Wie die Zeit vergeht, Weihnachten ist vorbei und schon klopfen die Heiligen Dreikönige an die Haustüre. Nachdem ich bereits mehrere Suchanfragen diesbezüglich hatte, habe ich heuer ein tolles Rezept für einen Dreikönigskuchen aus Hefeteig vorbereitet. Dieser ist richtig lecker geworden und absolut Wert nachgebacken zu werden. Wir haben ihn zum Frühstück mit Butter und Marmelade gegessen. Mjam, es war einfach herrlich! Nächstes Jahr werde ich ihn wieder backen. Ganz bestimmt!
Inhaltsverzeichnis
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Wissenswertes
Das traditionelle Gebäck, welches stets am 6. Jänner serviert wird, ist besonders in der Schweiz sehr weit verbreitet. Aber auch in Deutschland und Österreich erlangt es zunehmend an Beliebtheit. Ich kann diesen Trend gut verstehen. Denn wenn etwas gut schmeckt, ist ebenso wie die Neujahrsbrezel eine tolle Ergänzung des Speiseplans in den Ferien und sorgt darüber hinaus noch für Spannung. Im Teig ist nämlich entweder eine in Alufolie gewickelte Münze, eine Figur, eine Bohne oder eine ungeschälte Mandel versteckt. Wer sie findet, darf an diesem Tag König/-in sein und entscheiden, was gespielt oder gemacht wird. Meine Kinder finden das jedenfalls sehr aufregend. Für eine ähnliche Abwechslung im Alltag sorgen der Allerheiligenstriezel oder die selbst gemachten Krampusse.
Laut Wikipedia war man früher der Ansicht, dass der Dreikönigskuchen seinen Ursprung in den römischen Saturnalien hatte. Dies war ein Fest zu Ehren des Gottes Saturn. Heutige Wissenschaftler sehen aber diesbezüglich keinen Zusammenhang mehr.
Erste Nachweise einen so genannten Bohnenkönig zu feiern, gibt es ebenfalls laut Wikipedia ab dem 13. Jahrhundert. Bereits im 14. Jahrhundert war das Finden des Bohnenkönigs in West- und Mitteleuropa weit verbreitet. Allerdings war der Brauch seit Beginn der Aufzeichnungen mit dem Epiphaniefest (Dreikönigstag) verknüpft. Durch Reformation, Gegenreformation und Aufklärung ging der tiefere Sinn dieses Brauchtums jedoch immer stärker verloren und verschwand schlussendlich großflächig im deutschsprachigen Raum. Daher kann man getrost von einem richtigen Revival sprechen.
Wer sind eigentlich die Heiligen Drei Könige?
Die Heiligen Drei Könige sind Caspar, Melchior und Balthasar. Sie wurden vom Stern von Betlehem zu Jesus geführt und überbrachten ihm folgende Geschenke: Gold, Myrrhe und Weihrauch. Interessant ist, dass bereits die alten Ägypter rund um dieselbe Zeit die Geburt des Sonnengotts Axiom aus der Jungfrau Kore feierten.
Diese Zutaten werden gebraucht
Der Dreikönigskuchen ist ein klassisches Hefeteiggebäck. Es werden daher nur Standard-Zutaten benötigt, welche leicht zu bekommen sind. Unter anderen sind das:
- Mehl: Ich verwende am Liebsten glattes Mehl (Type 700 bzw. in Deutschland Type 550). Meiner Meinung sorgt es für die schönste Teigstruktur bei Gebäckstücken wie diesen.
- Eier: Eiweiß macht den Teig eher trocken und wird daher in diesem Rezept nicht benötigt. Damit es aber nicht verschwendet wird, mache ich daraus gerne Baiser.
- Bourbon-Vanille: Ich bevorzuge das echte Aroma gegenüber dem künstlichen, aber billigeren Vanillin.
- Hagelzucker: Ich habe das Festtagsgebäck mit Hagelzucker bestreut, da ich kein großer Fan von Mandelblättchen bin, die üblicherweise dafür genommen werden.
- Rosinen: Sie sind eine traditionelle Zutat, aber mir ist bewusst, dass sie nicht jeder mag. Alternativ kannst Du sie auch durch backfeste Schokotropfen ersetzen.
So wird es gemacht
Damit der Hefeteig für den Dreikönigskuchen gelingt, muss er anfangs richtig geknetet werden, dann gehen und anschließend noch einmal kurz geknetet werden. Ich verwende für diese Schritte meine Küchenmaschine mit Wärmefunktion. Aber es geht auch ohne. Anfangs ist der Teig sehr weich, aber nach der Ruhezeit lässt er sich wirklich gut verarbeiten.
Eine günstige Alternative zur Küchenmaschine ist eine Hefeteigschüssel mit Ploppfunktion. Darin kann der Teig ebenfalls rasten und trocknet dabei nicht aus. Der Deckel ploppt von selbst, wenn der Teig genügend Auftrieb hat.
Für ein schönes Backergebnis rate ich Dir aber, die Teigkugeln wirklich entsprechend den Angaben in der Rezeptkarte zu portionieren. Dadurch bekommen diese eine gleichmäßige Form und sehen nicht einfach wild zusammengewürfelt aus.
Dreikönigskuchen aus Hefeteig
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Portionen und Zeit
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Zutaten
- 500 g Mehl glatt, Type 700
- 260 g Milch
- 60 g Zucker
- 85 g Butter weich
- 5 g Salz
- 2 Packungen Trockenhefe
- 3 Eigelb
- Rosinen nach Geschmack
- Zitronenzesten nach Geschmack
- Orangenschale gerieben, nach Geschmack
- 1 Prise Bourbon-Vanille
Zusätzlich
- 1 Stück Mandel ungeschält, alternativ eine Bohne, Münze oder einen König
- 1 Ei verquirlt
- 1 Schuss Milch
- Hagelzucker zum Bestreuen
Zubereitung
- Alle Zutaten genau mit der Küchenwaage abwiegen und in die Schüssel der Küchenmaschine geben und zu einem Teig kneten.
- Den Teig ca. 30 Minuten zugedeckt mit Wärmefunktion gehen lassen oder in eine Hefteigschüssel geben und warten bis der Deckel ploppt.
- 8 Teigstücke einwiegen: 1x zu ca. 250 g und 7x zu je ca. 110 g.
- Die Teigstücke zu Kugeln formen. Der Schluss gehört nach unten. In einer der Kugeln einen König, alternativ eine Mandel oder Bohne, verstecken.
- Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech mit den Kugeln eine Blume formen und den Hefeteig zugedeckt etwa 20 Minuten rasten lassen.
- Anschließend ein Ei verquirlen, einen Schuss Milch unterrühren und damit den Teig großzügig bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.
- Den Dreikönigskuchen bei 160°C Heißluft ohne Vorheizen etwa 30 Minuten lang backen.
- Vor dem Servieren eine goldene Krone über den Kuchen geben.
Weitere Tipps
Zum Schluss möchte ich Dir noch zwei Sachen mit auf den Weg geben, als lies unbedingt weiter!
Besonderes Zubehör
Im Internet gibt es sogar spezielle Dreikönigsfiguren zum Mitbacken als auch goldene Papierkronen zu kaufen. Damit kann das Anschneiden des Gebäcks noch mehr zu einem Erlebnis für Kinder gemacht werden. Allerdings muss ich ganz ehrlich zugeben, wir haben das bislang noch nicht so umgesetzt, aber ich kann mir vorstellen, dass in der Schweiz viele Familien gibt, die darauf Wert legen.
Haltbarkeit und Lagerung
Das Backwerk schmeckt frisch natürlich am Besten. Allerdings hat Hefeteig die Eigenschaft rasch trocken zu werden. Klar, hält er sich ein oder zwei Tage in der Brotdose, aber wenn er in dieser Zeit nicht aufgegessen wird, ist es besser den Rest einzufrieren.
Gutes Gelingen beim Nachbacken des Rezepts Dreikönigskuchen!
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Kathrin