. Jetzt wollte ich die Chance ergreifen und das Rezept mal ausprobieren. Wir haben die Variante mit dem karamelisierten Rohrzucker genommen und sind restlos begeistert! Die Feigenmarmelade ist so einfach zu kochen und so unglaublich lecker, einfach genial.
Liebe Nicole, das freut mich riesig und vielen herzlichen Dank für die Bewertung und die lieben Zeilen.
LG Kathrin