Gerade jetzt in der Adventzeit werde ich wieder ganz sentimental und erinnere mich gerne an das leckere Apfelbrot Rezept zurück, welches meine Tante früher oft gebacken hat. Es war ein fixer Bestandteil an den Adventsonntagen und immer ruckzuck aufgegessen. Heuer habe ich es endlich selber einmal zubereitet und kann Dir versichern, es schmeckt noch immer so gut wie damals. Außerdem ist die Herstellung einfach und das Ergebnis saftig. Genau so sollte es sein und nicht anders. Willst Du es auch probieren? Dann bleib’ unbedingt dran!
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Besser als gekauft
Ich weiß, inzwischen kann man das Apfelbrot auch in größeren Supermärkten kaufen. Aber ganz ehrlich, es selber zu backen, zahlt sich aus. Vielleicht nicht in Hinsicht auf die Kostenersparnis, aber auf alle Fälle im Hinblick auf den Geschmack. Es ist ähnlich wie bei den Weihnachtskeksen oder den hausgemachten Marmeladen, wie zum Glühweingelee oder Bratapfelmarmelade, Massenware kann hier einfach nicht mithalten.
Außerdem weißt Du dann ganz genau, was Du verarbeitest und kommst vielleicht auch mit weniger Zucker und Alkohol aus als die ganzen Fertigprodukte.
Die Zutaten
Das Früchtebrot hat in der Weihnachtszeit eine große Tradition, ebenso wie würzige Spekulationskekse und leckere Zimtschnecken. Mein Rezept ist von der Menge her auf vier kleine Brote zu je 400 g ausgelegt. Du kannst die Zutaten aber in der Rezeptkarte neu berechnen und an Deine Bedürfnisse anpassen.
Anleitung für eigene Experimente
Entscheidend für das Gelingen ist das Verhältnis zwischen Mehl und geriebenen Äpfeln. Um auf zusätzliche Flüssigkeit verzichten zu können und trotzdem ein saftiges Apfelbrot zu erhalten, benötigst Du immer die 1,5-fache Menge des Mehls an geriebenen Äpfeln. Die groben Nüsse dienen lediglich dem Geschmack und haben auf den Teig selbst kaum eine Auswirkung. Ähnlich verhält es sich mit dem Dörrobst bzw. Softfrüchten. Diese dürfen aber maximal die dreifache Mehlmenge ausmachen, andernfalls hält das Früchtebrot am Ende nicht mehr zusammen. Etwas weniger ist hingegen kein Problem.
Das gehört unter anderem hinein:
- Mehl: Das Apfelbrot lässt auch hier sehr viel Spielraum. Du kannst sowohl Roggen als auch Dinkel verwenden, aber auch schlicht und einfach Weizenmehl.
- Backpulver: Es ist hier das Triebmittel der Wahl, da Hefe in diesem Fall völlig ungeeignet ist. Eine passende Alternative wäre allerdings Weinstein-Backpulver. Um es gleichmäßig zu verteilen, mische ich es direkt gemeinsam mit dem Salz unter das Mehl bevor ich den Fruchtansatz dazu gebe.
- Äpfel: Ich verwende hier keine spezielle Sorte.
- Lebkuchengewürz: Die darin enthaltenen Aromen von Zimt, Vanille und Sternanis sorgen überhaupt erst für den weihnachtlichen Geschmack.
- Dörrobst: Ganz klassisch finden sich hier Feigen, Kletzen (getrocknete Birnen), Pflaumen und Rosinen. Da ich Kletzen überhaupt nicht mag, habe ich sie kurzer Hand durch Soft-Marillen ersetzt. Diese verleihen dem Apfelbrot einen sehr lieblichen, fruchtigen Geschmack.
- Nüsse: Auch hier kannst Du Dich von Deinem eigenen Geschmack leiten lassen. Ob Du nun Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln oder doch lieber Pinienkerne verwendest, obliegt vollkommen Dir. Bei mir wurden es dieses Mal Walnüsse. Ich mag sie total gerne und hatte sie ohnehin zu Hause.
- Deko: Ich verziere das Gebäck am Liebsten mit süßen Belegkirschen – die schauen nicht nur auf der Schneewittchentorte gut aus – und Mandeln. Sie verleihen ihm meiner Meinung nach erst wirklich den gewünschten weihnachtlichen Look. Und ganz ehrlich, es macht mir Spass, mir ein passendes Muster zu überlegen.
Die Zubereitung
Nachdem doch eine größere Menge an Äpfeln verarbeitet werden muss, kann das Reiben mit der Hand doch ziemlich anstrengend werden. Ich mache das daher nur noch mit meinem elektrischen Julienneschneider. Das geht zackig und die Streifen bleiben schön saftig. Außerdem werden es tatsächlich Streifen und kein Mus, wie mir das schon öfters bei der Handreibe passiert ist.
Zerkleinern
Bevor die Früchte mit den übrigen Zutaten vermischt werden, schneide ich sie in grobe Stücke. Das gilt auch für größere Nusssorten. Gut, Pinienkerne können einfach so hinzugefügt werden.
Ruhezeit
Das Früchtebrot braucht vor der endgültigen Zubereitung etwas Vorlaufzeit. Ich plane zum Durchziehen der Apfel-Frucht-Nuss-Mischung mindestens 12 Stunden ein. Am Einfachsten ist es die Vorarbeiten am Abend des Vortags zu erledigen und die Mixtur über Nacht durchziehen zu lassen. Wann Du am nächsten Tag Zeit zum Backen hast, ist nicht entscheidend. Aber der Ansatz sollte nicht länger als 24 Stunden stehen, dann wird er komisch. Außerdem lasse ich ihn nur im Kühlschrank oder im Keller in einem geschlossenen Gefäß ziehen, denn bei Raumtemperatur wird er schnell gammelig.
Apfelbrot selber machen
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Zutaten
Teig
- 125 g Roggenmehl
- 125 g Weizenmehl glatt, Type 700 in AT, Type 550 in DE
- 4 g Salz
- 8 g Backpulver
Fruchtansatz
- 100 g Zucker
- 5 g Lebkuchengewürz
- 1 Schuss Zitronensaft ca. 1 Esslöffel
- 35 ml Rum z.B. Inländer Rum
- 375 g Äpfel geschält, fein gerieben
- 80 g Nüsse Haselnüsse, Mandeln, Pinienkerne oder Walnüsse
- 200 g Marillen, Aprikosen getrocknete Softfrüchte, grob geschnitten
- 200 g Pflaumen getrocknete Softfrüchte, grob geschnitten
- 200 g Rosinen
- 100 g Feigen getrocknete Softfrüchte, grob geschnitten
zum Verzieren
- Belegkirschen
- Mandeln ganz, geschält
optional Mehlstreiche
- 25 g Roggenmehl
- 60 g Wasser
Zubereitung
Fruchtansatz herstellen
- Die Äpfel schälen, entkernen und in Streifen reiben und die benötigte Menge abwiegen.
- Das Dörrobst bzw. die Softfrüchte sowie die Nüsse einwiegen.
- Das Lebkuchengewürz am Besten mit einer Löffelwaage abwiegen.
- Die abgewogenen Zutaten in einer Schüssel vermischen und Zucker sowie Rum darunter geben.
- Die Fruchtmischung zudecken und an einem kühlen Ort mindestens 12 Stunden lang durchziehen lassen.
Fertigstellung
- Nach der Ruhezeit Mehl, Salz und Backpulver einwiegen und miteinander vermengen.
- Anschließend die Fruchtmischung darunter kneten.
- Teigstücke zu je ca. 400 g einwiegen und zu länglichen Brotlaiben formen.
- Diese optional mit Mehlstreiche aus 25 g Mehl und 60 g Wasser bepinseln oder einfach nur mit Mandeln und Belegkirschen verzieren.
- Das Früchtebrot bzw. Apfelbrot im vorgeheizten Backrohr bei 160°C Heißluft ca. 40 Minuten lang backen.
Tipps
Zu guter Letzt habe ich hier noch den einen oder anderen Tipp für Dich.
Lagerung und Haltbarkeit
Das Apfelbrot ist trocken und kühl gelagert, relativ lange haltbar. Allerdings wird es mit der Zeit etwas trockener. Ich verpacke es daher immer in einen Gefrierbeutel und gebe es in den Kühlschrank. Damit es mehr Geschmack hat, lege ich es vor dem Essen einfach rechtzeitig raus.
Serviervorschlag
Ehrlich gesagt, am Besten schmeckt das fruchtige Gebäck, wenn man es mit Butter bestreicht. Ich liebe das. Hast Du es vielleicht auch schon einmal probiert?
Mitbringsel
Verpackt in einen Cellophanbeutel ist es ein wunderbares, weihnachtliches Mitbringsel. Da es relativ robust ist, kannst Du es sogar mit der Post verschicken, falls Du einen der Lieben überraschen möchtest.
Gutes Gelingen beim Nachbacken vom Apfelbrot Rezept!
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Bis bald und baba,
Kathrin
Hallo Kathrin,
habe gerade dein Apfelbrot Rezept entdeckt. Es gefällt mir und ich würde es schon gerne mal Nachbacken. Zum Mehl habe ich eine Frage. Wir verwenden nur selbst gemahlenes Vollkorn Mehl. Was meinst du, kann ich es einfach gegen das Auszugsmehl austauschen?
Da ja im Teig schon eine ganze Menge süßer Früchte enthalten sind, erscheint mir der zusätzliche Zucker eigentlich überflüssig oder wird er als Triebhilfe benötigt?
Viele Grüße aus Lübeck!
Ingo
Hallo Ingo, ich habe für das Apfelbrot glattes Mehl type 700 in Österreich verwendet, in Deutschland sollte dies Type 550 sein. Auszugsmehl entspricht eher der Type 405 (Deutschland). Type 405 ist eigentlich ein Universalmehl, also ich denke, Du könntest es schon versuchen. Der Zucker im Teig wird für die Teigstabilität und Bindigkeit benötigt. Ohne Zucker pappt es nicht und zerfällt 🙂
Ganz liebe Grüße
Kathrin