Dieser leckere Himbeersirup steht auf der Wunschliste meines Sohns jedes Jahr ganz weit oben. Kein Wunder, er schmeckt auch hervorragend und wie ich finde wesentlich besser als diese Billigverdünnungssäfte aus dem Supermarkt, wo fast ausschließlich nur mit künstlichen Aromen gearbeitet wird. Bei meinem Rezept weißt Du hingegen ganz genau was drinnen ist. Gerne verrate ich es Dir in diesem Artikel.
Inhaltsverzeichnis
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Das ist so besonders daran
- Die Zubereitung erfolgt gänzlich ohne künstliche Farbstoffe, Aromen und Konservierungsmittel.
- Der Himbeersirup kann mit und ohne Entsafter hergestellt werden.
- Gemischt mit Leitungs- oder Mineralwasser bildet er die Grundlage für köstliche Erfrischungsgetränke an heißen Tagen.
- Er ist eine tolle Möglichkeit die Ernte auf andere Weise zu verarbeiten, denn es muss nicht immer Marmelade oder Likör sein.
Hier gibt es übrigens noch mehr Rezeptvorschläge für Himbeeren. Sie lassen sich ja sehr vielfältig verarbeiten und das finde ich total schön daran. Verrate mir doch in den Kommentaren, wofür Du Dich noch entschieden hast. Ich bin neugierig, wie Du weißt.
Die wichtigsten Zutaten
Unter anderem sind folgende Zutaten notwendig:
- Himbeeren: Ich verwende nur reife, intakte Früchte. Matschige Exemplare sortiere ich aus, da ich im Garten große Probleme mit der Kirschessigfliege habe und dies meist ein eindeutiges Zeichen für einen Befall ist. Generell sind schimmelige, wurmige, überreife oder in sonstiger Weise nicht mehr einwandfreie Früchte auszusortieren. Ob sie aber frisch oder tiefgekühlt sind, macht keinen Unterschied.
- Zucker: Er dient als natürliches Konservierungsmittel.
- Zitronensäure: Sie unterstützt die Gelierwirkung und ist wichtig für das Stabilisieren der Farbe.
- Zitronensaft: Er ergänzt den Himbeersirup um eine erfrischende Note.
Kann ich auch fertigen Sirupzucker verwenden?
Aber klar doch! Das funktioniert wunderbar und Du musst in diesem Fall auch keine Zitronensäure mehr extra hinzufügen. Allerdings habe ich schon öfter die Erfahrung gemacht, dass er im Supermarkt ausverkauft war als die Beeren Saison hatten.
Kann ich den Zucker komplett weglassen?
Nein, das ist nicht möglich, weil er in diesem Arbeitsablauf wichtig für die Haltbarkeit ist. Möchtest Du auf ihn verzichten, empfehle ich Dir die Beeren zu dampfentsaften und den gewonnen Saft 45 Minuten lang bei 100°C unter Dampf einzukochen. Die längere Zeitspanne ist hier essentiell, damit das Einkochgut nicht verdirbt.
So wird es gemacht
Die Basis für den Himbeersirup kann auf zwei verschiedene Arten hergestellt werden:
Dampfentsaften
Gerade wenn viele Früchte auf einmal verarbeitet werden müssen, ist der Dampfentsafter eine super Wahl. Pro Kilogramm Beeren rechne ich mit etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser, die zum Erhitzen in den untersten Topf kommen. Im mittleren Behälter wird schließlich der Saft aufgefangen, denn Du von Zeit zu Zeit ablassen musst. In den obersten Topf kommen die Beeren. Hier sammelt sich auch der Trester, welcher aus Kernen, etwaigen Stielresten und Fruchthülle und so weiter besteht. Bis der Prozess in Gang kommt, kann es allerdings eine Weile dauern. Dann geht es aber schnell. Zudem solltest Du immer wieder kontrollieren, ob noch genügend Wasser im Topf ist.
Aufkochen
Wenn Du lediglich ein bis zwei Kilogramm verarbeiten möchtest und Dir kein weiteres Küchengerät anschaffen willst, dann ist diese Methode das Mittel der Wahl. Hier kommt auf ein Kilogramm Beeren ein Liter Wasser. Beides wird dann in einem großen Topf aufgekocht und anschließend zum Durchziehen für etwa 24 Stunden in den Kühlschrank gestellt. Damit später keiner der unzähligen Kerne im Sirup landet, musst Du den gewonnenen Saft durch ein sehr feines Sieb oder noch besser ein Mulltuch abseihen.
Das ist noch zu beachten:
- Für eine klare Farbe darf das Fruchtfleisch nicht püriert und unter den Saft gemischt werden. Dieser wird dann trüb und viel zu dick.
- Wenn Du keinen Dampfgarer oder Einkochtopf besitzt, dann lies Dir den Artikel Einwecken im Backofen durch.
Himbeersirup selber machen
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Portionen und Zeit
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Zutaten
- 1 kg Himbeeren frisch oder tiefgefroren
- 1 Liter Wasser beim Dampfentsaften etwa 1,5 bis 2 Liter pro Kilogramm Himbeeren
entweder pro Liter Saft
- 1 kg Zucker
- 20 g Zitronensäure
- 20 ml Zitronensaft
oder
- 1 kg Sirupzucker
- 20 ml Zitronensaft
Zubereitung
Arbeiten mit dem Dampfentsafter
- Früchte in den Dampfentsafter geben, Wasser aufkochen und warten bis der Saft fließt.
Aufkochen der Früchte im Topf
- 1 kg Himbeeren entweder mit 1 Liter Wasser in einem Topf aufkochen und anschließend für 24 Stunden zum Durchziehen in den Kühlschrank stellen.
- Danach den Sud durch ein Mulltuch abseihen.
Entweder Verarbeitung mit Zucker
- Die benötigte an Flüssigkeit abmessen und gemeinsam mit Zucker, Zitronensäure und Zitronensaft in einen Topf geben und zugedeckelt aufkochen.
oder Zusatz von Sirupzucker
- Hier den Fruchtsaft nur mit Sirupzucker sowie Zitronensaft mischen und ebenfalls zugedeckelt aufkochen.
weitere Herstellung
- Den Himbeersirup etwa 4 Minuten lang sprudelnd abkochen.
- Anschließend den Himbeersirup in vorbereitete, sterile Weck-Flaschen abfüllen und verschließen. Zur besseren Haltbarkeit noch 15-20 Minuten bei 100°C unter Dampf einkochen.
Notizen
Fragen & Antworten
Das ist auch noch interessant:
Wie sieht es mit Haltbarkeit und Lagerung aus?
Der Dicksaft ist dunkel und kühl gelagert mindestens ein Jahr lang haltbar. Sollte sich jedoch vorzeitig bei einer Flasche das Vakuum lösen oder sich Schimmel bilden, ist der Inhalt zu entsorgen. Vor Verwendung sollten die Flaschen zudem kräftig durchgeschüttelt oder mit einem langen Löffel aufgerührt werden, da der Sirup leicht eindickt. Manchmal hilft auch ein kurzes, warmes Wasserbad, damit er wieder schön flüssig ist.
Gutes Gelingen beim Nachkochen des Rezepts für Himbeersirup!
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Bis bald und baba,
Kathrin
Das Rezept stellt mich nicht zufrieden, weil ich als Alleinverbraucher den Sirup haltbar haben muß. Beim letzten Versuch hatte sich eine kleine Schimmelinsel gebildet. Die habe ich entfernt und den Sirup mit Alkohol ruhig gestellt.
Ich bin in einer vernünftigen Zeit aufgewachsen, als man Marmeladengläser noch mit Cellophan verschloß. Wenn sich eine Wespe Zugang verschafft und mit ihren ungewaschenen Beinen Schimmel verursacht hatte, wurde der abgeräumt und die Marmelade gegessen. Wenn ein Saft zu gären anfängt, kann man den Prozeß durchz aufkochen stoppen. da ist noch lange nichts verdorben.
Hallo Konrad, was stellt Dich am Rezept nicht zufrieden? Es ist eine Anleitung wie Du Himbeersirup einkochen und haltbar machen kannst. Also eigentlich genau das, was Du erreichen willst. Schimmelbildung kann bei Einkochgut immer wieder vorkommen, der Hauptgrund dafür ist, dass nicht sauber genug gearbeitet wurde. Es reicht schon aus, dass die Gläser nicht sterilisiert waren oder sich auf deren am Glasrand Sirupspritzer befinden und sich somit kein stabiles Vakuum bilden kann.
Wenn ein Sirup zu gären beginnt, ist dies ein Indiz dafür, dass die Flüssigkeit zuvor nicht abgekocht wurde bzw. auch nicht korrekt eingekocht wurde. Und das Thema Hygiene spielt auch hier mit. Denn sind die Gläser nicht ausgekocht, kann das Einkochgut verunreinigt werden und kippt. Hast Du überhaupt bei Deinem letzten Herstellungsversuch von Himbeersirup entsprechend diesem Rezept einkocht? Denn in meinem Rezept steht klipp und klar, dass der Sirup vor dem Abfüllen und Einkochen abgekocht werden muss.
Von mir wirst Du keine Empfehlung bekommen schimmeliges Einkochgut zu verzehren. Denn der sichtbare Schimmel ist immer nur die Spitze des Eisbergs. Wenn Du ihn siehst, ist sein Myzel bereits überall. Der Verzehr schimmeliger Lebensmittel ist nicht gesund!
LG Kathrin
Informativ und nachvollziehbar. Vollständig.
Danke!
LG Kathrin