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Burgenländer Kekse, Plätzchen

Burgenländer Kekse bzw. Plätzchen sind ein äußerst dekoratives Weihnachtsgebäck, das an eine Blume mit weißen Blüten erinnert. Sie sind auch als Burgenländer Sonnen bekannt. Die Grundlage dafür bildet ein Keks aus Mürbteig, welches mit Tupfen aus Baiser verziert und nach dem Backen noch mit einem Klecks Marmelade versehen wird. Mit dem richtigen Equipment ist die Herstellung dieser Kekse überhaupt nicht schwer und sie sehen am Ende auch großartig aus.

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Burgenländer Kekse, Plätzchen - Foodblog Topfgartenwelt

Werkzeug für die Herstellung:

Damit die Burgenländer Kekse auch tatsächlich ein Hingucker werden, verwende ich einen Keksausstecher in Form einer Blume. Er sollte aber nicht zu groß sein. Damit ist die Grundform bereits vorgegeben und ich muss nur noch auf jedes Blütenblatt etwas Baiser geben. Dieses lässt sich am Einfachsten mit einem Einwegspritzbeutel in Kombination mit einer geschlossenen Stern- oder Rosettentülle auftragen. Alternativ kannst Du auch eine Lochtülle verwenden. Im Idealfall sind die Tupfen eher klein. Daher sollte auch eine entsprechend kleine Tüllengröße gewählt werden. 

Burgenländer Sonnen - Foodblog Topfgartenwelt

Nach dem Backen kommt in die Mitte etwas Marmelade. Damit diese nicht ausläuft musst Du darauf achten, dass das Baiser einen geschlossenen Ring bildet. Zudem empfehle ich Dir zum Einfüllen der warmen, flüssigen Marmelade eine Quetschflasche (*) mit einer feinen Tülle, ca. 2 mm.

Rezept: Burgenländer Kekse, Plätzchen

Ich verwende für die Burgenländer Kekse kalt aufgeschlagenes Baiser. Du kannst es sowohl in der Küchenmaschine als auch mit dem Handmixer herstellen. Es hat die richtige Konsistenz für die weitere Verarbeitung erreicht, wenn sich Spitzen ziehen lassen und diese auch stabil sind. Zudem bekommt die Eischneemasse einen perlmutartigen Glanz. Damit die Zubereitung gelingt, solltest Du Dich auf alle Fälle nach den Angaben im Rezept halten, denn Baiser ist diesbezüglich empfindlich.

Damit das Baiser auf den Burgenländer Keksen auch nach dem Backen noch wunderschön weiß, das Mürbteigkeks aber trotzdem durchgebacken ist, arbeite ich nur mit Unterhitze. Mit Heißluft habe ich hier nicht so gute Erfahrungen gemacht.

Burgenländer Kekse, Plätzchen

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Burgenländer Kekse bzw. Plätzchen schmecken nicht nur fantastisch, sondern sehen auch wunderschön aus. Sie sind der Hingucker auf jedem Keksteller. Sie sind eine tolle Kombination aus Mürbteig, Baiser und Marmelade.
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Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 40 Minuten
Gesamtzeit 55 Minuten
Gericht: Kekse, Plätzchen, Weihnachtsbäckerei, Weihnachtsgebäck, Weihnachtskekse, Weihnachtsplätzchen
Küche: Deutschland, Österreich, Schweiz
Portionen: 40 Stück je nach Größe

Zutaten

Mürbteig

  • 300 g Mehl glatt, Type 700 in AT, Type 550 in DE
  • 200 g Butter kalt, gewürfelt
  • 100 g Staubzucker
  • 2 Eigelbe
  • Zitronenzesten nach Geschmack

Baiser

  • 2 Eiklar
  • 140 g Staubzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Teelöffel Zitronensaft

zum Verzieren bzw. Füllen

  • Marmelade nach Wunsch

Zubereitung

Teig

  • Mehl, Butter, Staubzucker, Eigelbe und Zitronenzesten rasch zu einem homogenen Teig verkneten. Besonders einfach geht dies mit dem Flachrührer einer Küchenmaschine (*).
  • Anschließend den Mürbteig in Frischhaltefolie wickeln und zum Rasten etwa eine halbe Stunde lang in den Kühlschrank legen.
  • Nach der Ruhezeit den Teig auf einer leicht bemehlten Teigmatte aus Silikon (*) ca. 2 mm dick ausrollen. Für eine gleichmäßige Teigstärke Teigstäbe (*) verwenden. Eine Kühlplatte (*) unter der Teigmatte erleichtert das Ausstechen.
  • Zum Ausstechen nicht zu große Keksausstecher in Blumenform (*) verwenden.

Baiser

  • Die Eiklare mit einer Prise Salz und etwas Staubzucker mit dem Handmixer (*) anschlagen.
  • Den übrigen Staubzucker nach und nach während des Mixens einrieseln lassen.
  • Wenn das Baiser fast fertig ist den Zitronensaft hinzufügen.
  • Die Eischneemasse weiterschlagen bis sich Spitzen ziehen lassen und sie glänzt.
  • Nun das Baiser in einen Einwegspritzbeutel (*) mit einer geschlossenen Sterntülle oder Lochtülle (*) füllen. Alternativ eine Rosettentülle verwenden.

Backen

  • Vor dem Backen das Baiser in kleinen Tupfen auf die Blütenblätter aufspritzen. Die Tupfen sollten sich berühren, damit ein geschlossener Kreis entsteht. Je nachdem, ob die Kekse zusätzlich noch mit Marmelade gefüllt werden sollten, das Baiser auf jeder Blume auftragen oder nur auf jeder zweiten.
  • Die Burgenländer Kekse bei im vorgeheizten Backrohr auf der mittleren Schiene bei 150°C Unterhitze ca. 10 bis 12 Minuten lang backen.

Verzieren

  • Entweder zuvor je ein Keks mit Baiser und eines ohne mit Marmelade zusammenfügen oder umgehend mit dem nächsten Schritt fortfahren. Am Besten eignet sich Ribiselgelee, Granatapfel Gelee oder Himbeer-Ribisel-Gelee.
  • Etwas Marmelade in einem Topf so lange erwärmen bis diese wieder flüssig ist. Aber nicht erhitzen! Sollte diese nicht ganz fein sein, noch einmal pürieren.
  • Die flüssige Marmelade in eine Quetschflasche (*) mit einer 2 mm Tülle füllen und die jeweils die Mitte der Burgenländer Sonnen einen Klecks Marmelade geben.
  • Die Marmelade ein paar Stunden lang trocknen bzw. wieder verfestigen lassen.
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Burgenländer Kekse, Plätzchen – Tipps zur Herstellung:

TIPP 1: Damit der Mürbteig auf Anhieb gelingt, musst Du kalte, in kleine Würfel geschnittene Butter verwenden. Diese wird gemeinsam mit den übrigen Zutaten rasch zu einem homogenen Teig verarbeitet. Da dies per Hand ganz schön anstrengend sein kann, empfiehlt sich der Einsatz einer Küchenmaschine (*). Denn mit dem Flachrührer ist der Mürbteig ratzfatz fertig. Zum Kneten reicht meist die niedrigste Leistungsstufe aus.

Burgenländer Kekse Rezept - Foodblog Topfgartenwelt

HINWEIS: Mürbteig darf aber keinesfalls intensiv und lange geknetet werden, dann wird er brandig. Das bedeutet, Mehl und Butter verlieren ihre Verbindung und der Teig hält nicht mehr. Leider ist er dann auch nicht mehr zu retten.

TIPP 2: Die Burgenländer Kekse selbst lassen sich am Einfachsten auf einer leicht bemehlten Teigmatte aus Silikon (*) ausrollen und ausstechen. Da Mürbteig aber auch kühl verarbeitet werden sollte, arbeitest Du am Besten immer nur mit kleinen Teigportionen und der gerade nicht gebrauchte Teig wird im Kühlschrank gelagert. Eine tolle Unterstützung ist hier eine Kühlplatte (*), die unter der Teigmatte platziert wird.

TIPP 3: Damit die Burgenländer Kekse allesamt dieselbe Dicke bzw. Stärke aufweisen, kannst Du zum Ausrollen Teigstäbe (*) verwenden. Ich habe den Teig 2 mm dick ausgerollt. Ist der Teig nämlich zu dick, wird es schwierig mit dem Backen des Baisers.

Burgenländer Plätzchen - Foodblog Topfgartenwelt

TIPP 4: Die Marmelade für den Klecks in der Mitte wird in einem Kochtopf auf kleiner Stufe unter rühren so lange erwärmt, bis sie wieder flüssig ist. Sie darf allerdings nicht erneut aufgekocht werden. Sollte sie noch Stückchen, egal ob groß oder klein enthalten, ist ein erneutes Pürieren unbedingt notwendig. Andernfalls verstopft ganz schnell die Spritztülle. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch zu unschönen Ergebnissen führen.

Die Burgenländer Kekse, Plätzchen bzw. Burgenländer Sonnen halten trocken und kühl gelagert locker drei bis vier Wochen. Damit das Baiser knackig bleibt und keine Feuchtigkeit aus der Luft anzieht, sollte das Gebäck auch luftdicht in Tupperdosen aufbewahrt werden. 

Gutes Gelingen beim Nachbacken des Rezepts Burgenländer Kekse, Plätzchen oder Burgenländer Sonne, die wohl auffälligsten Weihnachtskekse mit Wow-Effekt!

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Kathrin

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Autor: Kathrin | Topfgartenwelt

Profilbild Kathrin für Blog Topfgartenwelt

Ich bin passionierte Hobby-Bäckerin, Marmeladen-Köchin und Entwicklerin von gelingsicheren Eis-Rezepten. Die Rezeptentwicklung für Süßspeisen aller Art sowie für Gebäck und Pasta habe ich mir eigenständig mit Hilfe einschlägiger Fachliteratur beigebracht. Inzwischen habe ich darin bereits mehr als 5 Jahre Erfahrung. Familie, Freunde sowie Leser meines Blogs sind von meinen Kreationen begeistert. Darüber hinaus bin ich Gärtnerin aus Leidenschaft. Inzwischen betreue ich nun schon seit mehr als 10 Jahren erfolgreich meinen eigenen Garten. Gemeinsam mit meiner Familie erkunde ich in meiner Freizeit das Salzburger Land. Manchmal zieht es mich über die Grenzen von Österreich hinaus. Hier gibt es mehr über mich.

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